Milo (Clown)Artikelentwürfe

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Anonymous
 Milo (Clown)

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'''Milonius''' ist eine Person, die in einer der ''Satiren'' des Horaz vorkommt.

Bei Horaz wird er nur einmal erwähnt als jemand, der sich daran erfreue, zu tanzen, sobald er so betrunken ist, dass sich alles in seinem Kopf verdoppelt. Horaz führt ihn nicht weiter ein, er scheint also vorauszusetzen, dass seine Hörer und Leser Milonius kennen oder zumindest von ihm gehört haben. Das Horaz-Scholion (Erklärschrift) des Pomponius Porphyrio bemerkt erklärend zu der Stelle, bei Milonius habe es sich um einen „Witzbold jener Zeit“ (''scurra illorum temporum'') gehandelt. Solche gewerbsmäßigen Witzemacher (''scurrae'') gehörten zum zeitgenössisch üblichen Personal bei römischen Festessen (''convivium|convivia'') und Trinkgelage|Besäufnissen (''comissationes''), wie sie etwa in der Gesellschaft des Gaius Maecenas|Maecenas, Horaz’ Patronat (Römer)|Patron, häufig waren. Deshalb erwähnt Horaz in seinen Satiren auch einige solcher ''scurrae'', wie etwa Mulvius (scurra)|Mulvius, Vibidius (scurra)|Vibidius (der sich ebenfalls durch Lust am Saufen auszeichnete), Volanerius und Sarmentus.

Die auf Milonius gemünzten Verse finden sich in der Präambel zum zweiten Buch der Satiren (''Satiren'' 2,1,24 f.), in der der Satiriker in einem fingierten Gespräch mit seinem Freund Gaius Trebatius Testa erklärt, warum er trotz Kritik weiter schreiben müsse. Die Passage lautet:

:quid faciam? saltat Milonius, ut semel icto
accessit fervor capitit numerusque lucernis;
Castor gaudet equis, ovo prognatus eodem
pugis; quot capitum vinunt, totidem studiorum
milia: me pedibus delectat claudere verba
Lucili ritu, nostrum melioris utroque.

: Übersetzt: „Was soll ich tun? Milonius tanzt, sobald die Lichter sich in seinem betrunkenen Kopf verdoppeln; Castor freut sich über die Pferde, während sein Zwillingsbruder, der aus demselben Ei kommt, den Faustkampf mag; es gibt tausende Leidenschaften für alle, die auf der Welt wandeln: Ich zum Beispiel genieße es, Worte in metrische Form einzuschließen in der Weise des Gaius Lucilius|Lucilius, einem Mann, der uns beide überragt.“

== Literatur ==

* * William S. Anderson: ''Ironic Preambles and Satiric Self-Definition in Horace “Satire” 2.1.'' In: ''Pacific Coast Philology.'' Band 19, Nr. 1/2, November 1984, S. 35–42, hier S. 38.

Kategorie:Person (Humor der Antike)
Kategorie:Essen und Trinken (Römisches Reich)
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Kategorie:Geboren im 1. Jahrhundert v. Chr.
Kategorie:Mann

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