[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/ext/kinerity/bestanswer/event/main_listener.php on line 514: Undefined array key "poster_answers" Marie la Cordelière - Deutsches Wikipedia-Forum
* 30 schwere Geschütze
* 45 bis 170 leichte Kanonen
Die '''''Marie la Cordelière''''' war eine große Karacke des Bretagne|Herzogtums Bretagne aus dem späten 15. Jahrhundert. Das Schiff wurde 1487
== Technische Aspekte ==
Die ''Marie la Cordelière'' war eine dreimastige Karacke von wahrscheinlich etwa 40 Metern Länge und zwölf Metern Breite
Die Bewaffnung bestand vermutlich aus rund 200 Geschützen
== Dienstzeit ==
In den Jahren von 1501 bis 1504 operierte das Schiff, das von Herzogin Anne de Bretagne an den französischen König Ludwig XII. verliehen worden war, gemeinsam mit Königreich Frankreich|französischen und Republik Venedig|venezianischen Schiffen im Mittelmeer (siehe Dritter Osmanisch-Venezianischer Krieg (1499–1503)|dritter osmanisch-venezianischer Krieg). Dabei beteiligte sich die ''Marie la Cordelière'' im Oktober 1501 an den Kämpfen um Lesbos, wobei es zu einer Schlacht gegen osmanische Schiffe vor Mytilini kam. Die Angriffe der Verbündeten auf Lesbos blieben allerdings letztlich erfolglos und die Insel verblieb im Besitz der OsmanenPemsel, Helmut: ''Seeherrschaft. Eine maritime Weltgeschichte von den Anfängen bis 1850''. 1. Band. Weltbild-Verlag, Augsburg 1995, S. 142.. Darüber hinaus nahm die Karacke wahrscheinlich auch an den Kämpfen um das Königreich beider Sizilien (1502 bis 1504) zwischen Frankreich und Spanien teil; aber auch in diesem Fall endete die Auseinandersetzung Anfang Januar 1504 mit einem Rückschlag und ganz Süditalien fiel an Spanien beziehungsweise an König Ferdinand II. (Aragón)|Ferdinand V. von Aragon und Sizilien. Im Anschluss kehrte das Schiff wieder nach der Bretagne zurück. Spätestens im Jahr 1508 übergab Herzogin Anne de Bretagne das Kommando über die ''Marie la Cordelière'' an den bretonischen Adligen und Korsaren Hervé de Portzmoguer.
== Untergang ==
Im Kontext des Italienische_Kriege#Krieg_der_Heiligen_Liga_(1511–1513)|Krieges der Heiligen Liga gegen Ludwig XII. setzte im Mai 1512 eine Königreich England|englische Flotte unter Lord High Admiral Edward Howard (Admiral)|Edward Howard – vermutlich in der Stärke von etwa 25 KriegsschiffenPemsel: ''Seeherrschaft'', S. 184. und 60 Transportern – englische Hilfstruppen nach Nordspanien über (zwecks der Unterstützung von Ferdinand II. (Aragón)|Ferdinand II. von Aragón bei dessen Eroberung von Navarra). Anschließend suchte das englische Geschwader, mittlerweile durch gekaperte Grafschaft Flandern|flämische Schiffe verstärkt, im Juni und Juli 1512 die französischen Häfen im Ärmelkanal heim; dabei landeten englische Truppen auch nahe Le Conquet und brannten das Herrenhaus von Hervé de Portzmoguer nieder. Zum Schutz der bretonischen Häfen stellte Herzogin Anne de Bretagne die bretonische Flotte erneut Ludwig XII. zur Verfügung. Das vereinigte französisch-bretonische Geschwader unter der Führung des bretonischen Adligen Jean de Thénouënel zählte vermutlich zwischen 22 und 39 Schiffe
Am 10. August 1512 griff das englische Geschwader unter Lord High Admiral Howard (an Bord der großen Karacke ''Mary Rose''), vermutlich in Stärke von 25 Kriegsschiffen und 50 weiteren Schiffen, die auf der Reede vor Brest liegenden Schiffe der Verbündeten an. Der Angriff der Engländer erfolgte allem Anschein nach sehr überraschend, so dass sich etwa 300 geladene Gäste, die sich anlässlich des Festes zum Todestag des Laurentius von Rom|heiligen Laurentius an Bord der ''Marie la Cordelière'' aufhielten, nicht mehr von Bord gebracht werden konnten. Insgesamt befanden sich also geschätzt um die 1.250 Menschen an Bord der Karacke. Im darauf folgenden Gefecht, wobei sich der überwiegende Teil des Geschwaders der Verbündeten infolge der gegnerischen Übermacht langsam nach Brest zurückzog, kamen vermutlich nur wenige Schiffe der beiden Flotten ins Gefecht zueinander – darunter auf englischer Seite die ''Mary Rose'', die ''Mary James'', die ''Sovereign'' und die ''Regent'' unter Kapitän Thomas Knyvett (teils auch Hewitt geschrieben
Der ''Marie la Cordelière'' gelang es zunächst, die ''Mary James'' und die ''Sovereign'' durch Geschützfeuer zu beschädigen, wobei letztere teils entmastet worden sein soll, während gleichzeitig die ''La Louise'' starke Schäden vom englischen Flaggschiff ''Mary Rose'' hinnehmen und sich zurückziehen musste. Die nun weitgehend allein kämpfende ''Marie la Cordelière'' sah sich nachfolgend von den englischen Schiffen eingekreist und wurde schließlich von der ''Regent'' direkt attackiert; beide Schiffe legten sich zum Enterung|Enterkampf Seite an Seite. Die genaueren weiteren Abläufe müssen Spekulation bleiben. An Bord beider Schiffe tobte nachfolgend ein erbitterter Nahkampf zwischen den beiden Besatzungen. Während dieses Zweikampfes ereignete sich eine verheerende Explosion der Pulverkammer an Bord der ''Marie la Cordelière''. Die Explosion und die nachfolgende Feuersbrunst zerstörte die beiden eng ineinander verkeilten Schiffe in relativ kurzer Zeit.
Entsprechend hoch waren die Opferzahlen: Von den geschätzt 1.250 Menschen an Bord der ''Marie la Cordelière'' überlebten vermutlich nur etwa 20 Personen das Desaster. Von den etwa 460 (oder gar 700?) Besatzungsangehörigen der ''Regent'' wurden nur etwa 60 gerettet. Insgesamt kamen somit beim Untergang der beiden Schiffe mindestens 1.600 Menschen ums Leben, vielleicht lag die Zahl der Todesopfer aber auch deutlich höher. Was letztlich die folgenschwere Explosion ausgelöst hatte – ob es ein Zufallstreffer des englischen Schiffes oder ein Unfall oder gar Vorsatz seitens der Bretonen angesichts der gegnerischen Übermacht war (wie es die Legende um Portzmoguer teils darstellt) – ist nicht mehr sicher zu eruieren.
* 30 schwere Geschütze * 45 bis 170 leichte Kanonen
Die '''''Marie la Cordelière''''' war eine große Karacke des Bretagne|Herzogtums Bretagne aus dem späten 15. Jahrhundert. Das Schiff wurde 1487 == Technische Aspekte == Die ''Marie la Cordelière'' war eine dreimastige Karacke von wahrscheinlich etwa 40 Metern Länge und zwölf Metern Breite Die Bewaffnung bestand vermutlich aus rund 200 Geschützen == Dienstzeit == In den Jahren von 1501 bis 1504 operierte das Schiff, das von Herzogin Anne de Bretagne an den französischen König Ludwig XII. verliehen worden war, gemeinsam mit Königreich Frankreich|französischen und Republik Venedig|venezianischen Schiffen im Mittelmeer (siehe Dritter Osmanisch-Venezianischer Krieg (1499–1503)|dritter osmanisch-venezianischer Krieg). Dabei beteiligte sich die ''Marie la Cordelière'' im Oktober 1501 an den Kämpfen um Lesbos, wobei es zu einer Schlacht gegen osmanische Schiffe vor Mytilini kam. Die Angriffe der Verbündeten auf Lesbos blieben allerdings letztlich erfolglos und die Insel verblieb im Besitz der OsmanenPemsel, Helmut: ''Seeherrschaft. Eine maritime Weltgeschichte von den Anfängen bis 1850''. 1. Band. Weltbild-Verlag, Augsburg 1995, S. 142.. Darüber hinaus nahm die Karacke wahrscheinlich auch an den Kämpfen um das Königreich beider Sizilien (1502 bis 1504) zwischen Frankreich und Spanien teil; aber auch in diesem Fall endete die Auseinandersetzung Anfang Januar 1504 mit einem Rückschlag und ganz Süditalien fiel an Spanien beziehungsweise an König Ferdinand II. (Aragón)|Ferdinand V. von Aragon und Sizilien. Im Anschluss kehrte das Schiff wieder nach der Bretagne zurück. Spätestens im Jahr 1508 übergab Herzogin Anne de Bretagne das Kommando über die ''Marie la Cordelière'' an den bretonischen Adligen und Korsaren Hervé de Portzmoguer.
== Untergang == Im Kontext des Italienische_Kriege#Krieg_der_Heiligen_Liga_(1511–1513)|Krieges der Heiligen Liga gegen Ludwig XII. setzte im Mai 1512 eine Königreich England|englische Flotte unter Lord High Admiral Edward Howard (Admiral)|Edward Howard – vermutlich in der Stärke von etwa 25 KriegsschiffenPemsel: ''Seeherrschaft'', S. 184. und 60 Transportern – englische Hilfstruppen nach Nordspanien über (zwecks der Unterstützung von Ferdinand II. (Aragón)|Ferdinand II. von Aragón bei dessen Eroberung von Navarra). Anschließend suchte das englische Geschwader, mittlerweile durch gekaperte Grafschaft Flandern|flämische Schiffe verstärkt, im Juni und Juli 1512 die französischen Häfen im Ärmelkanal heim; dabei landeten englische Truppen auch nahe Le Conquet und brannten das Herrenhaus von Hervé de Portzmoguer nieder. Zum Schutz der bretonischen Häfen stellte Herzogin Anne de Bretagne die bretonische Flotte erneut Ludwig XII. zur Verfügung. Das vereinigte französisch-bretonische Geschwader unter der Führung des bretonischen Adligen Jean de Thénouënel zählte vermutlich zwischen 22 und 39 Schiffe Am 10. August 1512 griff das englische Geschwader unter Lord High Admiral Howard (an Bord der großen Karacke ''Mary Rose''), vermutlich in Stärke von 25 Kriegsschiffen und 50 weiteren Schiffen, die auf der Reede vor Brest liegenden Schiffe der Verbündeten an. Der Angriff der Engländer erfolgte allem Anschein nach sehr überraschend, so dass sich etwa 300 geladene Gäste, die sich anlässlich des Festes zum Todestag des Laurentius von Rom|heiligen Laurentius an Bord der ''Marie la Cordelière'' aufhielten, nicht [url=viewtopic.php?t=2665]mehr[/url] von Bord gebracht werden konnten. Insgesamt befanden sich also geschätzt um die 1.250 Menschen an Bord der Karacke. Im darauf folgenden Gefecht, wobei sich der überwiegende Teil des Geschwaders der Verbündeten infolge der gegnerischen Übermacht langsam nach Brest zurückzog, kamen vermutlich nur wenige Schiffe der beiden Flotten ins Gefecht zueinander – darunter auf englischer Seite die ''Mary Rose'', die ''Mary James'', die ''Sovereign'' und die ''Regent'' unter Kapitän Thomas Knyvett (teils auch Hewitt geschrieben Der ''Marie la Cordelière'' gelang es zunächst, die ''Mary James'' und die ''Sovereign'' durch Geschützfeuer zu beschädigen, wobei letztere teils entmastet worden sein soll, während gleichzeitig die ''La Louise'' starke Schäden vom englischen Flaggschiff ''Mary Rose'' hinnehmen und sich zurückziehen musste. Die nun weitgehend allein kämpfende ''Marie la Cordelière'' sah sich nachfolgend von den englischen Schiffen eingekreist und wurde schließlich von der ''Regent'' direkt attackiert; beide Schiffe legten sich zum Enterung|Enterkampf Seite an Seite. Die genaueren weiteren Abläufe müssen Spekulation bleiben. An Bord beider Schiffe tobte nachfolgend ein erbitterter Nahkampf zwischen den beiden Besatzungen. Während dieses Zweikampfes ereignete sich eine verheerende Explosion der Pulverkammer an Bord der ''Marie la Cordelière''. Die Explosion und die nachfolgende Feuersbrunst zerstörte die beiden eng ineinander verkeilten Schiffe in relativ kurzer Zeit.
Entsprechend hoch waren die Opferzahlen: Von den geschätzt 1.250 Menschen an Bord der ''Marie la Cordelière'' überlebten vermutlich nur etwa 20 Personen das Desaster. Von den etwa 460 (oder gar 700?) Besatzungsangehörigen der ''Regent'' wurden nur etwa 60 gerettet. Insgesamt kamen somit beim Untergang der beiden Schiffe mindestens 1.600 Menschen ums Leben, vielleicht lag die Zahl der Todesopfer aber auch deutlich höher. Was letztlich die folgenschwere Explosion ausgelöst hatte – ob es ein Zufallstreffer des englischen Schiffes oder ein Unfall oder gar Vorsatz seitens der Bretonen angesichts der gegnerischen Übermacht war (wie es die Legende um Portzmoguer teils darstellt) – ist nicht [url=viewtopic.php?t=2665]mehr[/url] sicher zu eruieren.
* [https://threedecks.org/index.php?display_type=show_ship&id=24518 Die ''Marie la Cordelière'' auf threedecks.org (englisch).]
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