Ilana Miriam Gershon (* 1970–1971) ist eine amerikanische Kulturanthropologin, deren Arbeit sich mit Neoliberalismus, neuen Medien und Arbeit befasst. Derzeit ist sie Herbert S. Autrey-Lehrstuhlinhaberin für Anthropologie und Co-Direktorin des Programms für Wissenschafts- und Technologiestudien an der Rice University. Sie betreibt außerdem den CaMP Anthropology-Blog, der wissenschaftliche Arbeiten an den Schnittstellen von Kommunikation, Medien und Performance behandelt, und produziert den Podcast „Academic Hiring Rituals: The International Edition“ für die Association of Political and Legal Anthropology.
Gershon ist Autor mehrerer Bücher, darunter „The Breakup 2.0: Disconnecting over New Media“ (2010), „No Family Is an Island: Cultural Expertise among Samoans in Diaspora“ (2012), „Down and Out in the New Economy: How People Find (or Don't Find) Work Today“ (2017) und „The Pandemic Workplace: How We Learned to Be Citizens in the Office“ (2024), alle erschienen bei Cornell University Press oder University of Chicago Press.
== Bildung ==
Gershon erhielt einen B.A. mit Auszeichnung in Geschichte und Philosophie der Sozialwissenschaften von der Stanford University im Jahr 1993 und einem M.Phil. in Sozialanthropologie an der University of Cambridge (Cambridge University) im Jahr 1994. Sie schloss ihr Ph.D. in Kulturanthropologie an der University of Chicago im Jahr 2001.
== Karriere ==
Gershon trat 2005 nach Abschluss ihrer Promotion in die Abteilung für Kommunikation und Kultur der Indiana University Bloomington ein.
Im Jahr 2023 trat Gershon der Fakultät der Abteilung für Anthropologie der Rice University bei.
== Forschung und Wissenschaft ==
Gershons Stipendium umfasst Sprachanthropologie, Medienwissenschaft, Rechtsanthropologie, Anthropologie der Demokratie sowie Wissenschafts- und Technologiestudien. Ihre Arbeit wird durch zwei umfassende theoretische Ziele vereint: zu verstehen, wie Menschen das Leben über mehrere sich überschneidende soziale Ordnungen hinweg steuern, und eine historisch fundierte Darstellung des Neoliberalismus als eigenständige Konfiguration des Kapitalismus zu entwickeln.
Während sie an der Indiana University einen Bachelor-Kurs über Sprache und Kultur unterrichtete, beobachtete Gershon, dass ihre Studenten ihre schlimmsten Trennungserlebnisse stets anhand des verwendeten Mediums – SMS, Facebook, Instant Messaging – und nicht anhand des Inhalts der Nachricht beschrieben. Die daraus resultierende Forschung, die auf ethnografischen Interviews mit 72 Studenten basiert, wurde als „The Breakup 2.0: Disconnecting over New Media“ (Cornell University Press, 2010) veröffentlicht.
Gershons am häufigsten zitierter theoretischer Beitrag ist ihre Analyse der neoliberalen Handlungsfähigkeit, die 2011 in einem Artikel in „Current Anthropology“ entwickelt und durch ihr Buch „Down and Out in the New Economy: How People Find (or Don't Find) Work Today“ (University of Chicago Press, 2017) erweitert wurde.
Ihre jüngste Forschung stützt sich auf mehr als zweihundert Interviews mit Arbeitnehmern in den gesamten Vereinigten Staaten, die während der COVID-19-Pandemie geführt wurden.
Ilana Miriam Gershon (* 1970–1971) ist eine amerikanische Kulturanthropologin, deren Arbeit sich mit Neoliberalismus, neuen Medien und Arbeit befasst. Derzeit ist sie Herbert S. Autrey-Lehrstuhlinhaberin für Anthropologie und Co-Direktorin des Programms für Wissenschafts- und Technologiestudien an der Rice University. Sie betreibt außerdem den CaMP Anthropology-Blog, der wissenschaftliche Arbeiten an den Schnittstellen von Kommunikation, Medien und Performance behandelt, und produziert den Podcast „Academic Hiring Rituals: The International Edition“ für die Association of Political and Legal Anthropology. Gershon ist Autor mehrerer Bücher, darunter „The Breakup 2.0: Disconnecting over New Media“ (2010), „No Family Is an Island: Cultural Expertise among Samoans in Diaspora“ (2012), „Down and Out in the New Economy: How People Find (or Don't Find) Work Today“ (2017) und „The Pandemic Workplace: How We Learned to Be Citizens in the Office“ (2024), alle erschienen bei Cornell University Press oder University of Chicago Press.
== Bildung == Gershon erhielt einen B.A. mit Auszeichnung in Geschichte und Philosophie der Sozialwissenschaften von der Stanford University im Jahr 1993 und einem M.Phil. in Sozialanthropologie an der University of Cambridge (Cambridge University) im Jahr 1994. Sie schloss ihr Ph.D. in Kulturanthropologie an der University of Chicago im Jahr 2001. == Karriere == Gershon trat 2005 nach [url=viewtopic.php?t=19709]Abschluss[/url] ihrer Promotion in die Abteilung für Kommunikation und Kultur der Indiana University Bloomington ein. Im Jahr 2023 trat Gershon der Fakultät der Abteilung für Anthropologie der Rice University bei. == Forschung und Wissenschaft == Gershons Stipendium umfasst Sprachanthropologie, Medienwissenschaft, Rechtsanthropologie, Anthropologie der Demokratie sowie Wissenschafts- und Technologiestudien. Ihre Arbeit wird durch zwei umfassende theoretische Ziele vereint: zu verstehen, wie Menschen das Leben über mehrere sich überschneidende soziale Ordnungen hinweg steuern, und eine historisch fundierte Darstellung des Neoliberalismus als eigenständige Konfiguration des Kapitalismus zu entwickeln. Während sie an der Indiana University einen Bachelor-Kurs über Sprache und Kultur unterrichtete, beobachtete Gershon, dass ihre Studenten ihre schlimmsten Trennungserlebnisse stets anhand des verwendeten Mediums – SMS, Facebook, Instant Messaging – und nicht anhand des Inhalts der Nachricht beschrieben. Die daraus resultierende Forschung, die auf ethnografischen Interviews mit 72 Studenten basiert, wurde als „The Breakup 2.0: Disconnecting over New Media“ (Cornell University Press, 2010) veröffentlicht. Gershons am häufigsten zitierter theoretischer Beitrag ist ihre Analyse der neoliberalen Handlungsfähigkeit, die 2011 in einem Artikel in „Current Anthropology“ entwickelt und durch ihr Buch „Down and Out in the New Economy: How People Find (or Don't Find) Work Today“ (University of Chicago Press, 2017) erweitert wurde. Ihre jüngste Forschung stützt sich auf mehr als zweihundert Interviews mit Arbeitnehmern in den gesamten Vereinigten Staaten, die während der COVID-19-Pandemie geführt wurden.