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 Schmitz-Säule

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Die '''Schmitz-Säule''' ist eine Skulptur in der Altstadt von Köln. Sie steht westlich vor der historischen Kirche Groß St. Martin auf einem von Lintgasse und Brigittengasse gesäumten Platz, unweit des Historische Kölner Rheinvorstadt# Altermarkt und Heumarkt|Alter Markts.

Die Säule markiert die 50-Meter-Höhenmarke von Köln.
Gestiftet wurde sie von dem stadtgeschichtlich engagierten Kölner Architekten Jupp Engels (1909-1991) im Jahr 1965, eingeweiht wurde sie 1969. Die quadratische Skulptur ist etwa 4,50 Meter hoch und besteht aus Natursteinen auf einem Betonsockel; möglicherweise sind auch Steine der römischen Hafenanlage dabei, die sich etwa an dieser Stelle befunden hat.[https://portal.uni-koeln.de/universitae ... itz-saeule koelner-universitaetsmagazin: ''Die Schmitz-Säule''], abgerufen am 20. März 2024.
An der Säule markiert ist die Höhe des Eis-Hochwassers von 1784, durch das große Teile des damals noch selbständigen Mülheim (Köln)|Mülheim zerstört wurden.[https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-327279 KuLaDig: ''Schmitz-Säule vor Groß Sankt Martin in der Kölner Altstadt''], abgerufen am 20. März 2024. In Aufschriften wird Bezug genommen auf die Geschichte des Namens Schmitz und die Ankunft des ersten Menschen auf dem Mond im Jahr der Einweihung der Säule.

== Bezug zum Familiennamen Schmitz und zur Mondlandung ==
Das heutige Martins-Viertel zwischen Alter Markt und Rhein war in römischer Zeit, als das heutige Köln die römische Kolonie Colonia Claudia Ara Agrippinensium war, eine Insel zwischen dem Hauptarm und einem westlichen Nebenarm des Rheins. Auf dieser Insel standen römische Lagerhäuser, von denen bei Grabungen unterhalb der Kirche Groß Sankt Martin Mauerreste gefunden wurden. Auch befand sich auf der Insel ein römisches Bad. Der Nebenarm des Rheins wurde kurz vor dem Jahre 1000 zugeschüttet, so dass der heutige Alter Markt und der Heumarkt entstanden.

Zwischen etwa 39 und 8 v. Chr. wurden die germanischen Ubier, die im rechtsrheinischen Germanengebiet entlang des Rheins angesiedelt waren und in verschiedener Weise mit den Römern kooperierten, von den römischen Befehlshabern auf das linke Ufer der Kölner Bucht und somit in den römischen Herrschaftsbereich umgesiedelt. Die Hauptsiedlung dort war das ''oppidum Ubiorum'' („Zivilsiedlung der Ubier“).Johannes Heinrichs (Historiker)|Johannes Heinrichs: ''Civitas Ubiorum. Studien zur Geschichte der Ubier und ihres Gebiets.'' Habil.-Schrift Köln 1996.

In Köln besteht die Legende, dass es auf der einstigen Martinsinsel im Rhein zu Begegnungen zwischen römischen Soldaten und jungen ubischen Frauen kam; mit der Geburt des ersten Kindes aus einer solchen Verbindung sei der Ursprung der Familie Schmitz und somit der Stammbaum der Kölner Ur-Ahnen gelegt worden.[https://www.deutschlandfunk.de/die-schm ... n-100.html deutschlandfunk.de: ''Die Schmitz-Säule am Alter Markt von Köln zum Mond''] „Schmitz“ ist im Rheinland der häufigste Familienname, die Träger des Namens gelten scherzhaft als „rheinischer Adel“.Georg Cornelissen: ''Schmitz im Rheinland. „Rheinischer Adel und Allerweltsname“.'' In: Landschaftsverband Rheinland, AIR2012, S. 62-67 [https://rheinische-landeskunde.lvr.de/m ... chmitz.pdf]

Auf dem Sockel der Säule wird auch der Mondlandung der Raumfahrtmission Apollo 11 gedacht, bei der der Astronaut Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat. Wissenschaftler in Bochum errechneten im Auftrag des Stifters der Säule den genauen Abstand von der Säule zur Mondoberfläche: 389 994 km und 100 Meter. Uli Kievernagel (Stadtführer, „Köln-Lotse“) sieht es als Zeichen des „kölschen Größenwahns“, dass die Einweihung eines Bauwerks wie die Schmitz-Säule im „Mondfieber“ des Jahres 1969 dem Ereignis einer Mondlandung mindestens ebenbürtig sei.[https://www.koeln-lotse.de/2021/01/09/d ... pflichtet/ koeln-lotse.de], abgerufen am 20. März 2024.

== Aufschriften ==
;Nordseite:
Im oberen Teil auf einer rechteckigen Steintafel: Markierung und: 50 METER UEBER MEERESSPIEGEL

Auf dem Sockel:

Eine Markierung, beschriftet mit: RHEIN-HOCHWASSER-MARKE 28. FEBRUAR 1784

BEI DIESER EISFLUT WURDE MÜLHEIM VERNICHTET

„SCHMITZ-SÄULE“

VON EINEM KÖLNER BÜRGER

1965

;Westseite:
AN DIESER STELLE LAG EINST, VOM RHEIN UMFLOSSEN, DIE MARTINS-INSEL. VOR DEM JAHRE 1000 N. CHR. WURDE SIE, DURCH ANSCHÜTTUNG DES ROEMISCHEN HAFENS, MIT DEM LINKSRHEINISCHEN KOELNER UFER VERBUNDEN.

AUF DIESER INSEL TRAFEN SICH RÖMISCHE LEGIONÄRE MIT BLONDEN UBIER-MÄDCHEN

URAHNEN DER FAMILIE ‘SCHMITZ‘

;Südseite:
DIE ERRICHTUNG DER „SCHMITZ-SÄULE“ WAR 1969 ABGESCHLOSSEN. IM GLEICHEN JAHR, AM 21. JULI (GENAU UM 3 UHR 56 MINUTEN UND 20 SEKUNDEN MEZ) BETRAT DER AMERIKANER

ALS ERSTER MENSCH MIT DEM LINKEN FUSS DEN MOND,

VON DER SCHMITZ-SÄULE 389994 km UND 100 m ENTFERNT.

(BERECHNET VOM INSTITUT FÜR WELTRAUMFORSCHUNG DER STADT BOCHUM)

NEIL A. ARMSTRONG, WERNHER VON BRAUN UND DIE NASA NAHMEN VON SÄULE UND INSCHRIFT DANKBAR KENNTNIS

;Ostseite:
DIE STEINE DIESER SÄULE WURDEN 1962 BEIM ''HAUS EM HAHNE'' AM ALTERMARKT AUSGEGRABEN. SIE STAMMEN VON ROEMISCHEN HAFENBAUTEN AUF DER EHEMALIGEN MARTINSINSEL



Kategorie:Denkmal in Köln
Kategorie:Steinskulptur
Kategorie:Skulptur (Köln)
Kategorie:Kunstwerk im öffentlichen Raum in Köln

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