'''Eberhard Kaulbach''' (* 22. Juni 1902 in Schneidemühl; † 1987) war ein deutscher Oberst und Militärattaché der Wehrmacht.
== Leben ==
Eberhard Kaulbach entstammte einer Beamten- und Offiziersfamilie. Nach Schulbesuch trat er dem Kadettenkorps bei und schloss 1921 sein Abitur ab.
Am 1. April 1921 trat er dem Infanterie-Regiment 9 (Wehrmacht)|Infanterie-Regiment 9 der Reichswehr bei. Nach dem Besuch der Kriegs- und Waffenschule wurde er 1924 Leutnant. Für zehn Jahre war er in einem Infanterie-Regiment in Potsdam. Von 1934 bis 1936 war er an der Kriegsakademie.
In der Wehrmacht war er u. a. in der 7. Abteilung im Generalstab des Heeres und als Major Ia der 58. Infanterie-Division (Wehrmacht)|58. Infanterie-Division
Ab Ende 1942 war er bis Mitte Februar 1943 Chef des Generalstabes des XIII. Armeekorps (Wehrmacht)|XIII. Armeekorps.
Vom 15. August 1943 bis 5. März 1944 war er Chef des Generalstabes des XXI. Gebirgs-Korps (Wehrmacht)|XXI. Gebirgsarmeekorps. Von August 1944 bis Kriegsende war er Militärattaché bei der Gesandtschaft in Lissabon.
Ab 1951 war er als Angestellter im Amt Blank aktiv und war dort Leiter der ''Gruppe militärische Auslandsfragen'' und Leiter der NATO-VerbindungsgruppeMatthias Molt: ''Von der Wehrmacht zur Bundeswehr. Personelle Kontinuität und Diskontinuität beim Aufbau der Deutschen Streitkräfte 1955–1966'' Univ.-Diss., Heidelberg 2007, S. 170.. Von da an war er bis 1954 militärischen Sachverständiger der deutschen Delegation für eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) in Paris.
Ab 1957 war er als Zivilangestellter Lehrer für Militär- und Kriegsgeschichte an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Bis 1967 blieb er dort Lehrer. Zu seiner Verabschiedung bezeichnete Ulrich de Maizière Kaulbach als „einen der letzten Offiziere Seecktscher Prägung–im positiven Sinne“ und „ein persönliches Beispiel für Generalstabsoffiziere“.
Kaulbach veröffentlichte auch verschiedene Werke zu militärhistorischen Themen und war u. a. Mitarbeiter der Wehrwissenschaftliche Rundschau|Wehrwissenschaftlichen Rundschau. Gemeinsam mit William Seymour und Jacques Champagne veröffentlichte er 1979 bei Sidgwick & Jackson Ltd das Buch ''Waterloo–Battle of Three Armies''.
== Werke (Auswahl) ==
* ''Alfred von Schlieffen|Schlieffen: Zur Frage der Bedeutung und Wirkung seiner Arbeit''. Wehrwissenschaftliche Rundschau, 13 1963, S. 137–149.
* ''Generaloberst Hans von Seeckt–Zur Persönlichkeit und zur Leistung''. Wehrwissenschaftliche Rundschau, 16, 1966, S. 666–681.
* ''Zur deutschen militärischen Führung in heutiger Sicht''. In: Wolfgang von Groote, Ursula von Gersdorff: ''Entscheidung 1870–der deutsch-französische Krieg''. Deutsche Verlags-Anstalt, 1970, S. 44 ff.
* ''Königgrätz nach Hundert Jahren–Zur militärischen Führung aus heutiger Sicht''. In: Wolfgang von Groote, Ursula von Gersdorff: ''Entscheidung 1870–der deutsch-französische Krieg''. Deutsche Verlags-Anstalt, 1970, S. 142 ff.
[h4] '''Eberhard Kaulbach''' (* 22. Juni 1902 in Schneidemühl; † 1987) war ein deutscher Oberst und Militärattaché der Wehrmacht.
== Leben == Eberhard Kaulbach entstammte einer Beamten- und Offiziersfamilie. Nach Schulbesuch trat er dem Kadettenkorps bei und schloss 1921 sein Abitur ab.
Am 1. April 1921 trat er dem Infanterie-Regiment 9 (Wehrmacht)|Infanterie-Regiment 9 der Reichswehr bei. Nach dem Besuch der Kriegs- und Waffenschule wurde er 1924 Leutnant. Für zehn Jahre war er in einem Infanterie-Regiment in Potsdam. Von 1934 bis 1936 war er an der Kriegsakademie. In der Wehrmacht war er u. a. in der 7. Abteilung im Generalstab des Heeres und als Major Ia der 58. Infanterie-Division (Wehrmacht)|58. Infanterie-Division Ab Ende 1942 war er bis Mitte Februar 1943 Chef des Generalstabes des XIII. Armeekorps (Wehrmacht)|XIII. Armeekorps.
Vom 15. August 1943 bis 5. März 1944 war er Chef des Generalstabes des XXI. Gebirgs-Korps (Wehrmacht)|XXI. Gebirgsarmeekorps. Von August 1944 bis Kriegsende war er Militärattaché bei der Gesandtschaft in Lissabon. Ab 1951 war er als Angestellter im Amt Blank aktiv und war dort Leiter der ''Gruppe militärische Auslandsfragen'' und Leiter der NATO-VerbindungsgruppeMatthias Molt: ''Von der Wehrmacht zur Bundeswehr. Personelle Kontinuität und Diskontinuität beim Aufbau der Deutschen Streitkräfte 1955–1966'' Univ.-Diss., Heidelberg 2007, S. 170.. Von da an war er bis 1954 militärischen Sachverständiger der deutschen Delegation für eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) in Paris. Ab 1957 war er als Zivilangestellter Lehrer für Militär- und Kriegsgeschichte an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Bis 1967 blieb er dort Lehrer. Zu seiner Verabschiedung bezeichnete Ulrich de Maizière Kaulbach als „einen der letzten Offiziere Seecktscher Prägung–im positiven Sinne“ und „ein persönliches [url=viewtopic.php?t=6746]Beispiel[/url] für Generalstabsoffiziere“. Kaulbach veröffentlichte auch verschiedene Werke zu militärhistorischen Themen und war u. a. Mitarbeiter der Wehrwissenschaftliche Rundschau|Wehrwissenschaftlichen Rundschau. Gemeinsam mit William Seymour und Jacques Champagne veröffentlichte er 1979 bei Sidgwick & Jackson Ltd das Buch ''Waterloo–Battle of Three Armies''.
== Werke (Auswahl) == * ''Alfred von Schlieffen|Schlieffen: Zur Frage der Bedeutung und Wirkung seiner Arbeit''. Wehrwissenschaftliche Rundschau, 13 1963, S. 137–149. * ''Generaloberst Hans von Seeckt–Zur Persönlichkeit und zur Leistung''. Wehrwissenschaftliche Rundschau, 16, 1966, S. 666–681. * ''Zur deutschen militärischen Führung in heutiger Sicht''. In: Wolfgang von Groote, Ursula von Gersdorff: ''Entscheidung 1870–der deutsch-französische Krieg''. Deutsche Verlags-Anstalt, 1970, S. 44 ff. * ''Königgrätz nach Hundert Jahren–Zur militärischen Führung aus heutiger Sicht''. In: Wolfgang von Groote, Ursula von Gersdorff: ''Entscheidung 1870–der deutsch-französische Krieg''. Deutsche Verlags-Anstalt, 1970, S. 142 ff.
* [https://www.archivportal-d.de/item/YJPGZZV54DDY4P5HLHMAUWS5ZBBMOCCS Eberhard Kaulbach] auf Archivportal-D
Kategorie:Militärperson (Reichswehr) Kategorie:Oberst im Generalstab (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Deutscher Militärattaché Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1987 Kategorie:Mann
'''Eberhard Foth''' (* 21. November 1930 in Zwickau, Sachsen) ist ein deutscher Jurist. Er wurde bekannt als Vorsitzender Richter des Stammheim-Prozess|Stammheim-Prozesses und war von 1980 bis 1995...