[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/ext/kinerity/bestanswer/event/main_listener.php on line 514: Undefined array key "poster_answers" Werner Liebknecht - Deutsches Wikipedia-Forum
'''Werner Liebknecht''' (* 1. Juni 1905 in Waltershausen, Thüringen) war ein Promotion (Doktor)|promovierter deutscher Elektroingenieur (Doktoringenieur|Dr.‑Ing.) und Beamter (Deutschland)|Beamter des Heereswaffenamtes (HWA) in Berlin, dort vor und während des Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs zuständig für die Prüfung von Funktechnik|Funk- und Schlüsselmittel der Wehrmacht|Schlüsselmitteln der Wehrmacht.
== Leben ==
Werner Liebknecht besuchte von 1911 bis 1916 die Volksschule#20. Jahrhundert|Volksschule im thüringischen Sonneberg, etwa 75 km südöstlich seiner Geburtsstadt, bevor er auf die dortige Oberrealschule wechselte. Nach dem Abitur im Jahr 1925 ging er nach München und begann ein Studium der Elektrotechnik|Elektrotechnik an der damaligen Technische Universität München|Technischen Hochschule (Technische Hochschule|TH, heute Technische Universität|TU). Zwei Jahre später wechselte er an die Technische Universität Berlin|TH Berlin, setze dort sein Studium im Fach Nachrichtentechnik|Nachrichtentechnik fort und schloss es im Jahr 1931 als Ingenieur|Diplom-Ingenieur (Dipl.‑Ing.) ab. Von Februar bis Mai 1932 sammelte erste Berufserfahrungen am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik|Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung in Berlin und nahm im Juni 1932 eine Stelle als Wissenschaftlicher Assistent|Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Fernmeldetechnik der TH Berlin an, wo er im Mai 1936 zum Dr.‑Ing. promoviert wurde.
Ab Januar 1937 arbeitete er dann im Heereswaffenamt in der Heereswaffenamt#Gliederung zum 3. Januar 1939|Nachrichtenabteilung (Wa Prüf 7), und zwar bis April 1942 in der Gruppe II für drahtgebundene Nachrichtentechnik (Telegrafie und Telefonie) und danach bis Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende in der Gruppe III (Kabellose Übertragungsverfahren|Drahtlose Übertragungsverfahren). Hier kam er auch mit Verschlüsselung|Schlüsseltechnik in Berührung, wobei sein hauptsächliches Arbeitsgebiet die Stimmverschlüsselung|Sprachverschlüsselung wurde.TICOM: ''Enciphering devices worked on by Dr. Liebknecht at Wa Pruef 7.'' I‑57, 1945, S. 2.
Gegen Ende des Krieges wurde Liebknecht von der ''United States Army|US‑Army'' festgenommen und von Offizieren des ''Target Intelligence Committee'' (TICOM) bezüglich seiner Kenntnisse zu deutschen Handschlüssel|Hand- und Maschinenschlüsseln im Juli 1945 in der französischen Stadt Revin verhört.TICOM: ''Enciphering devices worked on by Dr. Liebknecht at Wa Pruef 7.'' I‑57, 1945, S. 3. Dabei äußerte er sich offen und bewies ein breites Spektrum an Expertise. Er erläuterte höchst unterschiedliche Verfahren und Maschinen, zu denen er den Amerikanern einen Fülle von Elektrotechnik|elektrotechnischen und Kryptologie|kryptologischen Details geben konnte. Dazu gehörten:
Beispielsweise bezüglich der „Enigma“ gab Liebknecht folgende Einsichten an die Amerikaner weiter:TICOM: ''Enciphering devices worked on by Dr. Liebknecht at Wa Pruef 7.'' I‑57, 1945, S. 7. Zunächst beschrieb er sie als die älteste, bekannteste und am meisten verwendete deutsche Schlüsselmaschine und merkte an, dass sie in den letzten Jahren (vor 1945) kaum nennenswert verbessert worden war. Als eine wichtige Ausnahme nannte er die Enigma-Walzen#Lückenfüllerwalzen|Lückenfüllerwalze (Lfw), die während des Krieges von der Chiffrierabteilung des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW/Chi) entwickelt worden war. Er wusste zu sagen, dass Entwicklung und Konstruktion derselben problemlos gelaufen waren und die Fertigung großer Stückzahlen bereits angelaufen war; konnte jedoch nicht sagen, ob sie schon eingesetzt wurde.
Tatsächlich stellte die Lfw eine bedeutende Innovation dar, die die kryptographische Sicherheit der Enigma erheblich verbessert hätte. Sie kam aber zu spät, um während des Krieges noch eingesetzt werden zu können.
Werner Liebknecht arbeitete nach dem Krieg bei der C. Lorenz|C. Lorenz AG in Zuffenhausen|Stuttgart-Zuffenhausen. Im Juni 1952 hat er dort ein Patent angemeldet (siehe auch: Schriften).Patentschrift: ''Anordnung zur Erzeugung von Signalfolgen, deren Einzelsignale statistisch verteilt eines von zwei möglichen, vorgegebenen Kriterien tragen.'' Eingereicht am 8. Juni 1952. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.
== Schriften ==
* [https://www.cryptomuseum.com/manuf/mils ... 958933.pdf Patentschrift] ''Anordnung zur Erzeugung von Signalfolgen, deren Einzelsignale statistisch verteilt eines von zwei möglichen, vorgegebenen Kriterien tragen.'' Eingereicht am 8. Juni 1952.
== Literatur ==
* Target Intelligence Committee|TICOM: ''Preliminary report on interrogation of Wachtmeister Dr. Otto Buggisch (of General der Nachrichtenaufklärung|OKH/Gen. d. NA) and Dr. Werner Liebknecht (employed by OKH and OKW as tester of cryptographic equipment).'' I‑46, 2. August 1945.
* TICOM: ''Enciphering devices worked on by Dr. Liebknecht at Wa Pruef 7.'' I‑57, 2. August 1945.
* Frode Weierud und Sandy Zabell: ''German mathematicians and cryptology in WWII.'' Cryptologia, 2020, S. 97–171, doi:10.1080/01611194.2019.1600076.
Kategorie:Person in Deutschland mit Bezug zur Enigma-Maschine
Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)
Kategorie:Deutscher
Kategorie:Geboren 1905
Kategorie:Mann
[h4] '''Werner Liebknecht''' (* 1. Juni 1905 in Waltershausen, Thüringen) war ein Promotion (Doktor)|promovierter deutscher Elektroingenieur (Doktoringenieur|Dr.‑Ing.) und Beamter (Deutschland)|Beamter des Heereswaffenamtes (HWA) in Berlin, dort vor und während des Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs zuständig für die Prüfung von Funktechnik|Funk- und Schlüsselmittel der Wehrmacht|Schlüsselmitteln der Wehrmacht.
== Leben == Werner Liebknecht besuchte von 1911 bis 1916 die Volksschule#20. Jahrhundert|Volksschule im thüringischen Sonneberg, etwa 75 km südöstlich seiner Geburtsstadt, bevor er auf die dortige Oberrealschule wechselte. Nach dem Abitur im [url=viewtopic.php?t=6460]Jahr[/url] 1925 ging er nach München und begann ein Studium der Elektrotechnik|Elektrotechnik an der damaligen Technische Universität München|Technischen Hochschule (Technische Hochschule|TH, heute Technische Universität|TU). Zwei Jahre später wechselte er an die Technische Universität Berlin|TH Berlin, setze dort sein Studium im Fach Nachrichtentechnik|Nachrichtentechnik fort und schloss es im [url=viewtopic.php?t=6460]Jahr[/url] 1931 als Ingenieur|Diplom-Ingenieur (Dipl.‑Ing.) ab. Von Februar bis Mai 1932 sammelte erste Berufserfahrungen am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik|Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung in Berlin und nahm im Juni 1932 eine Stelle als Wissenschaftlicher Assistent|Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Fernmeldetechnik der TH Berlin an, wo er im Mai 1936 zum Dr.‑Ing. promoviert wurde.
Ab Januar 1937 arbeitete er dann im Heereswaffenamt in der Heereswaffenamt#Gliederung zum 3. Januar 1939|Nachrichtenabteilung (Wa Prüf 7), und zwar bis April 1942 in der Gruppe II für drahtgebundene Nachrichtentechnik (Telegrafie und Telefonie) und danach bis Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende in der Gruppe III (Kabellose Übertragungsverfahren|Drahtlose Übertragungsverfahren). Hier kam er auch mit Verschlüsselung|Schlüsseltechnik in Berührung, wobei sein hauptsächliches Arbeitsgebiet die Stimmverschlüsselung|Sprachverschlüsselung wurde.TICOM: ''Enciphering devices worked on by Dr. Liebknecht at Wa Pruef 7.'' I‑57, 1945, S. 2.
Gegen Ende des Krieges wurde Liebknecht von der ''United States Army|US‑Army'' festgenommen und von Offizieren des ''Target Intelligence Committee'' (TICOM) bezüglich seiner Kenntnisse zu deutschen Handschlüssel|Hand- und Maschinenschlüsseln im Juli 1945 in der französischen Stadt Revin verhört.TICOM: ''Enciphering devices worked on by Dr. Liebknecht at Wa Pruef 7.'' I‑57, 1945, S. 3. Dabei äußerte er sich offen und bewies ein breites Spektrum an Expertise. Er erläuterte höchst unterschiedliche Verfahren und Maschinen, zu denen er den Amerikanern einen Fülle von Elektrotechnik|elektrotechnischen und Kryptologie|kryptologischen Details geben konnte. Dazu gehörten:
Beispielsweise bezüglich der „Enigma“ gab Liebknecht folgende Einsichten an die Amerikaner weiter:TICOM: ''Enciphering devices worked on by Dr. Liebknecht at Wa Pruef 7.'' I‑57, 1945, S. 7. Zunächst beschrieb er sie als die älteste, bekannteste und am meisten verwendete deutsche Schlüsselmaschine und merkte an, dass sie in den letzten Jahren (vor 1945) kaum nennenswert verbessert worden war. Als eine wichtige Ausnahme nannte er die Enigma-Walzen#Lückenfüllerwalzen|Lückenfüllerwalze (Lfw), die während des Krieges von der Chiffrierabteilung des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW/Chi) entwickelt worden war. Er wusste zu sagen, dass Entwicklung und Konstruktion derselben problemlos gelaufen waren und die Fertigung großer Stückzahlen bereits angelaufen war; konnte jedoch nicht sagen, ob sie schon eingesetzt wurde.
Tatsächlich stellte die Lfw eine bedeutende Innovation dar, die die kryptographische Sicherheit der Enigma erheblich verbessert hätte. Sie kam aber zu spät, um während des Krieges noch eingesetzt werden zu können.
Werner Liebknecht arbeitete nach dem Krieg bei der C. Lorenz|C. Lorenz AG in Zuffenhausen|Stuttgart-Zuffenhausen. Im Juni 1952 hat er dort ein Patent angemeldet (siehe auch: Schriften).Patentschrift: ''Anordnung zur Erzeugung von Signalfolgen, deren Einzelsignale statistisch verteilt eines von zwei möglichen, vorgegebenen Kriterien tragen.'' Eingereicht am 8. Juni 1952. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.
== Schriften == * [https://www.cryptomuseum.com/manuf/mils/files/DE958933.pdf Patentschrift] ''Anordnung zur Erzeugung von Signalfolgen, deren Einzelsignale statistisch verteilt eines von zwei möglichen, vorgegebenen Kriterien tragen.'' Eingereicht am 8. Juni 1952.
== Literatur == * Target Intelligence Committee|TICOM: ''Preliminary report on interrogation of Wachtmeister Dr. Otto Buggisch (of General der Nachrichtenaufklärung|OKH/Gen. d. NA) and Dr. Werner Liebknecht (employed by OKH and OKW as tester of cryptographic equipment).'' I‑46, 2. August 1945. * TICOM: ''Enciphering devices worked on by Dr. Liebknecht at Wa Pruef 7.'' I‑57, 2. August 1945. * Frode Weierud und Sandy Zabell: ''German mathematicians and cryptology in WWII.'' Cryptologia, 2020, S. 97–171, doi:10.1080/01611194.2019.1600076.
Kategorie:Person in Deutschland mit Bezug zur Enigma-Maschine Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1905 Kategorie:Mann
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