[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/ext/kinerity/bestanswer/event/main_listener.php on line 514: Undefined array key "poster_answers" Adolphe de Milly - Deutsches Wikipedia-Forum
'''Louis Adolphe de Milly''' (* 20. August 1799 in Paris; † 18. April 1876 ebenda) war ein Frankreich|französischer Mediziner, Chemiker und Unternehmer. Durch die Verseifung mit Calciumhydroxid|gelöschten Kalk gelang ihm um 1830 der entscheidende Durchbruch bei der Entwicklung der Stearinkerze. Neun auf Industrie- und Weltausstellungen verliehene Medaillen belegen seine Verdienste hinsichtlich stetig verbesserter und Rentabilität|rentablerer Produktionsabläufe. De Millys ''bougie de l’Étoile'' wurde zum Vorbild der gesamten Stearinkerzen-Wirtschaftszweig|Branche. Ihrem Erfinder bescherte sie ein Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen.
== Leben ==
Louis Adolphe de Milly war das zweite Kind des Rechtsanwalts Louis Lézin (de) Milly de la Croix (1752–1804) und seiner Ehefrau Adrienne Douillon (1764–1837). Er hatte zwei Brüder, von denen der jüngere bereits im Kindesalter verstarb, und eine Halbschwester aus der zweiten Ehe seiner Mutter. Sein älterer Bruder Gustave arbeitete zeitweise mit ihm zusammen (s. u.). De Milly war zweimal verheiratet. Seine erste Frau Clémentine Victoire Levillain (1815–1839) verstarb kurze Zeit nach der Geburt des zweiten Kindes. Am 20. Januar 1840 heirateten er und Amélie Françoise Marie Gogot Bussy (1818–1897) und es folgten drei weitere gemeinsame Kinder.
Beruflich sah de Milly anfangs eine Laufbahn als Mediziner vor. Nach der Erlangung der Doktorwürde 1828 begann er jedoch – frisch zum Vicomte geadelt – 1929 eine Karriere als ''Gentilhomme (ordinaire) de la chambre'' (Kammerjunker) von König Karl X. (Frankreich)|Karl X. Die Ereignisse während der Julirevolution von 1830 zwangen den 30-Jährigen zu einem erneuten Richtungswechsel. Dank Unterstützung des befreundeten Arztes Motard|Adolphe Motard mündete dies in die Beschäftigung mit der industriellen Herstellung von Fettsäuren. De Milly war bestrebt, der noch in den Kinderschuhen steckenden Produktion von Kerzen auf Stearinsäure-Basis zum Durchbruch zu verhelfen. Dafür gründete er gemeinsam mit Motard 1831 in der Nähe der Place Charles de Gaulle|Place de l’Étoile eine kleine Kerzenfabrik.
Die Erfolge blieben nicht aus: 1833 verlieh die ''Société d’Encouragement pour l’industrie nationale'' (Gesellschaft zur Förderung der nationalen Industrie) den beiden Erfindern der „bougies stéariques“ eine Silbermedaille.
== Unternehmen ==
Den Grundstein zur Stearinkerzenproduktion legten Eugène Chevreul und Joseph Louis Gay-Lussac mit ihrem 1825 angemeldeten Patent. Die ersten Erzeugnisse waren jedoch enttäuschend und erforderten eine Reihe von Verbesserungen. De Milly ersetzte das Natriumhydroxid|Ätzsoda durch Calciumhydroxid|gelöschten Kalk und erreichte damit sowohl ein leichteres Abscheiden der Fettsäuren aus dem Rohstoff Talg als auch ein leichteres Trennen der unterschiedlichen Fettsäuren. Das Problem des verbleibenden Kalks in der Kerzenmasse löste er durch Tränkung des Dochts mit Borsäure. Um unerwünschte Volumen#Hohlraum|Hohlräume und die Kristallisation der Masse zu vermeiden, erfolgte das Gießen bei einer Temperatur knapp über ihrem Schmelzpunkt.
1835 trennten sich die Wege der beiden Geschäftspartner. Motard gründete in Berlin das Unternehmen Motard|A. Motard & Co., de Milly verlegte die Produktion in die Rue de Rochechouart im Vorstadt|Faubourg Montmartre. Es folgten weitere Verbesserungen, wie beispielsweise die Verwendung von Holzbottichen mit Bleieinsätzen. Zwischen den beiden Behältnissen befanden sich Rohr (Technik)|Bleiröhren, in denen zirkulierender Dampf die Rohmasse erhitzte. 1854 errichtete de Milly in der Ebene von Saint-Denis (Seine-Saint-Denis)|Saint-Denis in der Region Île-de-France eine Fabrik auf einer Fläche von über zwei Hektar. Ein Jahr später entwickelte er ein Verfahren zur Verseifung von Fettstoffen mit Hilfe von 2 bis 3 Prozent Kalk in Autoklaven, die mit Dampf auf 8 bar erhitzt wurden, und ersetzte damit das alte Verfahren der Kalkverseifung. Dass ein gründliches Auswaschen mit Wasser die zum Entfernen der dunkel färbenden Schwefelsäurereste übliche Destillation ersetzen kann, machte der Unternehmer im Jahr 1867 publik.
Einer weit früheren Phase zuzuordnen sind die Übertragung der Direktion in Paris an den im Unternehmen tätigen Ingenieur Jean-Baptiste-Honoré Binet 1846 und die einem wachsenden Konkurrenzdruck geschuldete Einführung zweier günstigerer Kerzenprodukte.
Die Fabrik in Saint-Denis besaß um 1878 „13 Generatoren mit 440 Pferdestärken, 3 Autoklaven, 8 Destillierapparate, 14 Vertikalpressen und 11 Horizontalpressen“. Die Produktion belief sich auf „4 Mio. Packungen“.
== Auszeichnungen ==
Der Gesamtkatalog der Weltausstellung Paris 1878 fasst das Verdienst des zwischenzeitlich verstorbenen Louis Adolphe de Milly zusammen und listet die erworbenen Medaillen und Ehrungen auf:
* ''Société d’Encouragement pour l’industrie nationale'': Silbermedaille 1833; Goldmedaillen 1836 und 1860
* ''Exposition nationale des produits de l’industrie française'': Silbermedaille 1834; Goldmedaillen 1839, 1844 und 1849
* ''Exposition universelle'' (Weltausstellung): Ratsmedaille Great Exhibition|1851 in London und Goldmedaille Weltausstellung Paris 1855|1855 in Paris; Mitglied der Internationalen Jury auf der Weltausstellung London 1862 und der Weltausstellung Paris 1867
* Orden und Ehrenzeichen|Verdienstorden und Ehrentitel: ''Officier de la Légion d’honneur, Commandeur de l’Ordre du Christ de Portugal, Commandeur de l’Ordre de Saint-Stanislas de Russie, Chevalier de l’Étoile Polaire de Suède, Chevalier de l’Ordre de Charles III d’Espagne''
== Vermögen ==
Bei der 1838 vollzogenen Umwandlung des Unternehmens in eine Kommanditgesellschaft brachte de Milly etwa 400.000 Francs an Vermögenswerten ein, wovon 180.000 Francs auf die Gebäude und der Rest auf Material und Waren entfielen. Das Kapital wurde auf 1.000.000 Francs erhöht. Die Gewinne erlaubten bereits nach wenigen Monaten Dividenden und der Börsenkurs|Aktienkurs stieg schnell.
Am 7. November 1838 erwarb de Milly für 384.000 Francs das historische Stadtpalais ''Liste der Monuments historiques im 3. Arrondissement (Paris)|Hôtel de Montmor'' in der Rue du Temple, das teilweise an das ehemalige Haus seiner Eltern angrenzte. Er nahm Reparaturen und Umbauten vor und vermietete es an kleine Unternehmer wie einen Goldschmied, einen Drucker, Graveure, Hutmacher und Modisten. 1852 bis 1869 beherbergte das Gebäude zudem eine Gemeindeschule für Jungen und später das ''Grand Café de la Nation''.
In den 1860er-Jahren ließ sich der Unternehmer in der Rue de Calais nahe der Place de Clichy, ein ''Hôtel particulier'' errichten. Da er 1860 bis 1871 das Amt des Bürgermeisters von Boissettes bekleidete, ist sein Kauf des ''Château de Boissettes'' auf spätestens 1860 zu datieren.
== Gustave de Milly ==
Adrien Gustave de Milly (* 27. November 1795 in Paris; † 22. Juni 1879 in Canenx-et-Réaut) war der ältere Bruder von Louis Adolphe, von 1819 bis 1825 in Paris Makler der Handelsbehörde, ab 1837 Unternehmer und später Landwirt auf dem eigenen Gutshof. Während seiner Ehe mit Pauline Virginie Marie Henriette Landon (ca. 1797–1876) kam 1822 in Paris ein gemeinsamer Sohn zur Welt. Gustaves 1827 geborener Sohn aus einer außerehelichen Beziehung trug ebenfalls seinen Namen.
Eine frühe Zusammenarbeit der beiden Brüder wird in der Literatur angedeutet,
Auf der Grundlage seiner im Mai 1837 eingereichten „Beschreibung einer neuen Erfindung von Kerzen, welche von dem Erfinder nach seinem Namen ‚Milly Kerzen‘ genannt werden“, sowie der im Mai 1839 eingereichten Beschreibung einer neuen Seife auf Ölsäure-Basis
Zeitgleich sah sich der Unternehmer einer erstarkenden Konkurrenz ausgesetzt. Die Erste österreichische Seifensieder-Gewerks-Gesellschaft „Apollo“|Erste österreichische Seifensieder-Gewerks-Gesellschaft war gerade dabei, eine Kerzenfabrik im ehemaligen Apollosaal in der Vorstadt Schottenfeld einzurichten; ab 1846 folgte die Erweiterung ihrer Produktionsstätten für „Apollo-Kerzen und -Seifen“.
De Milly zog sich wahrscheinlich relativ früh aus dem Geschäft zurück. In einem kurz vor der Inbetriebnahme des neuen Werks in Liesing (Wiener Bezirksteil)|Liesing veröffentlichten Firmenverzeichnis wird er nicht als Direktor geführt.
1844 hatte de Milly in den Département Landes|Landes das Schloss Canenx gekauft und gliederte diesem nach und nach etwa 2000 Hektar Land mit 32 Pachthöfen an. Seine Bezeichnung als „Landwirt“ (''agriculteur'') entsprach nach damaligem Verständnis einem großen, oft adligen Landbesitzer, der den Betrieb leitete. Anfang der 1860er-Jahre war de Milly Bürgermeister von Canenx-et-Réaut, sicherlich der einflussreichste Prominente des Ortes und einer der Hauptarbeitgeber.
== Literatur ==
* * * *
* *
[h4] '''Louis Adolphe de Milly''' (* 20. August 1799 in Paris; † 18. April 1876 ebenda) war ein Frankreich|französischer Mediziner, Chemiker und Unternehmer. Durch die Verseifung mit Calciumhydroxid|gelöschten Kalk gelang ihm um 1830 der entscheidende Durchbruch bei der Entwicklung der Stearinkerze. Neun auf Industrie- und Weltausstellungen verliehene Medaillen belegen seine Verdienste hinsichtlich stetig verbesserter und Rentabilität|rentablerer Produktionsabläufe. De Millys ''bougie de l’Étoile'' wurde zum Vorbild der gesamten Stearinkerzen-Wirtschaftszweig|Branche. Ihrem Erfinder bescherte sie ein Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen.
== Leben == Louis Adolphe de Milly war das zweite Kind des Rechtsanwalts Louis Lézin (de) Milly de la Croix (1752–1804) und seiner Ehefrau Adrienne Douillon (1764–1837). Er hatte zwei Brüder, von denen der jüngere bereits im Kindesalter verstarb, und eine Halbschwester aus der zweiten Ehe seiner Mutter. Sein älterer Bruder Gustave arbeitete zeitweise mit ihm zusammen (s. u.). De Milly war zweimal verheiratet. Seine erste Frau Clémentine Victoire Levillain (1815–1839) verstarb kurze Zeit nach der Geburt des zweiten Kindes. Am 20. Januar 1840 heirateten er und Amélie Françoise Marie Gogot Bussy (1818–1897) und es folgten drei weitere gemeinsame Kinder. Beruflich sah de Milly anfangs eine Laufbahn als Mediziner vor. Nach der Erlangung der Doktorwürde 1828 begann er jedoch – frisch zum Vicomte geadelt – 1929 eine Karriere als ''Gentilhomme (ordinaire) de la chambre'' (Kammerjunker) von König Karl X. (Frankreich)|Karl X. Die Ereignisse während der Julirevolution von 1830 zwangen den 30-Jährigen zu einem erneuten Richtungswechsel. Dank Unterstützung des befreundeten Arztes Motard|Adolphe Motard mündete dies in die Beschäftigung mit der industriellen Herstellung von Fettsäuren. De Milly war bestrebt, der noch in den Kinderschuhen steckenden Produktion von Kerzen auf Stearinsäure-Basis zum Durchbruch zu verhelfen. Dafür gründete er gemeinsam mit Motard 1831 in der Nähe der Place Charles de Gaulle|Place de l’Étoile eine kleine Kerzenfabrik. Die Erfolge blieben nicht aus: 1833 verlieh die ''Société d’Encouragement pour l’industrie nationale'' (Gesellschaft zur Förderung der nationalen Industrie) den beiden Erfindern der „bougies stéariques“ eine Silbermedaille. == Unternehmen == Den Grundstein zur Stearinkerzenproduktion legten Eugène Chevreul und Joseph Louis Gay-Lussac mit ihrem 1825 angemeldeten Patent. Die ersten Erzeugnisse waren jedoch enttäuschend und erforderten eine Reihe von Verbesserungen. De Milly ersetzte das Natriumhydroxid|Ätzsoda durch Calciumhydroxid|gelöschten Kalk und erreichte damit sowohl ein leichteres Abscheiden der Fettsäuren aus dem Rohstoff Talg als auch ein leichteres Trennen der unterschiedlichen Fettsäuren. Das Problem des verbleibenden Kalks in der Kerzenmasse löste er durch Tränkung des Dochts mit Borsäure. Um unerwünschte Volumen#Hohlraum|Hohlräume und die Kristallisation der Masse zu vermeiden, erfolgte das Gießen bei einer Temperatur knapp über ihrem Schmelzpunkt. 1835 trennten sich die Wege der beiden Geschäftspartner. Motard gründete in Berlin das Unternehmen Motard|A. Motard & Co., de Milly verlegte die Produktion in die Rue de Rochechouart im Vorstadt|Faubourg Montmartre. Es folgten weitere Verbesserungen, wie beispielsweise die Verwendung von Holzbottichen mit Bleieinsätzen. Zwischen den beiden Behältnissen befanden sich Rohr (Technik)|Bleiröhren, in denen zirkulierender Dampf die Rohmasse erhitzte. 1854 errichtete de Milly in der Ebene von Saint-Denis (Seine-Saint-Denis)|Saint-Denis in der Region Île-de-France eine Fabrik auf einer Fläche von über zwei Hektar. Ein Jahr später entwickelte er ein Verfahren zur Verseifung von Fettstoffen mit Hilfe von 2 bis 3 Prozent Kalk in Autoklaven, die mit Dampf auf 8 bar erhitzt wurden, und ersetzte damit das alte Verfahren der Kalkverseifung. Dass ein gründliches Auswaschen mit [url=viewtopic.php?t=2483]Wasser[/url] die zum Entfernen der dunkel färbenden Schwefelsäurereste übliche Destillation ersetzen kann, machte der Unternehmer im Jahr 1867 publik. Einer weit früheren Phase zuzuordnen sind die Übertragung der Direktion in Paris an den im Unternehmen tätigen Ingenieur Jean-Baptiste-Honoré Binet 1846 und die einem wachsenden Konkurrenzdruck geschuldete Einführung zweier günstigerer Kerzenprodukte. Die Fabrik in Saint-Denis besaß um 1878 „13 Generatoren mit 440 Pferdestärken, 3 Autoklaven, 8 Destillierapparate, 14 Vertikalpressen und 11 Horizontalpressen“. Die Produktion belief sich auf „4 Mio. Packungen“.
== Auszeichnungen == Der Gesamtkatalog der Weltausstellung Paris 1878 fasst das Verdienst des zwischenzeitlich verstorbenen Louis Adolphe de Milly zusammen und listet die erworbenen Medaillen und Ehrungen auf: * ''Société d’Encouragement pour l’industrie nationale'': Silbermedaille 1833; Goldmedaillen 1836 und 1860 * ''Exposition nationale des produits de l’industrie française'': Silbermedaille 1834; Goldmedaillen 1839, 1844 und 1849 * ''Exposition universelle'' (Weltausstellung): Ratsmedaille Great Exhibition|1851 in London und Goldmedaille Weltausstellung Paris 1855|1855 in Paris; Mitglied der Internationalen Jury auf der Weltausstellung London 1862 und der Weltausstellung Paris 1867 * Orden und Ehrenzeichen|Verdienstorden und Ehrentitel: ''Officier de la Légion d’honneur, Commandeur de l’Ordre du Christ de Portugal, Commandeur de l’Ordre de Saint-Stanislas de Russie, Chevalier de l’Étoile Polaire de Suède, Chevalier de l’Ordre de Charles III d’Espagne''
== Vermögen == Bei der 1838 vollzogenen Umwandlung des Unternehmens in eine Kommanditgesellschaft brachte de Milly etwa 400.000 Francs an Vermögenswerten ein, wovon 180.000 Francs auf die Gebäude und der Rest auf Material und Waren entfielen. Das Kapital wurde auf 1.000.000 Francs erhöht. Die Gewinne erlaubten bereits nach wenigen Monaten Dividenden und der Börsenkurs|Aktienkurs stieg schnell. Am 7. November 1838 erwarb de Milly für 384.000 Francs das historische Stadtpalais ''Liste der Monuments historiques im 3. Arrondissement (Paris)|Hôtel de Montmor'' in der Rue du Temple, das teilweise an das ehemalige Haus seiner Eltern angrenzte. Er nahm Reparaturen und Umbauten vor und vermietete es an kleine Unternehmer wie einen Goldschmied, einen Drucker, Graveure, Hutmacher und Modisten. 1852 bis 1869 beherbergte das Gebäude zudem eine Gemeindeschule für Jungen und später das ''Grand Café de la Nation''. In den 1860er-Jahren ließ sich der Unternehmer in der Rue de Calais nahe der Place de Clichy, ein ''Hôtel particulier'' errichten. Da er 1860 bis 1871 das Amt des Bürgermeisters von Boissettes bekleidete, ist sein Kauf des ''Château de Boissettes'' auf spätestens 1860 zu datieren. == Gustave de Milly == Adrien Gustave de Milly (* 27. November 1795 in Paris; † 22. Juni 1879 in Canenx-et-Réaut) war der ältere Bruder von Louis Adolphe, von 1819 bis 1825 in Paris Makler der Handelsbehörde, ab 1837 Unternehmer und später Landwirt auf dem eigenen Gutshof. Während seiner Ehe mit Pauline Virginie Marie Henriette Landon (ca. 1797–1876) kam 1822 in Paris ein gemeinsamer Sohn zur Welt. Gustaves 1827 geborener Sohn aus einer außerehelichen Beziehung trug ebenfalls seinen Namen. Eine frühe Zusammenarbeit der beiden Brüder wird in der Literatur angedeutet, Auf der Grundlage seiner im Mai 1837 eingereichten „Beschreibung einer neuen Erfindung von Kerzen, welche von dem Erfinder nach seinem Namen ‚Milly Kerzen‘ genannt werden“, sowie der im Mai 1839 eingereichten Beschreibung einer neuen Seife auf Ölsäure-Basis Zeitgleich sah sich der Unternehmer einer erstarkenden Konkurrenz ausgesetzt. Die Erste österreichische Seifensieder-Gewerks-Gesellschaft „Apollo“|Erste österreichische Seifensieder-Gewerks-Gesellschaft war gerade dabei, eine Kerzenfabrik im ehemaligen Apollosaal in der Vorstadt Schottenfeld einzurichten; ab 1846 folgte die Erweiterung ihrer Produktionsstätten für „Apollo-Kerzen und -Seifen“. De Milly zog sich wahrscheinlich relativ früh aus dem Geschäft zurück. In einem kurz vor der Inbetriebnahme des neuen Werks in Liesing (Wiener Bezirksteil)|Liesing veröffentlichten Firmenverzeichnis wird er nicht als Direktor geführt. 1844 hatte de Milly in den Département Landes|Landes das Schloss Canenx gekauft und gliederte diesem nach und nach etwa 2000 Hektar Land mit 32 Pachthöfen an. Seine Bezeichnung als „Landwirt“ (''agriculteur'') entsprach nach damaligem Verständnis einem großen, oft adligen Landbesitzer, der den Betrieb leitete. Anfang der 1860er-Jahre war de Milly Bürgermeister von Canenx-et-Réaut, sicherlich der einflussreichste Prominente des Ortes und einer der Hauptarbeitgeber. == Literatur == * * * * * *
''Acayo Milly'' ist eine Geschäftsfrau in Gulu (Stadt Gulu, Nordregion, Uganda). Sie beschäftigt sich mit dem Verkauf von Merchandising|Waren, Spielmaterialien für Kinder,...
Adolphe de Pallisseaux war ein französischer Rugby-Union-Spieler und Sprinter (Sprint (Laufen)) in den 1890er Jahren.
==Sportliche Karriere==
Im Jahr 1888 war Pallissaux Mitglied des Racing Club de...