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 Ruodho von Reichenau

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'''Ruodho''', auch ''Ruadho'' oder ''Ruadhart'' oder ''Ruadachar''Helmut de Boor, Ingeborg Schröbler: ''Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur'' Band 52, Max Niemeyer Verlag 1971, (* im 9. Jahrhundert; † 18. August 888) war von 871 bis 888 Abt des Kloster Reichenau|Klosters Reichenau.

== Leben ==
Ruodho war Mönch der Reichenau und Vertrauter von Karl III. (Ostfrankenreich)|Karl III.Konrad Beyerle: ''Die Kultur der Abtei Reichenau. Erinnerungsschrift zur zwölfhundertsten Wiederkehr des Gründungsjahres des Inselklosters 724–1924'', Scientia-Verlag 1970, S. 111/ 112 Ruodho wird nach dem Tode von Hatto II. von Reichenau|Hatto II. am 9. September 871 zum neuen Abt der Reichenau gewählt.Martin Klonnek: ''Chronologie des Geschichte der Schweiz'' (Band 9), 2015

Bischof Gebhard I. von Konstanz|Gebhard I. von Bistum Konstanz|Konstanz (873–875) hatte ein „Traumgesicht, in dem sich der heilige Markus (Evangelist)|Evangelist Markus offenbart“. Die Mönche der Reichenau unter Abt Ruodho erfahren davon und betten die Reliquie in einen Schrein um.Walter Berschkin, Theodor Klüppel: ''Der Evangelist Markus auf der Reichenau'' (= RTB 4), Sigmaringen 1994, S.44-47Regina Dennig, Alfons Tettler: ''Der Evangelist Markus in Venedig und in Reichenau'', in: ZGO 144 (1996), S.19-46 Die Gebeine des Markus wurden 830 durch Bischof Ratold von Verona in die Abtei Reichenau verbracht und waren seither in einem Erdgrab unter oder bei einem Altar in der Apsis der Marienbasilika unter dem Namen „Valens“ bestattet. Abt Ruodho liess die Reliquien aus dem Grab nehmen, in Leinentücher wickeln, trocknen und in einem neuen Schrein in einem Markusaltar in der Klosterkirche (heute: Münster St. Maria und Markus (Reichenau-Mittelzell)|Münster St. Maria und Markus) aufstellen.Sebastian Bock: ''[https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1138 Das Markusgrab im Münster von Reichenau-Mittelzell]'', 2022 In: ''Studien zur Kunst- und Kulturgeschichte am Oberrhein'' (Band 3)[https://whc.unesco.org/uploads/nominations/974.pdf Monastic Island of Reicheneau] auf ''whc.unesco.org'' vom 2. Dezember 2000, abgerufen am 8. Juni 2024 (englisch)

Kaiser Karl III. bestätigte in der Amtszeit von Abt Ruodho dem „Kloster Reichenau im Anschluss an Akte seines Großvaters, Kaiser Ludwig der Fromme|Ludwigs des Frommen und seines Urgroßvaters, Kaiser Karl der Große|Karls des Grossen, die Rechte und Freiheiten, namentlich das Recht auf einen Teil gewisser kaiserlicher Einkünfte aus dem Eritgau, Apphagau und Albgau.“[https://wubonline.de/index.php?mp=3&fs=true&id=250 Württembergisches Urkundenbuch: Band IV., Nr. N20, Seite 327-329, Bodmann, 887. April 16.] auf ''wubonline.de'', abgerufen am 8. Juni 2024

Ruodho stirbt im Abtsamt am 18. August 888.Franz Quarthal, Hansmartin Decker-Hauff, Klaus Schreiner (Universität Tübingen): Bayerische Benediktiner-Akademie: ''Die Benediktinerklöster in Baden-Württemberg'', Verlag der Bayerischen Benediktiner-Akademie 1971, S. 532

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AMT=Liste der Äbte des Klosters Reichenau|Abt von Reichenau|ZEIT=871–888

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