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 Pfalz D VI

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Die '''Pfalz D VI''' war ein Deutsches Kaiserreich|deutsches Jagdflugzeug des Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges, das lediglich als Prototyp (Technik)|Prototyp existierte.

== Entwicklung ==
Als sich das französische Jagdflugzeug Nieuport 17 im Verlauf des Jahres 1916 als sehr erfolgreiche Konstruktion an der Westfront erwies, entschied die Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)|Idflieg, dass sich die deutschen Flugzeughersteller bei ihren künftigen Entwürfen an diesem Modell orientieren sollten. Dazu wurden den Firmen mehrere erbeutete Exemplare des Typs zum Studium zur Verfügung gestellt, und auch die Pfalz-Flugzeugwerke in Speyer erhielten eine Nieuport. Als Resultat der Analyse gab das Unternehmen im Dezember 1916 bekannt, an einem neuen Flugzeug zu arbeiten, dass noch in diesem oder im folgenden Monat erscheinen und mit einem Umlaufmotor, Typ ''Gnome et Rhône#Die Motoren Le Rhône|Le Rhône'', ausgestattet sein sollte. Zwar stellte sich die Meldung über das angeblich bei den Mannheimer ''Union-Werken'' in Eigenregie entwickelte Triebwerk als nicht zutreffend heraus, doch konnte Pfalz im Februar 1917 den Prototyp seines neuen, kurz als „Jäger mit Umlaufmotor“ bezeichneten Typs vorstellen. Das Muster war das erste Produkt des im November 1917 zum Unternehmen gestoßenen neuen Chefkonstrukteurs Rudolf Geringer, der einen verspannten Doppeldecker (Flugzeug)#Anderthalbdecker|Anderthalbdecker mit einfacher Tragflächenstruktur und Schalenrumpf entworfen hatte. Das Flugzeug wurde höchstwahrscheinlich noch im selben Monat eingeflogen, unter anderem auch von dem erfolgreichen Jagdflieger Wilhelm Frankl, der noch im Februar/März das Werksgelände besuchte, kurz bevor er Anfang April bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Der „Jäger mit Umlaufmotor“ wurde in Speyer mit guten Ergebnissen geflogen, wahrscheinlich mit einem von Siemens & Halske gerade neu entwickelten und im Juni gelieferten ''Siemens & Halske Sh.III|Sh-III''-Motor mit 160 PS; eventuell entstanden auch noch weitere Prototypen. Schließlich wurde das Flugzeug im August des Jahres als D VI zur Typenprüfung angemeldet und nach Flugplatz Johannisthal|Adlershof gebracht, wo es vom 29.–31. August und vom 3.–8. September 1917 ohne größere Beanstandungen einige Belastungstests absolvierte. Mit der Auflage, die Hilfsachsbefestigung des Fahrwerks zu verstärken, wurde der Typ für den Kampfeinsatz zugelassen. Im November des Jahres sollte noch eine Umrüstung auf einen 110-PS-Motor ''Goebel Go II'' erfolgen, doch ist nicht bekannt, ob dies erfolgt ist.

Beim im Januar/Februar 1918 in Adlershof stattfindenden ersten Vergleichsfliegen der Einteilung der deutschen Militärflugzeuge im Ersten Weltkrieg|D-Typen trat die D VI mit einem Motorenfabrik Oberursel|Oberursel-Umlaufmotor ''Oberursel Ur II|Ur II'' mit 110 PS an. Im Vorfeld hatte Pfalz verlauten lassen, dass die D VI mit diesem Motor im vorherigen Dezember innerhalb von 16 min auf 5000 m Höhe gestiegen sein und die in Serie produzierte Parallelkonstruktion des Unternehmens, Pfalz D.III|D III, in puncto Geschwindigkeit geschlagen habe. Als aber der Pfalz-Einflieger Anton Baierlein die D VI am 5. Februar 1918 vorflog, konnte sie gegenüber der ebenfalls teilnehmenden und mit einem 160-PS-Triebwerk ''Sh III'' stärker motorisierten und schnelleren Pfalz D.VII|D II nicht überzeugen. Trotzdem am Ende kein Serienbau stattfand, zeichnete die von Rudolf Geringer mit der D VI eingeschlagene Entwicklungsrichtung den Weg zur erfolgreichen Pfalz D.VIII|D VIII vor.

== Technische Daten ==


== Literatur ==
* Peter Michael Grosz|Peter M. Grosz, Peter Seelinger, Holger Steinle: ''Die Pfalz-Flugzeugwerke GmbH 1913 – 1919.'' Silberstreif, Landau 2015, ISBN 978-3-924091-07-1.



Kategorie:D-Flugzeugtyp der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg
Kategorie:Jagdflugzeug (bis 1919)
Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor
Kategorie:Erstflug 1917

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