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Liste der Kulturdenkmale in Erbach (Donau)
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In der '''Liste der Kulturdenkmale in Erbach''' sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Erbach im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg aufgelistet.
1757653311
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[h4] In der '''Liste der Kulturdenkmale in Erbach''' sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Erbach im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg aufgelistet.
== Legende ==
== Kulturdenkmale nach Ortsteilen ==
=== Bach ===
Das Pfarrhaus mit aufwendig gestaltetem Triglyphenportal bezeugt die ehemals hervorgehobene Ausstattung der durch die Grundherrschaft ausgestatteten Pfarrstelle. Zudem dokumentiert es die Kirchen- und Ortsgeschichte.
Die kath. Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus wurde 1771 anstelle des 1756 abgebrochenen Schlosses und der Schlosskapelle unter Graf Franz Ludwig Schenk zu Castell errichtet. Sie ist mit der durch dieselben Bauherren geschaffenen Dreifaltigkeitskirche in Oberdischingen verwandt. Das Sakralgebäude ist eine vertikale Dominante im Siedlungsbild und stellt ein Zeugnis der Kirchengeschichte dar.
Die kath. Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus wurde 1771 anstelle des 1756 abgebrochenen Schlosses und der Schlosskapelle unter Graf Franz Ludwig Schenk zu Castell errichtet. Sie ist mit der durch dieselben Bauherren geschaffenen Dreifaltigkeitskirche in Oberdischingen verwandt. Das Sakralgebäude ist eine vertikale Dominante im Siedlungsbild und stellt ein Zeugnis der Kirchengeschichte dar.
Die kath. Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus wurde 1771 anstelle des 1756 abgebrochenen Schlosses und der Schlosskapelle unter Graf Franz Ludwig Schenk zu Castell errichtet. Sie ist mit der durch dieselben Bauherren geschaffenen Dreifaltigkeitskirche in Oberdischingen verwandt. Das Sakralgebäude ist eine vertikale Dominante im Siedlungsbild und stellt ein Zeugnis der Kirchengeschichte dar.
Das Flurkreuz steht unweit des östlichen Ortsrandes Bachs und wurde 1885 von einer Privatperson gespendet. Der Stein ist aufwendig bearbeitet, u a. mit gotisierendem Maßwerkfries und Rankenbekrönung. Der farbig gefasste Korpus aus Guss entspricht dem Typus des Viernagelkruzifixus, der in der Gegend mehrfach anzutreffen ist. Am Kreuzfuß steht eine Relieffigur der schmerzhaften Muttergottes, ebenfalls farbig gefasst. Das Flurkreuz belegt die Verwendung industrieller Fertigungsweisen am Ende des 19. Jahrhunderts auch für Objekte dieser Art. Zudem dokumentiert es durch seinen historisierenden Ornamentschmuck sowie den ikonographischen Typus die Tradition der sakralen Flurdenkmale in diesem überwiegend katholisch geprägten Gebiet.
=== Dellmensingen ===
Das Bahnwärterhaus steht am Haltepunkt Dellmensingen der 1850 eröffneten Bahnlinie Ulm - Biberach und wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur Betreuung des Haltepunkts und zur Sicherung des Bahnübergangs errichtet. Die reichliche Verwendung von Architekturdetails hebt den Anspruch des kleinen Bauwerkes: der umlaufende Zahnschnittfries, der an den Giebelseiten durch Konsolen verstärkt wird, die ornamental gestaltete Bretterverschalung mit halbrunden und schwalbenschwanzförmigen Einschnitten sowie farbig abgesetzten Deckleisten, die Betonung des Zwerchhausgiebels durch Zierfachwerk. Das Gebäude ist ein Dokument für die Anlage und Ausstattung der Verkehrssicherung der bedeutenden Bodenseebahn und belegt durch seine aufwendige Gestaltung den Stellenwert, den die Eisenbahn in jener Zeit besaß.
Das Flurkreuz steht unweit des östlichen Ortsrandes Dellmensingens und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von einer Privatperson gestiftet. Der Stein ist aufwendig bearbeitet, u a. mit gotisierendem Maßwerkfries und Rankenbekrönung. Der Korpus entspricht dem Typus des Viernagelkruzifixus, der in der Gegend mehrfach anzutreffen ist. Das Flurkreuz belegt die Verwendung industrieller Fertigungsweisen am Ende des 19. Jahrhunderts auch für Objekte dieser Art. Zudem dokumentiert es durch seinen historisierenden Ornamentschmuck sowie den ikonographischen Typus die Tradition der sakralen Flurdenkmale diese überwiegend katholisch geprägten Gebietes.
Der wohlproportionierte Bildstock befindet sich westlich des Ortsrandes von Dellmensingen, etwa 200 m westlich vom Schloss im Schlossgarten. Er wurde von Privatpersoenn 1873 gestiftet, deren Allianzwappen an der Front zu sehen sind. Der Bildstock belegt die Tradition der Stiftung von sakralen Flurdenkmälern und dokumentiert zugleich die Vielfältigkeit dieses katholischen Brauchtums.
Der Pumpbrunnen steht nahe eines Gehöfts. Ursprünglich mit einem steinernen Brunnentrog versehen, ist von ihm der schlichte, gusseiserne Brunnenstock mit geschwungenem Schwengel erhalten. Dieser bewegt über eine Wippe den Kolben und besitzt am unteren Ende eine Kugel als Gegengewicht. Es handelt es sich um einen der wenigen Brunnen, die die ehemalige landschaftstypische Wasserversorgung des Gebietes vor der Verlegung der zentralen Leitungsnetze dokumentieren.
Die kath. Pfarrkirche wurde 1711/1712 unter der Leitung des Elchinger Baumeisters Christian Wiedemann an der Stelle einer älteren Anlage errichtet; der quadratische Turmstumpf der Vorgängerkirche wurde in den Neubau miteinbezogen. Die Innenausstattung des tonnengewölbten Kirchenraumes stammt größtenteils aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert; im Hochaltar von 1744 befindet sich eine Kopie der Dellmensinger Madonna, die einem Schüler von Gregor Erhart, einem Künstler der Ulmer Schule, zugeschrieben wird. Die Skulpturen der Immaculata und der hll. Anna, Joseph und Wendelin aus dem 18. Jahrhundert stammen wahrscheinlich von Johann Baptist Hops. Die spätbarocke Kirche mit ihrer bemerkenswerten Ausstattung ist ein wichtiges Dokument sowohl der Kirchen- und Kunstgeschichte als auch der Ortsgeschichte.
Das Holzkreuz steht an der Giebelfront einer Scheune. Es zeigt am unteren Teil des Stammes Reliefs von Ähren und Weintrauben, symbolhaft für die Eucharistie, und eines Schweißtuchs (Mandylion), das auf die Passion hinweist. Das Kreuz greift in der Gestaltung einen Typus auf, der im ausgehenden 19. Jahrhundert verbreitet war. Es ist ein Beispiel für Andachtskreuz, wie sie in dieser überwiegend katholischen Gegend verbreitet waren.
Die kleine Kapelle wurde auf dem Kirchhofsgelände neben der Pfarrkirche errichtet. Eine Reihe von dekorativen Architekturdetails zeichnen den Bau aus, u. a. Lisenen an den Ecken des Chores, ein Traufgesims mit Zahnschnittfries und ein umlaufender klassizistischer Rankenfries. Der Bau stellt mit seinen historisierenden und antikisierenden Schmuckformen ein qualitätvolles Beispiel für die Sakralarchitektur im ausgehenden 19. Jahrhundert dar. Durch die Verwendung von Betonschmucksteinen ist der Bau auch ein Dokument für den frühen Einsatz des Kunststeins.
Das Wegkreuz wurde 1908 aufgrund einer privaten Stiftung errichtet. Sowohl der Sockel, als auch das Kreuz sind aus Kunststein mit historisierenden Schmuckelementen gestaltet.
In der rundbogigen Figurennische des einfach gehaltenen Bildstocks findet sich das Andachtsbild, das im Stil den Nachfolgern der Nazarener-Schule verpflichtet ist. Der hl. Wendelin wird als Schutzpatron des Viehs verehrt. Der Bildstock ist ein Beispiel für die Pflege religiöser Traditionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in diesem überwiegend katholischen Ort.
Das neue Schloss wurde um 1650 anstelle einer mittelalterlichen Anlage als Sitz derer von Werdenstein errichtet, der es bis 1796 blieb. Es besteht aus dem Schlossgebäude, der nordöstlich davon stehenden Pfisterei sowie der Ummauerung, dem Hof im Norden und den Resten des Schlossparks südlich des Hauptgebäudes. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] befinden sich neben frühbarocken Stuckdecken auch eine Schnitzfigur des hl. Joseph in der Hauskapelle, das von Johann Baptist Hobs aus dem Jahr 1728 stammt. Die Schlossanlage dokumentiert die Herrschafts- und Ortsgeschichte und ist zudem durch ihre Ausstattung ein bemerkenswertes Zeugnis der Kunsthistorie.
Die Figur des hl. Johannes Nepomuk stand ursprünglich neben dem Übergang über die Rot zum Schlossareal, inzwischen befindet sie sich neben der Brücke in einer Grünanlage. Sie ist handwerklich fein ausgearbeitet, die stofflichen Oberflächen genauestens differenzierend. Die Kontrapoststellung und die Wendung des Körpers sind typisch für die Figurenbildung des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Die qualitativ gefertigte Steinplastik des Brückenheiligen stellt ein anschauliches Beispiel für diese Gattung aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.
Das Gebäude der 1694 errichteten Mühle an der Rot gehörte ursprünglich zur Werdensteinschen Grundherrschaft. Repräsentativ ist das reiche Sichtfachwerk mit verspielten kleinteiligen Formen, wie den profilierten Knaggen oder den zwischen den Tragbalken jeweils eselsbogenförmig geschnittenen Schwellen. Der Baukörper und die Erscheinungsform dokumentieren den Reichtum und die Ausstattung des ehemals grundherrschaftlichen Mühlenanwesens. Das Gebäude ist einer der wenigen überlieferten Wirtschaftsbauten des Schlossumfeldes in Dellmensingen.
Das neue Schloss wurde um 1650 anstelle einer mittelalterlichen Anlage als Sitz derer von Werdenstein errichtet, der es bis 1796 blieb. Es besteht aus dem Schlossgebäude, der nordöstlich davon stehenden Pfisterei sowie der Ummauerung, dem Hof im Norden und den Resten des Schlossparks südlich des Hauptgebäudes. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] befinden sich neben frühbarocken Stuckdecken auch eine Schnitzfigur des hl. Joseph in der Hauskapelle, das von Johann Baptist Hobs aus dem Jahr 1728 stammt. Die Schlossanlage dokumentiert die Herrschafts- und Ortsgeschichte und ist zudem durch ihre Ausstattung ein bemerkenswertes Zeugnis der Kunsthistorie.
Das neue Schloss wurde um 1650 anstelle einer mittelalterlichen Anlage als Sitz derer von Werdenstein errichtet, der es bis 1796 blieb. Es besteht aus dem Schlossgebäude, der nordöstlich davon stehenden Pfisterei sowie der Ummauerung, dem Hof im Norden und den Resten des Schlossparks südlich des Hauptgebäudes. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] befinden sich neben frühbarocken Stuckdecken auch eine Schnitzfigur des hl. Joseph in der Hauskapelle, das von Johann Baptist Hobs aus dem Jahr 1728 stammt. Die Schlossanlage dokumentiert die Herrschafts- und Ortsgeschichte und ist zudem durch ihre Ausstattung ein bemerkenswertes Zeugnis der Kunsthistorie.
Das neue Schloss wurde um 1650 anstelle einer mittelalterlichen Anlage als Sitz derer von Werdenstein errichtet, der es bis 1796 blieb. Es besteht aus dem Schlossgebäude, der nordöstlich davon stehenden Pfisterei sowie der Ummauerung, dem Hof im Norden und den Resten des Schlossparks südlich des Hauptgebäudes. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] befinden sich neben frühbarocken Stuckdecken auch eine Schnitzfigur des hl. Joseph in der Hauskapelle, das von Johann Baptist Hobs aus dem Jahr 1728 stammt. Die Schlossanlage dokumentiert die Herrschafts- und Ortsgeschichte und ist zudem durch ihre Ausstattung ein bemerkenswertes Zeugnis der Kunsthistorie.
Das neue Schloss wurde um 1650 anstelle einer mittelalterlichen Anlage als Sitz derer von Werdenstein errichtet, der es bis 1796 blieb. Es besteht aus dem Schlossgebäude, der nordöstlich davon stehenden Pfisterei sowie der Ummauerung, dem Hof im Norden und den Resten des Schlossparks südlich des Hauptgebäudes. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] befinden sich neben frühbarocken Stuckdecken auch eine Schnitzfigur des hl. Joseph in der Hauskapelle, das von Johann Baptist Hobs aus dem Jahr 1728 stammt. Die Schlossanlage dokumentiert die Herrschafts- und Ortsgeschichte und ist zudem durch ihre Ausstattung ein bemerkenswertes Zeugnis der Kunsthistorie.
=== Donaurieden ===
Das Gasthaus zum Adler wurde 1743 an der ehemaligen Hauptdurchgangsstraße des Ortes errichtet. Nach der Verlegung der Fernstraße vom Hochsträß in das Donautal zu Beginn des 19. Jahrhunderts diente es auch als Poststelle der von Ulm in die Schweiz führenden Route. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] sind noch anschauliche Details aus dem jahrhundertelangen Gasthausbetrieb, wie die getäferte Wirtsstube, erhalten; die weitere Ausstattung von Stube und Nebenraum, darunter bemerkenswerte Buntglasscheiben, stammt zum Teil aus den 1920er-Jahren. Da das Gasthaus mit seiner späteren Nutzung als Poststelle die Stellung und Ausstattung der Poststationen und somit die Art der Versorgung an den Fernstraßen dokumentiert, stellt das Gebäude nicht nur ein Zeugnis der Orts-, sondern auch der Verkehrsgeschichte dar.
Das Sakralgebäude wurde 1898 an der nach Bach führenden Straße errichtet. Die kleine Flurkapelle, die sich im architektonischen Habitus weitgehend dem beginnenden Heimatstil verpflichtet zeigt, belegt die Tradition der privaten Stiftung von Sakralbauten beispielhaft. Sie ist zugleich ein Dokument der durch die Frömmigkeit geprägten Tradition dieses überwiegend katholischen Ortes.
Die Zehntscheune gehörte ursprünglich zum Schloss der Freiherren von Ulm. Nach Abbruch des Schlosses im Jahr 1817 wurde die ehemals grundherrschaftliche Scheune privat genutzt. Als letztes Baudokument verweist sie auf die ehemalige Schlossanlage und stellt ein beredtes Zeugnis für die frühere Form der Wirtschafts- und Abgabenverhältnisse in diesem ehemals grundherrschaftlichen Ort dar.
Die kath. Pfarrkirche zum hl. Michael steht am südwestlichen Ortsrand. Sie wurde 1490 erstmals erwähnt, seit 1811 ist sie Sitz einer eigenständigen Pfarrei. Das heutige Erscheinungsbild des Baus geht auf die Umgestaltung der Jahre 1762-1764 zurück; der eingezogene dreiseitig schließende Chor stammt vom spätgotischen Vorgängerbau. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] befinden sich Statuen der hll. Barbara und Katharina, die um 1490 in der Weckmann-Werkstatt entstanden, einer der bedeutendsten Bildschnitzermanufakturen Süddeutschlands der Zeit. Das Sakralgebäude ist nicht nur eine vertikale Dominante im Siedlungsbild, sondern stellt ein wichtiges Zeugnis der Kirchen- und Kunstgeschichte dar.
Die kath. Pfarrkirche zum hl. Michael steht am südwestlichen Ortsrand. Sie wurde 1490 erstmals erwähnt, seit 1811 ist sie Sitz einer eigenständigen Pfarrei. Das heutige Erscheinungsbild des Baus geht auf die Umgestaltung der Jahre 1762-1764 zurück; der eingezogene dreiseitig schließende Chor stammt vom spätgotischen Vorgängerbau. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] befinden sich Statuen der hll. Barbara und Katharina, die um 1490 in der Weckmann-Werkstatt entstanden, einer der bedeutendsten Bildschnitzermanufakturen Süddeutschlands der Zeit. Das Sakralgebäude ist nicht nur eine vertikale Dominante im Siedlungsbild, sondern stellt ein wichtiges Zeugnis der Kirchen- und Kunstgeschichte dar.
Die kath. Pfarrkirche zum hl. Michael steht am südwestlichen Ortsrand. Sie wurde 1490 erstmals erwähnt, seit 1811 ist sie Sitz einer eigenständigen Pfarrei. Das heutige Erscheinungsbild des Baus geht auf die Umgestaltung der Jahre 1762-1764 zurück; der eingezogene dreiseitig schließende Chor stammt vom spätgotischen Vorgängerbau. [url=viewtopic.php?t=1332]Im Inneren[/url] befinden sich Statuen der hll. Barbara und Katharina, die um 1490 in der Weckmann-Werkstatt entstanden, einer der bedeutendsten Bildschnitzermanufakturen Süddeutschlands der Zeit. Das Sakralgebäude ist nicht nur eine vertikale Dominante im Siedlungsbild, sondern stellt ein wichtiges Zeugnis der Kirchen- und Kunstgeschichte dar.
Das Gebäude wurde in den 1920er-Jahren an einer der Hauptstraßen als Rathaus der ehemals selbständigen Gemeinde Donaurieden errichtet. Es stellt einen typischen Vertreter der unter dem Einfluss der sogenannten Heimatkunstbewegung entstandenen öffentlichen Gebäude dar. Als Zeugnis der ehemaligen politischen Eigenständigkeit der Gemeinde Donaurieden, das zudem ein qualitätvolles Beispiel für die Architektur seiner Zeit ist, ist das Rathaus ein wichtiges Dokument der Ortsgeschichte.
=== Erbach ===
Der südöstliche Teil der Brücke stammt im Kern noch aus dem Jahr 1850 als Teil der Südbahn, der ersten durchgehenden Bahnverbindung an den Bodensee. Ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt die Erbacher Brücke im Zuge der zweigleisigen Ausbaus der Strecke von 1905 bis 1913. Der Baustoff des Tragwerkes setzt sich zusammen aus Flusseisen, das vermutlich aus der Burbacher Hütte bezogen wurde, Stahlguss und Gusseisen. Die klare Gestaltung der Brücke, die unter Verzicht auf besondere Schmuckelemente formal die Tragwerksfunktion hervorhebt, ist kennzeichnend für den Brückenbau der Königlich Württembergischen Staatseisenbahn. Die Erbacher Eisenbahnbrücke ist ein selten gewordenes Zeugnis dieser Bauweise.Sie legt Zeugnis ab von der Geschichte der Südbahn und der Entwicklung des Brückenbaus und verfügt somit über einen hohen dokumentarischen Wert. Sie ist ein wichtiges Zeugnis der Technikgeschichte.
Die Straßenbrücke in Erbach ersetzte eine ältere Brücke der Vizinalstraße nach Dellmensingen und wurde 1887/88 im Zusammenhang mit der Regulierung der Donau („Donaukorrektion”) von der Gemeinde Erbach und der württembergischen Flussbauverwaltung errichtet. Das gut erhaltene Bauwerk mit bauzeitlicher Fahrbahn und Geländer überliefert in Substanz und Konstruktion als vergleichsweise seltenes Beispiel den Straßenbrückenbau in Eisen und Stahl am Ende des 19. Jahrhunderts und durch ihre Lage und Ausdehnung die Donaukorrektion.
Die Steinplastik steht neben der Donaubrücke an der nach Dellmensingen führenden Straße. Die Figur verfügte ursprünglich über eine inzwischen zerstörte Schrifttafel, die wohl auf die Stiftung hinwies. Die Plastik selbst ist fragmentiert, jedoch vermittelt sie noch deutlich den früher bewegten Stil. Trotz ihres beschädigten Zustandes stellt sie ein beredtes Beispiel für die Tradition der Aufstellung von Brückenheiligen dar. Sie dokumentiert den durch die Frömmigkeit dieses katholischen Gebietes geprägten Brauch.
Das auch "Steigengasthaus" genannte Gebäude liegt an der ehemals zum Schloss führenden Steige, der heutigen Max-Johann-Straße. Es ist ein gut überliefertes Beispiel für den Typus des stattlichen Landgasthofes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Obergeschoss liegt der große, stützenfreie Saal, unter dem Gebäude haben sich die großen Vorratskeller erhalten. Die Architektur ist noch durch den repräsentativen Einsatz des klassizistischen Formengutes geprägt. Durch seine Funktion als einer der zentralen Treffpunkte der Dorfgemeinschaft ist es zudem ein wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte.
Die Maria-Hilf-Kapelle steht auf der Höhe des Schellenberges neben dem sogenannten Totenweg über dem Donautal. Der Standort ist wohl bedingt durch den Verbindungsweg der Pfarrkirchen Bach und Donaurieden. Mit seinen Architekturdetails wie Spitzbögen an Portal und Fenstern sowie dem profilierten Traufgesims ist das kleine Sakralgebäude ein frühes Zeugnis für die Verwendung historistischer Bauformen. Zudem ist es ein Dokument der in diesem überwiegend katholischen Gebiet gepflegten Frömmigkeit, die in dem Brauch der Errichtung von Flur- und Wegkapellen ihren Ausdruck fand.
Das schlichte Flurkreuz mit historisierenden Ornamenten befindet sich auf der Nordseite der Schlossanlage neben dem Eingang, am Verbindungsweg zwischen der ländlichen Siedlung im Erlbachtal und der Pfarrkirche zum hl. Martin im Schlossareal. Das Kreuz dokumentiert den ehemaligen Kirchweg der Gemeinde Erbach und stellt ein frühes Beispiel eines Flurkreuzes mit historisierenden Formen dar. Zudem bezeugt es den Brauch zur Errichtung von Flurdenkmalen in dieser katholisch geprägten Region.
- Hauptgebäude dreigeschossiger verputzter Massivbau mit zwei parallel laufenden Satteldächern und Staffelgiebeln, vier runde viergeschossige Ecktürme mit Kegeldächern, im Osten bastionsförmig vorspringende Schlosskapelle, im Innern teils klare dreiteilige Aufgliederung mit langem, durchlaufenden Mittelsälen bzw. Flezen, links und rechts davon Räume, im Erdgeschoss gewölbt, reiche Ausstattung des 16.-19. Jahrhunderts, u. a. mit Kassetten- und Stuckdecken sowie Wandmalereien, Fertigestellung gegen 1552 (i), tlw. Barockisierung des Inneren zwischen 1715 und 1720;
- umlaufende Ringmauer in Bruchstein mit verputzten Brustwehren, darin Treppenscharten mit Segmentbogenabschlüssen, vier runde dreigeschossige Ecktürme mit Kegeldächern, unten Bruchsteinmauerwerk, darüber verputzt, Feuerwaffenscharten mit teils getreppeten Gewänden, um 1550-1555;
- Torhaus, zweigeschossiger Bau aus Buckelquadern mit Satteldach, kleiner Glockenreiter als Giebelaufsatz, nördlich Anbau mit Pultdach für Pförtnerstube, Rundbogentor in rechteckiger Brückenblende, Zugbrücke, Wappen der Paumgarten und der Ulm zu Erbach, erbaut wohl unter Verwendung der Buckelquader des älteren Schlossturms, 1550 (i);
- im Norden an Brustwehr gesetzt herrschaftliche Stallung, eingeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, wohl 18. Jahrhundert, vor 1732 (a);
- im Süden Pfisterei (Bäckerei), eingeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, wohl 18. Jahrhundert, vor 1732 (a);
- im Innenhof Ziehbrunnen, geschwungener steinerner Baldachin, frühes 17. Jahrhundert (nicht urspr. aus Schloss Erbach, später angekauft);
- umlaufender Graben;
- Schlossgarten und äußere Ummauerung, ausgedehnte Ringmauer mit Ziegeldeckung um den Schlossgarten, runde, halbrunde und viereckige Flankierungstürme bzw. Rondelle, wohl 1550er-Jahre und 17. Jahrhundert
- Areal der Vorburg bzw. des Wirtschaftshofes mit:
- Zehntscheune, massiv gemauertes, verputztes Gebäude mit Satteldach, halbrundem Treppentürmchen am südlichen Giebel und doppelstöckiger Aufzugsgaube auf der Ostseite, 16. Jahrhundert;
- Amtshaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, profilierte Traufgesimse und Ecklisenen, Fledermausgauben, 18. Jahrhundert
Schloss Erbach zählt zu den bedeutendsten und besonders anschaulich überlieferten Schlossbauten der Renaissance im nördlichen Oberschwaben und ist eine der letzten großen Burganlagen am Ausgang des Mittelalters. Obwohl eine Burg sich erstmals 1348 nachweisen lässt und die zweitverwendeten Buckelquader am Torhaus für eine Entstehung eines Adelssitzes an diesem exponierten Platz mit weiter Sicht auf das Donautal schon in der Stauferzeit, in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts, sprechen, bildet die heutige Schlossanlage einen mehr oder weniger vollständigen Neubau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts mit Veränderungen der Barockzeit. Errichtet wurde sie für Hans II. aus der Augsburger Patrizierfamilie der Paumgartner o. a. Baumgartner, die zeitgleich auch Schloss Hohenschwangau ausbauen ließ. In beiden Fällen entstand ein mächtiger, kastenförmiger, mit Ecktürmen bewehrter Kernbau, der sich in die Tradition der durch Flankierungstürme gesicherten festen Häuser des oberschwäbischen Adels am Ausgang des Mittelalters einordnet. Die Staffelgiebel tradieren dabei spätgotische Formen des 15. Jahrhunderts. Die Innenaufteilung schient sich sowohl in Hohenschwangau wie auch hier in Erbach am Modell venezianischer Stadtpaläste und Landhäuser zu orientieren, welche die Paumgarten durch ihre Beziehungen zum Fernhandelsplatz Venedig kannten. Tatsächlich gibt es das Modell der Erschließung der zu beiden Seiten anliegenden Räume über einen saalartigen Mittelflur aber auch im spätmittelalterlichen Schlossbau Schwabens. Doch die an italienischen Vorbildern orientierte Gestaltung der Marmorkamine [url=viewtopic.php?t=1332]im Inneren[/url] lässt vermuten, dass hier tatsächlich das venezianische Modell direkt Pate stand. Das hebt Schloss Erbach unter den Schlossneubauten der Zeit in Schwaben heraus. Die mächtige, wehrhafte, zur Verteidigung mit Wallbüchsen und leichtem Geschütz ausgestattet Ringmauer verweist dabei auf den anhaltenden burghaften Charakter der Renaissanceschlösser. Mit dem Bau, mit dem sich Hans II,. so sehr finanziell übernahm, dass er seine Tage 1570 im Schuldgefängnis endete, inszenierte sich die in den Adelsstand aufgestiegen reichsstädtische Patrizierfamilie neben dem alteingesessen Adel. Ihr wehrhaftes Schloss kündete von Herrschaftsanspruch und Adelsrang. 1612 gelangte das Schloss als österreichisches Lehen an die Freiherren von Ulm, die sich seither nach dem Schloss Ulm zu Erbach nennen. Unter ihnen kam es im 1. Viertel des 18. Jahrhunderts zur Neuausstattung einzelner Räume im Barockstil sowie 1887 in Neurenaissanceformen. Mit seiner Gesamtanlage, dem weitläufigen, durch Zwingermauern befestigten Gartenareal und den reichen, qualitativ hochwertigen Ausstattungselementen veranschaulicht Schloss Erbach in besonderem Maße Wohn- und Lebensverhältnisse sowie Kultur des oberschwäbischen reichsfreien Adels durch die Jahrhunderte. Es setzt eine weithin über dem Donautal sichtbare Landmarke von regional- und herrschaftsgeschichtlich zentraler Bedeutung und ist von großer Bedeutung für die Entwicklungslinien des Schlossbaus an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit.
- Hauptgebäude dreigeschossiger verputzter Massivbau mit zwei parallel laufenden Satteldächern und Staffelgiebeln, vier runde viergeschossige Ecktürme mit Kegeldächern, im Osten bastionsförmig vorspringende Schlosskapelle, im Innern teils klare dreiteilige Aufgliederung mit langem, durchlaufenden Mittelsälen bzw. Flezen, links und rechts davon Räume, im Erdgeschoss gewölbt, reiche Ausstattung des 16.-19. Jahrhunderts, u. a. mit Kassetten- und Stuckdecken sowie Wandmalereien, Fertigestellung gegen 1552 (i), tlw. Barockisierung des Inneren zwischen 1715 und 1720;
- umlaufende Ringmauer in Bruchstein mit verputzten Brustwehren, darin Treppenscharten mit Segmentbogenabschlüssen, vier runde dreigeschossige Ecktürme mit Kegeldächern, unten Bruchsteinmauerwerk, darüber verputzt, Feuerwaffenscharten mit teils getreppeten Gewänden, um 1550-1555;
- Torhaus, zweigeschossiger Bau aus Buckelquadern mit Satteldach, kleiner Glockenreiter als Giebelaufsatz, nördlich Anbau mit Pultdach für Pförtnerstube, Rundbogentor in rechteckiger Brückenblende, Zugbrücke, Wappen der Paumgarten und der Ulm zu Erbach, erbaut wohl unter Verwendung der Buckelquader des älteren Schlossturms, 1550 (i);
- im Norden an Brustwehr gesetzt herrschaftliche Stallung, eingeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, wohl 18. Jahrhundert, vor 1732 (a);
- im Süden Pfisterei (Bäckerei), eingeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, wohl 18. Jahrhundert, vor 1732 (a);
- im Innenhof Ziehbrunnen, geschwungener steinerner Baldachin, frühes 17. Jahrhundert (nicht urspr. aus Schloss Erbach, später angekauft);
- umlaufender Graben;
- Schlossgarten und äußere Ummauerung, ausgedehnte Ringmauer mit Ziegeldeckung um den Schlossgarten, runde, halbrunde und viereckige Flankierungstürme bzw. Rondelle, wohl 1550er-Jahre und 17. Jahrhundert
- Areal der Vorburg bzw. des Wirtschaftshofes mit:
- Zehntscheune, massiv gemauertes, verputztes Gebäude mit Satteldach, halbrundem Treppentürmchen am südlichen Giebel und doppelstöckiger Aufzugsgaube auf der Ostseite, 16. Jahrhundert;
- Amtshaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, profilierte Traufgesimse und Ecklisenen, Fledermausgauben, 18. Jahrhundert
Schloss Erbach zählt zu den bedeutendsten und besonders anschaulich überlieferten Schlossbauten der Renaissance im nördlichen Oberschwaben und ist eine der letzten großen Burganlagen am Ausgang des Mittelalters. Obwohl eine Burg sich erstmals 1348 nachweisen lässt und die zweitverwendeten Buckelquader am Torhaus für eine Entstehung eines Adelssitzes an diesem exponierten Platz mit weiter Sicht auf das Donautal schon in der Stauferzeit, in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts, sprechen, bildet die heutige Schlossanlage einen mehr oder weniger vollständigen Neubau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts mit Veränderungen der Barockzeit. Errichtet wurde sie für Hans II. aus der Augsburger Patrizierfamilie der Paumgartner o. a. Baumgartner, die zeitgleich auch Schloss Hohenschwangau ausbauen ließ. In beiden Fällen entstand ein mächtiger, kastenförmiger, mit Ecktürmen bewehrter Kernbau, der sich in die Tradition der durch Flankierungstürme gesicherten festen Häuser des oberschwäbischen Adels am Ausgang des Mittelalters einordnet. Die Staffelgiebel tradieren dabei spätgotische Formen des 15. Jahrhunderts. Die Innenaufteilung schient sich sowohl in Hohenschwangau wie auch hier in Erbach am Modell venezianischer Stadtpaläste und Landhäuser zu orientieren, welche die Paumgarten durch ihre Beziehungen zum Fernhandelsplatz Venedig kannten. Tatsächlich gibt es das Modell der Erschließung der zu beiden Seiten anliegenden Räume über einen saalartigen Mittelflur aber auch im spätmittelalterlichen Schlossbau Schwabens. Doch die an italienischen Vorbildern orientierte Gestaltung der Marmorkamine [url=viewtopic.php?t=1332]im Inneren[/url] lässt vermuten, dass hier tatsächlich das venezianische Modell direkt Pate stand. Das hebt Schloss Erbach unter den Schlossneubauten der Zeit in Schwaben heraus. Die mächtige, wehrhafte, zur Verteidigung mit Wallbüchsen und leichtem Geschütz ausgestattet Ringmauer verweist dabei auf den anhaltenden burghaften Charakter der Renaissanceschlösser. Mit dem Bau, mit dem sich Hans II,. so sehr finanziell übernahm, dass er seine Tage 1570 im Schuldgefängnis endete, inszenierte sich die in den Adelsstand aufgestiegen reichsstädtische Patrizierfamilie neben dem alteingesessen Adel. Ihr wehrhaftes Schloss kündete von Herrschaftsanspruch und Adelsrang. 1612 gelangte das Schloss als österreichisches Lehen an die Freiherren von Ulm, die sich seither nach dem Schloss Ulm zu Erbach nennen. Unter ihnen kam es im 1. Viertel des 18. Jahrhunderts zur Neuausstattung einzelner Räume im Barockstil sowie 1887 in Neurenaissanceformen. Mit seiner Gesamtanlage, dem weitläufigen, durch Zwingermauern befestigten Gartenareal und den reichen, qualitativ hochwertigen Ausstattungselementen veranschaulicht Schloss Erbach in besonderem Maße Wohn- und Lebensverhältnisse sowie Kultur des oberschwäbischen reichsfreien Adels durch die Jahrhunderte. Es setzt eine weithin über dem Donautal sichtbare Landmarke von regional- und herrschaftsgeschichtlich zentraler Bedeutung und ist von großer Bedeutung für die Entwicklungslinien des Schlossbaus an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit.
Der Ölbergschrein steht nördlich der katholischen Pfarrkirche zum hl. Martin. Die qualitätvolle Figurengruppe der Ölbergszene weist stilistische Einflüsse der Nazarener-Schule und des Historismus auf, der sich auf gotische Vorbilder bezieht. Die Schreintüren mit ornamentalem Basrelief zeigen u. a. außen Johannes Evangelist und Maria, innen die Vertreibung aus dem Paradies und Maria als Mutter des Erlösers. Der Ölbergschrein ist mit seiner Symbolsprache eines der umfangreichsten und komplexesten Beispiele dieser im 19. Jahrhundert hier in der überwiegend katholischen Region wiederauflebenden Gattung der Passions- und Andachtsnischen.
Die kath. Pfarrkirche zum hl. Martin wurde nach Abbruch einer spätgotischen Kirchenanlage errichtet, der prächtige Innenraum im Stil des späten Rokokos gestaltet. Besonders erwähnenswert ist zudem eine im Hochaltar aufgestellte Muttergottes auf der Mondsichel, ein Holzbildwerk der Ulmer Schule, das um 1490 datiert. Das Sakralgebäude stellt eine Dominante im Siedlungsbild dar und ist besonders unter kirchen- und kunstgeschichtlichen Gesichtspunkten ein wichtiges Zeugnis seiner Entstehungszeit.
Die kath. Pfarrkirche zum hl. Martin wurde nach Abbruch einer spätgotischen Kirchenanlage errichtet, der prächtige Innenraum im Stil des späten Rokokos gestaltet. Besonders erwähnenswert ist zudem eine im Hochaltar aufgestellte Muttergottes auf der Mondsichel, ein Holzbildwerk der Ulmer Schule, das um 1490 datiert. Das Sakralgebäude stellt eine Dominante im Siedlungsbild dar und ist besonders unter kirchen- und kunstgeschichtlichen Gesichtspunkten ein wichtiges Zeugnis seiner Entstehungszeit.
Die kath. Pfarrkirche zum hl. Martin wurde nach Abbruch einer spätgotischen Kirchenanlage errichtet, der prächtige Innenraum im Stil des späten Rokokos gestaltet. Besonders erwähnenswert ist zudem eine im Hochaltar aufgestellte Muttergottes auf der Mondsichel, ein Holzbildwerk der Ulmer Schule, das um 1490 datiert. Das Sakralgebäude stellt eine Dominante im Siedlungsbild dar und ist besonders unter kirchen- und kunstgeschichtlichen Gesichtspunkten ein wichtiges Zeugnis seiner Entstehungszeit.
Der westlich der Pfarrkirche errichtete Pfarrhof besteht aus dem stattlichen Pfarrhaus und dem Pfarrgarten, der der Selbstversorgung des Pfarrhaushalts diente. Das Gebäude setzt sich mit seiner reichen Architekturgestaltung von der umgebenden Bebauung ab und ist ein Dokument für die Ausstattung der Pfarrstelle durch die Grundherrschaft, die seit 1622 die Patronatsherrschaft über die Pfarrei hatte.
Der westlich der Pfarrkirche errichtete Pfarrhof besteht aus dem stattlichen Pfarrhaus und dem Pfarrgarten, der der Selbstversorgung des Pfarrhaushalts diente. Das Gebäude setzt sich mit seiner reichen Architekturgestaltung von der umgebenden Bebauung ab und ist ein Dokument für die Ausstattung der Pfarrstelle durch die Grundherrschaft, die seit 1622 die Patronatsherrschaft über die Pfarrei hatte.
Das Steinkreuz ist mit über 1,35 Metern Höhe eines der größten Beispiele dieser Gattung in der Region. Um 1600 entstanden, wurde es um 1900 von seinem ursprünglichen Standort auf dem sogenannten Käppelesberg jenseits des Erlenbaches hierher versetzt. Nach mittelalterlichem Recht wurden bei Totschlag zwischen dem Täter und der Familie des Opfers ein Sühnevertrag ausgearbeitet, zu dem in der Regel auch das Setzen eines Steinkreuzes am Tatort gehörte. Die Sühnekreuze sind Zeugnisse der Rechtsgeschichte und Beleg für die Formenvielfalt sakraler Kleindenkmale.
Die Fassade ist u. a. durch Lisenen, Zahnschnittfriesen, profiliertem Traufgesims und einen auf Konsolen ruhenden Bogenfries aufwendig gegliedert. Im Innern befindet sich eine Ausstattung im Stil des späten Historismus mit Altar, Kreuzweg sowie den Figuren des Kapellenpatrons St. Joseph und der Heiligen Antonius, Hieronymus, Nepomuk und Xaverius. Malereien der Hl. Familie mit Gottvater von der Hand Egles aus Erbach ergänzen diese Einrichtung. Das kleine Gebäude stellt ein qualitätvolles Zeugnis für den Typus der Hofkapellen in dieser ehemals überwiegend katholischen Region dar.
=== Ersingen ===
Die Kirche mit Friedhof steht an zentraler Stelle im Dorf. Um 1460 erbaut, wurde sie 1766/67 nach einem Brandschaden erneuert und barockisiert. Besonders die Ausstattung [url=viewtopic.php?t=1332]im Inneren[/url] zeugt von den Umbauten im 18. Jahrhundert, allerdings sind Reste der spätgotischen Wandmalerei erhalten, die wohl zwischen 1476 und 1500 entstanden sind. Zudem finden sich in der Kirche Werke von Künstlern der Ulmer Schule: ein Hochaltar, um 1500 wohl von Jakob Acker dem Jüngeren, und Schreine aus dem Jahr 1514 aus der Werkstatt Niklaus Weckmanns. Eine vertikale Dominante im Siedlungsbild, ist das Sakralgebäude ein Zeugnis der Ortshistorie und durch die qualitätvolle Ausstattung zudem für die Kunstgeschichte von Interesse.
Die Kirche mit Friedhof steht an zentraler Stelle im Dorf. Um 1460 erbaut, wurde sie 1766/67 nach einem Brandschaden erneuert und barockisiert. Besonders die Ausstattung [url=viewtopic.php?t=1332]im Inneren[/url] zeugt von den Umbauten im 18. Jahrhundert, allerdings sind Reste der spätgotischen Wandmalerei erhalten, die wohl zwischen 1476 und 1500 entstanden sind. Zudem finden sich in der Kirche Werke von Künstlern der Ulmer Schule: ein Hochaltar, um 1500 wohl von Jakob Acker dem Jüngeren, und Schreine aus dem Jahr 1514 aus der Werkstatt Niklaus Weckmanns. Eine vertikale Dominante im Siedlungsbild, ist das Sakralgebäude ein Zeugnis der Ortshistorie und durch die qualitätvolle Ausstattung zudem für die Kunstgeschichte von Interesse.
Die Kirche mit Friedhof steht an zentraler Stelle im Dorf. Um 1460 erbaut, wurde sie 1766/67 nach einem Brandschaden erneuert und barockisiert. Besonders die Ausstattung [url=viewtopic.php?t=1332]im Inneren[/url] zeugt von den Umbauten im 18. Jahrhundert, allerdings sind Reste der spätgotischen Wandmalerei erhalten, die wohl zwischen 1476 und 1500 entstanden sind. Zudem finden sich in der Kirche Werke von Künstlern der Ulmer Schule: ein Hochaltar, um 1500 wohl von Jakob Acker dem Jüngeren, und Schreine aus dem Jahr 1514 aus der Werkstatt Niklaus Weckmanns. Eine vertikale Dominante im Siedlungsbild, ist das Sakralgebäude ein Zeugnis der Ortshistorie und durch die qualitätvolle Ausstattung zudem für die Kunstgeschichte von Interesse.
=== Ringingen ===
Die Saalkirche mit Chorseitenturm, steht an einer Straßenkreuzung im Norden des historischen Ortskerns. 1771 bis 1786 entstanden, bezog der Entwurf einzelne ältere Teile, wie den romanischen Turmstumpf des Vorgängerbaus, mit ein. Die Ausstattung des Kirchenschiffes ist in klassizistischem Stil gehalten. Das Korbbogengewölbe ruht auf ionischen Pilastern. Ein Altar mit Herzog Carl Eugens Spiegelmonogramm, das um 1750 entstanden ist, wurde um 1775 von Stuttgart hierher übertragen. Die Statuen von Petrus und Paulus stammen von Paul Egell aus dem Jahr 1733. Das Sakralgebäude ist eine Dominante im Siedlungsbild und sowohl für die Orts- als auch die Kunstgeschichte von Belang.
Die Saalkirche mit Chorseitenturm, steht an einer Straßenkreuzung im Norden des historischen Ortskerns. 1771 bis 1786 entstanden, bezog der Entwurf einzelne ältere Teile, wie den romanischen Turmstumpf des Vorgängerbaus, mit ein. Die Ausstattung des Kirchenschiffes ist in klassizistischem Stil gehalten. Das Korbbogengewölbe ruht auf ionischen Pilastern. Ein Altar mit Herzog Carl Eugens Spiegelmonogramm, das um 1750 entstanden ist, wurde um 1775 von Stuttgart hierher übertragen. Die Statuen von Petrus und Paulus stammen von Paul Egell aus dem Jahr 1733. Das Sakralgebäude ist eine Dominante im Siedlungsbild und sowohl für die Orts- als auch die Kunstgeschichte von Belang.
Die Saalkirche mit Chorseitenturm, steht an einer Straßenkreuzung im Norden des historischen Ortskerns. 1771 bis 1786 entstanden, bezog der Entwurf einzelne ältere Teile, wie den romanischen Turmstumpf des Vorgängerbaus, mit ein. Die Ausstattung des Kirchenschiffes ist in klassizistischem Stil gehalten. Das Korbbogengewölbe ruht auf ionischen Pilastern. Ein Altar mit Herzog Carl Eugens Spiegelmonogramm, das um 1750 entstanden ist, wurde um 1775 von Stuttgart hierher übertragen. Die Statuen von Petrus und Paulus stammen von Paul Egell aus dem Jahr 1733. Das Sakralgebäude ist eine Dominante im Siedlungsbild und sowohl für die Orts- als auch die Kunstgeschichte von Belang.
Das Pfarrhaus steht direkt nördlich der Pfarrkirche, mit der es über einen Übergang auf Höhe des ersten Obergeschosses verbunden ist. Der verzapfte Verband des Fachwerks sowie die Anlage des Krüppelwalmdaches und die Knaggen als Stützelemente der Geschossvorkragungen belegen für den Bau die Entstehungszeit in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, wobei die geradlinige Fachwerkkonstruktion an Ulmer Bürgerhäuser der gleichen Zeit erinnert. Die Fensterordnung des Baus wurde wohl im 18. Jahrhundert verändert. Das Gebäude stellt ein anschauliches Beispiel für die Ausstattung der Pfarrhäuser dieser Zeit dar und ist zudem ein qualitätvolles Dokument für die handwerkliche Ausführung des sich in dieser Zeit durchsetzenden Fachwerkbaus mit verzapftem Verband.
Das Kreuz aus Stubensandstein steht an der nach Pappelau führenden Straße. Es handelt sich um ein Sühnekreuz, wie es nach mittelalterlichem Rechtsbrauch bei Totschlag vom Täter am Tatort aufgestellt werden musste. Um das Kreuz ranken sich allerlei Legenden, so etwa, dass es die Stelle bezeichnet, wo zur Zeit der Reformation eine Madonnenfigur durch die Bevölkerung Pappelaus abgestellt wurde, die von den nicht reformierten Ringingern übernommen worden sein soll. Eine andere Geschichte besagt, dass es Soldatengräber aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges kennzeichnet. Das Sühnekreuz ist als gut überlieferter Beleg eines aus dem Mittelalter stammenden Brauchs für die Rechtsgeschichte von Bedeutung.
Der heutige Forsthof wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts am damaligen Ortsrand im Norden als Sitz des Blaubeurer Amtsvogtes errichtet. Das Blaubeurer Klosteramt, seit der Reformation dem Hause Württemberg unterstellt, hatte hier in Ringingen mehr Güter als die der anderen Ortsteilherrschaften. Der stattliche Fachwerkbau ist ein Dokument für die früheren Herrschaftsverhältnisse.
Das Steinkreuz aus Jurakalk, das wohl im 16. Jahrhundert entstanden ist, steht an der nach Pappelau führenden Straße handelt sich um ein typisches Sühnekreuz, wie es nach mittelalterlichem Rechtsbrauch bei Totschlag vom Täter am Tatort aufgestellt werden musste. Der mündlichen Überlieferung zufolge stammt es jedoch aus dem 17. Jahrhundert und bezeichnet ein Massengrab aus dem dreißigjährigen Krieg. Das Steinkreuz ist ein Dokument für die Formenvielfalt der sakralen Kleinobjekte, die hier in diesem überwiegend katholischen Ort in der durch die Frömmigkeit getragenen Tradition aufgestellt wurden. Zudem stellt es ein Zeugnis der Rechtsgeschichte sowie der Erinnerungskultur dar.
Der Bildstock an der Oberdischinger Straße ist wohl Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Der Sockel ist durch umlaufende Rundstäbe gegliedert; das Bildhaus und die Dachzone sind jeweils auskragend abgesetzt; ein Caravaca-Kreuz bekrönt das Ziegeldach. Das ursprüngliche Bild in der Bildnische ist nicht überliefert. Der Bildstock stellt mit seinen historisierenden Formen ein Beispiel für die Ende des 19. Jahrhunderts gepflegte Tradition der Errichtung sakraler Kleinobjekte dar, die durch die Frömmigkeit des überwiegend katholischen Ortes getragen wurde.
Der Bildstock steht neben der nach Schelklingen führenden Straße. Die Bildnische, die das qualitätvolle Gemälde des hl. Bischofs Blasius in der Gemeinschaft der Heiligen und die Dreifaltigkeit enthält, ist durch ein schmiedeeisernes Gitter verschlossen. Der Bildstock ist ein anschauliches Beispiel für die durch die Frömmigkeit dieses katholischen Ortes getragene Tradition der Errichtung kleiner sakraler Flurdenkmäler, die hier auch eine landschaftsprägende Funktion übernehmen.
Insgesamt 13 Herrschaften hatten Höfe und Güter in Ringingen, u.a. das Kloster Blaubeuren und ab 1452 auch das Spital Blaubeuren. Auf diese beiden Herrschaftsbereiche verweisen der Krummstab (für Kloster) und das Doppelkreuz (für Spital) auf dem Grenzstein. Wann genau der Grenzstein gesetzt wurde, ist nicht bekannt, jedenfalls vor 1806, als diese Herrschaftsrechte aufgehoben wurden. Der Grenzstein stellt als Rechtsurkunde ein Dokument der ehemaligen Grund- und Herrschaftsverhältnisse sowie deren Festsetzung in diesem Gebiet dar und belegt zudem die Ortsgeschichte.
Die kleine Flurkapelle befindet sich unweit der aufgelassenen Hofstelle Vohenbrunnen innerhalb eines aus Nadelholzbäumen bestehenden Schutzhaines. Sie wurde zum Gedenken an die gefallenen Söhne der Familie Bumiller errichtet. Das Denkmal übernimmt weitgehend die Elemente eines Grabhäuschens und reflektiert damit den Stiftungsanlass auch formal. Es ist ein Beispiel für die Formenvielfalt der Flurkapellen, die Ende des 19. Jahrhunderts durch die von der Frömmigkeit getragene Tradition dieser überwiegend katholischen Gegend entstanden. Aufgrund seiner reichen historisierenden Architektursprache, die den Bau von den übrigen ländlichen Objekten dieses Typus abhebt, ist das Sakralgebäude ein Zeugnis der Kunst- und Ortsgeschichte, das zudem die lokale Erinnerungskultur belegt.
== Siehe auch ==
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