Aarand Roos ⇐ Artikelentwürfe
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Aarand Roos (28. Mai 1940 – 9. August 2020) war ein estnischer Linguist, Schriftsteller (Prosa und Poesie) und Diplomat. Er verbrachte einen Großteil seines Lebens im Exil in Schweden und den Vereinigten Staaten, unter anderem als Konsul der Republik Estland in New York (1982–1995), bevor er 1996 nach Estland zurückkehrte.
==Frühes Leben und Bildung==
Roos wurde in Tartu in eine Philologenfamilie hineingeboren. Im Juli 1944 floh seine Familie im Rahmen der Kriegsflüchtlingswelle aus Estland nach Schweden und kam am 12. Juli 1944 in Stockholm an.
Er studierte finno-ugrische Sprachen an der Universität Lund (mit zusätzlichen Studienaufenthalten an den Universitäten Helsinki, Szeged und Uppsala). Am 2. April 1980 verteidigte er seine Doktorarbeit an der Universität Lund; Die Dissertation trug den Titel „Morfologiska tendenser vid språklig interferens med estniska som bas“ (1980).
==Karriere==
Nach [url=viewtopic.php?t=19709]Abschluss[/url] seiner Promotion unterrichtete Roos finno-ugrische Sprachen an der Universität Lund. In den 1970er Jahren arbeitete er im estnischen Dienst der Voice of America in Washington, D.C. (1976–1978).
Von 1982 bis 1995 war er als Konsul am estnischen Konsulat/Generalkonsulat in New York tätig und arbeitete mit Generalkonsul Ernst Jaakson zusammen. Das Nationalarchiv hat seine Amtszeit als Teil der Aufrechterhaltung der rechtlichen Kontinuität Estlands im Ausland während der Zeit der Nichtanerkennung der sowjetischen Annexion beschrieben. Er kehrte 1996 nach Estland zurück und arbeitete bis 2005 als Übersetzer/Dolmetscher im estnischen Außenministerium.
==Politik==
In Estland war Roos in der Estnischen Christlichen Volkspartei (Eesti Kristlik Rahvapartei) (später Partei Estnischer Christdemokraten) aktiv, war Vorstandsmitglied und kandidierte als Präsidentschaftskandidat.
==Schreiben und Recherchieren==
Roos veröffentlichte Belletristik und Lyrik sowie Werke zur Linguistik und Kulturgeschichte. Sein Buch „Jumalaga, Kars ja Erzurum“ (1975; erweiterte Auflage 1992) befasst sich mit der Geschichte, dem Leben und der Sprache der estnischen Siedlung Uus-Estland im Nordosten der Türkei und basiert auf Feldforschung in der Region.
===Ausgewählte Werke===
(Auswahl basierend auf dem Estnischen Schriftsteller-Online-Wörterbuch und ESAS.)
* „Lehmatapja“ (Roman, 1964)
* „Tallermaa: reisikirjeldus tuhandete põldude maalt“ (1968)
* „Esto-Atlantis“ (Kurzgeschichten, 1974)
* „Jumalaga, Kars ja Erzurum“ (1975; erweiterte Ausgabe 1992)
* „Konsuli kõned 1982–1991“ (1993)
* „Worte zum Verständnis ethnischer Esten“ (1993)
* „Eesti kergejõustiku pool sajandit paguluses, ajalugu ja edetabelid“ (1998)
* ''Staadionilt statistikasse. „Lugusid eesti spordi ajaloost“ (2009)
* ''Areenilt arhiivi. „Lugusid eesti spordi ajaloost“ (2013)
==Ehrungen und Anerkennung==
Roos wurde 1998 der Orden des Staatswappens (Klasse IV) für Verdienste im Zusammenhang mit der Wahrung der Kontinuität der Republik Estland verliehen.
2010 wurde er zum Ehrenmitglied der Estnischen Gesellschaft für Sportgeschichte (Eesti Spordiajaloo Selts) gewählt.
==Persönliches Leben==
Roos stammte aus einer Philologenfamilie; sein Vater war der klassische Philologe Ervin Roos und sein Bruder ist der klassische Philologe und Archäologe Paavo Roos. Er war Baptist. Roos war mit Maaja Duesberg verheiratet; Sie hatten zwei Kinder.
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