''Dore Jacobs'' (27. Juni 1894 Essen - 5. März 1979 Benda) war Lehrerin für rhythmische Erziehung und Gründerin der Bundesschule für Körperbildung und rhythmische Erziehung, der Vorgängerinstitution der Dore-Jacobs-Schule. Berufskolleg.
== Leben ==
Dore Jacobs war die Tochter des jüdischen Anwalts und Philosophen Ernst Marcus und seiner Frau Berta (geb. Auerbach, 1869–1918), Gründerin eines Vereins zur Verteidigung der Frauenrechte.Laure Guilbert: '' Dore Jacobs 1894 – 1979'' Sie studierte Mathematik und Physik in Heidelberg und an der Émile Jaques-Dalcroze-Schule in Dresden-Hellerau. Rhythmik und Gehörbildung. Dort legte sie 1913 ihr Examen ab, gefolgt von weiteren Studien in Bonn. Als Studentin besuchte sie auch Vorlesungen von Martin Buber und gehörte dem zionistischen Jugendverband Blau-Weiß an.
1914 heiratete Dore Marcus den Mathematiker, Pädagogen und Philosophen Artur Jacobs. Gemeinsam gründeten sie den Bund – Gemeinschaft für sozialistisches Leben. Ziel war eine Lebensweise, in die der ganze Mensch integriert werden sollte – Körper, Geist und Seele. Dazu gehörten auch Bewegung und Tanz.Mark Roseman: In einem unbewachten Augenblick – Eine Frau überlebt im Untergrund. Berlin 2002, S. 284
1925 gründete sie die „Bundesschule für Körperbildung und rhythmische Erziehung“ (heute: „Dore-Jacobs-Berufskolleg“). Die Schulen wurden 1934 verboten und geschlossen. Dore Jacobs überlebte im Untergrund mit Hilfe des „Bund“, der unter der Führung ihres Mannes Artur Jacobs weiterhin illegal operierte. Im September 1944 musste sie, die bis dahin als privilegierte Jüdin galt, untertauchen. Sie und ihr Mann fanden am Bodensee Zuflucht in einer von Freunden geführten PensionH. Walter Kern: Stille Helden aus Essen. Widerstehen in der Zeit der Verfolgung 1933 - 1945, Essen 2014, S. 42. Ausführlich hierzu auch Laure Guilbert: ''Dore Jacobs 1894 – 1979''.
In der von schwerer Krankheit geprägten Nachkriegszeit konzentrierte sich Dore Jacobs auf die Fertigstellung ihrer Lehrbücher zur Bewegungserziehung. Die von ihr gegründete Schule wird noch heute als Dore-Jacobs-Berufskolleg privat geführt.
== Schriften (Auswahl) ==
* ''Die menschliche Bewegung''. Düsseldorf 1972.
* ''Bewegungsbildung - Menschenbildung''. Düsseldorf 1976.
* ''Erinnerungen von Dore Jacobs, nach Aufzeichnungen von Dore Jacobs'', in: Hermann Schröter (Archivar)|Hermann Schröter (Hrsg.): ''Geschichte und Schicksal der Essener Juden : Gedenkbuch für die jüdischen Mitbürger der Stadt Essen'' . Essen: Stadt Essen, 1980, S. 186-192
== Literatur ==
* Mark Roseman, EIN MENSCH IN BEWEGUNG. DORE JACOBS (1894 - 1978), in: Essener Beiträge – Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen, Bd. 114, 2002
* Gerd Hergen Lübben, [http://www.luebben-web.de/marcus/jacobs_marcus.pdf ''Auf schmalem Grat. Um aus dem Geist der Wahrheit, der Kunst und der Menschlichkeit zu lernen und zu wachsen. Annäherungen an den Pädagogen Artur Jacobs – auch mit Blick auf den Philosophen Ernst Marcus und die Bewegungskünstlerin Dore Jacobs, geb. Marcus.''] (PDF; 534 kB) in: „DIE BRÜCKE – Forum für antirassistische Politik und Kultur“ ( Saarbrücken 2008, Heft 147-149).
* Jutta Dick, Marina Sassenberg (Hrsg.): „Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert“. Lexikon zu Leben und Werk, Reinbek 1993, ISBN 3-499-16344-6
[h4] ''Dore Jacobs'' (27. Juni 1894 Essen - 5. März 1979 Benda) war Lehrerin für rhythmische Erziehung und Gründerin der Bundesschule für Körperbildung und rhythmische Erziehung, der Vorgängerinstitution der Dore-Jacobs-Schule. Berufskolleg.
== Leben ==
Dore Jacobs war die Tochter des jüdischen Anwalts und Philosophen Ernst Marcus und seiner Frau Berta (geb. Auerbach, 1869–1918), Gründerin eines Vereins zur Verteidigung der Frauenrechte.Laure Guilbert: '' Dore Jacobs 1894 – 1979'' Sie studierte Mathematik und Physik in Heidelberg und an der Émile Jaques-Dalcroze-Schule in Dresden-Hellerau. Rhythmik und Gehörbildung. Dort legte sie 1913 ihr Examen ab, gefolgt von weiteren Studien in Bonn. Als Studentin besuchte sie auch Vorlesungen von Martin Buber und gehörte dem zionistischen Jugendverband Blau-Weiß an.
1914 heiratete Dore Marcus den Mathematiker, Pädagogen und Philosophen Artur Jacobs. Gemeinsam gründeten sie den Bund – Gemeinschaft für sozialistisches Leben. Ziel war eine Lebensweise, in die der ganze Mensch integriert werden sollte – Körper, Geist und Seele. Dazu gehörten auch Bewegung und Tanz.Mark Roseman: In einem unbewachten Augenblick – Eine Frau überlebt im Untergrund. Berlin 2002, S. 284
1925 gründete sie die „Bundesschule für Körperbildung und rhythmische Erziehung“ (heute: „Dore-Jacobs-Berufskolleg“). Die Schulen wurden 1934 verboten und geschlossen. Dore Jacobs überlebte im Untergrund mit Hilfe des „Bund“, der unter der Führung ihres Mannes Artur Jacobs weiterhin illegal operierte. Im September 1944 musste sie, die bis dahin als privilegierte Jüdin galt, untertauchen. Sie und ihr Mann fanden am Bodensee Zuflucht in einer von Freunden geführten PensionH. Walter Kern: Stille Helden aus Essen. Widerstehen in der Zeit der Verfolgung 1933 - 1945, Essen 2014, S. 42. Ausführlich hierzu auch Laure Guilbert: ''Dore Jacobs 1894 – 1979''.
In der von schwerer Krankheit geprägten Nachkriegszeit konzentrierte sich Dore Jacobs auf die Fertigstellung ihrer Lehrbücher zur Bewegungserziehung. Die von ihr gegründete Schule wird noch heute als Dore-Jacobs-Berufskolleg privat geführt.
== Schriften (Auswahl) ==
* ''Die menschliche Bewegung''. Düsseldorf 1972. * ''Bewegungsbildung - Menschenbildung''. Düsseldorf 1976. * ''Erinnerungen von Dore Jacobs, nach Aufzeichnungen von Dore Jacobs'', in: Hermann Schröter (Archivar)|Hermann Schröter (Hrsg.): ''Geschichte und Schicksal der Essener Juden : Gedenkbuch für die jüdischen Mitbürger der Stadt Essen'' . Essen: Stadt Essen, 1980, S. 186-192
== Literatur ==
* Mark Roseman, EIN MENSCH IN BEWEGUNG. DORE JACOBS (1894 - 1978), in: Essener Beiträge – Beiträge zur Geschichte von Stadt und Stift Essen, Bd. 114, 2002 * Gerd Hergen Lübben, [http://www.luebben-web.de/marcus/jacobs_marcus.pdf ''Auf schmalem Grat. Um aus dem Geist der Wahrheit, der Kunst und der Menschlichkeit zu lernen und zu wachsen. Annäherungen an den Pädagogen Artur Jacobs – auch mit Blick auf den Philosophen Ernst Marcus und die Bewegungskünstlerin Dore Jacobs, geb. Marcus.''] (PDF; 534 kB) in: „DIE BRÜCKE – Forum für antirassistische Politik und Kultur“ ( Saarbrücken 2008, Heft 147-149). * Jutta Dick, Marina Sassenberg (Hrsg.): „Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert“. Lexikon zu Leben und Werk, Reinbek 1993, ISBN 3-499-16344-6
* * * Heidi Behrens: Dore Jacobs (1894-1979). Im „Bewusstsein eines sinnvollen Lebens“ – die Essener Sozialistin, Feministin und Turnlehrerin, auf der Seite von frauen/ruhr/geschichte: [https://www.frauenruhrgeschichte.de/frg_biografie/dore-jacobs-1894-1979/ www.frauenruhrgeschichte.de/frg_biographie/dore-jacobs-1894-1979] (2023) * [https://www.dore-jacobs-berufskolleg.de/ Dore-Jacobs-Berufskolleg] * Laure Guilbert: „Dore Jacobs 1894 – 1979“, in: [https://jwa.org/encyclopedia/article/jacobs-dore Jewish Women's Archive]
1894 Geburten 1979 Todesfälle Deutsche Pädagogen des 20. Jahrhunderts Deutsche Pädagoginnen des 20. Jahrhunderts Gründer von Bildungseinrichtungen [/h4]
'''''Edgar P. Jacobs. Le rêveur d'apocalypses'''''' (
==Handlung==
Das Buch behandelt, wie Edgar P. Jacobs als junger Mann versuchte, Opernsänger zu werden, Kunst studierte, sich mit Comics...