Jost Pfyffer (gestorben am 7. August 1584 in Luzern) war ein Luzerner Kaufmann und Politiker, Mitglied der prominenten Familie Pfyffer.
Er diente als Avoyer von Luzern und war eine führende Persönlichkeit der französischen Partei in der Stadt, bevor er in die Pfyffer-Amlehn-Verschwörung verwickelt und zu einer dauerhaften Verbannung verurteilt wurde.
== Leben und Karriere ==
Jost Pfyffer war der Sohn von Hans Pfyffer, einem Schneider, Tuchhändler, Lebensmittelhändler und Mitglied des Kleinen Rates, und von Margaretha Kiel. Er war der Bruder von Kaspar Pfyffer. Er heiratete viermal: Dorothea Sonnenberg, Anna Maria Cloos, Anna Heinserlin und (1582) Margaretha von Moos. Er absolvierte wahrscheinlich eine Schneiderlehre und arbeitete anschließend als Tuchhändler, Händler, Rentier und Finanzier.
Pfyffer wurde ab 1543 in den Grossen Rat des Kantons Luzern, dann in den Kleinen Luzerner Rat (1550–1569 und 1573–1584) gewählt. Er diente als „Baumeister“ (1557–1558) und als Avoyer im Wechsel mit Niklaus Amlehn (1559–1569) und war Delegierter der Tagsatzung (1560–1568). Er hatte auch mehrere Vogtposten inne: Kriens und Horw (1543–1545), Büron (1547–1549), Entlebuch (1551–1553), Lugano (1554–1556) und Rothenburg (Luzern) (1557–1559).
Hauptmann Pfyffer war der Vertreter der französischen Partei in Luzern. Nach dem Tod von Lux Ritter im Jahr 1559 übernahm er die Verteilung der französischen Renten und wurde 1563 von Karl IX. von Frankreich geadelt.
== Die Pfyffer-Amlehn-Verschwörung ==
Im Jahr 1559 schloss Pfyffer mit Amlehn und anderen Ratsmitgliedern eine geheime Vereinbarung mit dem Ziel, die französische Sache zu stärken, Amlehns Zugang zum Amt des Avoyer zu sichern und den Rat zu kontrollieren. Nachdem sich die Verschwörer untereinander zerstritten hatten und die Affäre im Dezember 1568 ans Licht kam, bekannte sich Amlehn 1569 gegen Straffreiheit zu seiner eigenen Schuld und der seiner Verbündeten. Pfyffer wurde seiner Ehre und seiner Bürgerrechte beraubt und zu einer ewigen Verbannung verurteilt.
Obwohl er sich ebenfalls an der Verschwörung beteiligt hatte, folgte ihm 1570 Pfyffers Neffe Ludwig Pfyffer von Altishofen als Avoyer nach. Ludwig erwirkte anschließend 1571 die Rehabilitierung seines Onkels, 1573 seine Rückkehr in den Kleinen Rat und die Aberkennung Amlehns. Die Pfyffer-Amlehn-Affäre löste den Rothenburger Aufstand von 1570 aus, der sich gegen neue, von den Behörden auferlegte und Pfyffer zugeschriebene Steuerlasten richtete.
== Bibliographie ==
=== Archivquellen ===
* Pfyffer-Amlehn-Affäre, StALU
=== Sekundärquellen ===
* K. Messmer, P. Hoppe, „Luzerner Patriziat“, 1976
* A. Suter, „Verschwörungen in der schweizerischen Eidgenossenschaft der Frühen Neuzeit“, in „RSH“, 45, 1995, S. 330–370
Schweizer Politiker des 16. Jahrhunderts
Luzerner
1584 Todesfälle
Jost Pfyffer (gestorben am 7. August 1584 in Luzern) war ein Luzerner Kaufmann und Politiker, [url=viewtopic.php?t=10495]Mitglied[/url] der prominenten Familie Pfyffer.
Er diente als Avoyer von Luzern und war eine führende Persönlichkeit der französischen Partei in der Stadt, bevor er in die Pfyffer-Amlehn-Verschwörung verwickelt und zu einer dauerhaften Verbannung verurteilt wurde.
== Leben und Karriere ==
Jost Pfyffer war der Sohn von Hans Pfyffer, einem Schneider, Tuchhändler, Lebensmittelhändler und [url=viewtopic.php?t=10495]Mitglied[/url] des Kleinen Rates, und von Margaretha Kiel. Er war der Bruder von Kaspar Pfyffer. Er heiratete viermal: Dorothea Sonnenberg, Anna Maria Cloos, Anna Heinserlin und (1582) Margaretha von Moos. Er absolvierte wahrscheinlich eine Schneiderlehre und arbeitete anschließend als Tuchhändler, Händler, Rentier und Finanzier. Pfyffer wurde ab 1543 in den Grossen Rat des Kantons Luzern, dann in den Kleinen Luzerner Rat (1550–1569 und 1573–1584) gewählt. Er diente als „Baumeister“ (1557–1558) und als Avoyer im Wechsel mit Niklaus Amlehn (1559–1569) und war Delegierter der Tagsatzung (1560–1568). Er hatte auch mehrere Vogtposten inne: Kriens und Horw (1543–1545), Büron (1547–1549), Entlebuch (1551–1553), Lugano (1554–1556) und Rothenburg (Luzern) (1557–1559).
Hauptmann Pfyffer war der Vertreter der französischen Partei in Luzern. Nach dem Tod von Lux Ritter im Jahr 1559 übernahm er die Verteilung der französischen Renten und wurde 1563 von Karl IX. von Frankreich geadelt.
== Die Pfyffer-Amlehn-Verschwörung ==
Im Jahr 1559 schloss Pfyffer mit Amlehn und anderen Ratsmitgliedern eine geheime Vereinbarung mit dem Ziel, die französische Sache zu stärken, Amlehns Zugang zum Amt des Avoyer zu sichern und den Rat zu kontrollieren. Nachdem sich die Verschwörer untereinander zerstritten hatten und die Affäre im Dezember 1568 ans Licht kam, bekannte sich Amlehn 1569 gegen Straffreiheit zu seiner eigenen Schuld und der seiner Verbündeten. Pfyffer wurde seiner Ehre und seiner Bürgerrechte beraubt und zu einer ewigen Verbannung verurteilt.
Obwohl er sich ebenfalls an der Verschwörung beteiligt hatte, folgte ihm 1570 Pfyffers Neffe Ludwig Pfyffer von Altishofen als Avoyer nach. Ludwig erwirkte anschließend 1571 die Rehabilitierung seines Onkels, 1573 seine Rückkehr in den Kleinen Rat und die Aberkennung Amlehns. Die Pfyffer-Amlehn-Affäre löste den Rothenburger Aufstand von 1570 aus, der sich gegen neue, von den Behörden auferlegte und Pfyffer zugeschriebene Steuerlasten richtete.
== Bibliographie ==
=== Archivquellen ===
* Pfyffer-Amlehn-Affäre, StALU
=== Sekundärquellen ===
* K. Messmer, P. Hoppe, „Luzerner Patriziat“, 1976 * A. Suter, „Verschwörungen in der schweizerischen Eidgenossenschaft der Frühen Neuzeit“, in „RSH“, 45, 1995, S. 330–370
Schweizer Politiker des 16. Jahrhunderts Luzerner 1584 Todesfälle [/h4]
'''Jost Pfyffer'' (auch bekannt als '''Jost Pfyffer von Wyher''; geboren 1531; gestorben am 10. März 1610) war ein Luzerner Kaufmann, Finanzier und Politiker aus der Familie Pfyffer.
* Jost Pfyffer (Kaufmann, gestorben 1584), Schweizer Politiker und Luzerner Avoyer
* Jost Pfyffer (Kaufmann, geb. 1531), Schweizer Politiker und Luzerner Avoyer
Die St. Jost Kapelle war eine Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle im Wald bei Niedernhausen (Fischbachtal)|Niedernhausen.
Sie war dem Jost (Heiliger)|heiligen Jost geweiht.
'''Giolla Pádraig O'More'', (
Sein Aufstieg zur Macht kam unerwartet, da sein Großvater, David mac Lysaght O'More, den Titel 1348 verloren hatte.
== Persönliches Leben ==
O'Mores Vater hieß Fachtna...
'''Karl (Carl) Maria Kaufmann'' (* 2. März 1872 in Frankfurt am Main; † 6. Februar 1951 in Ranstadt) war ein deutscher Bibelarchäologe, der sich später dem Nationalsozialismus anschloss. Kaufmann...