'''Schotte''' (auch ''Scotto'', ''Schotan'', ''Scotus'', ''Scotkin'', ''Scotan'' o. ä.) ist der Name eines erloschenen Westfalen|westfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.
== Geschichte ==
Das Geschlecht (Genealogie)|Geschlecht zählte zu den adeligen Patriziergeschlechtern der Stadt Soest in der Grafschaft Mark.Spießen (1901–1903), S. 115. Dort ist die Familie von der 2. Hälfte des 13. bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts belegt.Klocke (1927), S. 133.
Die Familie wurde wohl nach kaufmännischen Beziehungen zu Schottland bzw. dortigem Aufenthalt benannt. Sie erscheint erstmals 1272 mit ''Heydenricus Schotto'', Ratsherr zu Soest, war zweifellos am Fernhandel beteiligt und sehr wohlhabend mit Gütern in der Soester Gegend. 1379 besaßen sie ferner Kunsthaus Kannen|Haus Kannen bei Münster-Amelsbüren zu Ministeriale|Ministerialrecht.Ledebur (1856), S. 404.Kneschke (1868), S. 329.
Derselbe ''Heydenricus Scotto'' erscheint 1282 ein weiteres Mal, 1293 gefolgt von einem ''Johannes Scotus''.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche? ... 2bbd1a7fb3 D 117u / Kloster / Stift Paradies, Soest / Urkunden, Nr. 36], [https://www.archive.nrw.de/archivsuche? ... b776304673 Nr. 43], abgerufen am 27. Januar 2026. Insgesamt war die Familie, die mit den Soester Patriziergeschlechtern von der Lake, Lünen (Soester Patriziergeschlecht)|Lünen, Hattorp|Hattorp und Menge (Adelsgeschlecht)|Menge verschwägert war, im 13. und 14. Jahrhundert mit mindestens acht Angehörigen im Soester Stadtrat vertreten. Danach mit weiteren Familienmitgliedern. Von Mitte des 14. bis Anfang des 15. Jahrhunderts stellte die Familie drei Soester Bürgermeister:
* Johann Schotte, 1353–1358 drei- oder vierfacher Soester Bürgermeister
* Arnold Schotte, 1404–1406 zweifacher Soester Bürgermeister; Enkel des Bürgermeisters Johann Schotte
* Johann Schotte, 1499–1501 zweifacher Soester Bürgermeister; Enkel des Bürgermeisters Arnold Schotte
Die Letzte des Geschlechts war laut Max von Spießen Tunecke Schotte, die 1516 Kornmeisterin des Stift St. Walburgis (Soest)|St. Walburgis-Stifts in Soest war.
Ob der Lübecker Ratsherr Johann Schotte († 1413) Mitglied der Soester Familie Schotte war, ist nicht bekannt.
== Wappen ==
Blasonierung des Redendes Wappen|Redenden Wappens: In Silber der Kopf eines schottischen Mönchs mit einer roten, zweimal schwarz längsgestreiften viereckigen Kaputze (Kogel) bedeckt, die mit sieben goldenen Schelle (Heraldik)|Schellen verziert ist. Auf dem Helm (Heraldik)|Helm mit rot-silbernen Helmdecken der gleiche Kopf.
[h4] '''Schotte''' (auch ''Scotto'', ''Schotan'', ''Scotus'', ''Scotkin'', ''Scotan'' o. ä.) ist der Name eines erloschenen Westfalen|westfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.
== Geschichte == Das Geschlecht (Genealogie)|Geschlecht zählte zu den adeligen Patriziergeschlechtern der Stadt Soest in der Grafschaft Mark.Spießen (1901–1903), S. 115. Dort ist die Familie von der 2. Hälfte des 13. bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts belegt.Klocke (1927), S. 133.
Die Familie wurde wohl nach kaufmännischen Beziehungen zu Schottland bzw. dortigem Aufenthalt benannt. Sie erscheint erstmals 1272 mit ''Heydenricus Schotto'', Ratsherr zu Soest, war zweifellos am Fernhandel beteiligt und sehr wohlhabend mit Gütern in der Soester Gegend. 1379 besaßen sie ferner Kunsthaus Kannen|Haus Kannen bei Münster-Amelsbüren zu Ministeriale|Ministerialrecht.Ledebur (1856), S. 404.Kneschke (1868), S. 329.
Derselbe ''Heydenricus Scotto'' erscheint 1282 ein weiteres Mal, 1293 gefolgt von einem ''Johannes Scotus''.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_14365bca-f238-4838-941a-982bbd1a7fb3 D 117u / Kloster / Stift Paradies, Soest / Urkunden, Nr. 36], [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_a1aaaca4-4fbc-408c-83c6-a2b776304673 Nr. 43], abgerufen am 27. Januar 2026. Insgesamt war die Familie, die mit den Soester Patriziergeschlechtern von der Lake, Lünen (Soester Patriziergeschlecht)|Lünen, Hattorp|Hattorp und Menge (Adelsgeschlecht)|Menge verschwägert war, im 13. und 14. Jahrhundert mit mindestens acht Angehörigen im Soester [url=viewtopic.php?t=24136]Stadtrat[/url] vertreten. Danach mit weiteren Familienmitgliedern. Von Mitte des 14. bis Anfang des 15. Jahrhunderts stellte die Familie drei Soester Bürgermeister: * Johann Schotte, 1353–1358 drei- oder vierfacher Soester Bürgermeister * Arnold Schotte, 1404–1406 zweifacher Soester Bürgermeister; Enkel des Bürgermeisters Johann Schotte * Johann Schotte, 1499–1501 zweifacher Soester Bürgermeister; Enkel des Bürgermeisters Arnold Schotte
Ratsherr Arnold Schotte stiftete 1402 zusammen mit Dietrich von Lünen die Kapelle auf dem Neuen Friedhof.Stadtarchiv Soest, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-A92x13704138994216920210610123439788 A / Stadtarchiv Soest, Bestand A (1166-1750), Nr. 7036], [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-A92x62821024656295720210610123441887 A / Stadtarchiv Soest, Bestand A (1166-1750), Nr. 9485], [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-A92x60332643985748220210610123441887 Nr. 9486], abgerufen am 27. Januar 2026.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_0dfbec95-c2aa-4f48-aa7d-fc7b012c00dd AA 0001 / Kurköln, Urkunden AA 0001, Nr. 1386], abgerufen den 27. Januar 2026. Ein späterer Arnd Schotte verstarb während eines Aufenthalts in Livland. Die Stadt Paderborn schrieb 1510 wegen seines Nachlasses an die Stadt Soest.Stadtarchiv Soest, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-A92x81221854686737020210610123442382 A / Stadtarchiv Soest, Bestand A (1166-1750), Nr. 2227], abgerufen am 27. Januar 2026. Vier Jahre zuvor, im Oktober 1406, hatte Tonies Menge, Alt-Bürgermeister von Soest, im Namen seines Vetters Arnt Schotte „Schottengüter“ zu Schmerlecke (''Smerlike'') und Norddorf (Erwitte)|Ost-Norddorf (''Oistorpe'') verkauft.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_13badd01-1e1b-40d7-bc08-99a312b8d57c A 102u / Kloster Benninghausen / Urkunden, Nr. 407], abgerufen am 27. Januar 2026. Im Februar desselben Jahres hatte Arnt Schotte den ''Cadehoff'', im Wald bei Benninghausen gelegen, an Tonies Mengen verkauft, unter Nennung des weiterhin geltenden Leibzuchtrechts von ''Wewelke/Webbele Schotten''.Stadtarchiv Werl, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_4783250d-9dc4-47f6-94f9-48de08122d31 Nr. UvM 025], abgerufen am 27. Januar 2026. Diese Webelle Schotte, Tochter der Else Schotte, war ab spätestens 1455 Nonne sowie 1500 und 1501 Prior|Subpriorin des Kloster Benninghausen|Klosters Benninghausen.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_62775817-e37f-46ea-9e30-1d2e5a3723d8 A 102u / Kloster Benninghausen / Urkunden, Nr. 330], [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_70b99f14-94a1-4e91-ac37-96367d534622 Nr. 338], [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_0302ffb1-c687-41e3-8689-84895f032e37 Nr. 397], [https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_dc1d2a44-eb9c-4774-af4f-90b9fa08d684 Nr. 400], abgerufen am 27. Januar 2026.
Die Letzte des Geschlechts war laut Max von Spießen Tunecke Schotte, die 1516 Kornmeisterin des Stift St. Walburgis (Soest)|St. Walburgis-Stifts in Soest war.
Ob der Lübecker Ratsherr Johann Schotte († 1413) Mitglied der Soester Familie Schotte war, ist nicht bekannt.
== Wappen == Blasonierung des Redendes Wappen|Redenden Wappens: In Silber der Kopf eines schottischen Mönchs mit einer roten, zweimal schwarz längsgestreiften viereckigen Kaputze (Kogel) bedeckt, die mit sieben goldenen Schelle (Heraldik)|Schellen verziert ist. Auf dem Helm (Heraldik)|Helm mit rot-silbernen Helmdecken der gleiche Kopf.
== Literatur == * Friedrich von Klocke: ''Alt-Soester Bürgermeister aus sechs Jahrhunderten, ihre Familien ihre Standesverhältnisse'', in: Westfälische Zeitschrift, Band 84, 1927, S. 133 ([https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-10501.pdf PDF, 101 MB] beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe). * Ernst Heinrich Kneschke: ''Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon'', Band 8: ''Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn''. Leipzig 1868, S. 329 ([https://books.google.de/books?id=GNkEAAAAIAAJ&pg=PA329 Google Bücher]). * Leopold von Ledebur (Historiker)|Leopold von Ledebur: ''Adelslexicon der Preußischen Monarchie''. Band 2: ''L–S'', Berlin 1856, S. 389 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10428749?page=397 digitale-sammlungen.de]); Band 3: ''T–Z'', Berlin 1858, S. 404 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10428749?page=412 digitale-sammlungen.de]). * Max von Spießen: ''Wappenbuch des Westfälischen Adels'', mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 115 ([https://digital.ulb.hhu.de/ihd/content/pageview/8330439 hhu.de]); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 289 ([https://digital.ulb.hhu.de/ihd/content/pageview/8365808 hhu.de]).
'''Hallermund''' (auch ''Hallermundt'', ''Hallermunt'' o. ä.) ist der Name eines erloschenen Niedersachsen|niedersächsischen Grafengeschlechts, einer Seitenlinie der Kevernburg...
'''Haver''' (auch ''Hauer'', in der Linie Nierhoven auch ''Haver genannt Wintersoel'') ist der Name eines erloschenen Westfalen|westfälischen Adelsgeschlechts.