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“dasBUUSENKOLLEKTIV e. V.” ist ein gemeinnütziger Verein, mit Sitz in Mühltal, DE, der sich für einen neuen, revolutionären Umgang mit Brustkrebs einsetzt.

Der Verein bietet verschiedene Angebote und Projekte an, die zur Lebensqualität und zu mehr Selbstbewusstsein von Betroffenen beitragen sollen. Das Buusenkollektiv verfolgt das Ziel, das Thema Krebs (Medizin)|Krebs aus der Tabu-Zone zu holen und zu zeigen, dass man trotz dieser Krankheit ein wunderbares, selbstbestimmtes Leben führen kann.

Der Verein ist vor allem auf Instagram aktiv, wo er mit seinen Beiträgen auf das Thema Brustkrebs aufmerksam macht und anderen Betroffenen zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen möchte.
'''1. Selbstverständnis und Mission'''

'''1. Selbstverständnis und Mission'''

In einer Zeit, in der jede 8. Frau an Brustkrebs erkrankt und das Thema Krebs immer noch sprachlos macht, sind die Mitglieder des Buusenkollektivs überzeugt, dass eine Revolution im Umgang mit Brustkrebs überfällig ist.

'''“Von Betroffenen für Betroffene”'''

Das Buusenkollektiv möchte laut sein, aufklären und Frauen, die ebenfalls mit dieser Diagnose leben müssen, auf ihrem Weg begleiten. Denn zu oft fühlt man sich als Patientin noch isoliert und unverstanden. Und das, obwohl es so viele sind. Jede 8. Frau erkrankt einmal in ihrem Leben an Brustkrebs, 70.000 Frauen jedes Jahr. Und trotzdem, so die Überzeugung des Buusenkollektivs, wird noch zu wenig über diese Krankheit gesprochen. Zudem kritisieren sie, dass in vielen aktuellen Broschüren, Ratgebern wenig Diversität herrscht.

Aus diesem Grund haben sich die Frauen vom

Buusenkollektiv zum Ziel gesetzt, einen neuen Umgang mit Brustkrebs zu schaffen, ganz nach dem Motto: "laut, frech, wild - mit Löwenmut, Konfetti im Herzen und ganz viel Lust aufs Leben!”

Die Mission: Mut machen, einen Raum für Gemeinschaft und Verbundenheit schaffen sowie Angebote entwickeln, die zur Lebensqualität vieler Betroffener beitragen.

Das Motto: “Krebs, das sind nicht die anderen. Krebs, das sind wir!”. Denn Fakt ist: Diese Krankheit kann alle treffen. Ob alt, ob jung. Ob dick, ob dünn. Ob sportlich oder unfit.
'''2. Historie'''

'''2. Historie'''

Das Buusenkollektiv wurde 2022 von Rhea Seehaus und Lena Gerst ins Leben gerufen, nachdem sie beide im Jahr 2020 selbst an Brustkrebs erkrankt sind, in einer Zeit, in der die Covid-19-Pandemie einen Austausch mit anderen Betroffenen erschwerte. Der Lockdown ließ keine persönlichen Treffen zu, erst recht nicht unter Krebspatient*Innen. Selbsthilfegruppen fanden über einen langen Zeitraum nicht statt.

2021 lernten sich die beiden Frauen auf Instagram kennen und stellten schnell fest, dass ihnen beide während und nach ihrer Akuttherapie etwas Entscheidendes fehlte: Der direkte Kontakt zu anderen Frauen, eine Gemeinschaft von Betroffenen. Sie beschließen, das zu ändern und ein digitales Angebot zu schaffen. Einen Ort, der ihnen auch geholfen hätte und an dem sie sich wohlfühlen würden. “Wir wollten dem Krebs die Stirn bieten – laut, frech, wild und farbenfroh," lautete die Devise. Und so gründeten sie das Buusenkollektiv als eine Art Selbsthilfe-Initiative und starteten direkt mit dem neuen Online-Austauschformat, den Tittie-Talks.

Nach den Tittie-Talks gründeten sie ein paar Monate später das Label “Buusenfreundinnen”, um ehrenamtlich Printprodukte und nachhaltige Textilien zu verkaufen. Mit den Produkten, zum Beispiel die Etappenkarten zur Krankheitsbewältigung oder den Statement-Shirts wollten sie anderen brustkrebserkrankten Frauen eine der schwierigsten Zeiten im Leben etwas leichter machen und ihnen das Gefühl vermitteln, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Zusätzlich wollten sie mit den Produkten auch ein gesellschaftliches Bewusstsein für diese Krankheit schaffen. Mit dem Gewinn finanzierten sie weitere Selbsthilfeprojekte des Buusenkollektivs.

Und nachdem sie das erste Mal ihr Fotoprojekt “Let your scars shine” durchführten, war klar: Das Buusenkollektiv braucht Mitstreiterinnen. Frauen, die genauso für das Thema brennen wie seine Gründerinnen, die Lust haben, Frauen zu vernetzen, in Austausch zu bringen und gute Projekte auf die Beine zu stellen.

2023 wurde aus dem Buusenkollektiv schließlich offiziell ein gemeinnütziger Verein “dasBUUSENKOLLEKTIV e. V.”  Inzwischen ist das Team angewachsen und umfasst neben selbst Betroffenen auch Angehörige und Freunde.
'''3. Projekte'''

'''3. Projekte'''

'''3.1 Tittie Talks'''

Sei es zu Beginn der Diagnosestellung oder aber nach absolvierter Therapie. Wenn der Kopf vor lauter Fragen und Gedanken raucht, oder aber der Wunsch nach Austausch mit anderen Betroffenen steht, dann sind die Tittie-Talks die ideale Möglichkeit dafür, unabhängig davon, an welchem Punkt der Therapie Patientinnen aktuell stehen. Dieses Austauschformat bietet die Chance, sich unter anderem über Therapiemöglichkeiten, Therapieverfahren und Gefühlslagen auszutauschen oder sich mit Tipps und Tricks zu versorgen. Oder aber einfach einen netten Abend mit anderen Buusenfreundinnen zu verbringen.

Die Tittie-Talks finden alle 6 Wochen online statt und stehen jedes Mal unter verschiedenen Themenschwerpunkten, über die Teilnehmende reden können, aber nicht müssen. Denn für alle Treffen gilt immer: “Die Tittie-Talks sind das, was ihr draus macht”. Der Kommunikation sind keine Grenzen gesetzt. Das Schöne an alledem: Das alles geht bequem vom Sofa aus.
'''3.2 Let your Scars shine'''

'''3.2 Let Your Scars Shine'''

Mit dem Fotoprojekt '''“Let Your Scars Shine"(LYSS)''' möchten das Buusenkollektiv Brustkrebspatientinnen Zuversicht schenken und ihren veränderten Körpern eine Bühne geben.

Entgegen der allgemeinen Annahme, dass Narben hässlich sind und gerade Frauenkörper entstellen, soll das Projekt die Narben als etwas Besonderes, als etwas Schönes herausstellen. An Brustkrebs erkrankte Frauen fühlen sich nach einer Operation und einer kräftezehrenden Akuttherapie oft verletzt und gezeichnet, weil ihre Körper nicht (mehr) dem gesellschaftlichen Bild entsprechen. Weil weibliche Körper speziellen Schönheitsidealen unterliegen und perfekt – sprich: makelos – sein sollen.

Das Buusenkollektiv dreht dies mit dem Fotoprojekt LYSS herum und stellt die Frage: “Sind Narben wirklich hässlich?” Denn beim genaueren Hinsehen offenbaren die Striche auf der Haut doch eigentlich etwas anderes: Sie strahlen Kraft und Individualität aus. Sie stehen für das Leben, für den Kampf, für etwas Besonderes und Einzigartiges. Sie können deshalb auch Hoffnung machen. Weil sie zeigen, dass keine der Betroffenen ihre Würde, ihre Schönheit oder ihre Weiblichkeit verloren hat.

Das Fotoshooting “Let your scars shine” steht in der Tradition der japanischen Handwerkskunst Kintsugi, bei der zerbrochenes Porzellan mit Goldkleber gekittet wird, um den Riss oder den „Makel“ als etwas Besonderes und Einzigartiges hervorzuheben.

Das Buusenkollektiv möchte für brustkrebserkrankte Frauen vor und nach der Operation Antworten und Unterstützung bieten. Deshalb ist "Let your Scars shine" DAS Empowerment – Projekt, mit dem der Verein dem betretenen Schweigen und der eigenen Unsicherheit, wenn es um die veränderten Körper geht,  Selbstbewusstsein, Authentizität und Goldglitzer entgegensetzen.
'''3.3 Tittie Tints'''

'''3.3 Tittie Tints'''

Die Tittie-Tints sind Events, die brustkrebserkrankten Frauen mit kunsttherapeutischen Mitteln ermöglichen, sich in einem geschützten, wertschätzenden Rahmen mit ihrer Erkrankung und ihren körperlichen Veränderungen auseinanderzusetzen. In kleinen Gruppen fertigen die Frauen - ganz im Stile der Anthropometrien von Yves Klein - bunte Oberkörperabdrücke an. Es sind sowohl Frauen mit Erst- oder Zweiterkrankung, aber vor allem metastasierte Frauen eingeladen. Allen gemeinsam sind die seelischen und körperlichen Narben, die durch die Erkrankung und die radikal in den Körper eingreifenden Therapien entstanden sind.

Kunsttherapie im Allgemeinen basiert auf der Erkenntnis, dass das Malen und Gestalten heilende Wirkung auf Erkrankte hat. Ziel ist dabei nicht in erster Linie die Schaffung von "Kunstwerken", sondern vielmehr der Zugang zur eigenen inneren Welt.

Mit den Tittie-Tints soll dies noch erweitert werden und den Frauen eben nicht nur der Zugang zu Emotionen, sondern insbesondere auch der Zugang und die Auseinandersetzung mit den körperlichen Veränderungen ermöglicht werden.

Viele Betroffene haben nach der Operation Hemmungen, ihren Oberkörper anzufassen, anzuschauen und sich mit ihren Narben auseinanderzusetzen. Die Tittie-Tints bieten dafür einen geschützten und - durch die Arbeit mit den Fingerfarben - auch spielerischen Rahmen, um sich selbst dem eigenen Körper anzunähern. Dies kann dazu führen, dass es den Frauen besser gelingt, sich der Krankheit mit all ihren Herausforderungen zu stellen. Unser Ziel ist es, dass sich die betroffenen Frauen als Gestalterinnen erleben. Dieser Wechsel von der - manchmal stark als passiv empfundenen - Rolle der Patientin zur Gestalterin kann den Frauen helfen, das Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit zurückzugewinnen. Gleichzeitig erleben sie sich in einer Gruppe Gleichgesinnter und können sich untereinander austauschen.
'''3.4 einevonACHT.'''

'''3.4 einevonACHT.'''

Die autobiographische Ausstellung einevonACHT – ein Projekt des gemeinnützigen Vereins “dasBUUSENKOLLEKTIV” –  zeigt die Vielfalt und Schönheit von Frauenkörpern nach einer Brustkrebsdiagnose und -behandlung. Fotografien, Tittie Tints, Gipsbüsten und ein Abtastvideo dokumentieren Momentaufnahmen der inneren und äußeren Metamorphosen, welche die an Krebs erkrankten Frauen durch die Diagnose und die dazugehörigen, zum Teil radikal in den Körper eingreifenden Therapieansätze durchleben. Sie vermitteln einen authentischen Einblick in die Erfahrungen, Gefühle und Hoffnungen von Frauen, die diese Krankheit überstanden haben oder noch damit zu kämpfen haben. Die Exponate sollen dabei aber nicht nur als Zeugnisse des Leidens und der Angst verstanden werden. Sie sollen sichtbar machen, dass auch Stärke, Zusammenhalt, Lebensfreude und Zuversicht Teil des individuellen Krankheitserlebens sein können.

Die Schau ist eine Hommage an den Mut, die Schönheit und den Kampfgeist aller Betroffenen. Sie möchte ein Zeichen setzen für mehr Selbstbestimmung, Selbstliebe und Solidarität im Umgang mit Brustkrebs. Sie möchte das Bewusstsein für die Krankheit und ihre Folgen in der Öffentlichkeit erhöhen und einen Dialog anregen. Sie ist zugleich auch Ausdruck einer Rebellion gegen das gesellschaftliche Bild: “Krebs, das sind immer nur die anderen”. Sie soll wachrütteln und deutlich machen: Diese Krankheit kann jeden treffen. “Der Krebs, das sind wir!”

Die Ausstellung “einevonACHT” ist für Institutionen unterschiedlichster Themenbereiche – Gesundheit, Frauen, Kunst oder Gesellschaft – geeignet und kann flexibel an den jeweiligen Raum angepasst werden. Aktuell ist die Ausstellung vom 17. Februar bis 19. April 2024 im Brustzentrum der Charité Berlin zu sehen.
'''3.5 Abtastvideo'''

'''3.5 Abtastvideo'''

Ein wesentlicher Baustein in der Krebsfrüherkennung ist das regelmäßige Abtasten der Brust. Wie dies funktioniert, wann man es am besten erledigt und auf was dabei zu achten ist, ist vielen Frauen jedoch nicht ganz klar. Deshalb richtet sich das Abtastvideo des Buusenkollektivs vor allem an noch nicht betroffene Frauen. Anschaulich und in leicht verständlicher Sprache bietet es den Frauen eine gute Anleitung, soll Hemmungen nehmen und zur regelmäßigen Selbstuntersuchung animieren.
'''3.6. WhatsApp-Community'''

'''3.6. WhatsApp-Community'''

Über den Chat-Dienst “Whats-App” haben Brustkrebspatientinnen die Möglichkeit, sich auf schnelle Weg ungezwungen miteinander auszutauschen, gezielt Fragen stellen oder innerhalb der jeweiligen Postleitzahlgebiete Buusenfreundinnen in der Nähe finden und Treffen vereinbaren. Auch hier gilt es, ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen und allen Betroffenen zu vermitteln, dass sie nicht alleine sind.
'''3.7 Label „BUUSENFREUNDINNEN”'''

'''3.7 Label „BUUSENFREUNDINNEN”'''

Vereint unter dem Label „BUUSENFREUNDINNEN“ vertreibt dasBUUSENKOLLEKTIV ein buntes Produktportfolio für den guten Zweck - nämlich das Thema Brustkrebs aus der Tabuzone mitten ins Leben zu holen.

Im Online-Shop des Buusenkollektivs werden T-Shirts und Stoffbeutel mit dem Aufdruck “BUUSENFREUNDINNEN” sowie Etappenkarten für die Zeit der Erkrankung und der Therapien angeboten. Das Sortiment soll nach und nach erweitert werden. Alles verbunden mit der Hoffnung, ein Gefühl der Solidarität, der Verbundenheit und der Gemeinschaft vermitteln zu können.

Bei der Auswahl der Produkte war es dem Buusenkollektiv wichtig, nachhaltige Ware anzubieten, bei denen nicht nur faire Arbeitsbedingungen sondern auch eine verantwortungsvolle Lieferkette und die Verwendung umweltfreundlicher Rohstoffe gewährleistet sind. Denn Körper und Haut von Krebspatient*Innen sind gerade in Zeiten der Akuttherapie besonders empfindlich. Textilprodukte für Betroffene sollten darum mit besonderer Vorsicht und Verantwortung ausgewählt werden.

Der Shop ist unter folgender URL zu erreichen: https://dasbuusenkollektiv.shop/ . Die Gewinne fließen zu 100% in die Projekte des Vereins.

Mit seinen Produkten möchte dasBUUSENKOLLEKTIV ein Zusammengehörigkeitsgefühl unter BUUSENFREUNDINNEN schaffen, Kraft geben, Betroffenen zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen und zeigen: “Du bist nicht allein. Der Krebs, das sind nicht die anderen. Der Krebs, das sind wir!”
'''4. Finanzierung'''

'''4. Finanzierung'''

Wir finanzieren uns durch Spenden, Sponsoring, Mitgliedsbeiträge und Projetkförderung.
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