Das '''Zeughaus Magdeburg''' war ein Zeughaus in der Stadt Magdeburg im heutigen Sachsen-Anhalt.
Das Gebäude ist nicht zu verwechseln mit der in Magdeburg zeitweise ebenfalls als Zeughaus genutzten Sankt-Nikolai-Kirche (Magdeburg)|Nikolaikirche oder der Alte Hauptwache (Magdeburg)|Alten Hauptwache.
== Lage ==
Das Zeughaus befand sich in der Altstadt (Magdeburg)|Magdeburger Altstadt im südlichen Teil der Westseite des Domplatz (Magdeburg)|Domplatzes an der Adresse Domplatz 11. Nördlich befand sich die Breite Straße (Magdeburg-Altstadt)|Breite Straße, südlich die Domstraße (Magdeburg)|Domstraße. Westlich erstreckte sich der Breiter Weg (Magdeburg)|Breite Weg.
== Geschichte und Architektur ==
Noch bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts war das Grundstück zu seinem größten Teil unbebaut. Im Jahr 1707 wurde dann der Grundstein für das Zeughaus gelegt. Die Initiative ging auf den Preußen|preußischen König Friedrich I., der den militärischen Charakter der Festung Magdeburg|Festungsstadt Magdeburg weiter ausbauen wollte.Sabine Ullrich, ''Die Geschichte des Magdeburger Domplatzes'', Stadtplanungsamt Magdeburg 2001, Seite 95 Im nördlichen Teil des Areals befand sich zuvor der südliche Teil des Gehöfts der Dompropstei Magdeburg. Architekt des Gebäudes war vermutlich Ingenieur-Hauptmann Preußer, wobei der Gouverneur Leopold von Dessau wohl Einfluss auf die Gestaltung nahm. Vorbild soll das Berliner Zeughaus gewesen sein. Die Fertigstellung erfolgte in der Zeit von König Friedrich Wilhelm.
Das zweigeschossige Haus war langgestreckt. Die Fassade zum Domplatz war 15achsig ausgebildet und mittels Pilaster in einem Rhythmus 1-5-3-5-1 aufgeteilt. Ob den drei mittleren Achsen ein Balkon vorgelagert war, ist nicht überliefert. Bekrönt wurde der Mittelteil von einem gebrochenen Dreiecksgiebel, der von einer vergoldeten, Friedrich Wilhelm I. darstellenden Büste bekrönt wurde. Mittig befand sich ein Portal, vermutlich flankiert von Figurennischen. Es heißt, dass der König das Zeughaus prächtiger ausstattete, als sein gegenüberliegendes Schloss.
Im Fries des Gebälks befand sich die Inschrift:
Rege prospiciente; Tutelae civium
Principe efficiente; Terrori hostium.
Unterhalb der Inschrift befand sich eine von zwei Genien gehaltene Kartusche mit der Inschrift ''Saluti patriae''.
Das Gebäude wurde zur Aufbewahrung von Kriegsgeräten genutzt.
Am 7. April 1812 brannte das Zeughaus nieder. Als Zeughaus wurde dann die etwas weiter nördlich gelegene Nikolaikirche genutzt. 1820 wurde auf dem Grundstück eine Artilleriekaserne im Stil des Klassizismus gebaut, die bis 1884 genutzt wurde. Es schloss sich bis 1890 eine Unterbringung des Trainbataillons Nummer 4 an. Ab 1903 nutzte es die Reichspost, die hier das Bahnpostamt 7 und ein Lager betrieb. Darüber hinaus befand sich hier die Möbelfabrik Kaiser und Lange.
Während des Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs wurde der Bereich zerstört. In der Zeit der DDR entstand in den 1960er Jahren ein Wohnzwecken dienender Plattenbau. Nach der friedlichen Revolution des Jahres 1989 wurde der Bau letztlich abgerissen und durch einen modernen Bürobau ersetzt, in dem sich die Investitionsbank Sachsen-Anhalt befindet.
== Literatur ==
* Ernst Neubauer (Archivar)|Ernst Neubauer: ''Häuserbuch der Stadt Magdeburg Teil II.'' Max Niemeyer Verlag, Halle (Saale) 1956, Seite 44.
* Sabine Ullrich, ''Die Geschichte des Magdeburger Domplatzes'', Stadtplanungsamt Magdeburg 2001, Seite 95 f.
Kategorie:Magdeburger Geschichte
Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren
Kategorie:Zerstört in den 1810er Jahren
Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Magdeburg
[h4] Das '''Zeughaus Magdeburg''' war ein Zeughaus in der Stadt Magdeburg im heutigen Sachsen-Anhalt.
Das Gebäude ist nicht zu verwechseln mit der in Magdeburg zeitweise ebenfalls als Zeughaus genutzten Sankt-Nikolai-Kirche (Magdeburg)|Nikolaikirche oder der Alte Hauptwache (Magdeburg)|Alten Hauptwache.
== Lage == Das Zeughaus befand sich in der Altstadt (Magdeburg)|Magdeburger Altstadt im südlichen Teil der Westseite des Domplatz (Magdeburg)|Domplatzes an der [url=viewtopic.php?t=3366]Adresse[/url] Domplatz 11. Nördlich befand sich die Breite Straße (Magdeburg-Altstadt)|Breite Straße, südlich die Domstraße (Magdeburg)|Domstraße. Westlich erstreckte sich der Breiter Weg (Magdeburg)|Breite Weg.
== Geschichte und Architektur == Noch bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts war das Grundstück zu seinem größten Teil unbebaut. Im Jahr 1707 wurde dann der Grundstein für das Zeughaus gelegt. Die Initiative ging auf den Preußen|preußischen König Friedrich I., der den militärischen Charakter der Festung Magdeburg|Festungsstadt Magdeburg weiter ausbauen wollte.Sabine Ullrich, ''Die Geschichte des Magdeburger Domplatzes'', Stadtplanungsamt Magdeburg 2001, Seite 95 Im nördlichen Teil des Areals befand sich zuvor der südliche Teil des Gehöfts der Dompropstei Magdeburg. Architekt des Gebäudes war vermutlich Ingenieur-Hauptmann Preußer, wobei der Gouverneur Leopold von Dessau wohl Einfluss auf die Gestaltung nahm. Vorbild soll das Berliner Zeughaus gewesen sein. Die Fertigstellung erfolgte in der Zeit von König Friedrich Wilhelm.
Das zweigeschossige Haus war langgestreckt. Die Fassade zum Domplatz war 15achsig ausgebildet und mittels Pilaster in einem Rhythmus 1-5-3-5-1 aufgeteilt. Ob den drei mittleren Achsen ein Balkon vorgelagert war, ist nicht überliefert. Bekrönt wurde der Mittelteil von einem gebrochenen Dreiecksgiebel, der von einer vergoldeten, Friedrich Wilhelm I. darstellenden Büste bekrönt wurde. Mittig befand sich ein Portal, vermutlich flankiert von Figurennischen. Es heißt, dass der König das Zeughaus prächtiger ausstattete, als sein gegenüberliegendes Schloss.
Im Fries des Gebälks befand sich die Inschrift:
Rege prospiciente; Tutelae civium
Principe efficiente; Terrori hostium.
Unterhalb der Inschrift befand sich eine von zwei Genien gehaltene Kartusche mit der Inschrift ''Saluti patriae''.
Das Gebäude wurde zur Aufbewahrung von Kriegsgeräten genutzt. Am 7. April 1812 brannte das Zeughaus nieder. Als Zeughaus wurde dann die etwas weiter nördlich gelegene Nikolaikirche genutzt. 1820 wurde auf dem Grundstück eine Artilleriekaserne im Stil des Klassizismus gebaut, die bis 1884 genutzt wurde. Es schloss sich bis 1890 eine Unterbringung des Trainbataillons Nummer 4 an. Ab 1903 nutzte es die Reichspost, die hier das Bahnpostamt 7 und ein Lager betrieb. Darüber hinaus befand sich hier die Möbelfabrik Kaiser und Lange.
Während des Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs wurde der Bereich zerstört. In der Zeit der DDR entstand in den 1960er Jahren ein Wohnzwecken dienender Plattenbau. Nach der friedlichen Revolution des Jahres 1989 wurde der Bau letztlich abgerissen und durch einen modernen Bürobau ersetzt, in dem sich die Investitionsbank Sachsen-Anhalt befindet.
== Literatur == * Ernst Neubauer (Archivar)|Ernst Neubauer: ''Häuserbuch der Stadt Magdeburg Teil II.'' Max Niemeyer Verlag, Halle (Saale) 1956, Seite 44. * Sabine Ullrich, ''Die Geschichte des Magdeburger Domplatzes'', Stadtplanungsamt Magdeburg 2001, Seite 95 f.
Kategorie:Magdeburger Geschichte Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren Kategorie:Zerstört in den 1810er Jahren Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Magdeburg [/h4]
Das '''Arbeitsgericht Burg bei Magdeburg''' war ein deutsches Gericht der Arbeitsgerichtsbarkeit (Deutschland)|Arbeitsgerichtsbarkeit mit Sitz in Burg (bei Magdeburg)|Burg bei Magdeburg.