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 Live im Pierre Boulez Saal

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* Trompete: Amir ElSaffar
* Tenorsaxopho: Ole Mathisen
* Piano: Tania Giannouli
* Schlagzeug: Tomas Fujiwara

'''Live at Pierre Boulez Saal''' ist ein Musikalbum des Amir ElSaffar New Quartet. Die am 30. September und 1. Oktober 2023 größtenteils live im Pierre-Boulez-Saal in Berlinentstandenen Aufnahmen erschienen am 2026 auf Maqam Records.

== Hintergrund ==
''NLive at Pierre Boulez Saal'' dokumentiert die erste Begegnung des Trios des Trompeters Amir ElSaffar – bestehend aus dem Schlagzeuger Tomas Fujiwara und dem Saxophonisten Ole Mathisen − mit der griechischen Pianistin Tania Giannouli. Die vier Musiker absolvierten einen Kurzaufenthalt, bestehend aus zwei Probentagen, einem Konzert und einer ganztägigen Aufnahmesitzung im Pierre-Boulez-Saal in Berlin, benannt nach dem Dirigenten und Komponisten Pierre Boulez. Letzterer Termin beinhaltete alternative Aufnahmen ohne Publikum am 1. Oktober 2023 („Orientations I-V“, „La Marteau de la Maîtresse“). Der Titel der Komposition „The Third Time“ ist eine Anspielung darauf, dass die Residency zweimal verschoben werden musste, bevor sie schließlich stattfand. Der Titel von „Le Marteau de la Maitresse“ ist laut Chris Ingalls möglicherweise eine Hommage an „Le Marteau sans Maitre“, eine klassische Komposition des 20. Jahrhunderts von Pierre Boulez.

== Titelliste ==
* Amir ElSaffar New Quartet – Live At Pierre Boulez Saal (Maqam Records MR2) # The Third Time 2:06
# Autumn Comes 8:53
# Orientations I-V 16:44
# Le Marteau de la Maîtresse 6:14
# For the Victims of Genocide 4:17
# Ghazalu 8:11
# Dignity 3:19
# 10:23 AM 3:54
# Orientations I-V (Alternate Take) 15:19
# La Marteau de la Maîtresse (Alternate Take) 8:04

== Rezeption ==
Das Ergebnis sei eine anmutige, durchdachte und oft intensive Darbietung, die von einer ungewöhnlichen Instrumentierung getragen wird – das Fehlen eines Basses, in einer Jazzaufnahme eher unüblich, mag zunächst befremdlich wirken, meint Chris Ingalls (Pop Matters). Doch es würde den übrigen Musikern ermöglichen, einen weiten musikalischen Raum zu erkunden. Der Eröffnungstrack „The Third Time“ sei in seinem Konzept erfrischend einfach – eine Reihe langer, gehaltener Töne über einen Zeitraum von zwei Minuten – und dient als weise, meditative Ouvertüre. Der längste Titel des Albums und wohl auch sein Herzstück sei das schwindelerregende, komplexe „Orientations I-IV“, in dem das Quartett über einer feurigen, intensiven Bebop-Atmosphäre furios agiere. „Le Marteau de la Maitresse“ würde langsam und majestätisch dahinfließen, wobei die Mikrotonalität dem Stück eine besonders melancholische Note verleiht, die von Giannoulis solidem Klavierspiel getragen wird. Amir ElSaffars New Quartet sei es gelungen, etwas zu schaffen, das sich wie Jazz bewegt und anhört, aber gleichzeitig eine viel tiefere Resonanz besitze. Durch die Einbeziehung der mikrotonalen Stimmungen des Maqam (Musik)|Maqam würden sich die musikalischen Möglichkeiten erheblich erweitern, was zu einem reichen und bereichernden Hörerlebnis führe. Eine herausragende Stellung würde die Pianistin einnehmen, meint Denis Desassis (Citizen Jazz), und das mikrotonales Klavierspiel eröffne Giannouli neue Erkundungsmöglichkeiten, die sie mit ihrer charakteristischen Souveränität und Fantasie erschließe. Man denke beispielsweise an „Solo“, eines ihrer Alben, das sie endgültig in die Riege der Großen katapultierte. Hier würde sie in die Zwischenräume der spezifischen musikalischen Sprache des Trompeters eintauchen, an der Schnittstelle von Jazz und [nah]östlicher Musik, und erweise sich als ebenbürtig. Es sei ein weiterer Beweis ihres Talents, falls überhaupt noch einer nötig war. Diese Aufnahme sei sowohl die Geburtsstunde eines außergewöhnlichen Quartetts als auch eine Demonstration organischen Jazz, dessen tiefes Atmen ebenso sehr Ruhe und Kontemplation wie Qual und Raserei hervorrufen kann (die fünf Sätze der Suite „Orientierungen“ seien hierfür das beste Beispiel). Als engagierter Komponist („For the Victims of Genocide“) lasse Amir ElSaffar, weit davon entfernt, eine erdrückende Persönlichkeit aufzuzwingen, den Beiträgen seiner Partner freien Lauf und ermögliche es dem Quartett, ein Gleichgewicht zu finden – beeindruckend sei diese erstaunliche Mischung aus Spannung und Leichtigkeit – bis hin zum ergreifenden „Ghazalu“, das von einem Thema von Tania Giannouli („Black Sea“) eingeleitet wird, bevor Amir ElSaffar mit dem Gesang einsetzt.
* |autor=
|url=https://amirelsaffartworivers.bandcamp. ... oulez-saal
|titel= New Quartet Live at Pierre Boulez Saal
von Amir ElSaffar
|werk=Bandcamp
|datum=
|sprache=en
|abruf=2026-01-21
|abruf-verborgen=1



Kategorie:Album (Jazz)
Kategorie:Album 2025
Kategorie:Livealbum

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