[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/ext/kinerity/bestanswer/event/main_listener.php on line 514: Undefined array key "poster_answers" Karl Neck - Deutsches Wikipedia-Forum
'''Karl Neck''' (* 1908 in Schleitheim; † 1997
Necks deutscher Grossvater liess sich 1888 in Schleitheim einbürgern. Neck studierte Theologie in Berlin, bevor er 1932 Pfarrer im kleinen Schaffhauser Dorf Dörflingen wurde, wo er zeitweise auch Schulpräsident war. In der Schweizer Armee diente er als Feldprediger. Die Bundesanwaltschaft registrierte ihn 1942 wegen Frontenbewegung|frontistischen Tätigkeiten.
1948, drei Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs, veröffentlichte Neck das Buch ''Deutschland – Tod und Auferstehung'' im «Verlag des Turmwart» in Zürich, dessen Leiter Werner Meyer ein bekannter Frontist war. In dem Buch vertrat Meyer die These, dass die alliierten Siegermächte des 1. Weltkriegs den 2. Weltkrieg zu verantworten hätten, indem sie Deutschland den ungerechten Friedensvertrag von Versailles aufgezwungen hätten. Das Buch verklärte Adolf Hitler zum Helden eines «germanischen Glaubens», Holocaustleugnung|leugnete oder verharmloste den Holocaust, und beschimpfte die Kirche als Säer der «Drachensaat des Hasses» gegen Deutschland.
Auszüge aus dem teils «tobsüchtig geschriebenen Elaborat» wurden bald in Schweizer Zeitungen veröffentlicht, unter Überschriften wie «Dörflinger Nazi-Pfarrer». Vor dem Hintergrund der öffentlichen Empörung erklärte der Kirchenrat des Kantons Schaffhausen, dass er das Buch bedaure und missbillige, aber dass der Entscheid über Necks Pfarramt Sache der Dörflinger Kirchengemeinde|Kirchgemeinde sei. Diese entscheid 1949 nach langer Diskussion mit 65 zu 20 Stimmen, Neck im Amt zu belassen.
Vom «Schweizer Spiegel|Schweizer Spiegel» befragte Dörflinger erklärten, Neck sei ein guter und beliebter Pfarrer, der während des Kriegs viel ausgeholfen habe, und nie nazifreundlich gepredigt habe; was er nun geschrieben habe, verstünde man nicht. Der Historiker Roland Aegerter sieht im Vorgehen der Kirchgemeinde ein «pragmatisch-schlaues Vorgehen der bodenständigen Dörflinger»: Die Gläubigen hätten «ihren Pfarrer ins Gebet genommen, um ihn auf den richtigen Pfad zurückzuführen», indem sie seine Wiederwahl an die Bedingung knüpften, die anstössigen Inhalte seines Buches zu widerrufen und den Gewinn daraus für Kriegsflüchtlinge zu spenden.
Neck war bis 1959 ohne weitere Beanstandungen als Pfarrer in Dörflingen tätig und übersiedelte dann in seine Heimatgemeinde Schleitheim, wo er bis 1973 weiterhin als Pfarrer wirkte.
[h4] '''Karl Neck''' (* 1908 in Schleitheim; † 1997 Necks deutscher Grossvater liess sich 1888 in Schleitheim einbürgern. Neck studierte Theologie in Berlin, bevor er 1932 Pfarrer im kleinen Schaffhauser Dorf Dörflingen wurde, wo er zeitweise auch Schulpräsident war. In der Schweizer [url=viewtopic.php?t=844]Armee[/url] diente er als Feldprediger. Die Bundesanwaltschaft registrierte ihn 1942 wegen Frontenbewegung|frontistischen Tätigkeiten.
1948, drei Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs, veröffentlichte Neck das Buch ''Deutschland – Tod und Auferstehung'' im «Verlag des Turmwart» in Zürich, dessen Leiter Werner Meyer ein bekannter Frontist war. In dem Buch vertrat Meyer die These, dass die alliierten Siegermächte des 1. Weltkriegs den 2. Weltkrieg zu verantworten hätten, indem sie Deutschland den ungerechten Friedensvertrag von Versailles aufgezwungen hätten. Das Buch verklärte Adolf Hitler zum Helden eines «germanischen Glaubens», Holocaustleugnung|leugnete oder verharmloste den Holocaust, und beschimpfte die Kirche als Säer der «Drachensaat des Hasses» gegen Deutschland.
Auszüge aus dem teils «tobsüchtig geschriebenen Elaborat» wurden bald in Schweizer Zeitungen veröffentlicht, unter Überschriften wie «Dörflinger Nazi-Pfarrer». Vor dem Hintergrund der öffentlichen Empörung erklärte der Kirchenrat des Kantons Schaffhausen, dass er das Buch bedaure und missbillige, aber dass der Entscheid über Necks Pfarramt Sache der Dörflinger Kirchengemeinde|Kirchgemeinde sei. Diese entscheid 1949 nach langer Diskussion mit 65 zu 20 Stimmen, Neck im Amt zu belassen.
Vom «Schweizer Spiegel|Schweizer Spiegel» befragte Dörflinger erklärten, Neck sei ein guter und beliebter Pfarrer, der während des Kriegs viel ausgeholfen habe, und nie nazifreundlich gepredigt habe; was er nun geschrieben habe, verstünde man nicht. Der Historiker Roland Aegerter sieht im Vorgehen der Kirchgemeinde ein «pragmatisch-schlaues Vorgehen der bodenständigen Dörflinger»: Die Gläubigen hätten «ihren Pfarrer ins Gebet genommen, um ihn auf den richtigen Pfad zurückzuführen», indem sie seine Wiederwahl an die Bedingung knüpften, die anstössigen Inhalte seines Buches zu widerrufen und den Gewinn daraus für Kriegsflüchtlinge zu spenden.
Neck war bis 1959 ohne weitere Beanstandungen als Pfarrer in Dörflingen tätig und übersiedelte dann in seine Heimatgemeinde Schleitheim, wo er bis 1973 weiterhin als Pfarrer wirkte.
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