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Fortunata (Versklavte)
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Fortunata war eine versklavte Person aus dem späten ersten oder frühen zweiten Jahrhundert, die aus einer erhaltenen Kaufurkunde aus Londinium (London, Großbritannien) bekannt ist.
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Anonymous
[h4] Fortunata war eine versklavte Person aus dem späten ersten oder frühen zweiten Jahrhundert, die aus einer erhaltenen Kaufurkunde aus Londinium (London, Großbritannien) bekannt ist.
==Biografie==
Fortunata war ein Mitglied des Diablintes-Volkes im Nordwesten Galliens. Ihr Alter ist nicht bekannt, aber sie wurde zwischen 80 und 120 n. Chr. (möglicherweise unter der Herrschaft von Domition 81 96 n. Chr.) als versklavte Person in London zum Preis von 600 Denaren verkauft. Roger Tomlin hat argumentiert, dass sie wahrscheinlich eher im jungen Erwachsenenalter als in der Kindheit war.
===Verkaufsurkunde===
Versklavung war im Römischen Reich ein rechtlicher Prozess (siehe Sklaverei im antiken Rom). Der Kaufvertrag von Fortunata wurde handschriftlich auf eine Wachstafel geschrieben. Es wurde 1994 bei einer Ausgrabung in 1 Poultry, London, gefunden. Der Text wurde in das Holzgehäuse eingraviert und so blieb sein Inhalt erhalten. Der Text wurde in 11 Zeilen auf eine aus Abies alba (Silbertanne) geschnittene Holztafel geschrieben. Ungewöhnlicherweise klebten einige der schwarzen Wachsreste an der Tafel. Eine Übersetzung des erhaltenen Textes lautet:
„Vegetus, Hilfssklave von Montanus, der Sklavin des Augustkaisers und zeitweise Hilfssklavin von Iucundus, hat das [url=viewtopic.php?t=26496]Mädchen[/url] Fortunata, oder wie auch immer sie heißen mag, ihrer Nationalität nach eine Diablintinerin, von Albicianus […] für sechshundert Denare gekauft und erhalten. Und dass das fragliche [url=viewtopic.php?t=26496]Mädchen[/url] bei guter Gesundheit überführt wird, dass ihr garantiert ist, dass sie nicht umherirrt oder wegläuft, aber dass, wenn irgendjemand Anspruch auf das fragliche [url=viewtopic.php?t=26496]Mädchen[/url] oder einen Anteil erhebt in ihr, […] in der Wachstafel, die er geschrieben und auf den Genius des Kaisers Cäsar geschworen hat […].“
Der Text ist für beide aufschlussreich und zeigt, dass eine versklavte Person selbst einen anderen Sklaven besitzen konnte, aber auch, dass die Kosten dafür erheblich waren – 600 „Denare“ entsprachen damals dem Zweijahresgehalt eines römischen Legionärs.
==Empfang und öffentliche Präsentation==
Die Fortunata-Tafel befindet sich in der Sammlung des Museum of London (Inventarnummer: ONE94[18195]).
[https://www.youtube.com/watch?v=0r427keRPTI Römische Sklaverei in London: „Fortunata, The Slave of a Slave“ – Michael Marshall]
Römische Frauen des 1. Jahrhunderts
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Sterbejahr ungewiss
1994 archäologische Entdeckungen
Antike römische Sklaven und Freigelassene
Sammlung des Museum of London [/h4]
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