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 Maria Rus

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Marija Rus (2. August 1921 – April 2019) war eine slowenische Romanistin, Professorin für Französisch, Übersetzerin und Dichterin. Sie war die erste Französischlehrerin am Nova Gorica Gymnasium. Sie trug zur Ausarbeitung von Lehrbüchern und Lehrplänen für den Französischunterricht bei. Für ihre Verdienste erhielt sie die französische Auszeichnung „Chevalier des Palmes académiques“ („Ritter des Ordens der akademischen Palmen“). Sie übersetzte auch französische Gedichte und schrieb religiöse Lyrik.

== Kindheit und Bildung ==
Sie wurde am 2. August 1921 in Novo Mesto als ältestes Kind einer slowenischen Familie geboren.
Im September 1943 ging ihre Mutter, bereits im Ruhestand, in ihre Heimatstadt Črnomelj, um Lebensmittel für die Familie zu sammeln, da in Ljubljana hinter dem Zaun ein Mangel herrschte. Auf dem Rückweg über Novo Mesto kam sie bei einem Luftangriff ums Leben.
Aus diesem Grund wurden sie und ihre Schwester, die später Lehrerin wurde, für zwei Jahre von der Universität verwiesen und blieben somit ohne Mittel zum Lebensunterhalt. Daran erinnerte sie sich später in ihrem ersten Gedichtband: „Ich war jung, körperlich und geistig gesund, und trotz allem Schrecklichen, das ich erlebte, bewahrte ich meinen Glauben an Gott.“
== Arbeit ==

=== Unterrichten ===
Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zunächst als Lehrerin für Mathematik und Russisch an der Unterstufe des Gymnasiums in Kozina und als Russischlehrerin an der Unterstufe des Gymnasiums in Tomaj, wo sie vier Jahre lang tätig war. 1951 legte sie die Berufsprüfung für die Oberstufenprofessorin ab und trat im Herbst eine Stelle als Lateinlehrerin am Gymnasium in Šempeter pri Gorici an. Im folgenden Jahr zog die Schule nach Nova Gorica um und Marija unterrichtete weiterhin am neu errichteten Nova Gorica-Gymnasium.

Im Jahr 1955 wurde der Lateinunterricht an jugoslawischen Gymnasien eingestellt, so dass sie begann, Französisch am Gymnasium in Nova Gorica zu unterrichten. Diese Tätigkeit übte sie bis zu ihrer Pensionierung im Juni 1980 aus. Nach ihren eigenen Worten war Französisch „eine Sprache, die im slowenischen Küstengebiet (Küstenslowenien) keine Tradition hatte“. Obwohl Während in der damaligen Pädagogik eher konventionelle Formen des Fremdsprachenunterrichts vorherrschten, bediente sie sich einer Methode außergewöhnlich aktiver Arbeit und Kommunikation. 1961 entwickelte sie ihr Französisch in Grenoble, 1965 in Pau (Frankreich)|Pau, 1971 in Paris und 1972 in Dijon weiter. Sie etablierte sich als eine der besten Französischlehrerinnen in Slowenien. Ihre Schüler erhielten zahlreiche Auszeichnungen.

In Zusammenarbeit mit dem SRS Institute of Education half sie bei der Erstellung von Lehrbüchern und Lehrplänen für den Französischunterricht. Sie arbeitete mit der Jugendabteilung des Bergsteigervereins zusammen, leitete die Bibliothek des Arbeiterkulturvereins „Svoboda“ („Delavsko prosvetno društvo Svoboda“) und assistierte als Korrektorin für die „Freiwillige Feuerwehr von Nova Gorica“ („Prostovoljno“) gasilsko društvo Nova Gorica) und war im Verein der Freunde der Jugend (Društvo prijateljev mladine) aktiv.

Für ihre Verdienste als Französischlehrerin erhielt sie 1985 die französische Auszeichnung „Chevalier des Palmes académiques“ (Ritter des Ordens der Akademischen Palmen).

=== Literarisches Werk ===
Schon in ihrer Jugend begann sie, Gedichte zu schreiben. Ihre ersten Gedichte wurden zwischen 1949 und 1951 in der Zeitschrift „Razgledi“ veröffentlicht. Während ihrer Arbeit am Gymnasium veröffentlichte sie gelegentlich in verschiedenen Zeitschriften im slowenischen Küstengebiet. Nach ihrer Pensionierung widmete sie sich verstärkt der Poesie. In ihren Gedichten beschrieb sie ihre inneren Neigungen und Gefühle, ihre Erfahrungen mit der slowenischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, ihren katholischen Glauben und ihre Natur.

Zwischen 1981 und 1985 veröffentlichte sie Gedichte in der Zeitschrift „Mladika“ (Mladika) und zwischen 1981 und 1984 in der Zeitschrift „Primorska srečanja“ („Begegnungen an der Küste“). 1998 erschien ihre Gedichtsammlung „Pesmi in časi“ („Gedichte und Zeiten“) im Triester Verlag Mladika (Verleger)|Mladika. Sie arbeitete auch als Übersetzerin und übersetzte Gedichte von Stéphane Mallarmé, Paul Valéry, Charles Baudelaire und Gérard de Nerval|Gérard Nerval.
== Späteres Leben und Tod ==
Nach ihrer Pensionierung zog sie zu Weihnachten 1980 nach Ljubljana. Dort engagierte sie sich aktiv in der Pfarrei Ježica (Ljubljana), wozu sie früher als Lehrerin nicht in der Lage gewesen war. Sie arbeitete an Übersetzungen aus dem Französischen und an Gedichten. Sie heiratete nie und hatte keine Kinder. Sie starb Anfang April 2019 in Brežice.

== Ehrungen ==
* ''Ordre des Palmes académiques|Chevalier des Palmes académiques'' (Ritter des Ordens der Akademischen Palmen, Frankreich, 1985)

== Bibliographie ==
* „Pesmi in časi“ („Gedichte und Zeiten“; Poesie; Mladika, Triest, 1998)

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