Kirche Planitz (Käbschütztal)Artikelentwürfe

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 Kirche Planitz (Käbschütztal)

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Die evangelische '''Dorfkirche Planitz''' ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Planitz (Käbschütztal)|Planitz der Gemeinde Käbschütztal im Landkreis Meißen in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Leuben im Kirchenbezirk Meißen der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens|Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.
== Geschichte und Architektur ==
Die Kirche ist ein einfacher Saalbau aus dem Jahr 1727 mit einem Dachreiter aus den Jahren 1802/03, die nach Kriegsschäden im Jahr 1945 sowie 1979/80 im Innern und 1993/94 außen instandgesetzt wurde.
Das Bauwerk ist ein Putzbau mit großen Stichbogenfenstern und Eingangsportalen im Westen und Osten. An der Nordfassade befindet sich ein hoher Podestvorbau mit seitlichem Treppenaufgang; von dem Podest aus konnten über drei separate externe Zugänge drei besondere Logen auf der unteren Nordempore der Kirche betreten werden; die in das Fensterachsensystem integrierten Öffnungen sind teilweise vermauert. Im Podestunterbau befinden sich vergitterte Abgänge zu den gewölbten Grüften. Ein schwerer, verschieferter Dachreiter mit Haube (Architektur)|Haube und Laterne (Architektur)|Laterne, der auf der Westgiebelwand aufsitzt, bekrönt das Bauwerk.

Der Saal wird durch eine flache Putzdecke geschlossen; umlaufend sind doppelgeschossige Holzemporen angebracht, deren untere auf Holzstützen ruhen. Die Brüstungen wurden im frühen 19. Jahrhundert ornamental und mit Gehängen bemalt. Auf der unteren Nordempore sind drei Logen (Betstuben) mit verglasten, korbbogigen Fenstern angeordnet, die einst mit rückwärtigen Zugängen von außen erreichbar waren und für die Besitzer der eingepfarrten Rittergüter Sornitz, Deila und Leutewitz vorgesehen waren. Östlich davon befindet sich die offene Betstube der örtlichen Gutsbesitzer Roßberg aus dem Jahr 1818. Emporentreppen sind im Osten und Westen angeordnet, die Sakristei in der Nordostecke.
== Ausstattung ==
Das Hauptstück der Ausstattung ist ein Kanzelaltar aus Holz von 1727, der polygonale Korb und der mit den Gesetzestafeln versehene Schalldeckel sind reich mit Schnitzereien verziert sowie weiß und golden gefasst. Beide werden flankiert von einem ionischen, grün marmorierten Säulenpaar; darüber befinden sich eine große Gloriole, Vasenaufsätze mit Puttenköpfen und Adelswappen derer Watzdorf (Adelsgeschlecht)|von Watzdorf und Miltitz (Adelsgeschlecht)|von Miltitz.
Das Gestühl stammt vermutlich aus der Bauzeit, die Rechteckwangen sind mit kleinen Bekrönungen versehen. Ein Ölgemälde auf Leinwand zeigt eine Abendmahlsdarstellung aus dem 17. Jahrhundert.
Zwei bemalte Meißner Vasen in Urnenform sind bezeichnet mit der Jahreszahl 1829 und mit einer Inschrift versehen, welche Louise Steiger aus Leutewitz als Stifterin nennt.
Die Orgel ist ein Werk von Franz-Emil Keller aus dem Jahr 1891 mit 13 Register (Orgel)|Registern auf zwei Manual (Musik)|Manualen und Pedal (Orgel)|Pedal. == Literatur ==
* Georg Dehio: ''Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen I. Regierungsbezirk Dresden.'' Deutscher Kunstverlag, München 1996, ISBN 3-422-03043-3, S. 711.
* [https://gottesdienstzeiten.de/evangelis ... itz-14064/ Website der Kirchengemeinde]

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