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 Wirot Nutaphand

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'''Wirot Nutaphand''' (in der Literatur sind auch die Transliterationsvarianten '''Nootpand''', '''Nutphand''' und '''Nutphund''' zu finden;Olivier Pauwels; Montri Sumontha: [https://web.archive.org/web/20080603205 ... rsonID=132 „Wirot Nutphand. November, 5th, 1932 - June, 5th, 2005“.] Am 23. Oktober 2005 auf ''frogweb.org''. Abgerufen auf ''web.archive.org'' (Website „Wayback Machine“ des Internet Archive) am 16. März 2024. * 5. November 1932; † 5. Juni 2005) war ein Thailand|thailändischer Militärangehöriger und Biologie|Biologe, der sich auf Herpetologie (= Lehre und Kunde von den Amphibien und Reptilien) spezialisiert hatte. Er gilt als erster gebürtiger Thailänder, der in diesem Fachgebiet forschte und publizierte.Natural History Bulletin of the Siam Society. Band 42, Ausgabe 2, 1994, Seite 209.

==Leben==
Nutaphand erwarb zunächst einen Abschluss in Bildender Kunst an der Silpakorn-Universität und anschließend einen in Medizinjournalismus und audiovisueller Kunst an der Mahidol-Universität. Dort betrieb er auch Postgraduales Studium|postgraduale Studien in Anatomie und Histologie.Edward O. Moll: ''Reviews and Comments''. In: Ichthyology & Herpetology|Copeia. Jahrgang 1981, № 3, Seiten 745–747.

Hauptberuflich arbeitete Nutaphand als Oberst der Thailändische Luftstreitkräfte|thailändischen Luftstreitkräfte. Nebenher forschte er allerdings fortwährend zur Reptilienfauna Südostasiens, für die er bereits seit seiner Jugend eine große Faszination besaß. Dabei konzentrierte er sich vornehmlich auf und Schildkröten und Schlangen. Er war als Kurator im Bangkoker Pata Zoo tätig, amtierte als Vizepräsident der ''Thai Association of Traders in Reptiles and Amphibians'' (TATRA), gab mehrere Monografie|Monographien heraus und publizierte zahlreiche Fachartikel, die meisten davon in Thailändische Sprache|thailändischer Sprache.

Dadurch bedingt, dass er kaum aktuelle Forschungsliteratur konsultierte und der klassischen Nomenklatur (Biologie)|biologischen Nomenklatur wenig abgewinnen konnte, sind seine Arbeiten heutzutage nur noch von geringem wissenschaftlichen Wert. So gelten beispielsweise die meisten seiner Benennungen mittlerweile als überholt oder haben sich als Synonym (Taxonomie)|Synonyme bereits beschriebener Arten herausgestellt. Lediglich seine Erstbeschreibungen und Benennungen der Nachtbaumnatternarten Graue Katzennatter|Graue Katzennatter (''Boiga siamensis''; 1971) und Gebänderte Katzennatter|Gebänderte Katzennatter (''Boiga saengsomi''; (1985), der Hinterindische Kurzkopf-Weichschildkröte|Hinterindischen Kurzkopf-Weichschildkröte (''Chitra chitra''; 1986) sowie des Engmaulfrösche|Engmaulfrosches ''Kaloula aureata'' (1989) haben nach wie vor Bestand. Nichtsdestotrotz erwarb sich Nutaphand große Verdienste um die Popularisierung der Herpetologie in seinem Heimatland. Insbesondere war es ihm ein Anliegen, seinen Mitbürgern – auch durch populärwissenschaftliche Arbeiten – einerseits Respekt gegenüber der heimischen Reptilienfauna zu vermitteln und andererseits die Angst in der Bevölkerung vor vermeintlich gefährlichen Tieren abzubauen.

==Auszeichnungen==
In Anerkennung seiner Leistungen um die Herpetologie Südostasiens wurden bislang drei Art (Biologie)|Tierarten nach Wirot Nutaphand Nomenklatur (Biologie)#Kriterien für die Namensgebung|benannt:
* 1979: Michael J. Reimann benennt eine in Südostasien vorkommende Schildkrötenart als ''Testudo nutapundi'' und ordnet sie somit in die Gattung der Paläarktische Landschildkröten|Paläarktischen Landschildkröten (''Testudo'') ein. Mittlerweile ist die Bezeichnung veraltet und die Schildkröte gilt unter der Bezeichnung ''Manouria emys pharyei'' als Unterart der Braune Landschildkröte|Braunen Landschildkröte (''Manouria emys'').
* 1981: Ludwig Trutnau benennt eine erstbeschriebene Grubenottern|Grubenotternart als ''Craspedocephalus wiroti''. Für die auf der Malaiische Halbinsel|malaiischen Halbinsel heimische Art hat sich der Trivialname (Biologie)|Trivialname ''Wirots Grubenotter'' etabliert.
* 2008: Aaron M. Bauer, Montri Sumontha und Olivier Pauwels benennen eine erstbeschriebene Geckos|Geckoart als ''Gekko nutaphandi''. Sie wurde bislang nur in der Changwat|thailändischen Provinz Kanchanaburi (Provinz)|Kanchanaburi nachgewiesen.

==Englischsprachige Publikationen==
'''Monographien'''
* Wirot Nutaphand: ''The Turtles of Thailand''. Siam Farm Zoological Garden, Bangkok, 1979, 222 Seiten.
* Wirot Nutaphand: ''Patterns of the Snakes of Thailand''. Amarin Printing and Publishing, Bangkok, 2001, 319 Seiten.

'''Fachartikel'''
* Wirot Nutaphand; Merel J. Cox; Ludwig Trutnau; Hobart Muir Smith: ''The status of the Thai palm viper, Trimeresurus wiroti''. In: Bulletin of the Maryland Herpetological Society. Band 27, Heft 3, 1991, Seiten 146–156.
* Wirot Nutaphand; Merel J. Cox; Hobart Muir Smith; David Chiszar: ''The Original Description, Type Specimen and Status of the Colubrid Snake Boiga saengsomi * Olivier Pauwels; Patrick David; Wirot Nutaphand; Chucheep Chimsunchart: ''First record of Xenochrophis punctulatus (
==Einzelnachweise==


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