Vierecksbau ⇐ Artikelentwürfe
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Der '''Vierecksbau''', auch ''Vierkantsbau'' genannt, ist ein Abbauverfahren, welches im untertägigen Bergbau angewendet wird. Das Verfahren ist eine Modifikation des Dreiecksbaues. Der Vierecksbau bietet eine größere Sicherheit als der Dreiecksbau. Außerdem unterscheidet er sich vom Dreiecksbau durch den Querschnitt der Abbaustöße.
== Das Verfahren ==
Zunächst wird das abzubauende Lager (Geologie)|Lager durch Abbaustrecke|Strecken [url=viewtopic.php?t=19666]entsprechend[/url] vorgerichtet. Anschließend wählt der Bergmann einen Angriffspunkt für die anzusetzende Schrämen|Schram. Die Schram wird an einer Seite des Lagers begonnen und rings um den abzubauenden Block geführt. Der Ansatzpunkt für die Schram setzt der Bergmann, je nach Zweckmäßigkeit, entweder im Hangendes|Hangenden, im Liegendes|Liegenden oder in der Mitte des abzubauenden Blocks an. Die Schram wird dabei nicht mit Schlägel und Eisen erstellt, sondern mittels Schießen (Bergbau)|Schießarbeit. Nachdem die Schram fertig ist, wird der verschrämte Teil des Lagers, je nach Lage des Schrams, Gewinnung (Bergbau)|hereingewonnen.
== Anwendung ==
Der Vierecksbau wird angewendet wenn das abzubauende Lager sehr rein ist und man somit keine Bauwürdigkeit (Bergbau)|unbauwürdige Mittel erwarten muss. Dies trifft insbesondere für bekannte oder bereits vorgerichtete Lager zu.
Julius Dannenberg, Werner Adolf Frantz (Hrsg.) ''Bergmännisches Wörterbuch.'' Verzeichnis und Erklärung der bei Bergbau - Salinenbetrieb und Aufbereitung vorkommenden technischen Ausdrücke, nach dem neuesten Stand der Wissenschaft - Technik und Gesetzgebung bearbeitet, F. U. Brockhaus, Leipzig 1882, S. 276, 422.
Carl Hartmann: ''Vollständiges Handbuch der Steinarbeiten.'' Oder die Kunst aller Arten von Steinen und Schiefer zu gewinnen und zu Bausteinen, Platten, Dachschiefer, Tafeln, Mühlsteinen, Ornamenten, Gefäßen, Geräthen, Röhren, Schmucksteinen u.s.w. mit der Hand und mit Maschinen zu bearbeiten. Zweite vermehrte Auflage, mit 8 lithographirten Querfolio - Tafeln, Druck und Lithographie von Berghard Friedrich Voigt, Weimar 1862, S. 449.
Albert Serlo: ''Leitfaden zur Bergbaukunde.'' Erster Band, dritte verbesserte und bis auf die neueste Zeit ergänzte Auflage, mit 640 in den Text gedruckten Holzschnitten und 23 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1878, S. 425.
Adolph Schmitt: ''Ueber den Dachschieferbergbau bei Caub a/Rhein, insbesondere auf der Domanialgrube Wilhelm Erbstollen.'' Fortsetzung. In: Bruno Kerl und Friedrich Wimmer (Redaktion) ''Berg- und Huettenmaennische Zeitung.'' Jahrgang XXVIII, Nr. 41, 9. October 1868, S. 341, 342.
Albert Serlo: ''Ergänzungsband zum Leitfaden der Bergbaukunde von Lottner-Serlo.'' Nach den neuesten Fortschritten bearbeitet. Mit 93 in den Text gedruckten Holzschnitten und 20 Figuren auf 6 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1872, S. 72.
Heinrich Lottner: ''Leitfaden zur Bergbaukunde.'' Nach dessen Tode und in dessen Auftrage bearbeitet und herausgegeben von Albert Serlo. Erster Band, zweite, verbesserte und bis auf die neueste Zeit ergänzte Auflage, mit 278 in den Text gedruckten Holzschnitten und 8 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1873, S. 347.
Albert Serlo: ''Leitfaden zur Bergbaukunde.'' Erster Band, Vierte verbesserte und bis auf die neueste Zeit ergänzte Auflage, mit 745 in den Text gedruckten Holzschnitten und 38 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1884, S. 516.
Kategorie:Abbauverfahren [/h4]
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