Ethnographische Karte von Europa (Gabrys)Artikelentwürfe

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Anonymous
 Ethnographische Karte von Europa (Gabrys)

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Die „Ethnographische Karte Europas“ (
== Hintergrund und Erstellung ==
Die Erstellung und Veröffentlichung der Karte erfolgte unter der Schirmherrschaft des Litauischen Informationsbüros und wurde von der litauischen Diaspora in den Vereinigten Staaten sowie von der deutschen Propagandaorganisation „Liga ausländischer Völker Russlands“ finanziert (
Das Hauptziel von Gabrys bestand darin, die maximale territoriale Ausdehnung des litauischen Staates visuell darzustellen, um andere Länder zu zwingen, seine Interessen zu berücksichtigen.
== Eigenschaften ==
Im Gegensatz zu einigen früheren europäischen Werken setzte Gabrys Sprache direkt mit Nationalität gleich. Bei der Zusammenstellung der Karte verwendete er Daten aus der russischen Volkszählung von 1897 (Russisches Reichsvolkszählung (1897)) und eine Karte des deutschen Forschers Franz Tetzner; Diese Quellen wurden jedoch angepasst, um bestimmten politischen Zielen zu dienen.
Das Hauptmerkmal der Karte von 1918 war das Fehlen einer Schattierung für gemischtethnische Gebiete, eine Technik, die der Autor noch 1917 angewendet hatte. „Ethnographisches Litauen“ („Lituanie Majeure“) wurde als monolithischer Raum dargestellt, der durchgehend rot markiert war. Seine Grenzen umfassten das gesamte Gouvernement Wilna zusammen mit der Stadt Wilna (mit Ausnahme der Uyezds Dzisna und Vileyka) sowie bedeutende Teile der Gouvernements Grodno (Grodno), Suwałki (Suwałki) und Minsk (Gouvernorat Minsk). Dieses Gebiet fiel fast vollständig mit den Verwaltungsgrenzen der deutschen Besatzungszone Ober Ost zusammen.
Alle geografischen Namen innerhalb der Grenzen dieses definierten Litauens wurden in einem Doppelformat dargestellt: Der litauische Name (litauische Sprache) wurde fett gedruckt, begleitet von seinem russischen oder deutschen Äquivalent. Für das übrige Europa wurden nur die lokalen Originalnamen verwendet.
== Kritik und Bedeutung ==
Die Karte hatte eindeutig Propagandacharakter und wurde aktiv unter westlichen Diplomaten verbreitet. Zwischen 1918 und 1919 gab es fünf Auflagen, wobei sich lediglich die Farbe des Covers änderte.
Die Karte wurde auch von der belarussischen Nationalbewegung scharf kritisiert, weil sie Zahlen manipulierte und die belarussische Bevölkerung in den Regionen Wilna und Grodno völlig ignorierte. Im Oktober 1919 veröffentlichte die in Kaunas ansässige Zeitschrift „Chasopis Ministerstva belaruskikh sprau“ (herausgegeben von Yazep Varonka) eine empörte Rezension mit dem Titel „Eine falsche Karte“:

== Bibliographie ==
*

1918 Bücher
Karten von Europa
Litauische Geschichte (1918–1940)
Propaganda
Kartographie

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