Das Konzept des „Drei-Zonen-Gartens“, auch „Hortus“ genannt, ist eine Kombination aus Permakultur- und Wildgartenelementen. Es ist nicht zu verwechseln mit der Winterhärtezone 3 des USDA.
Ziel des Three-Zone-Gardening ist es, einen Garten zu schaffen, der zur Stärkung der lokalen Artenvielfalt beiträgt und einen nachhaltigen Anbau von Nahrungsmitteln ohne die Zugabe externer Ressourcen wie Dünger ermöglicht. Das Modell ist an ein gemäßigtes Klima angepasst und besteht immer aus den folgenden drei Zonen: Pufferzone, Hotspot-Zone und Ertragszone. Die artenreiche Hotspot-Zone mit ihren kargen Böden liefert die Nährstoffe für die Ertragszone, in der Obst und Gemüse angebaut werden.https://thealblog.com/2020/05/22/save-insects-start- ein-drei-zonen-garten/
Das Konzept wurde vom deutschen Krankenschwester- und Gartenbuchautor Markus Gastl entwickelt.https://www.earthius.com/convo/ three-zone-gardening[https://www.br. de/mediathek/video/portrait-auf-dem-gruenen-teppich-der-gartenfreak-markus-av:584f898f3b467900119f4ac6 BR Fernsehen: Portrait auf dem grünen Teppich – Der Gartenfreak Markus] Im 'Hortus Network', das Er initiierte auch, dass über siebenhundert Gärten, die nach dem Drei-Zonen-Modell funktionieren, vernetzt sind. Das Hortus-Netzwerk ist ein offizielles Projekt der Dekade der biologischen Vielfalt der Vereinten Nationen.
== Nährstofffluss im Drei-Zonen-Garten ==
Durch die gezielte nährstoffarme Gestaltung der Hotspot-Zone entsteht in einem Drei-Zonen-Garten ständig stickstoffreicher Grünabfall, der als Dünger für die Ertragszone dient. Dadurch wird die biologische Vielfalt der Hotspot-Zone gewährleistet, da sich dort keine stärkeren Pflanzen ansiedeln und die einheimischen Blütenpflanzen verdrängen können. Der garteneigene Dünger ersetzt externe Düngemittel und Substrate, die in vielen anderen Gärten verwendet werden. Um eine ausreichende Nährstoffversorgung der Ertragszone sicherzustellen, müssen beide Flächen in einem geeigneten Größenverhältnis zueinander stehen und ein Abfließen von Nährstoffen aus der Ertragszone verhindert werden. Eine Trockentoilette (Trockentoilette) beispielsweise schließt die Nährstofflücke, die sonst durch den Verzehr der Gartennahrung entstehen würde.
== Hotspot-Zone ==
Die Hotspot-Zone bildet immer seltener werdende, nährstoffarme Lebensräume aus der Natur- und Kulturlandschaft nach. Es zeichnet sich durch einen stark reduzierten Humusgehalt aus und bietet Lebensraum für viele bedrohte einheimische Blütenpflanzen, für die es in einer oft überdüngten Kulturlandschaft immer schwieriger wird, sich gegen stark wachsende Stickstoffindikatorpflanzen durchzusetzen.
Integrierte „Naturmodule“ (siehe unten) bieten ökologische Nischen für zahlreiche Insekten und Wildtiere. Die Bereiche der Hotspot-Zone können nach und nach abgemagert werden, indem das Schnittgut nach dem Mähen entfernt wird. Alternativ kann bei der Gartenanlage durch Entfernen der Humusschicht oder Aufbringen von mineralischem Substrat (Kies, Sand oder Ziegelbruch) ein schlechter Bodenzustand künstlich erreicht werden. Das Mähen der mageren Flächen findet nur ein- bis zweimal im Jahr statt, ist aber für die Erhaltung der mageren Böden unerlässlich, da das Schnittgut aus der Hotspot-Zone entfernt wird und somit nicht zur Düngung der Flächen beiträgt. Dies entspricht historischen Vorbildern aus der Landwirtschaft vor der Einführung mineralischer Düngemittel. Die langen Abstände zwischen den Mähvorgängen tragen dazu bei, dass Insekten die Pflanzen erfolgreicher als Nistplatz für die Fortpflanzung nutzen können.
== Ertragszone ==
Die Ertragszone entspricht einem ökologisch bewirtschafteten Nutzgarten, bepflanzt in Mischkultur. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen, wird diese Zone mit Grünschnitt und organischem Material aus den beiden anderen Zonen gedüngt. Dies geschieht unter anderem durch Oberflächendüngung mit Mulch.
== Pufferzone ==
Die Pufferzone schirmt den Garten nach außen ab. Es besteht aus Heckenstrukturen heimischer Wildpflanzen und dient vor allem Wildtieren als Zufluchtsort und Nahrungsquelle. Auch die Stecklinge aus dieser Zone werden überwiegend in die Ertragszone gebracht.
== Naturmodule und Superbetten ==
Naturmodule sind individuelle Gestaltungselemente im Drei-Zonen-Garten, die einen besonderen Nutzen für Wildtiere haben. Diese werden überwiegend in den Puffer- und Hotspotzonen errichtet und sorgen für eine hohe Strukturvielfalt. Beispiele hierfür sind Trockenmauern als Wärmespeicher für wärmeliebende Arten, Totholzhecken, Wasserstellen, dauerfeuchte Lebensräume für Käfer (Käferkeller) oder Nisthilfen für bodenbrütende Insekten (Sandarium). Durch die Naturmodule entstehen innerhalb einer Zone zahlreiche Mikroklimazonen von vollsonnig bis schattig und ökologische Nischen. Die Module dienen als Unterschlupf, Nacht- und Winterquartier und werden als Brutstätte oder Jagdrevier genutzt.
Gastl bezeichnet Hochbeete als Superbeete, da sie je nach Substrat und verwendeten Pflanzen als Magerstandort (Hotspot-Zone) oder Gemüsebeet (Ertragszone) genutzt werden können. Mit ihnen können auch in kleinen Gärten alle Zonen angelegt werden und in größeren Gärten erhöhen sie die Strukturvielfalt und damit meist auch die Artenvielfalt, da die drei Zonen weniger klar abgegrenzt sind.
== Hortus-Netzwerk ==
Das Hortus-Netzwerk ist ein Netzwerk von Gärtnern, die ihren Garten zu einem Drei-Zonen-Garten entwickeln. Das Hortus-Netzwerk und die teilnehmenden Gärten sind Teil der UN-Dekade der biologischen Vielfalt. Nach Angaben auf der netzwerkeigenen Website gibt es derzeit über 750 teilnehmende Gärten in Deutschland, Österreich, Frankreich, Kroatien, Ungarn, der Schweiz und den USA.[https://hortus-netzwerk.de/hortus-karte/ interaktive Karte des Hortus-Netzwerks]
== Markus Gastl ==
Das Konzept des Drei-Zonen-Gartens wurde von Markus Gastl nach einer zweieinhalbjährigen Radreise von Feuerland nach Alaska entwickelt, um aus Dankbarkeit für das Erlebnis etwas für die heimische Natur zu tun[7]. Seine Idee war es, den klassischen Wildgarten, der vor allem der Förderung der Artenvielfalt dient, mit Elementen der Permakultur zu verbinden, die historisch gesehen vor allem den nachhaltigen Anbau von Nutzpflanzen in Mischkultur lehrt. Das erste Projekt war Gastls eigener 7.500 m² großer Garten im bayerischen Beyerberg. Der Garten heißt jetzt „Hortus Insectorum“ und ist als Schaugarten zugänglich. 2018 wurde Gastl mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt ausgezeichnet.
Markus Gastl: Drei-Zonen-Garten: Vielfalt · Schönheit · Nutzen, 2015, Pfeil Verlag, Deutschland, ISBN 978-3-89937-154-3.
Markus Gastl: Permakultur und Naturgärten, 2021, Ulmer Verlag, Deutschland, ISBN 978-3-8186-1376-1.
Markus Gastl: Mehr Natur im Garten: Einfache Projekte mit großer Wirkung für lebendige Vielfalt, 2021, Ulmer Verlag, Deutschland, ISBN 978-3-8186-1346-4.
[h4] Das Konzept des „Drei-Zonen-Gartens“, auch „Hortus“ genannt, ist eine Kombination aus Permakultur- und Wildgartenelementen. Es ist nicht zu verwechseln mit der Winterhärtezone 3 des USDA.
Ziel des Three-Zone-Gardening ist es, einen Garten zu schaffen, der zur Stärkung der lokalen Artenvielfalt beiträgt und einen nachhaltigen Anbau von Nahrungsmitteln ohne die Zugabe externer Ressourcen wie Dünger ermöglicht. Das Modell ist an ein gemäßigtes Klima angepasst und besteht immer aus den folgenden drei Zonen: Pufferzone, Hotspot-Zone und Ertragszone. Die artenreiche Hotspot-Zone mit ihren kargen Böden liefert die Nährstoffe für die Ertragszone, in der Obst und Gemüse angebaut werden.https://thealblog.com/2020/05/22/save-insects-start- ein-drei-zonen-garten/ Das Konzept wurde vom deutschen Krankenschwester- und Gartenbuchautor Markus Gastl entwickelt.https://www.earthius.com/convo/ three-zone-gardening[https://www.br. de/mediathek/video/portrait-auf-dem-gruenen-teppich-der-gartenfreak-markus-av:584f898f3b467900119f4ac6 BR Fernsehen: Portrait auf dem grünen Teppich – Der Gartenfreak Markus] Im 'Hortus Network', das Er initiierte auch, dass über siebenhundert Gärten, die nach dem Drei-Zonen-Modell funktionieren, vernetzt sind. Das Hortus-Netzwerk ist ein offizielles Projekt der Dekade der biologischen Vielfalt der Vereinten Nationen. == Nährstofffluss im Drei-Zonen-Garten ==
Durch die gezielte nährstoffarme Gestaltung der Hotspot-Zone entsteht in einem Drei-Zonen-Garten ständig stickstoffreicher Grünabfall, der als Dünger für die Ertragszone dient. Dadurch wird die biologische Vielfalt der Hotspot-Zone gewährleistet, da sich dort keine stärkeren Pflanzen ansiedeln und die einheimischen Blütenpflanzen verdrängen können. Der garteneigene Dünger ersetzt externe [url=viewtopic.php?t=6981]Düngemittel[/url] und Substrate, die in vielen anderen Gärten verwendet werden. Um eine ausreichende Nährstoffversorgung der Ertragszone sicherzustellen, müssen beide Flächen in einem geeigneten Größenverhältnis zueinander stehen und ein Abfließen von Nährstoffen aus der Ertragszone verhindert werden. Eine Trockentoilette (Trockentoilette) beispielsweise schließt die Nährstofflücke, die sonst durch den Verzehr der Gartennahrung entstehen würde.
== Hotspot-Zone ==
Die Hotspot-Zone bildet immer seltener werdende, nährstoffarme Lebensräume aus der Natur- und Kulturlandschaft nach. Es zeichnet sich durch einen stark reduzierten Humusgehalt aus und bietet Lebensraum für viele bedrohte einheimische Blütenpflanzen, für die es in einer oft überdüngten Kulturlandschaft immer schwieriger wird, sich gegen stark wachsende Stickstoffindikatorpflanzen durchzusetzen. Integrierte „Naturmodule“ (siehe unten) bieten ökologische Nischen für zahlreiche Insekten und Wildtiere. Die Bereiche der Hotspot-Zone können nach und nach abgemagert werden, indem das Schnittgut nach dem Mähen entfernt wird. Alternativ kann bei der Gartenanlage durch Entfernen der Humusschicht oder Aufbringen von mineralischem Substrat (Kies, Sand oder Ziegelbruch) ein schlechter Bodenzustand künstlich erreicht werden. Das Mähen der mageren Flächen findet nur ein- bis zweimal im Jahr statt, ist aber für die Erhaltung der mageren Böden unerlässlich, da das Schnittgut aus der Hotspot-Zone entfernt wird und somit nicht zur Düngung der Flächen beiträgt. Dies entspricht historischen Vorbildern aus der Landwirtschaft vor der Einführung mineralischer Düngemittel. Die langen Abstände zwischen den Mähvorgängen tragen dazu bei, dass Insekten die Pflanzen erfolgreicher als Nistplatz für die Fortpflanzung nutzen können.
== Ertragszone ==
Die Ertragszone entspricht einem ökologisch bewirtschafteten Nutzgarten, bepflanzt in Mischkultur. Um die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen, wird diese Zone mit Grünschnitt und organischem Material aus den beiden anderen Zonen gedüngt. Dies geschieht unter anderem durch Oberflächendüngung mit Mulch.
== Pufferzone ==
Die Pufferzone schirmt den Garten nach außen ab. Es besteht aus Heckenstrukturen heimischer Wildpflanzen und dient vor allem Wildtieren als Zufluchtsort und Nahrungsquelle. Auch die Stecklinge aus dieser Zone werden überwiegend in die Ertragszone gebracht.
== Naturmodule und Superbetten ==
Naturmodule sind individuelle Gestaltungselemente im Drei-Zonen-Garten, die einen besonderen Nutzen für Wildtiere haben. Diese werden überwiegend in den Puffer- und Hotspotzonen errichtet und sorgen für eine hohe Strukturvielfalt. Beispiele hierfür sind Trockenmauern als Wärmespeicher für wärmeliebende Arten, Totholzhecken, Wasserstellen, dauerfeuchte Lebensräume für Käfer (Käferkeller) oder Nisthilfen für bodenbrütende Insekten (Sandarium). Durch die Naturmodule entstehen innerhalb einer Zone zahlreiche Mikroklimazonen von vollsonnig bis schattig und ökologische Nischen. Die Module dienen als Unterschlupf, Nacht- und Winterquartier und werden als Brutstätte oder Jagdrevier genutzt.
Gastl bezeichnet Hochbeete als Superbeete, da sie je nach Substrat und verwendeten Pflanzen als Magerstandort (Hotspot-Zone) oder Gemüsebeet (Ertragszone) genutzt werden können. Mit ihnen können auch in kleinen Gärten alle Zonen angelegt werden und in größeren Gärten erhöhen sie die Strukturvielfalt und damit meist auch die Artenvielfalt, da die drei Zonen weniger klar abgegrenzt sind.
== Hortus-Netzwerk ==
Das Hortus-Netzwerk ist ein Netzwerk von Gärtnern, die ihren Garten zu einem Drei-Zonen-Garten entwickeln. Das Hortus-Netzwerk und die teilnehmenden Gärten sind Teil der UN-Dekade der biologischen Vielfalt. Nach Angaben auf der netzwerkeigenen Website gibt es derzeit über 750 teilnehmende Gärten in Deutschland, Österreich, Frankreich, Kroatien, Ungarn, der Schweiz und den USA.[https://hortus-netzwerk.de/hortus-karte/ interaktive Karte des Hortus-Netzwerks]
== Markus Gastl ==
Das Konzept des Drei-Zonen-Gartens wurde von Markus Gastl nach einer zweieinhalbjährigen Radreise von Feuerland nach Alaska entwickelt, um aus Dankbarkeit für das Erlebnis etwas für die heimische Natur zu tun[7]. Seine Idee war es, den klassischen Wildgarten, der vor allem der Förderung der Artenvielfalt dient, mit Elementen der Permakultur zu verbinden, die historisch gesehen vor allem den nachhaltigen Anbau von Nutzpflanzen in Mischkultur lehrt. Das erste Projekt war Gastls eigener 7.500 m² großer Garten im bayerischen Beyerberg. Der Garten heißt jetzt „Hortus Insectorum“ und ist als Schaugarten zugänglich. 2018 wurde Gastl mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt ausgezeichnet.
Markus Gastl: Drei-Zonen-Garten: Vielfalt · Schönheit · Nutzen, 2015, Pfeil Verlag, Deutschland, ISBN 978-3-89937-154-3. Markus Gastl: Permakultur und Naturgärten, 2021, Ulmer Verlag, Deutschland, ISBN 978-3-8186-1376-1. Markus Gastl: Mehr Natur im Garten: Einfache Projekte mit großer Wirkung für lebendige Vielfalt, 2021, Ulmer Verlag, Deutschland, ISBN 978-3-8186-1346-4.
== Weblinks ==
* [https://hortus-netzwerk.de/ Deutschsprachige Website des Hortus-Netzwerks] * [https://www.hortus-insectorum.de/ Website des ersten Drei-Zonen-Gartens von Markus Gastl]
Das „Puerto Rico Register of Historic Sites and Zones“ (spanisch: „Registro Nacional de Sitios y Zonas Históricas“) ist ein puerto-ricanisches Regierungsprogramm, das von der Regierung von Puerto...
‘‘‘‘The Three Diggers‘‘‘ ist eine australische Radioserie von E.V. aus dem Jahr 1938. Timms. Es wurde auf 2BL im Rahmen einer speziellen Radiositzung für „Diggers“ ausgestrahlt.Anthony Barker,...
'''Drei Tage''' ist Namensbestandteil von:
* Auf ewig und drei Tage, US-Film (1943)
* Die drei Tage des Condor, US-Fim (1975)
* Drei Tage auf Leben und Tod, deutscher Film (1929)
* Drei Tage auf dem...
* Matěj Hádek: Peter
* Tereza Grygarová: Prinzessin Lina
* Sárka Ullrichová: Prinzessin Maria
* Sabina Králová: Prinzessin Klara
* Viktor Preiss: König
* Simona Postlerová: Mutter der Prinzessin
*...