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 Rußschneegimpel

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Der '''Rußschneegimpel''' (''Leucosticte atrata'') ist eine in Nordamerika vorkommende Singvogelart aus der Familie (Biologie)|Unterfamilie der Stieglitzartigen (Carduelinae).

== Merkmale ==
Rußschneegimpel erreichen eine Größe von ca. 16 Zentimetern.[https://www.oiseaux.net/birds/black.rosy.finch.html ''Black Rosy Finch''], oiseaux.net Männchen und Weibchen unterscheiden sich leicht in der Gefiederfärbung. Das Männchen ist einheitlich dunkelbraun-schwarz an Rücken, Brust, Hals und Gesicht unterhalb des Auges. Die Federn an Bauch, Bürzel, Ober- und Unterschwanzdecken sowie am Flügelbogen sind rosa gesäumt und wirken schuppig, der Schwanz ist gekerbt. Der schwarze Vorderkopf ist mit einem weißen bis silbergrauen Band um den Hinterkopf versehen. Die Weibchen ähneln den Männchen, ihr Gefieder ist jedoch heller graubraun und der Rücken stärker gestreift. Das Rosa im Gefieder ist reduziert oder fehlt zuweilen. Das Silbergrau am Hinterkopf ist stark reduziert. Der kräftige, kegelförmige Schnabel ist während der Brutzeit gelb, im Winter grau bis schwarz, die Iris (Auge)|Iris ist schwarz, Beine und Füße sind dunkelgrau.

== Ähnliche Arten ==
Die Art ähnelt im Aussehen dem Coloradoschneegimpel (''Leucosticte australis'') und dem Schwarzstirn-Schneegimpel (''Leucosticte tephrocotis''). Der Rußschneegimpel ist jedoch insgesamt dunkler gefärbt.

== Verbreitung, Unterarten und Lebensraum ==
Der Rußschneegimpel kommt in Hochlagen von Gebirgen in überwiegend nordwestlichen Regionen der Vereinigten Staaten vor. Er ist dort auf felsigen Almwiesen oberhalb der Wald- und Baumgrenze in Höhenlagen zwischen 2600 und 3600 Metern zu finden. Unterarten werden nicht geführt.

== Lebensweise ==
Rußschneegimpel leben und brüten oberhalb der Baumgrenze und nisten zumeist in Felsspalten und -höhlen, oft in der Nähe von Schneefeldern und Gletschern in den höchsten Gebirgszügen. Sie suchen auf Schneewehen und an deren schlammigen, schmelzenden Rändern nach Insekten und Samen. Dort sind alte Nahrungsreste zu finden und neue werden durch die Schneeschmelze freigelegt, auch keimen dort die Samen. Zusätzlich zum Kropf besitzen Rußschneegimpel spezielle, paarig angelegte Säcke unter dem Schnabelboden. Diese ermöglichen es den Altvögeln, bei jedem Flug zu den Jungen zusätzliche Nahrung mitzunehmen. Die erhöhte Zuladung macht längere Flüge rentabel und erlaubt es den Eltern, in dieser mitunter kargen Umgebung ein größeres Gebiet von bis zu vier Kilometern Entfernung vom Nest nach Nahrung abzusuchen. Da die alpine Brutsaison kurz ist, muss die Brutaktivität so früh wie möglich beginnen, um den Brutzyklus abzuschließen, bevor extreme Wetterbedingungen die Vögel in die tieferen Lagen vertreiben. So lässt sich der Rußschneegimpel im April im Hochgebirge nieder, wenn der Boden noch tief gefroren und mit Schnee bedeckt ist und verweilt dort, um die erste Wetterbesserung auszunutzen. Die Männchen verjagen aggressiv andere Männchen, die ihrem Brutplatz und ihren Weibchen zu nahe kommen. Rußschneegimpel gehören zu den am wenigsten erforschten Vögeln Nordamerikas, da ihr alpiner Lebensraum im Allgemeinen und ihre Nistplätze an Felswänden im Besonderen schwer zugänglich sind. Details zum Brutverhalten der Art müssen deshalb noch erforscht werden.

Im Winter zieht der Rußschneegimpel in Einöden, Nationalparks und Täler, die oft nur dünn oder zeitweise schneebedeckt sind. Dort sucht er auf kahlen Stellen nach Nahrung. Vom Menschen angelegte Futterstellen werden bereitwillig angenommen.[https://wgfd.wyo.gov/media/1342/download?inline ''Black Rosy-Finch''], Wyoming Species Account, Wyoming Government. Er zieht in großen Schwärmen abrupt umher. An wärmeren Tagen fliegen die Vögel auch in höhere Lagen, um dort zu fressen, wo der Wind die Tundra vom Schnee befreit hat. Nachts übernachten sie in großen Gemeinschaftsschlafplätzen in Höhlen, Bergwerksschächten oder unter Dachsparren.

== Bestand und Gefährdung ==
Die Populationen des Rußschneegimpels sind im Rückgang begriffen. Die Art (Biologie)|Art wird deshalb von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „''endangered'' = stark gefährdet“ geführt.

== Literatur ==
* Richard E. Johnson: ''Black Rosy-Finch (Leucosticte atrata)'', version 1.0. In Birds of the World (A. F. Poole und F. B. Gill, Herausgeber), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020

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Richard E. Johnson: „Schwarzer Rosenfink (Leucosticte atrata)“, Version 1.0. In Birds of the World (A. F. Poole und F. B. Gill, Herausgeber), Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
Rote Liste „Schwarzer Rosenfink“, iucnredlist.org, abgerufen am 15. März 2026, [https://www.iucnredlist.org/species/22720488/131900348]


Kategorie:Fink
Kategorie:Endemisches Tier der Vereinigten Staaten

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