BaïladorArtikelentwürfe

Vorläufige Artikel
Anonymous
 Baïlador

Post by Anonymous »

* Trompete: Ambrose Akinmusire (1-3, 5-8)
* Tenorsaxophon, Sopransaxophon, Bassklarinette: Michel Portal
* Piano: Bojan Z
* Gitarre: Lionel Loueke (1-4)
* Kontrabass: Scott Colley (1-3, 5-8)
* Schlagzeug: Jack DeJohnette (1-3, 5-8)

'''Baïlador''' ist ein Musikalbum von Michel Portal. Die im März 2010 in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen 2010 auf dem Label Classics & Jazz France.

== Hintergrund ==
Michel Portal, der auf diesem Album Bassklarinette, Alt- und Sopransaxophon spielte, wurde dabei von einer All-Star-Gruppe begleitet, mit Ambrose Akinmusire (Trompete), Bojan Z (Piano), Lionel Loueke (Gitarre), Scott Colley (Bass) und Jack DeJohnette (Schlagzeug).

== Titelliste ==
* Michel Portal: Baïlador (Classics & Jazz France – 275 376 6) # Dolce 8:00
# Baïlador 7:35
# Cuba Si, Cuba No 5:50
# Ombres 5:07
# Citrus Juice (Eddy Louiss) 9:21
# Alto Blues 6:08
# One on One (Jack DeJohnette) 11:11
# Tutti No Hystérique 3:46

Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Michel Portal.

== Rezeption ==
Nach Ansicht von Charles Walker, der das Album in All About Jazz rezensierte, präsentiert der französische Multiinstrumentalist Michel Portal, der den größten Teil seiner jahrzehntelangen Karriere in den Schützengräben der europäischen freien Improvisation verbracht hat, auf ''Bailador'' eine international beeinflusste Reihe bodenständiger, energiegeladener und zugänglicher Stücke. Bailador sei im Vergleich zu den üblichen Portal-Sessions deutlich besser organisiert. Trotz der pulsierenden, energiegeladenen Rhythmen, die das gesamte Album durchziehen, und der darüberliegenden, lockeren Improvisationen, würde die Session einen schimmernden, sorgfältig produzierten Eindruck vermitteln, was sich in der Stärke der Kompositionen und Arrangements widerspiegelt. Portal gehe noch mit 75 Jahren neue Wege und sprenge mit unbändiger Leidenschaft stilistische, generationelle und kulturelle Grenzen.
Mit seinen vielen musikalischen Projekten habe sich Michel Portal niemals in einen elitären Elfenbeinturm zurückgezogen, meint Gerd Filtgen in Jazz thing. Die graue Eminenz der französischen Avantgarde bezog schon recht früh sowohl folkloristische Elemente der Musik seiner baskischen Heimat als auch Melodien und Rhythmen anderer Kulturkreise mit ein. In vielen seiner Äußerungen lässt er durchblicken, dass ihm, unabhängig von seinen Tätigkeiten im Bereich der Klassik, die improvisatorischen Möglichkeiten des Jazz stets neue Perspektiven zur Veränderung aufzeigen. Im fröhlichen Umfeld seiner Band würde Portal durch seinen speziellen Sound-Kosmos streifen. Der öffne sich im thematisch verschachtelten, aber immer funky klingenden „Dolce“ ebenso wie bei „Citrus Juice“, in dem sich Spuren von Flamenco und orientalischer Melodik einfinden.
Michel Portal würde hier wie ein stolzer Tänzer – ein Baïlador agieren, der als Letzter improvisiert – oder wie ein Stierkämpfer neue, feurige Banderillas setzen, meinte Denis Desassi (Citizen Jazz). „Mit diabolischer Präzision, umgeben von einer beeindruckend effektiven Combo, berührt er uns im Innersten, mitten in unseren Emotionen und im Wesen des Rhythmus.“ Portal sei ein unkategorisierbar, eine Art fiebriger Freigeist, in dem jede Note von einer vitalen Dringlichkeit durchdrungen scheint. Die Jahre vergehen, und der Mann scheint kaum Frieden zu finden, so intensiv würde er weiterhin brennen. Mit dem kleinen Unterschied, dass er mit Baïlador seinem Werk eine neue Dimension zu verleihen scheint, indem es die pure Freude am Spielen ausstrahlt.
*


Kategorie:Album (Jazz)
Kategorie:Album 2010
Kategorie:Michel Portal

Quick Reply

Change Text Case: