Kannst du pfeifen Johanna FilmArtikelentwürfe

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 Kannst du pfeifen Johanna Film

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'''Kannst Du pfeifen, Johanna?''' ist der Titel eines Kurztonfilms, den Johannes Guter 1934 nach einem Drehbuch von Wilhelm Eichborn für die Universum-Film AG UFA in Berlin realisiert hat. Marianne Winkelstern und Harald Paulsen singen darin mit der Vokalgruppe ''5 “Gloria” Parodisters'' zu dieser vgl. Josef Westner: „Metropol-Vokalisten - Das Chamäleon der Vokalgruppenszene” den populären Schlager des schwedischen Komponisten Sten Axelson, zu dem Hans Joachim Bach 1933 den deutschen Text geschrieben hatte.

*Marianne Winkelstern ... Johanna
*Harald Paulsen ... Er
*Die 5 “Gloria” Parodisters
*Wiener Bohème Orchester
*Robert Renard mit dem “Odeon”-Tanzorchester
*Ballett d. Berliner Staatsoper

== Handlung ==
Kurzinhalt:
Ballett- und Gesangsvariationen zu dem Schlager "Kannst Du pfeifen, Johanna?". so bei murnaustiftung.de

== Produktionsnotizen ==
Die Produktion der Ufa wurde von Bernhard Wentzel photographiert, die Tonaufnahmen nach dem System Tobis-Klangfilm machte Walter Tjaden. Die Atelierbauten errichtete Carl Ludwig Kirmse, die musikalische Leitung hatte Rudolf Perak, Produktionsleiter war Peter Paul Brauer.

Der Kurzfilm lag der Reichsfilmzensur Berlin am 26. April 1934 vor und erhielt die Zensurnummer B.36279. Für die Jugend wurde er in Deutschland verboten.
In Österreich, wo er ab 1935 in die Kinos kam, war er dagegen jugendfrei. vgl. Caneppele, Wiener Filmzensur, S. 31 zu Nr. 50
Eine nur 115 m lange Fassung wurde am 27.August 1935 zensiert (Nr. 39942, jv).vgl. Birett, Quellen 1.7

== Rezeption ==
Kurztonfilme wie dieser wurden meist in den Beiprogrammen vgl. Ursula von Keitz, Art. “Beiprogramm” im [https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.ph ... gramm-2600 Lexikon der Filmbegriffe] zum Hauptfilm gezeigt, die vor der Einführung des Tonfilms häufig auch von lebenden Artisten in Bühnenschauen bestritten wurden. Inhaltlich wurden diese Filme gerne um erfolgreiche Schlager herum gestaltet. ein frühes Beispiel ist der Kurztonfilm "Die Kapelle Etté spielt den Ramona", den Walter Ruttmann 1928 für die Tobis-Industrie GmbH (Tiges) in Berlin realisierte. Darin ist das seinerzeit äußerst populäre Tanzorchester des Geigers Bernard Etté zu sehen - und zu hören, wie es den langsamen Walzer ”Ramona (Lied)|Ramona” der Komponistin Mabel Wayne (geborene Wimpfheimer, 1890-1978) exekutiert. ”Der Ramona” war von dem gleichnamigen amerikanischen Ramona (1928)|Stummfilm-Melodram her und von zahlreichen Grammophonplatten auch in Deutschland wohl bekannt. Vgl. [https://www.filmportal.de/film/die-kape ... 6c9d951556 filmportal.de]

* Überlieferung
Ein 35 mm Komb-Dup-Positivvgl. Sabine Lenk, Art. “Positiv / Positivfilm” im [https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.ph ... ivfilm-837 Lexikon der Filmbegriffe] (Uni Kiel) ist unter der Archivnummer 1/93 im Bestand der Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung erhalten.

* Aufführung
“Kannst du pfeifen, Johanna?” lief am 17. Mai 1934 in Dresden im Ufa-Palast in
der Waisenhausstraße 26. Erstaufführungskino, 1030 Sitzplätze, zwei Ränge, vgl.
[https://kino.isgv.de/dresdner-kinos/all ... ls?kid=221 isgv.de]

* Weiterwirken
Mit dem Titel des Schlagers “Kannst du pfeifen, Johanna?” (Originaltitel: ''Kan du vissla Johanna?'') drehte 1994 der schwedische Regisseur Rumle Hammerich in Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuches von Ulf Stark (1992) einen 55-minütigen Fernsehfilm ; er wird traditionell vom schwedischen Fernsehen ''Sveriges Television AB'' jedes Jahr zu Weihnachten ausgestrahlt. vgl. [https://www.imdb.com/de/title/tt0110236/ IMDb]

Gordon Kampe komponierte zu der Vorlage 2013 eine gleichnamige Kinderoper, die in der Inszenierung von Łukasz Kos 2017 Premiere im Rahmen der Münchner Opernfestspiele hatte. vgl. Barbara Hordych in: SZ vom 28. März 2019 [https://www.sueddeutsche.de/kultur/kind ... -1.4386791 sueddeutsche.de]

Das Puppentheater im sächsischen Zwickau führte die berührende Geschichte in der Bearbeitung des Starkschen Kinderbuches durch Volker Ludwig als Puppenspiel auf. Première war am 22. Juni 2025. „Kannst du pfeifen, Johanna? Großeltern gebraucht!” von Volker Ludwig, nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Ulf Stark ; vgl. [https://www.puppentheater-zwickau.de/re ... n-johanna/ zwickau.de]

== Literatur ==
* Paolo Caneppele: Entscheidungen der Wiener Filmzensur, Band 7. Verlag Filmarchiv Austria, 2009. ISBN 978-3902531254. Länge 489 Seiten, hier S. 31 u. 461 zu Nr. 50.

* Paolo Caneppele: Entscheidungen der Tiroler Filmzensur: 1922-1938 (= Band 4 von Entscheidungen der Tiroler Filmzensur, Filmarchiv Austria, Materialien zur österreichischen Filmgeschichte, hrsg. von P. Caneppele) Verlag Film Archiv Austria, 2002, ISBN 978-3901932120. Länge 334 Seiten, hier S. 73 u. 222.

* Wolfgang Schneidereit: Discographie der Gesangsinterpreten der leichten Muse von 1925 bis 1945 im deutschsprachigen Raum: Eine Discographie mit biographischen Angaben in 3 Bänden. Band 3: Ethel Reschke bis Slobodan Živojnović. Verlag BoD – Books on Demand, 2019, ISBN 978-3752828436. Länge 556 Seiten.

* Josef Westner: „Metropol-Vokalisten - Das Chamäleon der Vokalgruppenszene”. Online bei [http://www.comedian-harmonists.net/wp-c ... ds/MV3.jpg comedian-harmonists.net]

* * * ”Kannst Du pfeifen, Johanna?” bei [https://www.murnau-stiftung.de/movie/5332 murnaustiftung.de]
* ”Kannst Du pfeifen, Johanna?” bei Birett, [https://kinematographie.de/KNORR.HTM Quellen] zur Filmgeschichte 1.7

Abbildungen
* [http://www.comedian-harmonists.net/?page_id=932 Standbild] aus dem Film mit den 5 Parodisters und Marianne Winkelstern. Aus: Josef Westner, „Metropol-Vokalisten", bei [http://www.comedian-harmonists.net/wp-c ... ds/MV3.jpg comedian-harmonists.net]
* [https://www.virtual-history.com/movie/c ... rn_193.jpg Bildpostkarte] von Marianne Winkelstern (1910-1966) aus dem Atelier Zander & Labisch, Berlin.
* [https://www.flickr.com/photos/truusbobj ... 9743056878 "Ross" Postkarte] No. 5493/1 von Harald Paulsen (1895-1954) (Photo: Atelier d'Ora / Benda, Wien)
* [https://www.filmposter-archiv.de/filmplakat.php?id=6923 Filmplakat] aus Österreich für den Stummfilm ”Ramona” (Edwin Carewe, 1928), der hier als ”Eine Filmdichtung nach dem bekannten Tanzlied” beworben wird.



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