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 Tudur Vettik

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Tuudur Vettik (geboren als Feodor/Theodor Fabian Wettik; 3. Januar 1898 – 20. Mai 1982) war ein estnischer Komponist, Chordirigent und Pädagoge, der mit der Estnischen Liederfestival-Bewegung verbunden war. In der Zwischenkriegszeit und in der frühen Sowjetzeit hatte er herausragende Führungspositionen bei Festivals inne, unter anderem als Chefdirigent des 11. Gesamtestnischen Liederfestivals (1938) und künstlerischer Leiter des 12. Festivals (1947). Er wurde im Februar 1950 von sowjetischen Behörden verhaftet und zu jahrelanger Haft verurteilt; Später kehrte er zur musikalischen Arbeit und zum Unterrichten zurück. |title=Juhtumi tutvustus
|website=Ülekuulamisprotokollid (Universität Tartu)
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|Zugriffsdatum=25. Januar 2026
|sprache=et
|last=David-Fox
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|title=In das stalinistische Modell der Geheimpolizei und darüber hinaus
|website=University of Pittsburgh Press
|Jahr=2023
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|Zugriffsdatum=25. Januar 2026


== Frühes Leben ==
Vettik wurde auf dem Gut Pudivere in Virumaa geboren; eine wissenschaftliche Studie gibt sein Geburtsdatum als 22. Dezember 1897 (Alter Stil), d. h. 3. Januar 1898 (Neuer Stil) an und identifiziert den Ort als Nadalama-Dorf.
Das Estnische Musikinformationszentrum und einige Nachschlagewerke geben stattdessen den 4. Januar 1898 an.
== Bildung ==
Vettik studierte am Tallinner Konservatorium (heute Estnische Akademie für Musik und Theater) und absolvierte eine Ausbildung zum professionellen Dirigenten und Musiker, wobei er am Konservatorium bei Artur Kapp studierte.
Von 1927 bis 1932 setzte er sein Kompositionsstudium privat bei Mart Saar fort und wurde von Musikern wie Riho Päts und Evald Aav beeinflusst.

== Karriere ==
Vettiks Karriere als Chordirigent begann bereits während seines Studiums; Ende der 1930er Jahre war er einer der prominenten Vertreter der jüngeren Generation estnischer Chordirigenten.
Er veröffentlichte detaillierte methodische Anleitungen für die Chorausbildung und Aufführungspraxis und gab Rundfunkunterricht zur Chorarbeit.

Vettik unterrichtete Musik am Westholm Gymnasium und half später bei der Gestaltung der professionellen Chordirigentenausbildung in Estland. Er gründete den Lehrstuhl für Musikdirigieren am Staatlichen Konservatorium (Tallinn) und fungierte als dessen erster Leiter (1940–1946); 1946–1947 war er Dekan und ab 1947 Professor für Chorleitung.
Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Roland Laasmäe und Ants Üleoja.

=== Leitung des Estnischen Liederfestivals ===
Randjärv identifiziert Vettik als Chefdirigenten des 11. All-Estnischen Liederfestivals (1938) und eine führende Figur in der künstlerischen Ausrichtung der Bewegung in der Zwischenkriegszeit.
Beim ersten Nachkriegsfestival unter sowjetischer Herrschaft (1947) dirigierte er in den Hauptkonzerten Massenchöre.
Er zählt zu den Generalleitern („üldjuhid“) des 17. Gesamtestnischen Liederfestivals (1969). Ein populärgeschichtliches Profil schreibt ihm zu, dass er über Jahrzehnte an estnischen Liederfestivals teilgenommen und durch seine Arbeit als Dirigent und Pädagoge die Chorkultur mitgeprägt hat.

=== Zweiter Weltkrieg ===
Einem Artikel in „Ajakiri Muusika“ zufolge hissten Vettik und der Dirigent Leho Võrk nach dem Rückzug der sowjetischen Truppen aus Tallinn im August 1941 die estnische blau-schwarz-weiße Flagge auf dem Turm des Konservatoriums, wo sie fast zwei Wochen lang wehte.
== Verhaftung und Inhaftierung ==
Vettik wurde am 18. Februar 1950 von den sowjetischen Besatzungsbehörden verhaftet.
Die Geschichte des Festivals 1950 durch die Song Celebration Foundation beschreibt eine Welle von Verhaftungen von Kulturführern nach dem Parteiplenum im März 1950, darunter Vettik (bereits als Generalleiter des Festivals bestätigt), und stellt fest, dass er in ein Gefangenenlager geschickt wurde.
In einem universitären Archiv-Lehrmodul, das den Fall zusammenfasst, heißt es, dass Vettik, Riho Päts und Alfred Karindi Anfang 1950 verhaftet und zu Jahren Haft verurteilt wurden.
Eine wissenschaftliche Diskussion über die Unterdrückung durch die Geheimpolizei in Estland in der stalinistischen Ära behandelt die Verhöre und Verhaftungen von Vettik, Päts und Karindi im Kontext umfassenderer kulturell-ideologischer Kampagnen und des Zusammenbruchs von „Netzwerken des Vertrauens“.
In der späteren Geschichtsschreibung in Estland wurde die politische Unterdrückung während der stalinistischen Ära und die gezielte Bekämpfung von Kulturschaffenden in dieser Zeit diskutiert.
== Musik und Schriften ==
Randjärv schätzt Vettiks Gesamtwerk auf fast vierhundert Kompositionen für gemischte Männer-, Frauen- und Kinderchöre sowie Sololieder und Instrumentalwerke; sein Chorkatalog umfasst fast zweihundert Titel.
Lieder wie „Nokturn“ und „Su Põhjamaa päikese kullast“ sind in estnischen Chorkonzertprogrammen geblieben.

Vettik schrieb Texte für etwa dreißig seiner Lieder (manchmal unter Verwendung von Pseudonymen wie A. Saarik und A. Ennok) und veröffentlichte zahlreiche Veröffentlichungen zum Chorauftritt und zur Dirigiermethode.
Sein Handbuch „Koorijuhi käsiraamat“ („Handbuch für Chordirigenten“) wurde 1965 veröffentlicht. Spätere Forschungen zur estnischen Chorkultur haben Vettik als einen der Autoren ausführlicher Vorkriegsschriften über Gesang und Chorpraxis genannt.
== Ehrungen ==
Randjärv weist darauf hin, dass Vettik 1947 den Titel „Verdienter Künstler der Estnischen SSR“ erhielt.
Das Estnische Musikinformationszentrum listet wichtige staatliche Auszeichnungen auf, darunter den Verdienten Künstler der Estnischen SSR (1947), den Sowjetischen Estnischen Preis (1948) und den Volkskünstler der Estnischen SSR (1980).

== Ausgewählte Werke ==
* „Su Põhjamaa päikese kullast“ (Chorlied; Text von Markus Univer)
* „Nokturn“ (Chorlied)
* „Kuu“ (Chorlied)

* [https://www2.kirmus.ee/biblioserver/isi ... hp?id=4312 ISIK-Datenbankeintrag (ID 4312)]
* [https://www.emic.ee/tuudur-vettik-est?a ... heliloojad Tuudur Vettik] – Biografie, Werkliste und Aufnahmen im Estnischen Musikinformationszentrum
* [https://sa.laulupidu.ee/ajalugu/ Geschichtsseiten der Liedfeier] (Eesti Laulu- ja Tantsupeo SA)

1898 Geburten
1982 Todesfälle
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