[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/ext/kinerity/bestanswer/event/main_listener.php on line 514: Undefined array key "poster_answers" Richard Staimer - Deutsches Wikipedia-Forum
Richard Staimer (25. Januar 1907 – 24. Oktober 1982) war ein deutscher kommunistischer Politiker, Gewerkschafter und Militäroffizier, der im Spanischen Bürgerkrieg das Thälmann-Bataillon und die XI. Internationale Brigade befehligte und später als Generalmajor in der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik (Ostdeutschland) diente. Er bekleidete verschiedene Positionen in der DDR, unter anderem von 1955 bis 1963 als Vorsitzender der Gesellschaft für Sport und Technik.
== Biografie ==
=== Frühes Leben und Karriere ===
Richard Staimer wurde am 25. Januar 1907 in München als Sohn des ehemaligen geboren
1930 wurde Staimer wegen seiner politischen Aktivitäten aus Österreich ausgewiesen. Er fand Arbeit als Bauarbeiter in Nürnberg und wurde Leiter der Subversionsarbeit bei Polizei und Reichswehr im M-Apparat für Nürnberg sowie Bezirksvorsitzender der Deutschen Bauarbeitergewerkschaft. 1931 wurde er von der Komintern zur Ausbildung an eine militärisch-politische Schule in Moskau geschickt. Von November 1931 bis Oktober 1932 war er Bezirksleiter des inzwischen verbotenen RFB Nordbayern und gleichzeitig Berater und Ausbilder der KPD-Bezirksleitung. Danach arbeitete er bis Februar 1933 illegal in Berlin. Als Staimer im Juni 1933 wegen Hochverrats angeklagt wurde, emigrierte er in die Sowjetunion.
=== Im Exil ===
Nach seiner Ankunft in Moskau wurde Staimer Student an der Julian Marchlewski Kommunistischen Universität der Nationalen Minderheiten des Westens. Dort erhielt er den Decknamen „Egon“. Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs und der Bildung der Internationalen Brigaden ging Staimer nach Spanien und übernahm von Dezember 1936 bis Februar 1937 das Kommando über das Thälmann-Bataillon. Im April wurde er zum Kommandeur der XI. Internationalen Brigade befördert und diente bis Dezember unter dem Decknamen „General Hoffmann“.
Nachdem er den Rang eines Majors (Major) erreicht hatte, kehrte Staimer im Januar 1938 nach Moskau zurück. Ab Februar 1939 wurde er nach Westeuropa entsandt. Im März/April 1939 hielt er sich zunächst in Paris auf und reiste dann im Auftrag der KPD illegal in die Schweiz. Am 7. Dezember 1939 wurde Staimer in Basel verhaftet und über ein Jahr lang in der Schweiz interniert, die meiste Zeit davon im Gefängnis St. Gallen.
Ab August 1941 erhielt Staimer eine spezielle militärische Ausbildung in der Nähe von Moskau, bevor er auf die Schule der Komintern in Kuschnarenkowo geschickt wurde. Dort wurde er Ende 1941 wegen „Verletzung der Geheimhaltungsregeln und persönlicher Schwäche“ abberufen. Die anschließende Parteiuntersuchung überstand er ohne Disziplinarmaßnahmen. Zur Bewährung musste Staimer eine Anstellung in einer Baufirma in Ufa annehmen, bis er im Mai 1943 auf Beschluss der KPD-Führung wieder in die Parteiarbeit aufgenommen wurde. Anschließend diente er kurzzeitig als Ausbilder im Kriegsgefangenenlager für Offiziere Nr. 97 in Jelabuga. Später im selben Jahr wurde er jedoch vom NKWD abberufen und nach Ufa zurückversetzt. Nach einem politischen Vorbereitungskurs in der Nähe von Moskau kehrte Staimer im Juli 1945 nach Deutschland zurück.
=== Karriere in Ostdeutschland ===
Staimer wurde zunächst Leiter der Polizeiinspektion Berlin-Prenzlauer Berg und trat im folgenden Jahr der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bei deren Gründung bei. Im April 1946 wurde er Leiter der Landespolizeidirektion Brandenburg (1947–1952) in Potsdam und bekleidete ab dem 1. November 1950 den Rang eines
Am 7. November 1947 heiratete er Eleonore Staimer (Eleonore Pieck), die Tochter des SED-Vorsitzenden Wilhelm Pieck. Kennengelernt haben sie sich vermutlich bei Aufenthalten in Ufa oder Kuschnarenkowo; Die Überschneidungen in ihren Biografien legen dies nahe. Die Ehe hielt bis 1954.
In den Jahren 1950 und 1951 wurde Staimer zu einem speziellen militärischen Ausbildungskurs nach Priwolschsk geschickt. Anschließend kommandierte er bis 1952 die Reserveeinheit „Volkspolizei“ in Leipzig im Rang eines
Staimer starb am 24. Oktober 1982 in Ost-Berlin. Seine Urne wurde im Abschnitt „Pergolenweg“ des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde in Berlin beigesetzt.
== Ehrungen ==
Am 6. Mai 1955 wurde Staimer mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet. 1967 erhielt er den Orden in Gold und 1982 die Goldene Spange des Ordens. 1977 erhielt er den Karl-Marx-Orden.
Am 7. Oktober 1988 wurde dem Kampfschwimmerkommando 18 der Ehrenname „Richard Staimer“ verliehen
== Quellen ==
* Klaus Froh, * Hermann Weber, Andreas Herbst: „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.'' 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.
1907 Geburten
1982 Todesfälle
Politiker aus München
Politiker der Kommunistischen Partei Deutschlands
AM-Apparat-Leute
Personal der Internationalen Brigaden
Deutsches Volk des Spanischen Bürgerkriegs
Mitglieder des Nationalkomitees Freies Deutschland
Politiker der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands
Generalmajor der Nationalen Volksarmee (Bodentruppen)
Minister der DDR
Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)
Träger des Karl-Marx-Ordens
[h4] Richard Staimer (25. Januar 1907 – 24. Oktober 1982) war ein deutscher kommunistischer Politiker, Gewerkschafter und Militäroffizier, der im Spanischen Bürgerkrieg das Thälmann-Bataillon und die XI. Internationale Brigade befehligte und später als Generalmajor in der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik (Ostdeutschland) diente. Er bekleidete verschiedene Positionen in der DDR, unter anderem von 1955 bis 1963 als Vorsitzender der Gesellschaft für Sport und Technik.
== Biografie == === Frühes Leben und Karriere === Richard Staimer wurde am 25. Januar 1907 in München als Sohn des ehemaligen geboren 1930 wurde Staimer wegen seiner politischen Aktivitäten aus Österreich ausgewiesen. Er fand Arbeit als Bauarbeiter in Nürnberg und wurde Leiter der Subversionsarbeit bei Polizei und Reichswehr im M-Apparat für Nürnberg sowie Bezirksvorsitzender der Deutschen Bauarbeitergewerkschaft. 1931 wurde er von der Komintern zur Ausbildung an eine militärisch-politische Schule in Moskau geschickt. Von November 1931 bis Oktober 1932 war er Bezirksleiter des inzwischen verbotenen RFB Nordbayern und gleichzeitig Berater und Ausbilder der KPD-Bezirksleitung. Danach arbeitete er bis Februar 1933 illegal in Berlin. Als Staimer im Juni 1933 wegen Hochverrats angeklagt wurde, emigrierte er in die Sowjetunion.
=== Im Exil === Nach seiner Ankunft in Moskau wurde Staimer Student an der Julian Marchlewski Kommunistischen Universität der Nationalen Minderheiten des Westens. Dort erhielt er den Decknamen „Egon“. Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs und der Bildung der Internationalen Brigaden ging Staimer nach Spanien und übernahm von Dezember 1936 bis Februar 1937 das Kommando über das Thälmann-Bataillon. Im April wurde er zum Kommandeur der XI. Internationalen Brigade befördert und diente bis Dezember unter dem Decknamen „General Hoffmann“. Nachdem er den Rang eines Majors (Major) erreicht hatte, kehrte Staimer im Januar 1938 nach Moskau zurück. Ab Februar 1939 wurde er nach Westeuropa entsandt. Im März/April 1939 hielt er sich zunächst in Paris auf und reiste dann im Auftrag der KPD illegal in die Schweiz. Am 7. Dezember 1939 wurde Staimer in Basel verhaftet und über ein Jahr lang in der Schweiz interniert, die meiste Zeit davon im [url=viewtopic.php?t=9617]Gefängnis[/url] St. Gallen. Ab August 1941 erhielt Staimer eine spezielle militärische Ausbildung in der Nähe von Moskau, bevor er auf die Schule der Komintern in Kuschnarenkowo geschickt wurde. Dort wurde er Ende 1941 wegen „Verletzung der Geheimhaltungsregeln und persönlicher Schwäche“ abberufen. Die anschließende Parteiuntersuchung überstand er ohne Disziplinarmaßnahmen. Zur Bewährung musste Staimer eine Anstellung in einer Baufirma in Ufa annehmen, bis er im Mai 1943 auf Beschluss der KPD-Führung wieder in die Parteiarbeit aufgenommen wurde. Anschließend diente er kurzzeitig als Ausbilder im Kriegsgefangenenlager für Offiziere Nr. 97 in Jelabuga. Später im selben Jahr wurde er jedoch vom NKWD abberufen und nach Ufa zurückversetzt. Nach einem politischen Vorbereitungskurs in der Nähe von Moskau kehrte Staimer im Juli 1945 nach Deutschland zurück.
=== Karriere in Ostdeutschland === Staimer wurde zunächst Leiter der Polizeiinspektion Berlin-Prenzlauer Berg und trat im folgenden Jahr der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bei deren Gründung bei. Im April 1946 wurde er Leiter der Landespolizeidirektion Brandenburg (1947–1952) in Potsdam und bekleidete ab dem 1. November 1950 den Rang eines Am 7. November 1947 heiratete er Eleonore Staimer (Eleonore Pieck), die Tochter des SED-Vorsitzenden Wilhelm Pieck. Kennengelernt haben sie sich vermutlich bei Aufenthalten in Ufa oder Kuschnarenkowo; Die Überschneidungen in ihren Biografien legen dies nahe. Die Ehe hielt bis 1954. In den Jahren 1950 und 1951 wurde Staimer zu einem speziellen militärischen Ausbildungskurs nach Priwolschsk geschickt. Anschließend kommandierte er bis 1952 die Reserveeinheit „Volkspolizei“ in Leipzig im Rang eines Staimer starb am 24. Oktober 1982 in Ost-Berlin. Seine Urne wurde im Abschnitt „Pergolenweg“ des Zentralfriedhofs Friedrichsfelde in Berlin beigesetzt.
== Ehrungen == Am 6. Mai 1955 wurde Staimer mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet. 1967 erhielt er den Orden in Gold und 1982 die Goldene Spange des Ordens. 1977 erhielt er den Karl-Marx-Orden.
Am 7. Oktober 1988 wurde dem Kampfschwimmerkommando 18 der Ehrenname „Richard Staimer“ verliehen
== Quellen == * Klaus Froh, * Hermann Weber, Andreas Herbst: „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.'' 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.
* * [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=126978581 Werke von und über Richard Staimer] in der Deutschen Nationalbibliothek
1907 Geburten 1982 Todesfälle Politiker aus München Politiker der Kommunistischen Partei Deutschlands AM-Apparat-Leute Personal der Internationalen Brigaden Deutsches Volk des Spanischen Bürgerkriegs Mitglieder des Nationalkomitees Freies Deutschland Politiker der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands Generalmajor der Nationalen Volksarmee (Bodentruppen) Minister der DDR Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange) Träger des Karl-Marx-Ordens [/h4]
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