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* Gitarre: Phil Upchurch
* Piano: David Arnay
* Kontrabass: Kevin Axt
* Schlagzeug: Vincent Wilburn|Vince Wilburn Jr.

'''Tell the Truth!''' ist ein Musikalbum von Phil Upchurch. Die 2000 in den Bakery Recording Studio, North Hollywood entstandenen Aufnahmen erschienen im Juni 2001 auf dem Label Evidence.

== Hintergrund ==
Zusammen mit David Arnay am Piano, Kevin Axt am Bass, Vincent Wilburn|Vince Wilburn Jr. am Schlagzeug und Mike Smith an den Perkussionsinstrumenten spielte der Gutarrist Phil Upchurch das Album 40 Jahre nach dessen erster Aufnahme als Bandleader ein (''Philip Upchurch Combo''). Upchurch merkte an, dass diese CD eine der wenigen gewesen sei, bei denen er Stil und Stücke selbst auswählen konnte. An der Spitze seines Quartetts präsentiert Upchurch Standards wie „Jive Samba“, „Take Five“, „Misty“ und „St. Louis Blues“.

== Titelliste ==
* Phil Upchurch: Tell The Truth (Evidence 22222) # Jive Samba (Nat Adderley) 5:30
# Jack of Speed (Walter Becker (Musiker, 1950)|Walter Becker / Donald Fagen) 6:23
# La Costa (Natalie Cole / Linda Williams) 7:51
# Manhattan (Eric Johnson) 6:14
# Take Five (Paul Desmond) 7:57
# Home Again (David Arnay) 5:10
# Long Gone Bird (Vasquez, Roland) 6:35
# Tell the Truth (Phil Upchurch) 5:27
# (Every Time I Turn Around) Back in Love Again (Zane Grey / Len Ron Hanks) 5:23
# St. Louis Blues (W. C. Handy 7:57
# Girl Talk (Neal Hefti / Bobby Troup) 6:01
# She's Alright (Phil Upchurch) 6:27
# Misty (Johnny Burke / Erroll Garner) 2:17

== Rezeption ==
Paula Edelstein verlieh dem Album in Allmusic viereinhalb Sterne und schrieb, der berühmte Gitarrist würde auf diesem Album auf „Tell the Truth“ 13 großartige Songs präsentierens. Upchurch spiele Blues, Soul, Rhythm &Blues und Jazz; damit beweise er seine bemerkenswerte Vielseitigkeit mit Klassikern wie „Jive Samba“, „La Costa“, dem Titeltrack und „St. Louis Blues“. Seine Flamenco-Version von „La Costa“ klinge wunderschön und stilvoll, und in seiner Solo-Version von „St. Louis Blues“ stelle er seine Stride-Piano|Stride-Gitarrentechnik eindrucksvoll unter Beweis. Die Höhepunkte dieses großartigen Programms seien jedoch „Tell the Truth“, ein Song, den Upchurch in Anlehnung an Ray Charles geschrieben habe, und sein großartiges Arrangement von Dave Brubecks „Take Five“, das er ähnlich wie George Bensons Hit „Breezin’“ interpretiere. Diese Aufnahme sei von unschätzbarem Wert.
Ob bewusst oder unbewusst, Upchurch präsentiere hier nicht nur seine souveräne und zugleich feinfühlige Virtuosität am Instrument, sondern auch seine Flexibilität, hieß es in All About Jazz. In Anlehnung an seine Zusammenarbeit mit Nat Adderley eröffnet Upchurch die CD mit „Jive Samba“. Dabei ergründet er die harmonischen Grundlagen des Stücks und die dramatische Dynamik seines ersten Endes. Gleichzeitig offenbare er das oft übersehene oder unterschätzte Talent von Steely Dan, wenn er sanft in „Jack Of Speed“ übergeht. Auch David Arnays „Home Again“ bleibe in diesem lässigen Stil erhalten und ermöglicht Upchurchs entspanntem Spielfluss über die sich allmählich entwickelnden Harmonien. Im Gegensatz dazu würde Upchurch „Take Five“ nicht als Wiederholung des Brubeck-Ansatzes interpretieren, sondern als lateinamerikanisch angehauchte Version, die den Stück aus der Perspektive eines Gitarristen mit fließenden Melodien und atmosphärischen Klanglandschaften betrachte. Bei „St. Louis Blues“ spiele Upchurch solo und verleihe dem Stück einen lässigen Touch, indem er Bassist und Gitarrist in einer Person vereint. Auch „Misty“ präsentiere er als Solo, diesmal jedoch lyrischer, rubatoreicher und nuancenreicher im Stil eines Kenny Burrell. „Girl Talk“, begleitet von seinen drei Begleitmusikern, würde wie eine Weiterführung des selbstbewussten und akkordreichen Stils von „Misty“ wirken, angereichert mit Humor und Blues-Flair.
Phil Upchurch, einer der großen Soul-Jazz-Gitarristen der 1970er Jahre, der mit Alben wie „Darkness, Darkness“ große Erfolge feierte und unter anderem auch als Rhythmusgitarrist und Arrangeur für George Benson maßgeblich zum Erfolg beitrug, sei um die Jahrtausendwende vielleicht nicht mehr so gefragt gewesen, schrieb Kevin Le Gendre (Jazzwise. Doch wie diese gelungene Session beweist, habe er nichts von seinem Können eingebüßt. Während der Chicagoer diese zeitlosen Melodien mit viel Feingefühl und Swing interpretiert, beweise er auch bei langsameren Tempi sein Können, wo seine Leichtigkeit und sein Gespür für harmonische Farben voll zur Geltung kommen. Der [inzwischen über 80-jährige] Gitarrist würde zu Recht den Status eines Elder Statesman genießen, wie dieses bisher wenig beachtete Album beweise, das eine erneute Entdeckung absolut verdiene.


Kategorie:Album (Jazz)
Kategorie:Album 2001

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