'''François Grin''' (* 2. März 1846 in Gressy VD|Gressy, Kanton Waadt; † 17. Juli 1934 in Lausanne) war ein Schweizer|schweizerischer Reformierte Kirchen|reformierter Pfarrer und Theologe. Er ist vor allem durch seine Tätigkeit als Seelsorger sowie durch eine vom Schweizer Bundesrat beauftragte Untersuchung zu den schweizerischen Gemeinschaften Chile im Jahr 1887 bekannt.
== Leben ==
François Grin wurde am 2. März 1846 in Gressy im Kanton Waadt geboren. Er war der Sohn von Antoine Samuel Emmanuel Grin und Jeanne Perret. Nach dem Schulbesuch entschloss er sich, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, und ging als Hauslehrer nach Russland. Dort erlernte er unter anderem die Russische Sprache|russische und polnische Sprache.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz studierte Grin Theologie in Lausanne und setzte seine Ausbildung in den Staaten des Deutscher Bund|Deutschen Bundes fort. Anschließend war er als Hilfsprediger an der Schweizer Kirche in London tätig, wo er seine Englischkenntnisse vertiefte.
1876 nahm Grin im Auftrag des Staatsrates von Kanton Neuenburg|Neuenburg an einer Reise in die Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten anlässlich der Weltausstellung in Philadelphia (''Centennial Exhibition'') teil, um Erhebungen zum öffentlichen Bildungswesen durchzuführen. 1877 kehrte er nach Europa zurück.
Ebenfalls 1877 wurde er als Pfarrvikar in Pomy VD|Pomy und Les Croisettes im Kanton Waadt eingesetzt. Am 13. November 1877 erhielt er die Ordination und wurde kurz darauf als Pfarrer nach Suchy berufen, wo er den größten Teil seines kirchlichen Wirkens verbrachte.
Am 11. November 1880 heiratete er Bertha Voruz. Aus der Ehe gingen mindestens drei Söhne hervor: Amédée, Edmond und Théophile.
In den frühen Jahren seines Wirkens veröffentlichte Grin mehrere Schriften, darunter ''Jean-Christophe Blumhardt, le pasteur des bains de Boll'' sowie ''Charles Gordon''.
=== Tätigkeit in Chile ===
In den 1880er Jahren kam es zu einer verstärkten Auswanderung aus der Schweiz nach Übersee, insbesondere nach Chile, ein Land mit überwiegend katholischer Bevölkerung, in dem die Römisch-katholische Kirche in Chile|römisch-katholische Kirche zu dieser Zeit den Status einer Staatskirche innehatte. Die schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen der Siedler sowie das Fehlen einer organisierten reformierten Seelsorge veranlassten den Bundesrat (Schweiz)|Schweizer Bundesrat, eine Untersuchung der Lage vor Ort einzuleiten. Verstärkt wurde diese Entscheidung durch zahlreiche Berichte in der schweizerischen Presse, die auf die Isolation der Siedlungen, unzureichenden staatlichen Schutz sowie auf einzelne Gewaltverbrechen gegen Angehörige der Schweizer Minderheit in Chile|schweizerischen Siedlergemeinschaften hinwiesen. Die öffentliche Berichterstattung führte zu wachsender Besorgnis innerhalb der politischen Behörden und erhöhte den Handlungsdruck auf Bundesebene.
Aufgrund seiner umfassenden Sprachkenntnisse wurde François Grin mit dieser Mission betraut. Nach einer kurzen Vorbereitung reiste er im Januar 1887 nach Chile. Dort besuchte er die verschiedenen schweizerischen Siedlungen in den südlichen Provinzen des Landes, dem sogenannten „Kleiner Süden|Kleinen Süden“, insbesondere in Región de La Araucanía|Araukanien, unabhängig von Konfession oder Sprache|Sprachzugehörigkeit, dokumentierte die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Auswanderer und übernahm zugleich seelsorgerische Aufgaben wie Taufe|Taufen, Konfirmation|Konfirmationen und Kirchliche Trauung|Trauungen.
Während seines Aufenthalts in Chile besuchte François Grin neben den größeren schweizerischen Siedlungen auch kleinere Ortschaften mit schweizerischer Bevölkerung, darunter Traiguén sowie weitere Ansiedlungen im Süden des Landes. Seine Reisen dienten sowohl der Erhebung sozialer und wirtschaftlicher Informationen als auch der direkten seelsorgerischen Betreuung der dort lebenden Schweizerinnen und Schweizer.
Die Ergebnisse dieser Reise veröffentlichte Grin 1888 in dem Werk ''Nos compatriotes au Chili'' (deutsch: Unsere Landsleute in Chile).
=== Spätere Jahre und Tod ===
Im Jahr 1906 zog Grin nach Lausanne, um die Ausbildung seiner Söhne zu begleiten, und war später als Pfarrer in Syens tätig. In dieser Zeit verstarben seine Ehefrau sowie sein Sohn Amédée.
Anschließend hielt er sich zeitweise in Frankreich auf, bevor er nach Lausanne zurückkehrte. Dort nahm er bis ins hohe Alter regelmäßig an den Veranstaltungen der Bibelschule|Société de théologie teil.
François Grin starb am 17. Juli 1934 in Lausanne.
Kategorie:Reformierter Geistlicher (19. Jahrhundert)
Kategorie:Reformierter Geistlicher (20. Jahrhundert)
Kategorie:Person der reformierten Kirche (Schweiz)
Kategorie:Schweizer
Kategorie:Geboren 1846
Kategorie:Gestorben 1934
Kategorie:Mann
[h4] '''François Grin''' (* 2. März 1846 in Gressy VD|Gressy, Kanton Waadt; † 17. Juli 1934 in Lausanne) war ein Schweizer|schweizerischer Reformierte Kirchen|reformierter Pfarrer und Theologe. Er ist vor allem durch seine Tätigkeit als Seelsorger sowie durch eine vom Schweizer Bundesrat beauftragte Untersuchung zu den schweizerischen Gemeinschaften Chile im Jahr 1887 bekannt. == Leben == François Grin wurde am 2. März 1846 in Gressy im Kanton Waadt geboren. Er war der Sohn von Antoine Samuel Emmanuel Grin und Jeanne Perret. Nach dem Schulbesuch entschloss er sich, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, und ging als Hauslehrer nach Russland. Dort erlernte er unter anderem die Russische Sprache|russische und polnische Sprache.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz studierte Grin Theologie in Lausanne und setzte seine Ausbildung in den Staaten des Deutscher Bund|Deutschen Bundes fort. Anschließend war er als Hilfsprediger an der Schweizer Kirche in London tätig, wo er seine Englischkenntnisse vertiefte.
1876 nahm Grin im Auftrag des Staatsrates von Kanton Neuenburg|Neuenburg an einer Reise in die Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten anlässlich der Weltausstellung in Philadelphia (''Centennial Exhibition'') teil, um Erhebungen zum öffentlichen Bildungswesen durchzuführen. 1877 kehrte er nach Europa zurück.
Ebenfalls 1877 wurde er als Pfarrvikar in Pomy VD|Pomy und Les Croisettes im Kanton Waadt eingesetzt. Am 13. November 1877 erhielt er die Ordination und wurde kurz darauf als Pfarrer nach Suchy berufen, wo er den größten Teil seines kirchlichen Wirkens verbrachte.
Am 11. November 1880 heiratete er Bertha Voruz. Aus der Ehe gingen mindestens drei Söhne hervor: Amédée, Edmond und Théophile.
In den frühen Jahren seines Wirkens veröffentlichte Grin mehrere Schriften, darunter ''Jean-Christophe Blumhardt, le pasteur des bains de Boll'' sowie ''Charles Gordon''.
=== Tätigkeit in Chile === In den 1880er Jahren kam es zu einer verstärkten Auswanderung aus der Schweiz nach Übersee, insbesondere nach Chile, ein Land mit überwiegend katholischer Bevölkerung, in dem die Römisch-katholische Kirche in Chile|römisch-katholische Kirche zu dieser Zeit den Status einer Staatskirche innehatte. Die schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen der Siedler sowie das Fehlen einer organisierten reformierten Seelsorge veranlassten den Bundesrat (Schweiz)|Schweizer Bundesrat, eine Untersuchung der Lage vor Ort einzuleiten. Verstärkt wurde diese Entscheidung durch zahlreiche Berichte in der schweizerischen Presse, die auf die Isolation der Siedlungen, unzureichenden staatlichen Schutz sowie auf einzelne Gewaltverbrechen gegen Angehörige der Schweizer Minderheit in Chile|schweizerischen Siedlergemeinschaften hinwiesen. Die öffentliche Berichterstattung führte zu wachsender Besorgnis innerhalb der politischen Behörden und erhöhte den Handlungsdruck auf Bundesebene. Aufgrund seiner umfassenden [url=viewtopic.php?t=24839]Sprachkenntnisse[/url] wurde François Grin mit dieser Mission betraut. Nach einer kurzen Vorbereitung reiste er im Januar 1887 nach Chile. Dort besuchte er die verschiedenen schweizerischen Siedlungen in den südlichen Provinzen des Landes, dem sogenannten „Kleiner Süden|Kleinen Süden“, insbesondere in Región de La Araucanía|Araukanien, unabhängig von Konfession oder Sprache|Sprachzugehörigkeit, dokumentierte die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Auswanderer und übernahm zugleich seelsorgerische Aufgaben wie Taufe|Taufen, Konfirmation|Konfirmationen und Kirchliche Trauung|Trauungen.
Während seines Aufenthalts in Chile besuchte François Grin neben den größeren schweizerischen Siedlungen auch kleinere Ortschaften mit schweizerischer Bevölkerung, darunter Traiguén sowie weitere Ansiedlungen im Süden des Landes. Seine Reisen dienten sowohl der Erhebung sozialer und wirtschaftlicher Informationen als auch der direkten seelsorgerischen Betreuung der dort lebenden Schweizerinnen und Schweizer.
Die Ergebnisse dieser Reise veröffentlichte Grin 1888 in dem Werk ''Nos compatriotes au Chili'' (deutsch: Unsere Landsleute in Chile). === Spätere Jahre und Tod === Im Jahr 1906 zog Grin nach Lausanne, um die Ausbildung seiner Söhne zu begleiten, und war später als Pfarrer in Syens tätig. In dieser Zeit verstarben seine Ehefrau sowie sein Sohn Amédée.
Anschließend hielt er sich zeitweise in Frankreich auf, bevor er nach Lausanne zurückkehrte. Dort nahm er bis ins hohe Alter regelmäßig an den Veranstaltungen der Bibelschule|Société de théologie teil.
François Grin starb am 17. Juli 1934 in Lausanne.
Kategorie:Reformierter Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Reformierter Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Person der reformierten Kirche (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1846 Kategorie:Gestorben 1934 Kategorie:Mann
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== Leben ==
François-Xavier Visprés...