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 Hypergastromyzon humilis

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Hypergastromyzon humilis ist eine Bergschmerlenart aus der Familie der Gastromyzontidae. Es ist endemisch im Melawi-Unterbecken des Kapuas-Flusssystems in West-Kalimantan, Borneo. Die Art wurde ursprünglich 1989 von Tyson R. Roberts beschrieben und 2021 aufgrund der Verfügbarkeit neuen topotypischen Materials neu beschrieben.
== Taxonomie ==
„Hypergastromyzon humilis“ ist die Typusart der Gattung „Hypergastromyzon“, die 1989 von Roberts anhand von zwei Exemplaren aus dem Kapuas-Becken gegründet wurde. Die Gattung zeichnet sich durch einen stark eingedrückten Körper, vergrößerte Brust- und Bauchflossen, die einen Saugapparat bilden, und ein schmales, einfaches Maul aus.

Die Überarbeitung der Gattung im Jahr 2021 bestätigte „H. humilis“ im Unterschied zu zwei neu beschriebenen Kongeneren, „Hypergastromyzon abditus“ und „Hypergastromyzon sambas“.

== Diagnose ==
„Hypergastromyzon humilis“ unterscheidet sich von Kongeneren durch die folgende Zeichenkombination:
* **niedrigste Seitenschuppenanzahl** in der Gattung (57–69; Mittelwert 62)
* **25–26 Brustflossenstrahlen** (gegenüber 26–28 bei „H. abditus“)
* **schlankster Schwanzstiel** (Tiefe 5,2–6,8 % SL)
* **längste Schwanzstiellänge** (6,2–8,1 % SL)
* **längste Rückenflossenbasis** (12,0–15,2 % SL)
* **längste Brustflossenlänge** (40,3–42,5 % SL)
* **größter Augendurchmesser** unter Kongeneren (4,8–5,9 % SL)
* Unterlippe mit **sanft geschwungenen Ecken** (gegenüber abgeschnitten bei „Hypergastromyzon abditus“ und eingekerbt bei „Hypergastromyzon sambas“)

Diese Merkmale unterscheiden „Hypergastromyzon humilis“ insgesamt von den beiden anderen Arten der Gattung.

== Beschreibung ==
„Hypergastromyzon humilis“ ist eine kleine, dorsoventral abgeflachte Schmerle, die eine Standardlänge von mindestens 34,8 mm erreicht.

Zu den wichtigsten morphologischen Merkmalen gehören:
* Rückenflosse mit 8 Strahlen
* Afterflosse mit 5–6 Strahlen
* Brustflossen vergrößert, fächerförmig (25–26 Strahlen)
* Bauchflossen vergrößert und hinten vollständig verwachsen (19 Strahlen pro Seite)
* Seitenlinie vollständig
* drei Paar kurze Barteln
* Körper mit Tuberkeln am Kopf, am vorderen Rücken und an der Flossenbasis bedeckt

Die Rückenflosse entspringt hinter dem Ursprung der Bauchflosse; die Afterflosse ist klein und dreieckig; die Schwanzflosse ist gestutzt. Gesamtzahl der Wirbel 30–31.

== Färbung ==
=== Im Leben ===
* Kopf hellbraun mit dunklen Flecken
* Rücken gelblich-braun mit bis zu acht dunklen sattelförmigen Balken
* Mittelkörper mit undeutlichem Netzmuster
* Seitenliniencreme
* Venter-Creme
* Rückenflosse mit einem schwachen dunklen Balken
* Schwanzflossenbasis schwarz mit zwei dunklen Streifen
* Brust- und Bauchflossen goldbraun mit 2–3 dunklen Wirbeln
* Oberbeckenlappen mit zwei dunklen Flecken

=== In Konservierungsmittel ===
Farben verblassen; Dunkle Markierungen bleiben sichtbar, aber gedämpft.

== Sexueller Dimorphismus ==
Männchen besitzen vergrößerte Tuberkel an den Brust- und Beckenflossenstrahlen, die sich entlang der proximalen Hälfte jedes Strahls erstrecken. Den Weibchen fehlen diese Merkmale.

== Verteilung ==
„Hypergastromyzon humilis“ ist endemisch im **Melawi-Unterbecken** des Kapuas-Flusses in West-Kalimantan, Borneo.

== Lebensraum ==
Die Art bewohnt **schnell fließende Bergbäche** mit klarem, gut mit Sauerstoff angereichertem Wasser über felsigen und kiesigen Untergründen. Zu den syntopischen Arten gehören *Garra borneensis*, „Paracrossochilus acerus“, *Tor* sp., „Gastromyzon praestans“, „Gastromyzon ridens“, „Glyptothorax major“ und „Mastacembelus unicolor“.

== Etymologie ==
Der spezifische Beiname „humilis“ ist lateinisch und bedeutet „niedrig“ oder „klein“ und bezieht sich auf die geringe Größe der Art.

* [https://www.science.nus.edu.sg/wp-conte ... 1-0056.pdf Ursprüngliche Neubeschreibung] (PDF)

Gastromyzontidae
Süßwasserfische aus Indonesien
Endemische Fauna von Borneo
Von Tyson R. Roberts benannte Taxa
Fisch beschrieben im Jahr 1989

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