Bundesbauforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (BFZ)Artikelentwürfe

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 Bundesbauforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (BFZ)

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Das Bundesbauforschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen ist ein bundesweit tätiges Forschungs- und Transferzentrum, welches das Bauwesen in seiner Transformation hin zu Klimaneutralität und Ressourceneffizienz unterstützen soll. Bisher ist das Zentrum noch in Gründung: Am 24. November 2025 wurde seine Gründung durch die Unterzeichnung eines Eckpunktepapiers zwischen Bund, vertreten durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie den Bundesländern Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen beschlossen. Die Organisationsform ist ein eingetragener Verein; die Vereinsgründung und der Aufbau des Zentrums sollen ab dem ersten Quartal 2026 erfolgen. Bereits ab Januar 2026 werden erste Forschungsprojekte in Form von Forschungsclustern avisiert.

== Aufgaben und Ziele ==
Wesentliches Ziel des Zentrums ist es, die Grundlagenforschung im Bauwesen und die anwendungsbezogene Forschung besser und strukturierter miteinander zu verknüpfen und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Innovationen in die Praxis zu beschleunigen. Das BFZ nimmt dabei als bundesweiter Akteur eine koordinierende und initiierende Funktion ein.

Aufgabenfelder:

* Forschungs- und Transferlücken im Bauwesen zu identifizieren,
* daraus zentrale Forschungsfelder abzuleiten,
* Forschungseinrichtungen wie Universitäten, Hochschulen und Institute mit Industrie, Handwerk und Verwaltung zu vernetzen,
* Reallabore und Pilotprojekte zu initiieren und durchzuführen,
* administrative und kommunikative Aufgaben, um den Innovationstransfer zu unterstützen.

Themenschwerpunkte:

* den Bauwerksbestand klimaneutral weiterentwickeln,
* die digitale Transformation im Bauwesen,
* kreislaufgerechtes, zirkuläres Bauwesen.

== Organisation ==
Die drei Gründungsbundesländer Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen sind gemeinsam mit dem Bund gleichberechtigte Vereinsmitglieder. Geplant ist, die Ressourcen für allgemeine, administrative Geschäftsstellentätigkeiten vor allem in Thüringen (Weimar) und Sachsen einzusetzen.

== Standort Weimar ==
In Weimar gibt es eine langjährige Tradition in der Bau- und Baustoffforschung. Seit 1954 erhielt die Hochschule für Architektur und Bauwesen einen starken Schwerpunkt in der Baustoffforschung, der sich aus dem großen Bedarf an Baustoffen für den Wiederaufbau des Landes nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ergab. Aktuell gehören zur Forschungslandschaft in Weimar die Bauhaus-Universität Weimar mit dem F. A. Finger-Institut für Baustoffkunde, das Institut für Angewandte Bauforschung Weimar (IAB) sowie die Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA). Seit 2020 kooperieren die drei Einrichtungen in dem Verbund „Innovationszentrum Bau – Die Zukunft des Bauens“ (Zukunft des Bauens e. V.). Das Innovationszentrum fungiert dabei als Thüringer Gründungsmitglied im BFZ und hat einen Schwerpunkt in der anwendungsorientierten Forschung, gekoppelt mit einer Nähe zur Bauindustrie.

== Finanzierung ==
Der Bundeshaushalt sieht für die Aufbauphase des BFZ in den Jahren 2026 bis 2028 insgesamt 52,5 Millionen Euro vor. Pro Bundesland können jährlich daraus bis zu 5 Mio. Euro für innovative Forschungsvorhaben eingesetzt werden, insgesamt bis zu 15 Mio. Euro Bundesmittel pro Jahr während der dreijährigen Aufbauphase. Eine noch abzuschließende Vereinbarung zwischen Bund und Ländern soll die dauerhafte Finanzierung regeln. Die drei beteiligten Bundesländer werden zudem eigene Investitionsmittel oder andere Eigenanteile wie Infrastruktur und Personal einbringen.

== Quellen ==

* [https://ww.die-zukunft-des-bauens.de www.die-zukunft-des-bauens.de]
* [https://www.uni-weimar.de/de/medieninfo ... gszentrum/ Medieninformation der Bauhaus-Universität Weimar] (24. November 2025)
* [https://bildung.thueringen.de/ministeri ... entrum-bau Medieninformation des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur] (24. November 2025)
* https://www.uni-weimar.de/de/bau-und-um ... toffkunde/
* https://www.uni-weimar.de/de/bau-und-um ... -praegt-1/

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