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 Paul Zech

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''Paul Zech'' (19. Februar 1881 – 7. September 1946) war ein deutscher expressionistischer Schriftsteller und Dichter.

== Biografie ==
Paul Zech stammte als ältestes von sechs überlebenden Kindern aus der kinderreichen Handwerkerfamilie. Im Alter von 5 Jahren wurde er seinen Großeltern mütterlicherseits anvertraut. Bis zu seinem 14. Lebensjahr besuchte er die Schule und begann anschließend eine erfolglose Bäckerlehre. Anschließend reiste er 1898 nach Belgien, um in den Kohlengruben des Charleroi-Beckens zu arbeiten. Zurück in Deutschland heiratete er im Juli 1904 Helene Siemon, die Tochter eines Schuhmachers, mit der er ein Kind bekam.
Zech begann 1901 mit dem Schreiben seiner ersten Gedichte. Seine Gedichte wurden in lokalen oder regionalen Zeitschriften veröffentlicht. 1907 nahm er am jährlichen Kölner Dichterwettbewerb teil und erhielt eine „lobende Erwähnung“. Ab 1910 lebte er in Berlin und wandte sich der Poesie zu. Er veröffentlichte in Herwarth Waldens expressionistischer Zeitschrift „Der Sturm“ und gründete seine eigene Publikation „Das neue Pathos“. Seine Gedichte brachten ihm 1918 den Kleist-Preis ein. Obwohl er eine klassische Form beibehält, zeigen seine Gedichte eine Tendenz zum Expressionismus durch die Themen Stadt, Minen, Unterdrückung und Entfremdung.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs (1914) schrieb Zech patriotische Gedichte, doch 1915 wich seine Begeisterung für den Krieg der Skepsis. Er nahm an den Schlachten an der Westfront teil, insbesondere an der Schlacht von Verdun und der Schlacht an der Somme. Im Sommer 1916 wurde er schwer verletzt, als er in einem Graben verschüttet wurde. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. 1917 wurde er dem hinteren Teil der Front zugeteilt. Anschließend verfasste er Propagandatexte für die Armee. Unter dem Pseudonym Michel Michael veröffentlichte er 1919 pazifistische Gedichte.

Die Jahre unmittelbar nach dem Krieg waren der Höhepunkt seiner literarischen Karriere. 1918 wurde er für seine Lyrik erneut mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Sein finanzieller Reichtum ermöglichte ihm den Erwerb eines kleinen Hauses in der Nähe des Bestensees südöstlich von Berlin. Schwere psychische Probleme zwangen ihn zu einem mehrmonatigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik. Anschließend führte er ein Doppelleben. Er hatte eine Beziehung mit der Sängerin Hilde Herb, die zu finanziellen Rückschlägen führte.

Trotz seiner vielen Schwierigkeiten war er in den Nachkriegsjahren äußerst kreativ. 1921 veröffentlichte er anonym erotische Gedichte (Allegro de Plaisir), darunter Sonette, die von seiner Beziehung mit der jungen Hilde Herb inspiriert waren. Er schrieb auch autobiografische Geschichten wie The Mad Heart (1925) und The Journey of Pain (1925). Er schrieb auch Essays und literarische Dramen. Er adaptierte 1926 Le Bateau ivre von Arthur Rimbaud für das Theater.

Zunächst verließ er im August 1933 Berlin, weil er der Unterschlagung und des Diebstahls verdächtigt wurde, nach Wien und Triest und begab sich von dort nach Montevideo, Buenos Aires. Als Anhänger der SPD und prominenter linker Intellektueller kehrte Zech nicht nach Nazi-Deutschland zurück. Er wurde bei der deutschen Anti-Nazi-Gemeinschaft in Argentinien beliebt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs entschloss er sich, nach Deutschland zurückzukehren, konnte dies jedoch aufgrund seiner finanziellen Schwierigkeiten nicht tun. Er starb im September 1946 in Buenos Aires, nachdem er an einer Krankheit gelitten hatte.
Seine Urne wurde in das III. Städtischer Friedhof Stubenrauchstraße|Städtischer Friedhof III in Berlin-Friedenau im Jahr 1971. Das Grab zählt zu den Ehrengräbern des Landes Berlin.

1881 Geburten
1946 Todesfälle

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