Das „ehemalige deutsche Botschaftsgebäude“ ist ein historisches Anwesen im Stadtteil Beyoğlu (ehemals Pera) in Istanbul, Türkei. Von den 1870er bis 1920er Jahren war es Sitz der diplomatischen Vertretungen des Deutschen Reiches im Osmanischen Reich. Nach der Auflösung des Osmanischen Reiches im Jahr 1922 und der anschließenden Verlegung der deutschen Botschaft in die neue Hauptstadt Ankara diente das Gebäude als schwedisches Generalkonsulat in Istanbul sowie als Residenz für den Botschafter, wenn er in der Stadt war.
Das Gebäude war das erste Diplomatengebäude, das zu diesem Zweck im vereinten Deutschland errichtet wurde.
==Geschichte==
Nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 beschlossen die kaiserlichen Behörden, in Konstantinopel eine Botschaft zu errichten. Die osmanischen Behörden boten für den Bau mehrere Grundstücke an, darunter einen Teil eines ehemaligen Friedhofs außerhalb des Stadtzentrums in der Nähe des Taksim-Platzes. Auf
Das Gebäude wurde vom Architekten Hubert Goebbels ursprünglich für einen anderen Standort entworfen und kurz nach seinem Tod durch ersetzt
Reuss weihte das Gebäude ein
Durch den Waffenstillstand von Mudros bewirkten die Entente-Mächte den Abbruch der deutsch-türkischen Beziehungen. Die schwedische Gesandtschaft übernahm als Schutzmacht zusätzlich zu ihrem eigenen Palais de Suède, Istanbul (Palais de Suède), die Verantwortung für das Gebäude. Zu dieser Zeit wurden die Adler auf dem Dach entfernt und seitdem nicht mehr ersetzt. Die Beziehungen zum Deutschen Reich wurden dann von Atatürk wiederhergestellt, und Deutschland verlegte seine Botschaft 1928 nach Ankara. Am
Auf Geheiß der Alliierten brach die Türkei 1944, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, erneut ihre Beziehungen zu Nazi-Deutschland ab. Diesmal übernahm die Schweiz die Rolle der Schutzmacht. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 wurde das Generalkonsulat am wiedereröffnet
Zwischen 1983 und 1989 erfolgte eine umfassende Sanierung, bei der Fassade, Fenster und Türen sowie Stuckdecken originalgetreu wiederhergestellt wurden. Auch die Parkettböden im Kaisersaal und den Salons wurden erneuert. Seit 1989 beherbergt das Gebäude auch die Istanbuler Außenstelle des Deutschen Archäologischen Instituts.
Am 10. September 2001 verübte ein Anhänger der verbotenen Untergrundorganisation DHKP-C vor dem deutschen Generalkonsulat in Istanbul einen Selbstmordanschlag. Zwei türkische Polizisten wurden getötet und 20 Menschen verletzt.
==Sommerresidenz Tarabya==
Im Jahr 1880 schenkte Abdul Hamid II. der deutschen Botschaft ein Grundstück im vornehmen Villenviertel Tarabya am Bosporus für den Bau einer Sommerresidenz. Auf
Im Jahr 1915 wurde in dem etwa 18 Hektar großen Park ein Soldatenfriedhof angelegt, auf dem Botschafter Hans von Wangenheim (1915) und Militärkommandant Colmar Freiherr von der Goltz (1916) begraben waren. Ab 1917 oblag die künstlerische Gestaltung des Friedhofs dem Bildhauer Georg Kolbe, der auch die Skulptur des Denkmals schuf.
Die Sommerresidenz wird seit Kurzem vom Generalkonsulat als Ort des deutsch-türkischen Dialogs sowie für kulturelle und politische Veranstaltungen genutzt. Darüber hinaus befinden sich auf dem großen Grundstück mehrere weitere Gebäude, darunter eine ökumenische Kapelle und das ehemalige Matrosenhaus der Besatzung der SMY Hohenzollern, in dem sich heute ein Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege befindet.
==Siehe auch==
* Östliche Frage
* Liste der deutschen Botschafter in der Türkei
* Liste der Auslandsvertretungen Deutschlands
Diplomatische Vertretungen in Istanbul
Geschichte von Istanbul
Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei
[h4] Das „ehemalige deutsche Botschaftsgebäude“ ist ein historisches Anwesen im Stadtteil Beyoğlu (ehemals Pera) in Istanbul, Türkei. Von den 1870er bis 1920er Jahren war es Sitz der diplomatischen Vertretungen des Deutschen Reiches im Osmanischen Reich. Nach der Auflösung des Osmanischen Reiches im Jahr 1922 und der anschließenden Verlegung der deutschen Botschaft in die neue Hauptstadt Ankara diente das Gebäude als schwedisches Generalkonsulat in Istanbul sowie als Residenz für den Botschafter, wenn er in der Stadt war.
Das Gebäude war das erste Diplomatengebäude, das zu diesem Zweck im vereinten Deutschland errichtet wurde.
==Geschichte==
Nach der Gründung des Deutschen Reiches im Jahr 1871 beschlossen die kaiserlichen Behörden, in Konstantinopel eine Botschaft zu errichten. Die osmanischen Behörden boten für den Bau mehrere Grundstücke an, darunter einen Teil eines ehemaligen Friedhofs außerhalb des Stadtzentrums in der Nähe des Taksim-Platzes. Auf Das Gebäude wurde vom Architekten Hubert Goebbels ursprünglich für einen anderen Standort entworfen und kurz nach seinem Tod durch ersetzt Reuss weihte das Gebäude ein Durch den Waffenstillstand von Mudros bewirkten die Entente-Mächte den Abbruch der deutsch-türkischen Beziehungen. Die schwedische Gesandtschaft übernahm als Schutzmacht zusätzlich zu ihrem eigenen Palais de Suède, Istanbul (Palais de Suède), die Verantwortung für das Gebäude. Zu dieser Zeit wurden die Adler auf dem Dach entfernt und seitdem nicht mehr ersetzt. Die Beziehungen zum Deutschen Reich wurden dann von Atatürk wiederhergestellt, und Deutschland verlegte seine Botschaft 1928 nach Ankara. Am Auf Geheiß der Alliierten brach die Türkei 1944, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, erneut ihre Beziehungen zu Nazi-Deutschland ab. Diesmal übernahm die Schweiz die Rolle der Schutzmacht. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 wurde das Generalkonsulat am wiedereröffnet Zwischen 1983 und 1989 erfolgte eine umfassende Sanierung, bei der Fassade, Fenster und Türen sowie Stuckdecken originalgetreu wiederhergestellt wurden. Auch die Parkettböden im Kaisersaal und den Salons wurden erneuert. Seit 1989 beherbergt das Gebäude auch die Istanbuler Außenstelle des Deutschen Archäologischen Instituts.
Am 10. September 2001 verübte ein Anhänger der verbotenen Untergrundorganisation DHKP-C vor dem deutschen Generalkonsulat in Istanbul einen Selbstmordanschlag. Zwei türkische Polizisten wurden getötet und 20 Menschen verletzt.
==Sommerresidenz Tarabya==
Im Jahr 1880 schenkte Abdul Hamid II. der deutschen Botschaft ein Grundstück im vornehmen Villenviertel Tarabya am Bosporus für den Bau einer Sommerresidenz. Auf Im Jahr 1915 wurde in dem etwa 18 Hektar großen Park ein Soldatenfriedhof angelegt, auf dem Botschafter Hans von Wangenheim (1915) und Militärkommandant Colmar Freiherr von der Goltz (1916) begraben waren. Ab 1917 oblag die künstlerische Gestaltung des Friedhofs dem Bildhauer Georg Kolbe, der auch die Skulptur des Denkmals schuf.
Die Sommerresidenz wird seit Kurzem vom Generalkonsulat als Ort des deutsch-türkischen Dialogs sowie für kulturelle und politische Veranstaltungen genutzt. Darüber hinaus befinden sich auf dem großen Grundstück mehrere weitere Gebäude, darunter eine ökumenische Kapelle und das ehemalige [url=viewtopic.php?t=8485]Matrosenhaus[/url] der Besatzung der SMY Hohenzollern, in dem sich heute ein Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege befindet.
==Siehe auch== * Östliche Frage * Liste der deutschen Botschafter in der Türkei * Liste der Auslandsvertretungen Deutschlands
Diplomatische Vertretungen in Istanbul Geschichte von Istanbul Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei
''Athens'' ist eine nicht rechtsfähige Gemeinde in Ontario, Kanada, die zuvor den Status eines Dorfes innehatte. Es wird von Statistics Canada als ausgewiesener Ort anerkannt.
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