Das '''Eisenbahnprojekt Schaan–Landquart''' umfasste eine elektrisch betriebene meterspurige Bahnstrecke von Schaan in Liechtenstein über Vaduz, Bad Ragaz nach Landquart in der Schweiz. 1905 wurde in Bern ein Konzessionsgesuch eingereicht.
== Geschichte ==
Während des Baus der Arlbergbahn wurde in Liechtenstein ein Initiativkomitee gegründet mit dem Ziel, eine Eisenbahnlinie durch das Oberland (Liechtenstein)|Liechtensteiner Oberland zu realisieren. Diese Bahnstrecke sollte von Schaan aus über Vaduz und Balzers nach Sargans führen. Bereits 1903 beantragte der Badeort Bad Ragaz|Ragaz eine Konzession für eine linksrheinische Bahnverbindung zwischen Landquart und Sargans mit Ragaz als Haltestation. 1905 reichte ein Komitee unter der damaligen Leitung von Theophil Sprecher von Bernegg in Bern ein Konzessionsgesuch für eine Schmalspurbahn zwischen Schaan und Landquart ein. Der Rhätische Bahn|Rhätischen Bahn (RhB) hätte diese Linie den Direktanschluss zur Arlbergbahn gebracht und im Fürstentum hätte man gute Verkehrsverbindungen durch das Land und Richtung Kanton Graubünden |Graubünden begrüsst. Die Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und Lokalpolitiker aus dem Bezirk Sargans|Sarganserland opponierten vehement gegen das Projekt. Für die Eisenbahninteressen des Fürstentums Liechtenstein intervenierte der österreichische Gesandte beim Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat in Bern – Österreich-Ungarn|Österreich vertrat damals das Fürstentum diplomatisch im Ausland.
Um das Projekt nicht zu gefährden, änderten die Initianten ihre Pläne und streckten die Linie mit dem Verzicht auf den Einbezug des auf St. Galler Kantonsgebiet liegenden Badeorts Ragaz. Diese unerwartete Entwicklung schreckte den Regierungsrat des Kantons St. Gallen|St. Galler Regierungsrat auf. Er stimmte dem Bauvorhaben zu und knüpfte die Konzession an die Bedingung, dass alle Züge nach Ragaz geführt werden müssen.
Am 29. August 1907 kam es unter der Führung von Bundesrat Josef Zemp zu einer Besichtigung der geplanten Bahnlinie. Es brauchte die Intervention des österreichischen Gesandten in Bern, damit das Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation|Post- und Eisenbahndepartement für diesen Augenschein auch die Repräsentanten des Fürstentums einlud. Der Konflikt ging weiter und die SBB hielten an ihrer Opposition fest. Der Direktor der Schweizerische Südostbahn (1890)|Südostbahn machte sich auf der Frontseite der Neue Zürcher Zeitung|NZZ für den Bau der Bahnlinie stark. Während des Ersten Weltkriegs war das Bauwerk nicht mehr realisierbar und das Eisenbahndepartement schickte die Projektunterlagen an das Initiativkomitee zurück.
== Gegenwart ==
Seither haben sich die Befindlichkeiten geändert. Während die Schweizer Kantone Graubünden und St. Gallen in ihre Eisenbahnen investieren,Matthias Rellstab: ''RhB Grossauftrag noch grösser.'' In: ''Schweizer Eisenbahn-Revue''. Nr. 1/2017. Minirex,
== Literatur ==
* Heinz Schild: [https://www.eliechtensteinensia.li/view ... pDocAnchor ''Liechtenstein wurde am Perron stehen gelassen. Zu einem nicht realisierten Bahnprojekt zwischen Schaan und Landquart.''] Auf: ''Liechtensteinische Landesbibliothek|eLiechtensteinensia'' (online). Jahrbuch (2014) (113).
Kategorie:Schienenverkehr (Liechtenstein)
Kategorie:Bahnstrecke im Kanton Graubünden
Kategorie:Bahnstrecke im Kanton St. Gallen
Kategorie:Internationale Bahnstrecke
Kategorie:Bauwerk im Alpenrheintal
Kategorie:Verkehr (Alpenrheintal)
Das '''Eisenbahnprojekt Schaan–Landquart''' umfasste eine elektrisch betriebene meterspurige Bahnstrecke von Schaan in Liechtenstein über Vaduz, Bad Ragaz nach Landquart in der Schweiz. 1905 wurde in Bern ein Konzessionsgesuch eingereicht.
== Geschichte == Während des Baus der Arlbergbahn wurde in Liechtenstein ein Initiativkomitee gegründet mit dem Ziel, eine Eisenbahnlinie durch das Oberland (Liechtenstein)|Liechtensteiner Oberland zu realisieren. Diese Bahnstrecke sollte von Schaan aus über Vaduz und Balzers nach Sargans führen. Bereits 1903 beantragte der Badeort Bad Ragaz|Ragaz eine Konzession für eine linksrheinische Bahnverbindung zwischen Landquart und Sargans mit Ragaz als Haltestation. 1905 reichte ein Komitee unter der damaligen Leitung von Theophil Sprecher von Bernegg in Bern ein Konzessionsgesuch für eine Schmalspurbahn zwischen Schaan und Landquart ein. Der Rhätische Bahn|Rhätischen Bahn (RhB) hätte diese Linie den Direktanschluss zur Arlbergbahn gebracht und im Fürstentum hätte man gute Verkehrsverbindungen durch das Land und Richtung Kanton Graubünden |Graubünden begrüsst. Die Schweizerische Bundesbahnen|Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und Lokalpolitiker aus dem Bezirk Sargans|Sarganserland opponierten vehement gegen das Projekt. Für die Eisenbahninteressen des Fürstentums Liechtenstein intervenierte der österreichische Gesandte beim Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat in Bern – Österreich-Ungarn|Österreich vertrat damals das Fürstentum diplomatisch im Ausland.
Um das Projekt nicht zu gefährden, änderten die Initianten ihre Pläne und streckten die Linie mit dem Verzicht auf den Einbezug des auf St. Galler Kantonsgebiet liegenden Badeorts Ragaz. Diese unerwartete Entwicklung schreckte den Regierungsrat des Kantons St. Gallen|St. Galler Regierungsrat auf. Er stimmte dem Bauvorhaben zu und knüpfte die Konzession an die Bedingung, dass alle Züge nach Ragaz geführt werden müssen.
Am 29. August 1907 kam es unter der Führung von Bundesrat Josef Zemp zu einer Besichtigung der geplanten Bahnlinie. Es brauchte die Intervention des österreichischen Gesandten in Bern, damit das Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation|Post- und Eisenbahndepartement für diesen Augenschein auch die Repräsentanten des Fürstentums einlud. Der Konflikt ging weiter und die SBB hielten an ihrer Opposition fest. Der Direktor der Schweizerische Südostbahn (1890)|Südostbahn machte sich auf der Frontseite der Neue Zürcher Zeitung|NZZ für den Bau der Bahnlinie stark. Während des Ersten Weltkriegs war das Bauwerk nicht [url=viewtopic.php?t=2665]mehr[/url] realisierbar und das Eisenbahndepartement schickte die Projektunterlagen an das Initiativkomitee zurück.
== Gegenwart == Seither haben sich die Befindlichkeiten geändert. Während die Schweizer Kantone Graubünden und St. Gallen in ihre Eisenbahnen investieren,Matthias Rellstab: ''RhB Grossauftrag noch grösser.'' In: ''Schweizer Eisenbahn-Revue''. Nr. 1/2017. Minirex, == Literatur == * Heinz Schild: [https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/image/000326952_113/91/#topDocAnchor ''Liechtenstein wurde am Perron stehen gelassen. Zu einem nicht realisierten Bahnprojekt zwischen Schaan und Landquart.''] Auf: ''Liechtensteinische Landesbibliothek|eLiechtensteinensia'' (online). Jahrbuch (2014) (113).
Kategorie:Schienenverkehr (Liechtenstein) Kategorie:Bahnstrecke im Kanton Graubünden Kategorie:Bahnstrecke im Kanton St. Gallen Kategorie:Internationale Bahnstrecke Kategorie:Bauwerk im Alpenrheintal Kategorie:Verkehr (Alpenrheintal) [/h4]
Der Bürgermeister von Schaan ist der Vorsitzende der Gemeindeverwaltung von Schaan. Die Rolle besteht seit der Einführung des liechtensteinischen Gemeindegesetzes von 1864.
Der amtierende...