Die '''Erzeugung der Mollner Maultrommel''' ist eine Jahrhunderte alte Handwerkstechnik zur Herstellung von Maultrommeln in der Gemeinde Molln und wurde im Jahr 2014 in das Verzeichnis des Immaterielles Kulturerbe in Österreich|Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen.
== Geschichte ==
=== Ursprünge ===
Die ersten Nachweise von Mollner Maultrommelmachern finden sich in folgenden Dokumenten:
* Im Grundbuch der Herrschaft Steyr, das 1647 angelegt wurde, wird ein ''Pankraz Hueber Maultrummelmacher'' (Breitenau, alte Nr. 114), in dessen Nachbarschaft ''Georg Schneidersperger Maultrummelmacher vom Häusl bey der Pruggen'' (Breitenau, alte Nr. 118) und ''Sebastien Sulzhueber'' genannt.
* Laut Trauungsmatriken heiraten im Jahr 1650 der „Trumblmacher“ Sebastian Salzhueber eine Margarete und am 20. Oktober 1657 der „Thrummerlmacher“ Wolfgang Stainer ein Margareta. * Am 20. März 1673 beschweren sich fünf, durch Krieg und andere Misslichkeiten beeinträchtigte Mollner Hufschmiede bei der Verwaltung, dass sie um ihren Lebenserwerb gebracht werden, weil die (körperlich leichte) Herstellung von Kloben (Ausgangsprodukt für die Maultrommeln) nicht nur durch (nicht mehr voll arbeitsfähige) Hufschmiede, sondern auch durch irgendwelche Sensenschmiede und Bauernknechte vorgenommen wird.
* Laut Ratsprotokoll des Jahres 1677 ersuchen die gesambten Trumblmacher zu Molln um den Erlass einer dringend notwendigen Handwerksordnung.
* Im Jahr 1679 tritt dann tatsächlich die erste Handwerksordnung für die Maultrommelmacher in Kraft.
=== Anzahl der Meister ===
=== Meisterzeichen ===
== Bauarten ==
Aus Molln stammen Bügelmaultrommeln aus Eisen oder auch Messing.
Folgende Formen waren im Gebrauch:Mohr 1998, op. cit. S. 96 und 106.
* deutsche Form: das gebräuchlichste Modell
* Lyra- oder Birnform
* Genueser oder auch „Ganauser“ (nach dem Wort ''Gänserich'', weil das Instrument wie ein Gänsekopf mit langem Hals aussieht)
* Eichelform
== Literatur ==
* * Angela Mohr: ''Die Geschichte der Mollner Maultrommelerzeugung.'' Reihe Kulturgüter in Molln, Ennsthaler, Steyr 1998.
* Maria Himsl: ''Die Maultrommel.'' In: ''Heimatkunde des politischen Bezirkes Kirchdorf an der Krems.'' Band 3, Linz 1938–1939 (abgedruckt in Mohr 1998, op. cit. S. 94–99).
* Karl Magnus Klier: ''Volkstümliche Musikinstrumente in den Alpen.'' Bärenreiter, Kassel 1956.
* Regina Plate: ''Kulturgeschichte der Maultrommel'' (= ''Orpheus-Schriftenreihe zu Grundfragen der Musik.'' Band 64). Verlag für systematische Musikwissenschaft, Bonn 1992, ISBN 3-922626-64-5.
[h4] Die '''Erzeugung der Mollner Maultrommel''' ist eine Jahrhunderte alte Handwerkstechnik zur Herstellung von Maultrommeln in der Gemeinde Molln und wurde im Jahr 2014 in das Verzeichnis des Immaterielles Kulturerbe in Österreich|Immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. == Geschichte == === Ursprünge === Die ersten Nachweise von Mollner Maultrommelmachern finden sich in folgenden Dokumenten: * Im Grundbuch der Herrschaft Steyr, das 1647 angelegt wurde, wird ein ''Pankraz Hueber Maultrummelmacher'' (Breitenau, alte Nr. 114), in dessen Nachbarschaft ''Georg Schneidersperger Maultrummelmacher vom Häusl bey der Pruggen'' (Breitenau, alte Nr. 118) und ''Sebastien Sulzhueber'' genannt. * Laut Trauungsmatriken heiraten im Jahr 1650 der „Trumblmacher“ Sebastian Salzhueber eine Margarete und am 20. Oktober 1657 der „Thrummerlmacher“ Wolfgang Stainer ein Margareta. * Am 20. März 1673 beschweren sich fünf, durch Krieg und andere Misslichkeiten beeinträchtigte Mollner Hufschmiede bei der Verwaltung, dass sie um ihren Lebenserwerb gebracht werden, weil die (körperlich leichte) Herstellung von Kloben (Ausgangsprodukt für die Maultrommeln) nicht nur durch (nicht [url=viewtopic.php?t=2665]mehr[/url] voll arbeitsfähige) Hufschmiede, sondern auch durch irgendwelche Sensenschmiede und Bauernknechte vorgenommen wird. * Laut Ratsprotokoll des Jahres 1677 ersuchen die gesambten Trumblmacher zu Molln um den Erlass einer dringend notwendigen Handwerksordnung. * Im Jahr 1679 tritt dann tatsächlich die erste Handwerksordnung für die Maultrommelmacher in Kraft.
=== Anzahl der Meister ===
=== Meisterzeichen ===
== Bauarten == Aus Molln stammen Bügelmaultrommeln aus Eisen oder auch Messing.
Folgende Formen waren im Gebrauch:Mohr 1998, op. cit. S. 96 und 106. * deutsche Form: das gebräuchlichste Modell * Lyra- oder Birnform * Genueser oder auch „Ganauser“ (nach dem Wort ''Gänserich'', weil das Instrument wie ein Gänsekopf mit langem Hals aussieht) * Eichelform
== Literatur ==
* * Angela Mohr: ''Die Geschichte der Mollner Maultrommelerzeugung.'' Reihe Kulturgüter in Molln, Ennsthaler, Steyr 1998. * Maria Himsl: ''Die Maultrommel.'' In: ''Heimatkunde des politischen Bezirkes Kirchdorf an der Krems.'' Band 3, Linz 1938–1939 (abgedruckt in Mohr 1998, op. cit. S. 94–99). * Karl Magnus Klier: ''Volkstümliche Musikinstrumente in den Alpen.'' Bärenreiter, Kassel 1956. * Regina Plate: ''Kulturgeschichte der Maultrommel'' (= ''Orpheus-Schriftenreihe zu Grundfragen der Musik.'' Band 64). Verlag für systematische Musikwissenschaft, Bonn 1992, ISBN 3-922626-64-5.
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