„Local-first“-SoftwareArtikelentwürfe

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Anonymous
 „Local-first“-Software

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''Local-First-Software'' ist ein Software-Engineering-Ansatz, bei dem eine Anwendung ihre Daten hauptsächlich auf dem eigenen Gerät des Benutzers und nicht auf Remote-Servern speichert.

== Hintergrund ==
Vor der weit verbreiteten Einführung von Software mit Internetverbindung in den 2000er Jahren speicherten die meisten Desktopanwendungen Daten als Dateien auf der lokalen Festplatte des Benutzers. Benutzer hatten direkten Zugriff auf ihre Dateien und konnten sie nach Belieben kopieren, sichern oder löschen. Der Aufstieg von Software as a Service|Software as a Service (SaaS) und cloudbasierten Anwendungen wie Google Docs verlagerte die Datenspeicherung auf zentrale Server. Während Cloud-Anwendungen die Zusammenarbeit in Echtzeit über Geräte hinweg unkompliziert machten, führten sie zu einer Abhängigkeit vom Dienstanbieter: Wenn der Anbieter den Dienst einstellte oder es zu einem Ausfall kam, konnten Benutzer den Zugriff auf ihre Daten verlieren.

Ein verwandtes Konzept, „Offline-First“, entstand Anfang der 2010er Jahre und konzentrierte sich darauf, Webanwendungen widerstandsfähig gegen Netzwerkunterbrechungen zu machen. Der Local-First-Ansatz baute auf diesen früheren Bemühungen auf und legte dabei größeren Wert auf langfristiges Dateneigentum und End-to-End-Verschlüsselung.
== Ursprünge ==

=== Ink & Switch-Manifest ===

Ink & Switch ist ein industrielles Forschungslabor, das von Adam Wiggins mitbegründet wurde, der zuvor Heroku mitbegründet hatte.
Das Manifest schlug sieben „Ideale“ für Local-First-Software vor:

# '''Schnell''' – Vorgänge reagieren ohne Netzwerk-Roundtrips.
# '''Multi-Gerät''' - Daten werden auf den Geräten eines Benutzers synchronisiert.
# '''Offline''' - Benutzer können Daten ohne Netzwerkverbindung lesen und schreiben.
# '''Zusammenarbeit'' - Mehrere Benutzer können gleichzeitig an denselben Daten arbeiten.
# '''Langlebigkeit''' - Daten bleiben auch dann zugänglich, wenn der Softwareanbieter den Betrieb einstellt.
# '''Privatsphäre'' - End-to-End-Verschlüsselung schützt Benutzerdaten.
# '''Benutzerkontrolle''' – Der Anbieter kann nicht einschränken, wie Benutzer auf ihre Daten zugreifen oder diese verwenden.

Das Papier untersuchte bestehende Ansätze zur Datenspeicherung und Zusammenarbeit – von E-Mail-Anhängen und Dateisynchronisierung im Dropbox-Stil (Dropbox (Dienst)) bis hin zu Webanwendungen und mobilen Backends – und argumentierte, dass keines davon alle sieben Ideale gleichzeitig erfüllte.

=== Rolle von CRDTs ===

Das Manifest identifizierte konfliktfreie replizierte Datentypen (CRDTs) als vielversprechende technische Grundlage für Local-First-Anwendungen. CRDTs sind Datenstrukturen, die es ermöglichen, mehrere Replikate unabhängig voneinander zu bearbeiten und dann ohne Konflikte zusammenzuführen, eine Eigenschaft, die erstmals um 2011 in der Forschung von Marc Shapiro und Kollegen formalisiert wurde. Kleppmann und Mitarbeiter von Ink & Switch entwickelten Automerge, ein Open-Source-Software|Open-Source-CRDT-Bibliothek für JSON-Dokumente, um diese Algorithmen Anwendungsentwicklern zur Verfügung zu stellen.

== Kritikpunkte und Einschränkungen ==

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