[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/ext/kinerity/bestanswer/event/main_listener.php on line 514: Undefined array key "poster_answers" Zhong Bin - Deutsches Wikipedia-Forum
'''Zhong Bin''' (Chinesische Schrift|Hanzi 鍾斌; in Niederländischen Quellen '''Tautsailak''', '''Toutsaylacq''', oder '''Touseijlack'''Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621–1662''. In: ''Journal of World History'' 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 433. Die unterschiedlichen Namen haben vereinzelt zu Verwirrungen geführt; vgl. Philippus Coolhaas: ''Een Indisch verslag uit 1631 , van de hand van Antonio van Diemen''. In: ''Bijdragen en Mededelingen van het Historisch Genootschap'' 65 (1947 ), S. 1–237, hier: S. 41, Anm. 3 u. S. 61f., Anm. 1. fl. 1629–1631) war ein chinesischer Piratenkapitän und später oberster Mandarin (Titel)|Mandarin von Xiamen|Amoy.Philippus Coolhaas: ''Een Indisch verslag uit 1631 , van de hand van Antonio van Diemen''. In: ''Bijdragen en Mededelingen van het Historisch Genootschap'' 65 (1947 ), S. 1–237, hier: S. 61f., Anm. 1. Er agierte im Machtfeld der maritimen Konflikte zwischen der Niederländische Ostindien-Kompanie|Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC), der chinesischen Küstenverwaltung und konkurrierenden Piratenverbänden in der Taiwanstraße. Zhong Bin gehörte zur zweiten Generation jener Piratenführer, die aus den Gefolgschaften Zheng Zhilong|Zheng Zhilongs hervorgingen, nachdem dieser 1628 in den Dienst der Ming-Regierung getreten war.
Zhong Bin war ursprünglich ein führender Kommandeuren des Piraten Li Kuiqi, der sich gegen Zheng Zhilong auflehnte. Ende 1629 vertrieb Kuiqi Zhilong mit einer Flotte von 400 Dschunke|Dschunken aus Amoy und unterbrach den Handel mit Taiwan. Die Niederländer entschieden sich daraufhin, Zhilong zu unterstützen, da sie annahmen, ein Sieg über Kuiqi würde sowohl ihre Handelsinteressen sichern als auch ihren Ruf in China stärken.Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621–1662''. In: ''Journal of World History'' 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 433.
Am 9. Februar 1630 wechselte Zhong Bin in der entscheidenden Phase des niederländisch-chinesischen Bündnisses gegen Kuiqi die Seiten. In der Seeschlacht in der Bucht von Amoy führte seine Gefolgschaft um die Bucht herum und positionierte sich hinter Kuiqis Flotte, sodass die Niederländer Kuiqis Schiffe einkesseln konnten. Dieser taktische Schachzug war entscheidend für den überwältigenden Sieg über Kuiqi, der gefangen genommen wurde. Am 20. März 1630 ehrten chinesische Beamte in Amoy die Sieger mit Medaillen und einem Triumphzug. Die Niederländer drängten auf Handelsprivilegien und wollten die Angelegenheit umgehend klären, doch als klar wurde, dass Zhong Bin, der ebenfalls geehrt werden sollte, nicht erschienen war verließ der Beamte eilig Amoy, sodass die Niederländer ohne Zugeständnisse zurückblieben.Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621–1662''. In: ''Journal of World History'' 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 434.
Zhong Bin kehrte rasch zur Piraterie zurück. Er übernahm die Kontrolle über Amoy, plünderte Fuzhou und kapert im Juni 1630 mehrere niederländische Schiffe und setzte die Besatzungen gefangen, wobei er von der VOC verlangte, sich ihm gegen Zhilong anzuschließen. Die Kompanie gab vor, Zhong Bins Forderungen zu erfüllen, verhandelte jedoch weiterhin mit Zhilong. Doch dann nahmen die Ereignisse eine unerwartete Wendung: die Küstenverwaltung entschied Zhong Bin die bisher von Zhilong bekleidete Position in Amoy zu übertragen, während Zhilong einen neuen Posten nördlich von Fuzhou erhielt.Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621–1662''. In: ''Journal of World History'' 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 434. Zhong Bin nahm das Angebot an, wodurch erneut ein Pirat den Sprung vom Geächteten zum Beamten vollzog – sehr zum Missfallen der Niederländer, die die Situation akzeptieren und ein Handelsabkommen mit ihm schließen mussten. Dieses blieb allerdings ohne Wirkung, denn bereits zwei Wochen später griff Zhilong Zhong Bin an, schlug ihn vernichtende und konnte mit Unterstützung eines übergelaufenen Vizeadmirals seine Kontrolle über die Taiwanstraße zurückgewinnen.Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. Wie die Niederländische Ostindien-Kompanie versuchte, eine Piratenkoalition in den Krieg gegen China zu führen, 1621–1662. In: „Journal of World History“ 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 434f.; Philippus Coolhaas: „Ein Indianerbericht aus dem Jahr 1631, von Antonio van Diemen“. In: „Beiträge und Mitteilungen der Historischen Gesellschaft“ 65 (1947), S. 1–237, hier: S. 61f., Anm. 1.
[h4] '''Zhong Bin''' (Chinesische Schrift|Hanzi 鍾斌; in Niederländischen Quellen '''Tautsailak''', '''Toutsaylacq''', oder '''Touseijlack'''Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621–1662''. In: ''Journal of World History'' 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 433. Die unterschiedlichen Namen haben vereinzelt zu Verwirrungen geführt; vgl. Philippus Coolhaas: ''Een Indisch verslag uit 1631 , van de hand van Antonio van Diemen''. In: ''Bijdragen en Mededelingen van het Historisch Genootschap'' 65 (1947 ), S. 1–237, hier: S. 41, Anm. 3 u. S. 61f., Anm. 1. fl. 1629–1631) war ein chinesischer Piratenkapitän und später oberster Mandarin (Titel)|Mandarin von Xiamen|Amoy.Philippus Coolhaas: ''Een Indisch verslag uit 1631 , van de hand van Antonio van Diemen''. In: ''Bijdragen en Mededelingen van het Historisch Genootschap'' 65 (1947 ), S. 1–237, hier: S. 61f., Anm. 1. Er agierte im Machtfeld der maritimen Konflikte zwischen der Niederländische Ostindien-Kompanie|Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC), der chinesischen Küstenverwaltung und konkurrierenden Piratenverbänden in der Taiwanstraße. Zhong Bin gehörte zur zweiten Generation jener Piratenführer, die aus den Gefolgschaften Zheng Zhilong|Zheng Zhilongs hervorgingen, nachdem dieser 1628 in den Dienst der Ming-Regierung getreten war.
Zhong Bin war ursprünglich ein führender Kommandeuren des Piraten Li Kuiqi, der sich gegen Zheng Zhilong auflehnte. Ende 1629 vertrieb Kuiqi Zhilong mit einer Flotte von 400 Dschunke|Dschunken aus Amoy und unterbrach den Handel mit Taiwan. Die Niederländer entschieden sich daraufhin, Zhilong zu unterstützen, da sie annahmen, ein Sieg über Kuiqi würde sowohl ihre Handelsinteressen sichern als auch ihren Ruf in China stärken.Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621–1662''. In: ''Journal of World History'' 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 433.
Am 9. Februar 1630 wechselte Zhong Bin in der entscheidenden Phase des niederländisch-chinesischen Bündnisses gegen Kuiqi die Seiten. In der Seeschlacht in der Bucht von Amoy führte seine Gefolgschaft um die Bucht herum und positionierte sich hinter Kuiqis Flotte, sodass die Niederländer Kuiqis Schiffe einkesseln konnten. Dieser taktische Schachzug war entscheidend für den überwältigenden Sieg über Kuiqi, der gefangen genommen wurde. Am 20. März 1630 ehrten chinesische Beamte in Amoy die Sieger mit Medaillen und einem Triumphzug. Die Niederländer drängten auf Handelsprivilegien und wollten die Angelegenheit umgehend klären, doch als klar wurde, dass Zhong Bin, der ebenfalls geehrt werden sollte, nicht erschienen war verließ der Beamte eilig Amoy, sodass die Niederländer ohne Zugeständnisse zurückblieben.Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621–1662''. In: ''Journal of World History'' 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 434.
Zhong Bin kehrte rasch zur Piraterie zurück. Er übernahm die Kontrolle über Amoy, plünderte Fuzhou und kapert im Juni 1630 mehrere niederländische Schiffe und setzte die Besatzungen gefangen, wobei er von der VOC verlangte, sich ihm gegen Zhilong anzuschließen. Die Kompanie gab vor, Zhong Bins Forderungen zu erfüllen, verhandelte jedoch weiterhin mit Zhilong. Doch dann nahmen die Ereignisse eine unerwartete Wendung: die Küstenverwaltung entschied Zhong Bin die bisher von Zhilong bekleidete Position in Amoy zu übertragen, während Zhilong einen neuen Posten nördlich von Fuzhou erhielt.Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. How the Dutch East India Company Tried to Lead a Coalition of Pirates to War against China, 1621–1662''. In: ''Journal of World History'' 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 434. Zhong Bin nahm das Angebot an, wodurch erneut ein Pirat den Sprung vom Geächteten zum Beamten vollzog – sehr zum Missfallen der Niederländer, die die Situation akzeptieren und ein Handelsabkommen mit ihm schließen mussten. Dieses blieb allerdings ohne Wirkung, denn bereits zwei Wochen später griff Zhilong Zhong Bin an, schlug ihn vernichtende und konnte mit [url=viewtopic.php?t=14022]Unterstützung[/url] eines übergelaufenen Vizeadmirals seine Kontrolle über die Taiwanstraße zurückgewinnen.Tonio Andrade: ''The Company’s Chinese Pirates. Wie die Niederländische Ostindien-Kompanie versuchte, eine Piratenkoalition in den Krieg gegen China zu führen, 1621–1662. In: „Journal of World History“ 15/4 (2005), S. 415–44, hier: S. 434f.; Philippus Coolhaas: „Ein Indianerbericht aus dem Jahr 1631, von Antonio van Diemen“. In: „Beiträge und Mitteilungen der Historischen Gesellschaft“ 65 (1947), S. 1–237, hier: S. 61f., Anm. 1.
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