Vinschgaubahn ⇐ Artikelentwürfe
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*Bahn Meran–Mals
*Bahn Meran–Mals
~~km~~ ~~ ~~Höhe über dem mittleren Meeresspiegel|elev
d\\STR+l\CONTfq\d~~ ~~ ~~Brennerbahn|von Innsbruck
BHF~~0,000~~ dCONTgq\exLSTR+r!~STRq\ABZgr\\d~~ ~~ ~~Brennerbahn|nach Verona
exLSTR\eHST\~~1.819~~Unterau/Pradisotto, stillgelegt 1944)
exLSTR\SRo\~~1.893~~ ~~Festungsbrücke Franzensfeste (78 m)~~744 m
exhLKRZWae\hKRZWae\~~2.340~~ ~~Eisack/Isarco
exLSTR\eBHF\~~3.293~~Aicha/Aica~~ ~~749 m
exLSTR\TUNNEL1\~~3.843~~ ~~Ochsenbich/Colle del Bue-Tunnel~~(257 m)~~752 m
exLSTR\eHST\~~4.780~~Schabs/Schabs~~(geschlossen 1962 exLKRWl\exLKRW+r!~STR\~~ ~~ ~~Rigger Valley Link (im Bau)
WBRÜCKE1~~7.668~~ ~~Valles
BHF~~8.100~~Mühlbach, Südtirol|Mühlbach/Pustertal~~ ~~749 m
BHF~~13.475~~Vintl/Vandoies~~ ~~744 m
hKRZWae~~ ~~ ~~Rienz/Rienza
eHST~~ ~~St. Sigmund/San Sigismondo~~ ~~761 m
BHF~~23.699~~Ehrenburg/Kasteldarne~~ ~~749 m
HST~~29.368~~St. Lorenzen/San Lorenzo~~(seit 2008 eHST~~29.615~~St. Lorenzen/San Lorenzo~~ ~~816 m
BHF~~32,442~~ d\\eABZgl\exCONTfq\d~~ ~~ ~~Taufersbahn|nach Taufers (stillgelegt 1957)
hKRZWae~~ ~~ ~~Rienz/Rienza
HST~~33.344~~Bruneck Nord/Brunico Nord~~(eröffnet 2013 TUNNEL1~~36.807~~ ~~Tunnel Lamprechtsburg/Monte Lamberto (338 m)
HST~~38,455~~ hKRZWae~~ ~~ ~~Rienz/Rienza
TUNNEL2~~39.819~~ ~~Wielenberg/Vila-Tunnel (61 m)
TUNNEL2~~40.029~~ ~~Rasen/Rasùn-Tunnel (192 m)
BHF~~43.944~~Olang-Rasen-Antholz|Antholz/Olang-Antholz~~ ~~1002 m
TUNNEL1~~49.728~~ ~~Welsberg-/Welsberg-Tunnel (140 m)
BHF~~50,896~~ BHF~~55,943~~ hKRZWae~~ ~~ ~~Rienz/Rienza
exdCONTgq\exSTR+r\STR\\d~~ ~~ ~~Dolomitenbahn|von Calalzo (geschlossen 1964)
d\exKBHFe\BHF\\d~~60.717~~ BHF~~64.509~~ eHST~~68.819~~Vierschach/Vierschach~~(1961–1989)~~1138 m
HST~~69,115~~ eBHF~~???.???~~ WBRÜCKE1~~ ~~ ~~Drava
eHST~~71,668~~ GRENZE~~72.568~~ ~~ WEITER~~ ~~ ~~Drautalbahn|nach Klagenfurt
~~km~~
-->
Die Vinschgaubahn (deutsch: Vinschgaubahn; italienisch: Ferrovia della Val Venosta) ist eine eingleisige Nebenbahn in Südtirol, Italien. Die 60 Kilometer lange Bahn führt durch den Vinschgau entlang der Etsch von Meran nach Mals. Die Vinschgaubahn wird derzeit von der SAD Nehverkehr als Eisenbahnverkehrsunternehmen und von der Südtiroler Transportstrukturen (STA) als Eisenbahninfrastrukturunternehmen betrieben.
Die Vinschgaubahn wurde ursprünglich von der privaten Aktienbahngesellschaft Vinschgaubahn AG gebaut und betrieben. Ursprünglich war die Bahn als Teil einer transalpinen Bahn über den Reschenpass geplant, die nördlichen Abschnitte wurden jedoch nie fertiggestellt. Die Bahnstrecke von Meran nach Mals wurde am 1. Juli 1906 eröffnet. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahmen die Italienischen Staatsbahnen die Strecke. Die Vinschgaubahn wurde zunächst 1990 geschlossen, 2005 jedoch wiedereröffnet. STA begann 2023 mit der Elektrifizierung der Strecke, der elektrische Betrieb soll 2026 aufgenommen werden.
== Geschichte ==
=== Routenplanung, Bau und Inbetriebnahme ===
Die Vinschgaubahn erhielt am 7. Juli 1903 eine Konzession als staatlich garantierte, normalspurige österreichische Privatlokalbahn. Das Gebiet gehörte bis nach dem Ersten Weltkrieg zu Österreich-Ungarn. Die Bauleitung der Strecke, die an die Bahnstrecke Bozen–Meran anschloss (seit 1881 in Betrieb) und deren Kilometernummerierung fortführte, wurde Konstantin Ritter von übertragen Chabert. Am 1. Juli 1906 wurde gleichzeitig mit dem neuen Meraner Bahnhof die Vinschgaubahn eingeweiht.Der Betrieb wurde von den k.k. Österreichischen Staatsbahnen abgewickelt. Ursprünglich sollte die Bahnstrecke als Reschenscheideckbahn weitergeführt werden, über den Reschenpass ins Inntal und weiter bis zum Bahnhof Landeck der Arlbergbahn.Allerdings war schon damals klar, dass ein gewinnbringender Güterverkehr niemals realisierbar gewesen wäre, da die Tarifentfernungen von Bozen nach Landeck genau denen der Brennerbahn entsprachen. Dadurch wäre kein Vorteil entstanden, da die Entfernungen und damit die Kosten identisch gewesen wären und kein Wettbewerb entstanden wäre. Der einzige Vorteil wäre eine engere Verbindung zwischen der Kurstadt Meran und Landeck gewesen – und auch das Ende 1917 noch bestehende Interesse des Militärs an der Verbindung Landeck–Pfunds–Mals als Militärbahn. Die Teilung Tirols nach dem Ersten Weltkrieg verhinderte die Realisierung dieses Projekts, obwohl bereits einige Bauarbeiten im Raum Landeck durchgeführt worden waren (z. B. der Bau eines Tunnels). Ein Anschluss an die Rhätische Bahn war mit dem Projekt Ofenbergbahn in Mals und mit einer 1913 eröffneten Verlängerung der Unterengadinstrecke vom Bahnhof Scuol-Tarasp über Martina nach Nauders bzw. Pfunds geplant. Im Ersten Weltkrieg hätte diese Verbindung an Bedeutung gewonnen, da Tirol nur über die Brennerbahn erreichbar war. Mit den Bauarbeiten für dieses Projekt wurde erst im Frühjahr 1918 begonnen, doch bis Kriegsende waren nur Teile des Unterbaus fertiggestellt.
=== Verkehrsrückgang ===
Nach der Niederlage Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg wurde Südtirol im November 1918 von Italien besetzt und 1920 durch den Vertrag von Saint-Germain annektiert. Infolgedessen wurde die Bahnstrecke ab 1918 von der italienischen Staatsbahn (Ferrovie dello Stato Italiane, FS) übernommen. In den nächsten 60 Jahren investierte die FS nur wenig in die Infrastruktur der Bahn, obwohl in Mals eine fünfgleisige Drehscheibe speziell für das Drehen von Dampflokomotiven mit Schlepptendern gebaut wurde. Immer wieder tauchten Stilllegungsgerüchte auf, das Thema wurde bereits seit 1961 diskutiert. Dennoch kam es 1985 auf einzelnen Abschnitten, beispielsweise zwischen Tschars und Kastelbell, zu Tunnelverstärkungen und Gleissanierungen. Andererseits war auf weiten Teilen der Strecke noch ein Großteil der Originalausrüstung von 1905 im Einsatz. Die Elektrifizierung der Strecke Bozen–Meran im Jahr 1934 machte die Vinschgauer Bahn zu einem teuren Inselbetrieb. Der Güterverkehr spielte seit der Entscheidung der Vinschgauer Obstgenossenschaften, den Obsttransport auf die Straße umzustellen, praktisch keine Rolle mehr. Die Bahn verzeichnete immer höhere Betriebsdefizite. Die italienischen Staatsbahnen waren entschlossen, ihren Betrieb zu rationalisieren und unrentable Infrastruktur, insbesondere in Randgebieten, abzubauen. Im Jahr 1987 wurde die Vinschgaubahn als „tote Bahnstrecke“ (ramo secco) eingestuft und musste vollständig stillgelegt werden.
Diese Zeit war durch mangelndes Interesse der italienischen Staatsbahnen an der Strecke gekennzeichnet: Ende der 1980er Jahre wurde der Zugverkehr in den Sommermonaten (einer Zeit mit hohem Touristenaufkommen) durch eigens aus der Lombardei gemietete Busse ersetzt. Als Gründe dafür wurden die Gewährung von Urlaubszeiten für das Personal und die Durchführung von Tunnelunterhaltsarbeiten genannt. In den letzten Jahren unter Staatseigentum bestand der Fahrplan nur aus drei Zugpaaren an Werktagen. Der letzte planmäßige Zug fuhr am 9. Juni 1990.
Die Personenbeförderung wurde von Regionalbussen des Südtiroler Busunternehmens SAD übernommen. Die Unzufriedenheit der einheimischen Bevölkerung sowie der Touristen mit der Zunahme des Straßenverkehrs im Vinschgau führte jedoch dazu, dass die Rufe nach einer Wiedereröffnung der Bahnstrecke nie ganz verstummten.
=== Renovierung und Elektrifizierung ===
Im Jahr 1999 ging die Bahnstrecke in den Besitz des Landes Südtirol über und wurde von 2000 bis 2004 unter der Leitung der STA im Auftrag der Landesregierung umfassend saniert. Obwohl der Gleisoberbau auf der gesamten Länge komplett erneuert werden musste, erwies es sich als vorteilhaft, dass die Gleisinfrastruktur in den Jahren zuvor nicht abgebaut worden war. Einerseits waren noch keine Flächen für andere Nutzungen, etwa für den Straßenbau, umgewidmet worden, andererseits war die Eisenbahn nie ganz aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Darüber hinaus wurden die historischen Bahnhofs- und Haltegebäude originalgetreu restauriert und bei Bedarf durch Neubauten in einheitlichem, modernem Design ergänzt. Die Drehscheibe im Bahnhof Mals, die das Wenden von Lokomotiven, beispielsweise mit Schlepptendern, ermöglichte, blieb erhalten, wurde aber nicht renoviert. An mehreren Bahnhöfen entlang der Strecke wurden Fahrradverleihstationen eingerichtet. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde der planmäßige Zugverkehr am 5. Mai 2005 wieder aufgenommen.
Die anfänglichen Prognosen für die Fahrgastzahlen wurden bereits nach kurzer Zeit weit übertroffen. Während der Hauptverkehrszeiten und der Touristensaison stieß die Bahn bald an ihre Kapazitätsgrenzen.
Schlammlawine 2010
Am 12. April 2010 ereignete sich auf der Bahnstrecke zwischen Latsch und Kastelbell in der Latschanderschlucht ein schwerer Unfall. Um 9:02 Uhr traf eine etwa 15 Meter breite und 30 Meter hohe Erdrutsche die Regionalbahn R108, die von Mals in Richtung Meran fuhr. Die Schlamm- und Geröllmassen rissen das Vorderteil des Gelenktriebwagens ATR 100-007 aus den Gleisen, wodurch der gesamte Zug entgleist. Nur wenige Bäume am Flussufer verhinderten, dass der Triebwagen in die Etsch stürzte. Nur wenige Minuten zuvor hatte ein in die Gegenrichtung fahrender Zug die gleiche Stelle ohne Zwischenfall passiert. Auslöser des Unfalls war ein defektes Ventil im Bewässerungssystem eines Obstgartens oberhalb der Unfallstelle. Dadurch konnten große Wassermengen in den Hang eindringen und schließlich den Erdrutsch verursachen. Neun Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben; Alle 28 weiteren Personen an Bord wurden verletzt, sieben davon schwer. Es handelte sich um den schwersten Eisenbahnunfall in der Geschichte Südtirols. Am 2. Juni 2010 wurde der reguläre Zugverkehr wieder aufgenommen. Ein Gedenkstein am gegenüberliegenden Etschufer zwischen Kastelbell und Latsch erinnert an die Tragödie.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2012 wurde die Haltestelle Töllbrücke geschlossen und der alte Töllbahnhof wiedereröffnet. Der alte Bahnhof diente bis dahin nur als Umgehungsstelle. Die für die erforderlichen Bauarbeiten erforderliche Gleissperrung wurde auch genutzt, um das Gleisbett des Tölltunnels abzusenken und ihn für die Elektrifizierung geeignet zu machen. Darüber hinaus wurden einige hundert Meter südwestlich des Bahnhofs Töll zwei Abstellgleise für Wartungsfahrzeuge errichtet.
Im April 2014 stellte der Südtiroler Landesrat Florian Mussner fest, dass mit jährlich rund 2 Millionen Fahrgästen die Kapazitätsgrenzen der Dieseltriebzüge insbesondere in der Hauptverkehrszeit und der Touristensaison erreicht seien und stufte die Elektrifizierung der Vinschgaubahn daher als vorrangig ein 14 aus der deutschen Wikipedia --> Durch die Elektrifizierung wird die Kapazität auf bis zu 276 Sitzplätze pro Zug erhöht, ein kontinuierlicher Halbstundentakt ermöglicht und eine effiziente Durchfahrt der Züge zwischen Mals und Bozen ermöglicht. Als Bahnstromsystem wurde 25 kV [url=viewtopic.php?t=16414]Wechselstrom[/url] mit einer Frequenz von 50 Hz gewählt, weshalb die bereits auf anderen Strecken in Südtirol verkehrenden Stadler FLIRT-Züge für die Zukunft technisch entsprechend aufgerüstet wurden Betrieb. Darüber hinaus wurde beschlossen, ETCS Level 2 als Zugbeeinflussungssystem und GSM-R als Daten- und Kommunikationssystem zu installieren.
Im Zuge der im Jahr 2016 begonnenen Arbeiten, die vorübergehende Streckensperrungen erforderlich machten, erhielten zunächst alle noch nicht ausreichend ausgerüsteten Bahnhöfe verlängerte Bahnsteige und ggf. Unterführungen. Im Jahr 2018 wurde der Kehrtunnel Marling abgesenkt. Im Jahr 2019 wurde die Strecke zwischen Laas und Schlanders begradigt und die Haltestelle Staben geschlossen. An seiner Stelle wurde der alte Bahnhof Schnalstal, der zuletzt nur noch als Ausweichstation genutzt wurde, unter dem neuen Namen Bahnhof Staben wiedereröffnet. Ebenfalls im Jahr 2019 begannen umfangreiche Umbauarbeiten an der Endstation Mals, die Anpassungen an den Bahnsteigen, dem Depot und dem Gleisanschluss Tartsch umfassten. Der Bau in Mals wurde im Jahr 2020 abgeschlossen. Von November 2021 bis Anfang Oktober 2023 wurde im Josefsberg- und Tölltunnel das Tunnelprofil zur Erhöhung der Sicherheit im Evakuierungsfall verbreitert und jeweils ein Fußgängersteg mit Handlauf eingebaut. In dieser Zeit wurden auf dem Abschnitt Meran–Töll die Y-förmigen Stahlschwellen durch Betonschwellen ersetzt. Im Juni 2023 begann die Installation der Masten für die Oberleitung.
Am 16. Februar 2025
Am 16. Februar 2025 begann die endgültige Sperrung des Abschnitts Laas–Mals, die mehr als ein Jahr dauerte. Ergänzt wurde dies planmäßig durch eine Sperrung des Abschnitts Meran–Laas vom 26. Oktober 2025 bis Ende März 2026, die für letzte Bauarbeiten, technische Installationen und eine Testphase diente.
== Betrieb ==
Von 1906 bis 1919, nach dem Ersten Weltkrieg, wurde die Strecke von den damaligen k.k. Österreichischen Staatsbahnen (kkStB) und anschließend bis 1990 von den Italienischen Staatsbahnen (FS) betrieben. Da die Strecke im Gegensatz zur Bahnstrecke Bozen–Meran nicht elektrifiziert war, wurden auf dieser Strecke in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts häufig Triebwagen (Littorina) eingesetzt.
Nach umfangreichen Umbauten Anfang der 2000er Jahre wurden ab 2005 acht Niederflur-Dieseltriebzüge vom Typ Stadler GTW in Betrieb genommen. Das Betriebskonzept wurde vom Ingenieurbüro Willi Hüsler aus Zürich entwickelt. Eine Wiedereinführung des Güterverkehrs ist vorerst nicht geplant.
Seit der Eröffnung verkehrte die Bahn im Stundentakt, die Busfahrpläne im Vinschgau blieben zunächst unverändert. Ziel dieser als Probephase konzipierten Phase war es, Betriebserfahrungen zu sammeln und eventuelle Verbesserungspotenziale zu erkennen. Seit Herbst 2005 verkehren auch Schnellzüge, die nur noch in den größeren Orten zwischen Meran und Kastelbell halten. Dieser bietet während der Hauptverkehrszeiten einen halbstündlichen Service. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2012 entfielen zunächst alle Schnellzugverbindungen an Sonn- und Feiertagen. Diese Züge wurden inzwischen wieder in Betrieb genommen, verkehren jedoch in den verkehrsärmeren Wintermonaten nur noch an Wochentagen. Mitte Dezember 2006 wurden einige Züge erstmals bis nach Bozen verlängert, was insbesondere für Berufspendler ein großer Vorteil war. Mit dem Fahrplan 2010/2011 endeten sie jedoch wieder in Meran.
Besonders in den Sommermonaten sind die Züge oft überfüllt. Die Kapazitäten für die stark nachgefragte Mitnahme von Fahrrädern in den Zügen reichen oft nicht aus, so dass Radfahrer teilweise nicht an Zwischenstationen zusteigen können. Ein kombiniertes Bahn- und Fahrradticket, das vor 2014 als „Eventcard“ erhältlich war, sollte ab April 2014 in modifizierter Form unter dem Namen „bikemobil Card“ wieder erhältlich sein. Dabei handelt es sich um ein Kombiticket für die Nutzung von Bussen, Bahnen und Leihfahrrädern, das erstmals in ganz Südtirol und bis nach Tschierv (Schweiz) gültig ist. Es ist als Tageskarte, 3-Tageskarte und 7-Tageskarte erhältlich. Anders als bei der bisherigen „Eventcard“ darf das (Leih-)Fahrrad jedoch nicht in Bussen und Bahnen befördert werden. Darüber hinaus wird von Mai bis Oktober sechsmal täglich ein Fahrradtransport per LKW organisiert.
== Rollmaterial ==
Zwei dieselelektrische Triebwagen Stadler GTW 3. Generation 2/6, bezeichnet als ATR 100-001 bis 012, die einzelnen Elemente als ATR 101, 102 und 103. Der am 12. April 2010 verunglückte Triebwagen ATR 100-007 ist ausgemustert. Er war lange Zeit am Bahnhof Schnalstal abgestellt und wurde mittlerweile in das Bahnhofsgelände von Meran überführt. Am 26. April und 16. Mai 2013 wurden die Antriebs-Mittelteile des Triebwagens ATR 100-006 und ATR 100-005 in Brand gerieten und mussten durch die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren gelöscht werden.
Zwölf dieselelektrische Triebwagen der 3. Generation Stadler GTW 2/6 mit den Bezeichnungen ATR 100-001 bis 012, wobei die Einzeleinheiten die Bezeichnungen ATR 101, 102 und 103 tragen. Der Triebwagen ATR 100-007, der am 12. April 2010 in einen Unfall verwickelt war, wurde außer Dienst gestellt. Es lagerte lange Zeit am Bahnhof Schnalstal und wurde inzwischen auf das Bahnhofsgelände Meran verlegt. Am 26. April und 16. Mai 2013 fingen die zentralen Triebwerke der Triebwagen ATR 100-006 und ATR 100-005 Feuer und mussten von den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren gelöscht werden. Beide Züge waren mehrere Monate lang außer Betrieb. Dies führte zu einem vorübergehenden Mangel an drei Einheiten, so dass einige Dienste nicht wie geplant in Doppeltraktion betrieben werden konnten.
Die letzte noch erhaltene Dampflokomotive dieser Bahnstrecke, FS 899.006 (ehemals kkStB 294.09, ursprünglich Bozen-Meraner Eisenbahn 2 MERAN), Baujahr 1882, war einige Zeit als Denkmal in Turin ausgestellt, steht heute aber im Nationalen Eisenbahnmuseum im Ortsteil Pietrarsa der Gemeinde San Giorgio a Cremano bei Neapel und ist seit Dezember wieder für die Öffentlichkeit zugänglich 2007.
== Zukunftspläne ==
Im Jahr 2010 wurden im Rahmen eines von der EU geförderten Interreg-Projekts drei Studien in Auftrag gegeben, um die Machbarkeit einer Bahnanbindung des Vinschgaus an den Schweizer Kanton Graubünden zu prüfen Ziel des Projekts war es, eine Lücke im europäischen Eisenbahnnetz zu schließen und zwei wichtige Wirtschafts- und Kulturregionen besser zu verbinden: das Schweizer Mittelland mit Norditalien und Graubünden mit Südtirol. Auf einer Konferenz im Jahr 2013 stellten die Studien verschiedene mögliche Strecken vor; die notwendigen Investitionssummen wurden je nach gewählter Strecke auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. 2015 sondierte Landeshauptmann Arno Kompatscher mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker die Möglichkeiten einer Kofinanzierung durch die EU.
Auch eine Neuauflage der nie realisierten Reschenbahn ins österreichische Nordtirol wurde diskutiert, konkret als Verbindung nach Landeck und zur Arlbergbahn. Im Jahr 2015 forderte der Südtiroler Landtag einstimmig die Landesregierung auf, „mit dem Land Tirol und dem Kanton Graubünden Kontakt aufzunehmen, um die Möglichkeiten zur Umsetzung der Bahnverbindung von Mals nach Landeck zu prüfen.“
Ein weiteres diskutiertes Projekt ist eine Neuauflage der ebenfalls nie verwirklichten Ortlerbahn mit einer Trasse unter dem Stilfser Joch durch nach Bormio in der Lombardei und eventuell weiter zur Ferrovia Alta Valtellina.
Ein weiteres zur Diskussion stehendes Projekt ist eine Neuauflage der nie realisierten Ortlerbahn mit einer Strecke unter dem Stilfser Joch nach Bormio in der Lombardei und möglicherweise weiter zur Alta Valtellina-Bahn. Am 4. Dezember 2017 wurde in Mals eine Vorstudie (einschließlich geologischer, hydrologischer, geomorphologischer und seismischer Untersuchungen) für eine Verbindung nach Bormio vorgestellt. Abhängig von der gewählten Trasse wäre die geplante Strecke 33 bis 35 Kilometer lang, wobei 18 bis 33 Kilometer durch Tunnel verlaufen würden. Die geschätzte Bauzeit würde je nach gewählter Variante zwischen 7 und 10 Jahren betragen, die Baukosten würden sich auf 1,1–1,3 Milliarden Euro belaufen. Laut der Vorstudie würde die Grundoption nur einen neuen Bahnhof in Bormio umfassen. Andere Planungsvarianten sehen weitere Stationen in Taufers und im schweizerischen Müstair vor.
== Zitierte Werke ==
* W(ilhelm) v(on) Walther: * * * ''Vinschgerbahn nach 14 Jahren wiedereröffnet''. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 6/2005, * Andreas Gottlieb Hempel: „Vinschgau in einem Zug – mit der Bahn durch das westliche Südtirol – wandern, Rad fahren, Kultur erleben“. Folio-Verlag, Wien/Bozen 2006, Special:BookSources/9783852563350|ISBN 978-3-85256-335-0. – [http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?id=2751552&prov=M&dok_var=1&dok_ext=htm Inhaltstext online].
* Werner Duschek, Walter Pramstaller (u. a.): ''Local- und Straßenbahnen im alten Tirol'', Eigenverlag Tiroler MuseumsBahnen|Tiroler Museumsbahnen, Innsbruck 2008.
* Peter Hilpold: „Die Reaktivierung der Vinschgerbahn. Eine verkehrsgeographische Analyse der 2005 wieder in Betrieb genommenen Nebenbahn Meran–Mals (Italien/Südtirol). VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008, (134 S.), Spezial:BookSources/9783639030914|ISBN 978-3-639-03091-4.
* Populorum, Michael Alexander: „Die Vinschgaubahn. „Mit der Eisenbahn von Meran durch den Vinschgau zur Malser Heide“. Schriftenreihe des Dokumentationszentrums für Europäische Eisenbahnforschung (DEEF), Band 20, 2. Auflage 2016 auf DVD, Special:BookSources/9783903132030|ISBN 978-3-903132-03-0. Mercurius Verlag Grödig/Salzburg. Railway Research Austria
* ''Zukunft unter Strom'', in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 15. Juli 2018
* [https://www.sta.bz.it/de/eisenbahnen-seilbahnen/vinschger-bahn/ Homepage der STA für die Vinschger Bahn]
* [https://www.youtube.com/watch?v=X7SEFDTeXSs ''Eine Südtiroler Erfolgsgeschichte: Mit der Vinschgaubahn von Mals nach Meran.''] Film von SWR Eisenbahn-Romantik, 2018
* * [https://www.tmb.at/lokalbahnen/vinschgaubahn Tiroler MuseumsBahnen]
* [http://www.dokumentationszentrum-eisenbahnforschung.org/vinschgaubahn.htm Die Vinschgaubahn von Meran nach Mals – eine Tiroler Erfolgsgeschichte der Neuzeit], Dokumentationszentrum für Europäische Eisenbahnforschung
Railway lines in Trentino-Alto Adige/Südtirol [/h4]
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