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 Schlosskirche St. Martin (Graz)

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Die Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische '''Schlosskirche St. Martin bei Graz''' steht in erhöhter Lage neben dem Schloss St. Martin (Graz)|Schloss St. Martin am südöstlichen Ausläufer des Buchkogel (Plabutsch)|Buchkogels im XVI. Grazer Stadtbezirks Straßgang. Die dem Patrozinium des heiligen Martin von Tours unterstellte Filialkirche gehört zur Region Graz (Diözese Graz-Seckau)|Region Graz (Dekanat Graz-West) in der Diözese Graz-Seckau. Die Schlosskirche steht unter Denkmalschutz#Österreich|Denkmalschutz (
== Geschichte ==
St. Martin ist wahrscheinlich die älteste urkundlich nachgewiesene Kirche von Graz. Es wird angenommen, dass es schon im 9. oder 10. Jahrhundert einen ersten Sakralbau gab, die Kirche wird 1055 erstmals genannt.[http://www.katholische-kirche-steiermar ... t?org=1388 Hauptpfarre Graz-Straßgang], katholische Kirche Steiermark Der Besitz wechselte von den Aribonen zum Erzdiözese Salzburg|Erzbistum Salzburg und 1144 zum Benediktinerstift Admont.

Bei der Umgestaltung des Grazer Schlosses im Jahr 1638 wurde dessen Schlosskapelle aufgelassen und 1642 der Bau einer vom Schloss abgesetzten Kirche nach den Plänen des Baumeisters Peter Fasoll (Vasol) beschlossen. Diese Kirche wurde 1970 nach über drei Jahrhunderten sowohl außen als auch innen restauriert.

== Architektur ==
Die mittelgroße, nach Nordwesten ausgerichtete Kirche hat ein verhältnismäßig breites Langhaus und einen leicht eingezogenen Chor mit einem gotisierenden Fünfachtelschluss. Vor dem Chor steht der Turm; er hat fünf Geschoße und ein Zeltdach. An der Westseite des Chors befindet sich ein kleines Treppentürmchen. Langhaus und Chor haben Rundbogenfenster. Die Südostfront mit einem Dreieckgiebel hat in der Achse (Architektur)|Mittelachse mehrere Ochsenauge (Architektur)|Oculi, das rundbogige Steinportal mit einem Voluten-Schlussstein schließt mit einem gesprengten Dreieckgiebel ab und zeigt in den Zwickeln die Wappen vom Stift Admont und vom Abt Urban I. und die Jahresangabe 1642, die Torflügel tragen vier Bronze-Reliefs Mariä Verkündigung, Geburt Christi, Abendmahl, Auferstehung Christi vom Bildhauer Alexander Silveri 1976.

Das Kircheninnere zeigt ein einschiffiges dreijochiges Langhaus unter einem Stichkappentonnengewölbe auf Wandpfeilern. Die halbjochige dreiachsige Empore auf toskanischen Säulen ist kreuzgratunterwölbt. Der rundbogige Triumphbogen zeigt im Gewölbescheitel das stuckierte Wappen des Abtes Anton II. von Meinersberg 1740. Die Langhauswände zeigen in Nischenrahmungen monochromierte Seccomalereien mit Darstellungen der Zwölf Apostel vom Maler Joan Krackner 1742, diese Malerei wurde 1842 vom Restaurator Karl Schweitzer renoviert.

== Einrichtung ==
Der Bildhauer Josef Stammel schuf zwischen 1738 und 1740 einen dreiteiligen Hochaltar für die Kirche. Als eines seiner bedeutendsten Werke erlangt der „Steirische Rossaltar“ Berühmtheit bis über die Landesgrenzen hinweg. Die drei lebensgroßen aus Holz geschnitzten Pferde stellen in der österreichischen kirchlichen Plastik des 18. Jahrhunderts nicht nur eine Besonderheit, sondern auch eine Einmaligkeit dar. Anstatt der üblichen Heiligenfiguren werden mit den Pferdedarstellungen zur Linken Sturz und Bekehrung des hl. Paulus gezeigt, zur Rechten die Heilung des abgeschnittenen Pferdebeins durch den heiligen Eligius. In der Mitte sitzt der heilige Martin hoch zu Ross, unter ihm befindet sich liegend ein Bettler. Gleichzeitig können die Reitergruppen als drei die Lebensalter gesehen werden: das zusammenbrechende, aber kampfbereite Streitross des Christenverfolgers Saulus (stürmische Jugend), das selbstbewusste, stolze Pferd des heiligen Martin (Erwachsenenalter) und das alte, heruntergekommene Pferd des heiligen Eligius (Greisenalter). So verwundert es nicht, dass St. Martin lange Zeit als Wallfahrtsziel gegen Viehkrankheiten und für agrarische Belange dienste. Die Seitenaltäre sind zu Ehren der Heilige Familie|Heiligen Familie und der Barbara von Nikomedien|heiligen Barbara geweiht.

Im Inneren der Kirche befindet sich auf der rechten Seite eine vom Bildhauer Alexander Silveri geschaffene Bronzestatue hl. Maria mit dem Jesusknaben.

Die Schlosskirche beherbergt eine historische Orgel, die 1759 von dem Orgelbauer Kaspar Mitterreither|Caspar Mitterreither erbaut wurde. Das Instrument hat 6 Register (Orgel)|Register auf einem Manual (Musik)|Manualwerk (C–c3: Coppel 8′, Principal 4′, Flöte 4′, Octav 2′, Quint
== Literatur ==
* ''Graz, XVI. Bezirk Straßgang, Schlosskirche hl. Martin, nächst Kehlbergstraße Nr. 35.'' In: ''Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Graz 1979.'' S. 258–259.



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