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 Hermann Hähnle

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Hermann Hähnle (5. Juni 1879 – 25. Oktober 1965) war ein deutscher Ingenieur, Vogelschützer und Kameramann, der Filme über den Vogelschutz produzierte. Er war der Sohn von Lina Hähnle, die wegen ihrer Arbeit im Vogelschutz in Deutschland und der Gründung des Bundes für Vogelschutz, den er später leitete, als „Vogelmutter“ bekannt war.

Hähnle wurde in Giengen an der Brenz als fünftes Kind des Fabrikanten und Geheimrats Hans und der renommierten Vogelschützerin Lina Hähnle geboren. Die Familie zog nach Stuttgart, wo er am Eberhard-Ludwig-Realgymnasium ausgebildet wurde, bevor er an die Technische Universität Stuttgart ging. 1906 arbeitete er in der Wollfabrik seines Vaters Vereinigte Filzfabriken Giengen. Er wurde Oberingenieur und heiratete 1928 Gertrud Bergmann aus Karlsruhe. Er war ein begeisterter Skifahrer und interessierte sich für Fotografie. Hähnles finanzielle Mittel ermöglichten ihm den Einstieg in die Filmfotografie zu einer Zeit, als diese teuer war. Er drehte ab 1901 Familienvideos und machte 1902 seine ersten stereoskopischen Bilder. 1899 besaß er eine 35-mm-Kine-Messter-Kamera, die 90 Sekunden Video aufnehmen konnte. Später wechselte er zur Farbe und verwendete die Verfahren Autochrome Lumière und Arthur Traubes Uvachrome. Er experimentierte auch mit Teleobjektiven. Er begann, den Naturfotografen Carl-Georg Schillings und Georg E. F. Schulz zu folgen. Ab 1906 begann er zusammen mit seiner Mutter in Schulen Vorträge mit seinen Filmen und Fotografien im Rahmen von Programmen der von seiner Mutter gegründeten Deutschen Gesellschaft für Vogelschutz zu halten. Gleich zu Beginn des Ersten Weltkriegs filmte er die wilden Bisons in den Wäldern von Białowieża. Sein besonderes Interesse galt der Fotografie seltener und gefährdeter Tiere. Zu dieser Zeit waren Reiher durch den Federhandel bedroht und einer seiner bekanntesten Filme drehte sich um die Silberreiher der Dobrudscha („Edelreiher in der Dobrudscha“, 1918). 1920 drehte er einen Film über Kiebitze, deren Eier als Nahrung dienten. 1937 wechselte er zum Farbfilm. Nach dem Tod seiner Mutter wurde er Leiter der Vogelschutzgesellschaft. Außerdem leitete er weiterhin ein von ihm gegründetes Elektrizitätsversorgungsunternehmen. Als Ingenieur war er an Innovationen beteiligt und besaß fast 200 Patente. Im Bereich Vogelschutz arbeitete er an Lösungen für das Problem der Stromschläge von Vögeln an Hochspannungsleitungen.
* [https://wp.nyu.edu/orphanfilm/2020/05/27/earlygeman/ Filmausschnitte]

1879 Geburten
1965 Todesfälle
Deutsche Naturschützer

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