Der '''Strutgraben''' ist ein Bach im Gebiet der Gemeinde Assamstadt des Main-Tauber-Kreises im nördlichen Baden-Württemberg. Nach knapp 1
== Geographie ==
=== Verlauf ===
Der ''Strutgraben'' entsteht über einen halben Kilometer nordwestlich des Dorfrandes von Assamstadt zwischen den Gewannen ''Strut'' und ''Vogelteich'' auf etwa
Nach etwa 800 Metern unterquert er am Ortsrand die aus Bobstadt (Boxberg)|Bobstadt im Norden kommende L 513, nimmt auf der anderen Seite von links seinen einzigen Zufluss Stöckiggraben auf und folgt dann der Landesstraße etwa 200 Meter lang an ihrem linken Rand südwärts. Dann tritt er in seine Verdolung ein, die ihn unter dieser Bobstadter Straße südostwärts bis in die Dorfmitte führt. Dort mündet er gegenüber dem Haus Nr. 1 der sich nun als Krautheimer Straße fortsetzenden Landesstraße im Untergrund eines kleinen Platzes von rechts und auf etwa
Der 1,4 km lange Strutgraben hat ein mittleres Sohlgefälle von rund 12 ‰ und mündet etwa 17 Höhenmeter unterhalb seines Grabenursprungs.
=== Einzugsgebiet ===
Der ''Strutgraben'' hat oberflächlich ein 5,2 km² großes Einzugsgebiet, von dem der bei weitem größte Teil auf das Teileinzugsgebiet seines einzigen Zuflusses Stöckiggraben aus dem Norden entfällt. Da jedoch besonders das nördliche Einzugsgebiet stark verkarstet ist und dessen unterirdischer Abfluss zu großen Teilen zu anderen Einzugsgebieten geht, dürfte insbesondere das effektive Teileinzugsgebiet des Zuflusses, aber auch das des Struttgrabens deutlich kleiner sein.
Das gesamte Gebiet gehört Naturraum|naturräumlich zum Unterraum Östliches Bauland des Bauland (Landschaft)|Baulandes, im Norden und Nordosten grenzt unmittelbar der Naturraum Tauberland mit seinem Unterraum Umpfer-Wachbach-Riedel an. Sein mit
Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an:
* Im Nordnordwesten liegen die Quellgebiete des über die Umpfer zur Tauber entwässernden Ursbach (Umpfer)|Ursbachs und seines Zuflusses ''Sohlbrünnlein'';
* im Nordosten entsteht der Brunnentalbach (Althäuser Bach)|Brunnentalbach, der über den Althäuser Bach und dann den Wachbach (Fluss)|Wachbach weiter oben in die Tauber einfließt;
* im Osten liegt das unmittelbare Einzugsgebiet des Erlenbach (Jagst, Bieringen)|Erlenbachs oberhalb des Strutgraben;
* im Süden gelangt jenseits der Wasserscheide der Abfluss in den Erlenbach unterhalb der Strutgraben-Zumündung;
* im Westen konkurriert der nächste rechte Erlenbach-Zufluss Klingenbächle (Erlenbach)|Klingenbächle.
=== Zuflüsse und Seen ===
== Geologie ==
Das Einzugsgebiet des Strutgrabens liegt im Muschelkalk, auf dem größten Teil der Fläche steht der Mittlerer Muschelkalk|Mittlere Muschelkalk an, der nur in einigen Hochlagen im Westen und Norden von Inseln des Oberer Muschelkalk|Oberen Muschelkalks überragt wird. Weithin, vor allem an den nach Osten abfallenden Hängen, ist der Muschelkalk jedoch von Lösssediment aus dem Quartär (Geologie)|Quartär überlagert. In den Talrinnen, auch einigen trockenen, liegen Bänder holozänen Schwemmlandes; im Falle des linken Zuflusses Stöckiggraben beginnt dieses weit oberhalb jeden Bachlaufes dicht an der nordöstlichen Wasserscheide.
Dessen unbeständiger Durchfluss und die generelle Gewässerarmut im Einzugsgebiet ist der Karst|Verkarstung des Muschelkalks geschuldet, die sich im Wald ''Stöckich'' etwa an einer grabenartigen, sehr langgezogenen Einbruchdoline zeigt, die durch Auslaugung der Gipsschichten des Mittleren Muschelkalks im Untergrund entstand, und die als Geotop ausgewiesen ist. In der großen Waldinsel des Stöckich gibt es auch anderswo noch eine recht große Zahl von Dolinen.
== Natur und Schutzgebiete ==
Die langezogene Einbruchdoline im Wald Stöckich steht unter Naturdenkmalschutz.
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer:
Höhe:
Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''.
Höhe nach grauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''.
Länge:
Länge nach dem Layer ''Gewässernetz (Amtliches Digitales Wasserwirtschaftliches Gewässernetz|AWGN)''.
Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''.
EZG:
Einzugsgebiet nach dem Layer ''Basiseinzugsgebiet (AWGN)''.
Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''.
Seefläche:
Seefläche abgemessen auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''.
Sonstige:
Schutzgebiete nach den einschlägigen Layern, Natur teilweise nach dem Layer ''Geschützte Biotope''.
Dolinenscharen im ''Stöckich'' nach dem Layer ''Geschützte Biotope''.
=== Andere Belege ===
Geologie nach den Layern zu ''Geologische Karte 1:50.000'' auf: Grabenartige Einbruchdoline nach dem [https://media.lgrb-bw.de/link/gtk/gtk_2455.pdf Geotopsteckbrief] (PDF, 215 KByte) auf der Website des Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau|Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), abgefragt am 20. März 2024
== Literatur ==
* Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 6524 Bad Mergentheim
Der '''Strutgraben''' ist ein Bach im Gebiet der Gemeinde Assamstadt des Main-Tauber-Kreises im nördlichen Baden-Württemberg. Nach knapp 1 == Geographie == === Verlauf === Der ''Strutgraben'' entsteht über einen halben Kilometer nordwestlich des Dorfrandes von Assamstadt zwischen den Gewannen ''Strut'' und ''Vogelteich'' auf etwa Nach etwa 800 Metern unterquert er am Ortsrand die aus Bobstadt (Boxberg)|Bobstadt im Norden kommende L 513, nimmt auf der anderen Seite von links seinen einzigen Zufluss Stöckiggraben auf und folgt dann der Landesstraße etwa 200 Meter lang an ihrem linken Rand südwärts. Dann tritt er in seine Verdolung ein, die ihn unter dieser Bobstadter Straße südostwärts bis in die Dorfmitte führt. Dort mündet er gegenüber dem Haus Nr. 1 der sich nun als Krautheimer Straße fortsetzenden Landesstraße im Untergrund eines kleinen Platzes von rechts und auf etwa Der 1,4 km lange Strutgraben hat ein mittleres Sohlgefälle von rund 12 ‰ und mündet etwa 17 Höhenmeter unterhalb seines Grabenursprungs.
=== Einzugsgebiet === Der ''Strutgraben'' hat oberflächlich ein 5,2 km² großes Einzugsgebiet, von dem der bei weitem größte Teil auf das Teileinzugsgebiet seines einzigen Zuflusses Stöckiggraben aus dem Norden entfällt. Da jedoch besonders das nördliche Einzugsgebiet stark verkarstet ist und dessen unterirdischer Abfluss zu großen Teilen zu anderen Einzugsgebieten geht, dürfte insbesondere das effektive Teileinzugsgebiet des Zuflusses, aber auch das des Struttgrabens deutlich kleiner sein.
Das gesamte Gebiet gehört Naturraum|naturräumlich zum Unterraum Östliches Bauland des Bauland (Landschaft)|Baulandes, im Norden und Nordosten grenzt unmittelbar der Naturraum Tauberland mit seinem Unterraum Umpfer-Wachbach-Riedel an. Sein mit Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an: * Im Nordnordwesten liegen die Quellgebiete des über die Umpfer zur Tauber entwässernden Ursbach (Umpfer)|Ursbachs und seines Zuflusses ''Sohlbrünnlein''; * im Nordosten entsteht der Brunnentalbach (Althäuser Bach)|Brunnentalbach, der über den Althäuser Bach und dann den Wachbach (Fluss)|Wachbach weiter oben in die Tauber einfließt; * im Osten liegt das unmittelbare Einzugsgebiet des Erlenbach (Jagst, Bieringen)|Erlenbachs oberhalb des Strutgraben; * im Süden gelangt jenseits der Wasserscheide der Abfluss in den Erlenbach unterhalb der Strutgraben-Zumündung; * im Westen konkurriert der nächste rechte Erlenbach-Zufluss Klingenbächle (Erlenbach)|Klingenbächle.
=== Zuflüsse und Seen ===
== Geologie == Das Einzugsgebiet des Strutgrabens liegt im Muschelkalk, auf dem größten Teil der Fläche steht der Mittlerer Muschelkalk|Mittlere Muschelkalk an, der nur in einigen Hochlagen im Westen und Norden von Inseln des Oberer Muschelkalk|Oberen Muschelkalks überragt wird. Weithin, vor allem an den nach Osten abfallenden Hängen, ist der Muschelkalk jedoch von Lösssediment aus dem Quartär (Geologie)|Quartär überlagert. In den Talrinnen, auch einigen trockenen, liegen Bänder holozänen Schwemmlandes; im Falle des linken Zuflusses Stöckiggraben beginnt dieses weit oberhalb jeden Bachlaufes dicht an der nordöstlichen Wasserscheide.
Dessen unbeständiger Durchfluss und die generelle Gewässerarmut im Einzugsgebiet ist der Karst|Verkarstung des Muschelkalks geschuldet, die sich im Wald ''Stöckich'' etwa an einer grabenartigen, sehr langgezogenen Einbruchdoline zeigt, die durch Auslaugung der Gipsschichten des Mittleren Muschelkalks im Untergrund entstand, und die als Geotop ausgewiesen ist. In der großen Waldinsel des Stöckich gibt es auch anderswo noch eine recht große Zahl von Dolinen.
== Natur und Schutzgebiete == Die langezogene Einbruchdoline im Wald Stöckich steht unter Naturdenkmalschutz.
=== LUBW === Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: [https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/6v8wsH9QjYPBsx5cVqQV3L Lauf und Einzugsgebiet des Strutgrabens]
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Höhe: Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''. Höhe nach grauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''. Länge: Länge nach dem Layer ''Gewässernetz (Amtliches Digitales Wasserwirtschaftliches Gewässernetz|AWGN)''. Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''. EZG: Einzugsgebiet nach dem Layer ''Basiseinzugsgebiet (AWGN)''. Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''. Seefläche: Seefläche abgemessen auf dem Hintergrundlayer ''Topographische Karte''. Sonstige: Schutzgebiete nach den einschlägigen Layern, Natur teilweise nach dem Layer ''Geschützte Biotope''. Dolinenscharen im ''Stöckich'' nach dem Layer ''Geschützte Biotope''.
=== Andere Belege ===
Geologie nach den Layern zu ''Geologische Karte 1:50.000'' auf: Grabenartige Einbruchdoline nach dem [https://media.lgrb-bw.de/link/gtk/gtk_2455.pdf Geotopsteckbrief] (PDF, 215 KByte) auf der Website des Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau|Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB), abgefragt am 20. März 2024
== Literatur == * Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 6524 [url=viewtopic.php?t=4118]Bad[/url] Mergentheim
* [https://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/6v8wsH9QjYPBsx5cVqQV3L Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Strutgrabens] auf: * [https://www.geoportal-bw.de/?permalinkId=a523dc61-e65d-493f-9cf3-85a876068b40#/(sidenav:karten) Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Strutgrabens] auf: * Meßtischblatt [https://www.deutschefotothek.de/gallery/freitext/df_dk_0010001_6524 6524 Assamstadt] von 1881 in der Deutsche Fotothek|Deutschen Fotothek
Kategorie:Fließgewässer im Main-Tauber-Kreis Kategorie:Geographie (Assamstadt) [/h4]