'''Johann Joseph Felix von Kurz'' (22. Februar 1717 - 3. Februar 1784) war ein österreichischer Schauspieler, Dramatiker und Impresario. Bekannt wurde er durch seine außergewöhnlichen schauspielerischen Fähigkeiten, insbesondere durch seine wiederkehrende Rolle als Bernardon und die sogenannte „Bernardoniade“, eine Form der Improvisationskomödie. Er gilt neben Josef Anton Stranitzky und Gottfried Prehauser als einer der bedeutendsten und beliebtesten Wiener Komiker und Schauspieler des 18. Jahrhunderts. Seine Komödien gelten als Höhepunkt des Wiener Improvisationstheaters. Er gilt neben Josef Anton Stranitzky und Gottfried Prehauser als einer der bedeutendsten und beliebtesten Wiener Komiker und Schauspieler des 18. Jahrhunderts. Seine Komödien gelten als Höhepunkt des Wiener Improvisationstheaters.
== Leben ==
Er wurde in Wien als Sohn von Felix und Edmunda (von) Kurz geboren – sie war als „die Felixin“ bekannt, während Felix (bekannt als „Comicus Felix“) ein reisender Theaterregisseur und Schauspieler war, der ursprünglich aus Kempten (Allgäu) stammte. Johanns Paten waren Josef Anton Stranitzky, Erfinder der Hanswurst (eine Standardfigur) und Impresario des Kärntnertortheaters, und Johann Baptist Hilverding, ein weiterer Komiker.
== Works==
== List of selected worksFrom * Türken- und Seeräuber-Ballette (1741)
* Comoedie genannt: Die Geburth des Bernardons (vor 1742)
* Die Judenhochzeit oder Bernardon der betrogene Betrüger. Ein komisches Singspiel in einem Aufzuge (1741)
* Comoedie betitult: Bernardon zu Sanct Marx (= Bernardon im Tollhaus) (um 1742)
* Comoedie betitult: Der ehrliche Filou (1742/43)
* Comoedie betitult: Continuation der Geburth des Bernardons (1742–52)
* Anderte Continuation auf Bernardons Geburth betitult: Der Todt des Bernardons (1742–52)
* Comoedie genannt: Des Hanns-Wurst und Bernardons erschröckliche Weiber- und Buben Pataille. Oder die zum weinen lachende blutige Mord-Tragoedie (1. Fassung) (1744–53)
* Der neue krumme Teufel. Eine Opera-Comique von zwey Aufzügen nebst einer Kinder-Pantomime, betitult: Arlequin, der neue Abgott Ram in America (1751; Druck 1758; [https://daten.digitale-sammlungen.de/~d ... 19&seite=1 Digitalisat])
* Comoedia betitult: Columbina Bernardolin (1752)
* Comoedia genannt: Hanns-Wurst, Hexenmeister aus Liebe oder: Das verhexte Tschihy (1752)
* Der ohne Holz lebendige verbrennte Zauberer Bernardon. Ein Lustspiel in drey Aufzügen (1. Fassung, Druck 1771; [https://archive.org/details/derohneholzleben00kurz Digitalisat])
* Comoedie: Der rasende Zamor (1752)
* Le Diable Marie, oder Pelphegor der verheyrathete Teufel, mit Bernardon dem Ambassadeur in das unterirdische Reich (1752)
* Comoedie genannt: Der Lebens-Lauff des Bernardons (um 1753)
* Comoedie genannt: Der sparsame Bernardon, und dessen narrische Haushaltung, Oder: Bernardon der Katzen-Narr (um 1753)
* Comoedie genannt: Bernardon der dumme Nachfolger des Doctor Faustes (= Die Reise des Bernardons in die Hölle) (um 1753)
* Comoedie genannt: Die Reise des Bernardons aus der Höllen (um 1753)
* Comoedie oder die anderte Continuation des Bernardons Reise in die Hölle; unter dem Titul: Die Reise des Bernardons in sein Vatterland nacher Presburg (um 1753)
* Comoedie genannt: Bernardon, der weynende Amant, und Hanns Wurst der Coupler von des Herodes seiner Frau Mariamne Fürstin von Ierusalem (um 1753)
* Comoedie genannt: Bernardon der schlesische Landedelmann (um 1753)
* Der falsche verdacht. Ein nachspill (= Bernardon, der unschuldige Missethäter) (um 1753)
* Comoedie: Hanns-Wurst und Bernardon, die zwey heldenmüthigen Söhne des großen Ritters Sacrapans, und tapfere Befreyer der Königin Lenorella, auf der Jnsel Lilliput (um 1753)
* Comoedie betitult: Bernardon, der aus einem Schmeltzdegel entsprungene flüchtige Mercurialische Geist, nebst einem Poetischen Prologum genannt: Der Creut-weis mit Fesseln belegte Cupido. Oder der Streit zwischen denen Göttern und Gottinnen über den unschuldig verklagten Bernardonischen Mercurium (um 1753)
* Comoedie genannt: Der in Anfang gescheide, in der Mitte narrische, und am Ende wieder gescheide Bernardon, Oder der tyrannische Murat, König von Tripolis (um 1753)
* Comoedie genannt: Der achtmahl verwandelte Bernardon, und Hannß-Wurst der gezwungene Holz-Hacker (um 1753)
* Comoedie betitult: Der narrisch-eifersüchtige Bernardon (um 1753)
* Bernardon der 30 iährige A, b, c Schütz: oder Hanswurst der reiche Baur und Pantalon der arme Edelmann (und Colombina, die glücklich gewordene Haubenheffterin) (1753)
* Comoedie: Der aufs neue begeisterte und belebte Bernardon, Nebst zweyen Pantomimischen Kinder-Balletten, Unter dem Titul: Der Erste Der Durch Magische Kraft und durch Würkung der Göttin Lachasis wieder aufs neue belebte Bernardon. Der Anderte Das wankelmüthige Frauenzimmer, Oder La fille Coquette (1754)
* Comoedie genannt: Bernardon auf der Gelsen-Insul Oder die Spatzen-Zauberey mit der lustigen Regens Chori Pantomime (1754)
* Lustspiel: Der Windmacher (1754)
* Eine neue Tragödie, betitult: Bernardon die getreue Prinzeßin Pumphia, und Hanns-Wurst der tyrannische Tartar-Kulikan. Eine Parodie in lächerlichen Versen. Nebst einer Kinder-Pantomime, betitult: Arleckin, der glücklich gewordene Bräutigam (1755, Druck 1756; [https://books.google.de/books?id=26w6AAAAcAAJ&hl=de Digitalisat])
* Bernardon im Serail (= Der Derwisch) (1755)
* Die drey verheyrateten Lehn-Laquais, oder: Die verlohrne Wette des Bernardons mit Fiametta, der lächerlichen Schildwacht nach der neusten Mode (1755)
* Comoedie genannt: Die drey und dreyßig Schelmereyen des Bernardons, welche theils durch ihn, theils aber durch seine Anstiftung von seinem Bruder Lucrino, aufgeführet werden (um 1755)
* Der sich wider seinen Willen taub und stumm stellende Liebhaber. Ein Lustspiel, von zwey Aufzügen, in Teutschen Versen mit vierzehen Arien, welche von den Bernardonischen Kindern vorgestellet und in Teutscher Sprache hier noch niemals aufgeführet worden ist (1755)
* Comoedie: Das zerstöhrte Versprechen des Bernardons, In welchen auch eine Kinder-Pantomime von Zwergen, nebst der Poesie, und anderen Vorstellungen zu sehen sind (1754–1758)
* Comoedie: Bernardon der Einsiedler, und dessen unglückseelige Bemühung seine Braut bey der Göttin Diana zu sehen. Operetta: Ormechus, ein tyrannischer Neben-Buhler seines Sohns Cosroe. Pantomime: Bernardons Traum in der Wüsteney (um 1757)
* Neue Comoedie genannt: Die Macht der Elementen, oder: Die versoffene Familie des Herrn Baron von Kühnstoks. Prologus: Der zum Leben gebrachte Stein. Operetta: Die das Glücke hat, führt den Bräutigam nach Hause. Pantomime: Die liederliche Haushaltung versoffener Köche und verlöffelter Stuhenmenscher (1757/58)
* Comoedie: Die glückliche Verbindung des Bernardons, nebst einer Kinder-Pantomime, betitult: Bernardons glücklicher Traum (1758)
* Comoedie betitult: Bernardons Ehestand, nebst einer pantomimischen Vorstellung (Der sich niemals begnügende Schäfer Coridon) und einem Lustspiel von denen Bernardonischen Kindern (Was für Narrheit kann nicht die Eifersucht anstellen) (um 1758)
* Neue Comoedie: Die von Minerva beschützte Unschuld, Oder die Vereinigung derer Liebesgötter (um 1758)
* Comoedie betitult: Der vermeinte Mörder seiner selbst eigenen Persohn (um 1758)
* Comoedie: Das Verhexte Tschihy, Oder Hanns-Wurst, der Hexen-Meister aus Liebe (um 1758)
* Comoedie genannt: Colombina Maga (um 1758)
* Comoedie betitult: Das besessene Haus des Pantalon (um 1758)
* Bernardon und Bernardina, die zwey Gleichen in zweyerley Geschlechtern, Oder die geraubten und zuletzt glücklich gewordenen Zwilling (nach 1758)
* Der erschröckliche, entsetzliche und mit vielen Blut vergossene Weiber und Buben Bataille des Bernardons und Hanns-Wursts (2. Fassung, nach 1758)
* Das europäische Wäschermädel mit Bernardon, dem hoffärtigen Bauernrichters-Sohn und lebendig begrabenen Bräutigam. Oder: der getreue Jakerl und die beständige Klumperl, Sonst genannt: Die verliebte Probe des Mehmets Bassa von Algier. (nach 1758)
* Comoedie: Die fünf kleinen Luft-Geister, oder: Die wunderlichen Reisen des Hanns-Wursts und Bernardons nacher Ungarn, Italien, Holland, Spanien, Türkey und Frankreich (1758–1760)
* Comoedie: Bernardon die versoffene Gouvernante (1760–1763)
* Comoedie: Das Leben und Tod der zaubernden Circe (1760)
* Neue Comoedie: Der adeliche Cammer-Diener und die verliebte Widerspenstige in der Trauer. Oder: Der Streit zwischen Rache, Liebe und hoher Geburt (1760)
* Bernardon der beängstigte Impressarius oder: Die fehlgeschlagene Probe (1763/64)
* Neues Lustspiel: Die Insul der gesunden Vernunft. Wobey Fiametta und Bernardon das Wunderwerk einer ungekünstelten Natur vorstellen. Mit Hannswurst dem sich dreymal verstellenden Grafen von Gerstenschleim (1764)
* Comoedie: Der vergötterte Bernardon (= Die Probe wahrer Beständigkeit) (1764)
* Die Judenhochzeit oder Bernardon der betrogene Betrüger (Singspielfassung) (um 1766)
* Le mercure Galante, oder Der in die Feder verwandelte Degen. Mit Odoardo, dem unwissenden Nebenbuhler seines Sohnes, und Bernardon dem Camelion in sechserley Gestalt (um 1766)
* Das in dem Gefilde der Freude frohlockende Teutschland (1767)
* La Serva Pardona. Die Dienerin eine Frau, oder die vier ungleichen Heurathen, ein neues Lustspiel mit 17 von zweyen Abtheilungen in Versen, Arietten und Duetten, nebst einem Chorus, aus einem italiänischen Intermezzo gezogen (1768; [https://books.google.de/books?id=eiJIAAAAcAAJ&hl=de Digitalisat])
* Die frohlockenden Schäfer. Ein Musicalisches Vorspiel in einem Aufzuge (1768)
* Der unruhige Reichtum. Ein Lustspiel in drey Aufzügen (1770; [https://books.google.de/books?id=BG5VAAAAcAAJ&hl=de Digitalisat])
* Pantomimisches Singspiel: Die Herrschaftskuchel auf dem Lande, mit Bernardon dem dicken Mundkoch, Oder: Die versoffenen Köche und die verliebten Stubenmädel (1770; [https://books.google.de/books?id=hNdUAAAAcAAJ&hl=de Digitalisat])
* Die Insul der Wilden oder die wankelmütige Insulanerin mit Arlequin dem durch einen Zauberer zum Abgott Ram gemachten König von der Insul Tschaleley (1770)
=== Textual editions ===
* Johann Joseph Felix von Kurz: ''Eine ganz neue Komödie … Ausgewählte Bernardoniaden und Lustspiele'' (= ''Texte und Studien zur österreichischen Literatur- und Theatergeschichte.'' Bd. 3). Herausgegeben von Andrea Brandner-Kapfer. Lehner, Wien 2010, ISBN 978-3-901749-79-7.
* Andrea Brandner-Kapfer: ''Johann Joseph Felix von Kurz: Das Komödienwerk. (Historisch-Kritische Edition).'' Graz 2007 (Graz, Universität, Dissertation, 2007).
* ''Teutsche Arien, Welche auf dem Kayserlich-privilegirten Wienerischen Theatro in unterschiedlich producirten Comoedien, deren Titul hier jedesmahl beygedrucket, gesungen worden. Cod. Ms. 12706–12709 der Wiener Nationalbibliothek'' (= ''Museion. Veröffentlichungen aus der Nationalbibliothek in Wien. Erstausgaben und Neudrucke.'' Bd. 2, * Otto Rommel (Hrsg.): ''Die Maschinenkomödie'' (= ''Deutsche Literatur. Sammlung literarischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Entwicklungsreihen.'' 13: ''Barock.'' D: ''Barocktradition im österreichisch-bayrischen Volkstheater.'' Bd. 1, * Joseph Anton Stranitzky: ''Hanswurstiaden. Ein Jahrhundert Wiener Komödie.'' Herausgegeben und mit einem Nachwort von Johann Sonnleitner (Germanist)|Johann Sonnleitner. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1996, ISBN 3-7017-1028-7.
== Bibliography (in Germany) ==
* Ulf Birbaumer: ''Das Werk des Joseph Felix von Kurz-Bernardon und seine szenische Realisierung. Versuch einer Genealogie und Dramaturgie der Bernardoniade'' (= ''Dissertationen der Universität Wien.'' Bd. 47, 1–2, * Maria Laura Ferrari: ''Zwischen Jahrmarkt und Akademie. Kurz-Bernardon und die Reform des deutschen Theaters im 18. Jahrhundert.'' Übersetzt von Ingrid Eyer. In: ''Jahrbuch des Wiener Goethe-Vereins.'' Bd. 92/93, 1988/1989, * Hilde Haider-Pregler: ''Der wienerische Weg zur K.K.-Hof- und Nationalschaubühne.'' In: Roger Bauer, Jürgen Wertheimer (Hrsg.): ''Das Ende des Stegreifspiels – Die Geburt des Nationaltheaters. Ein Wendepunkt in der Geschichte des europäischen Dramas.'' Fink, München 1983, ISBN 3-7705-2008-4, S. 24–37.
* Hilde Haider-Pregler: ''Des sittlichen Bürgers Abendschule. Bildungsanspruch und Bildungsauftrag des Berufstheaters im 18. Jahrhundert.'' Jugend u. Volk, Wien u. a. 1980, ISBN 3-7141-6552-5.
* * Anna Hilda Matzner: ''Überprüfung der Materialien zur Biographie des Josef Felix v. Kurz.'' Wien 1937 (Wien, Universität, phil. Dissertation, 1937, (maschinschriftlich)).
* * Beatrix Müller-Kampel: ''Hanswurst, Bernardon, Kasperl. Spaßtheater im 18. Jahrhundert.'' Schöningh, Paderborn u. a. 2003, ISBN 3-506-75812-8 ([https://digi20.digitale-sammlungen.de/d ... 00001.html Digitalisat]).
* Beatrix Müller-Kampel: ''Verboten, vertrieben, vergessen. Das totale Theater des Joseph Felix von Kurz am Beispiel der Bernardoniade „Die fünf kleinen Luft-Geister“.'' In: Edward Białek, Manfred Durzak, Marek Zybura (Hrsg.): ''Literatur im Zeugenstand. Beiträge zur deutschsprachigen Literatur- und Kulturgeschichte. Festschrift für Hubert Orłowski'' (= ''Oppelner Beiträge zur Germanistik.'' Band 5). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2002, ISBN 3-631-39495-0, S. 453–496.
* Ferdinand Raab: ''Johann Joseph Felix von Kurz genannt Bernardon. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Theaters im XVIII. Jahrhundert.'' Aus dem Nachlaß herausgegeben von Fritz Raab. Rütten & Loening, Frankfurt am Main 1899, ([https://archive.org/details/johannjosephfel00raabgoog Digitalisat]).
* Josef Wolfgang Rademaker: "Johann Joseph Felix von Kurz, gen. Bernardon – Reisender der Hölle, Mainz 1999 (Mainz, Johannes Gutenberg-Universität, phil. Dissertation, 1999)
* Otto Rommel: ''Die Alt-Wiener Volkskomödie. „Ihre Geschichte vom barocken Welt-Theater bis zum Tode Nestroys.“ Schroll, Wien 1952.
* *
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Kategorie:Österreichische männliche Schauspieler
Kategorie:Österreichische männliche Dramatiker und Dramatiker
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Kategorie:1784 Todesfälle
Kategorie:Österreicher deutscher Abstammung
Österreichische Theatermanager und -produzenten
[h4] '''Johann Joseph Felix von Kurz'' (22. Februar 1717 - 3. Februar 1784) war ein österreichischer Schauspieler, Dramatiker und Impresario. Bekannt wurde er durch seine außergewöhnlichen schauspielerischen Fähigkeiten, insbesondere durch seine wiederkehrende Rolle als Bernardon und die sogenannte „Bernardoniade“, eine Form der Improvisationskomödie. Er gilt neben Josef Anton Stranitzky und Gottfried Prehauser als einer der bedeutendsten und beliebtesten Wiener Komiker und Schauspieler des 18. Jahrhunderts. Seine Komödien gelten als Höhepunkt des Wiener Improvisationstheaters. Er gilt neben Josef Anton Stranitzky und Gottfried Prehauser als einer der bedeutendsten und beliebtesten Wiener Komiker und Schauspieler des 18. Jahrhunderts. Seine Komödien gelten als Höhepunkt des Wiener Improvisationstheaters.
== Leben == Er wurde in Wien als Sohn von Felix und Edmunda (von) Kurz geboren – sie war als „die Felixin“ bekannt, während Felix (bekannt als „Comicus Felix“) ein reisender Theaterregisseur und Schauspieler war, der ursprünglich aus Kempten (Allgäu) stammte. Johanns Paten waren Josef Anton Stranitzky, Erfinder der Hanswurst (eine Standardfigur) und Impresario des Kärntnertortheaters, und Johann Baptist Hilverding, ein weiterer Komiker.
== Works== == List of selected worksFrom * Türken- und Seeräuber-Ballette (1741) * Comoedie genannt: Die Geburth des Bernardons (vor 1742) * Die Judenhochzeit oder Bernardon der betrogene Betrüger. Ein komisches Singspiel in einem Aufzuge (1741) * Comoedie betitult: Bernardon zu Sanct Marx (= Bernardon im Tollhaus) (um 1742) * Comoedie betitult: Der ehrliche Filou (1742/43) * Comoedie betitult: Continuation der Geburth des Bernardons (1742–52) * Anderte Continuation auf Bernardons Geburth betitult: Der Todt des Bernardons (1742–52) * Comoedie genannt: Des Hanns-Wurst und Bernardons erschröckliche Weiber- und Buben Pataille. Oder die zum weinen lachende blutige Mord-Tragoedie (1. Fassung) (1744–53) * Der neue krumme Teufel. Eine Opera-Comique von zwey Aufzügen nebst einer Kinder-Pantomime, betitult: Arlequin, der neue Abgott Ram in America (1751; Druck 1758; [https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0005/bsb00054658/images/index.html?id=00054658&fip=qrsxseayaqrsxsewqxdsydewqyzts&no=19&seite=1 Digitalisat]) * Comoedia betitult: Columbina Bernardolin (1752) * Comoedia genannt: Hanns-Wurst, Hexenmeister aus Liebe oder: Das verhexte Tschihy (1752) * Der ohne Holz lebendige verbrennte Zauberer Bernardon. Ein Lustspiel in drey Aufzügen (1. Fassung, Druck 1771; [https://archive.org/details/derohneholzleben00kurz Digitalisat]) * Comoedie: Der rasende Zamor (1752) * Le Diable Marie, oder Pelphegor der verheyrathete Teufel, mit Bernardon dem Ambassadeur in das unterirdische Reich (1752) * Comoedie genannt: Der Lebens-Lauff des Bernardons (um 1753) * Comoedie genannt: Der sparsame Bernardon, und dessen narrische Haushaltung, Oder: Bernardon der Katzen-Narr (um 1753) * Comoedie genannt: Bernardon der dumme Nachfolger des Doctor Faustes (= Die Reise des Bernardons in die Hölle) (um 1753) * Comoedie genannt: Die Reise des Bernardons aus der Höllen (um 1753) * Comoedie oder die anderte Continuation des Bernardons Reise in die Hölle; unter dem Titul: Die Reise des Bernardons in sein Vatterland nacher Presburg (um 1753) * Comoedie genannt: Bernardon, der weynende Amant, und Hanns Wurst der Coupler von des Herodes seiner Frau Mariamne Fürstin von Ierusalem (um 1753) * Comoedie genannt: Bernardon der schlesische Landedelmann (um 1753) * Der falsche verdacht. Ein nachspill (= Bernardon, der unschuldige Missethäter) (um 1753) * Comoedie: Hanns-Wurst und Bernardon, die zwey heldenmüthigen Söhne des großen Ritters Sacrapans, und tapfere Befreyer der Königin Lenorella, auf der Jnsel Lilliput (um 1753) * Comoedie betitult: Bernardon, der aus einem Schmeltzdegel entsprungene flüchtige Mercurialische Geist, nebst einem Poetischen Prologum genannt: Der Creut-weis mit Fesseln belegte Cupido. Oder der Streit zwischen denen Göttern und Gottinnen über den unschuldig verklagten Bernardonischen Mercurium (um 1753) * Comoedie genannt: Der in Anfang gescheide, in der Mitte narrische, und am Ende wieder gescheide Bernardon, Oder der tyrannische Murat, König von Tripolis (um 1753) * Comoedie genannt: Der achtmahl verwandelte Bernardon, und Hannß-Wurst der gezwungene Holz-Hacker (um 1753) * Comoedie betitult: Der narrisch-eifersüchtige Bernardon (um 1753) * Bernardon der 30 iährige A, b, c Schütz: oder Hanswurst der reiche Baur und Pantalon der arme Edelmann (und Colombina, die [url=viewtopic.php?t=14965]glücklich[/url] gewordene Haubenheffterin) (1753) * Comoedie: Der aufs neue begeisterte und belebte Bernardon, Nebst zweyen Pantomimischen Kinder-Balletten, Unter dem Titul: Der Erste Der Durch Magische Kraft und durch Würkung der Göttin Lachasis wieder aufs neue belebte Bernardon. Der Anderte Das wankelmüthige Frauenzimmer, Oder La fille Coquette (1754) * Comoedie genannt: Bernardon auf der Gelsen-Insul Oder die Spatzen-Zauberey mit der lustigen Regens Chori Pantomime (1754) * Lustspiel: Der Windmacher (1754) * Eine neue Tragödie, betitult: Bernardon die getreue Prinzeßin Pumphia, und Hanns-Wurst der tyrannische Tartar-Kulikan. Eine Parodie in lächerlichen Versen. Nebst einer Kinder-Pantomime, betitult: Arleckin, der [url=viewtopic.php?t=14965]glücklich[/url] gewordene Bräutigam (1755, Druck 1756; [https://books.google.de/books?id=26w6AAAAcAAJ&hl=de Digitalisat]) * Bernardon im Serail (= Der Derwisch) (1755) * Die drey verheyrateten Lehn-Laquais, oder: Die verlohrne Wette des Bernardons mit Fiametta, der lächerlichen Schildwacht nach der neusten Mode (1755) * Comoedie genannt: Die drey und dreyßig Schelmereyen des Bernardons, welche theils durch ihn, theils aber durch seine Anstiftung von seinem Bruder Lucrino, aufgeführet werden (um 1755) * Der sich wider seinen Willen taub und stumm stellende Liebhaber. Ein Lustspiel, von zwey Aufzügen, in Teutschen Versen mit vierzehen Arien, welche von den Bernardonischen Kindern vorgestellet und in Teutscher Sprache hier noch niemals aufgeführet worden ist (1755) * Comoedie: Das zerstöhrte Versprechen des Bernardons, In welchen auch eine Kinder-Pantomime von Zwergen, nebst der Poesie, und anderen Vorstellungen zu sehen sind (1754–1758) * Comoedie: Bernardon der Einsiedler, und dessen unglückseelige Bemühung seine Braut bey der Göttin Diana zu sehen. Operetta: Ormechus, ein tyrannischer Neben-Buhler seines Sohns Cosroe. Pantomime: Bernardons Traum in der Wüsteney (um 1757) * Neue Comoedie genannt: Die Macht der Elementen, oder: Die versoffene Familie des Herrn Baron von Kühnstoks. Prologus: Der zum Leben gebrachte Stein. Operetta: Die das Glücke hat, führt den Bräutigam nach Hause. Pantomime: Die liederliche Haushaltung versoffener Köche und verlöffelter Stuhenmenscher (1757/58) * Comoedie: Die glückliche Verbindung des Bernardons, nebst einer Kinder-Pantomime, betitult: Bernardons glücklicher Traum (1758) * Comoedie betitult: Bernardons Ehestand, nebst einer pantomimischen Vorstellung (Der sich niemals begnügende Schäfer Coridon) und einem Lustspiel von denen Bernardonischen Kindern (Was für Narrheit kann nicht die Eifersucht anstellen) (um 1758) * Neue Comoedie: Die von Minerva beschützte Unschuld, Oder die Vereinigung derer Liebesgötter (um 1758) * Comoedie betitult: Der vermeinte Mörder seiner selbst eigenen Persohn (um 1758) * Comoedie: Das Verhexte Tschihy, Oder Hanns-Wurst, der Hexen-Meister aus Liebe (um 1758) * Comoedie genannt: Colombina Maga (um 1758) * Comoedie betitult: Das besessene Haus des Pantalon (um 1758) * Bernardon und Bernardina, die zwey Gleichen in zweyerley Geschlechtern, Oder die geraubten und zuletzt [url=viewtopic.php?t=14965]glücklich[/url] gewordenen Zwilling (nach 1758) * Der erschröckliche, entsetzliche und mit vielen Blut vergossene Weiber und Buben Bataille des Bernardons und Hanns-Wursts (2. Fassung, nach 1758) * Das europäische Wäschermädel mit Bernardon, dem hoffärtigen Bauernrichters-Sohn und lebendig begrabenen Bräutigam. Oder: der getreue Jakerl und die beständige Klumperl, Sonst genannt: Die verliebte Probe des Mehmets Bassa von Algier. (nach 1758) * Comoedie: Die fünf kleinen Luft-Geister, oder: Die wunderlichen Reisen des Hanns-Wursts und Bernardons nacher Ungarn, Italien, Holland, Spanien, Türkey und Frankreich (1758–1760) * Comoedie: Bernardon die versoffene Gouvernante (1760–1763) * Comoedie: Das Leben und Tod der zaubernden Circe (1760) * Neue Comoedie: Der adeliche Cammer-Diener und die verliebte Widerspenstige in der Trauer. Oder: Der Streit zwischen Rache, Liebe und hoher Geburt (1760) * Bernardon der beängstigte Impressarius oder: Die fehlgeschlagene Probe (1763/64) * Neues Lustspiel: Die Insul der gesunden Vernunft. Wobey Fiametta und Bernardon das Wunderwerk einer ungekünstelten Natur vorstellen. Mit Hannswurst dem sich dreymal verstellenden Grafen von Gerstenschleim (1764) * Comoedie: Der vergötterte Bernardon (= Die Probe wahrer Beständigkeit) (1764) * Die Judenhochzeit oder Bernardon der betrogene Betrüger (Singspielfassung) (um 1766) * Le mercure Galante, oder Der in die Feder verwandelte Degen. Mit Odoardo, dem unwissenden Nebenbuhler seines Sohnes, und Bernardon dem Camelion in sechserley Gestalt (um 1766) * Das in dem Gefilde der Freude frohlockende Teutschland (1767) * La Serva Pardona. Die Dienerin eine Frau, oder die vier ungleichen Heurathen, ein neues Lustspiel mit 17 von zweyen Abtheilungen in Versen, Arietten und Duetten, nebst einem Chorus, aus einem italiänischen Intermezzo gezogen (1768; [https://books.google.de/books?id=eiJIAAAAcAAJ&hl=de Digitalisat]) * Die frohlockenden Schäfer. Ein Musicalisches Vorspiel in einem Aufzuge (1768) * Der unruhige Reichtum. Ein Lustspiel in drey Aufzügen (1770; [https://books.google.de/books?id=BG5VAAAAcAAJ&hl=de Digitalisat]) * Pantomimisches Singspiel: Die Herrschaftskuchel auf dem Lande, mit Bernardon dem dicken Mundkoch, Oder: Die versoffenen Köche und die verliebten Stubenmädel (1770; [https://books.google.de/books?id=hNdUAAAAcAAJ&hl=de Digitalisat]) * Die Insul der Wilden oder die wankelmütige Insulanerin mit Arlequin dem durch einen Zauberer zum Abgott Ram gemachten König von der Insul Tschaleley (1770)
=== Textual editions === * Johann Joseph Felix von Kurz: ''Eine ganz neue Komödie … Ausgewählte Bernardoniaden und Lustspiele'' (= ''Texte und Studien zur österreichischen Literatur- und Theatergeschichte.'' Bd. 3). Herausgegeben von Andrea Brandner-Kapfer. Lehner, Wien 2010, ISBN 978-3-901749-79-7. * Andrea Brandner-Kapfer: ''Johann Joseph Felix von Kurz: Das Komödienwerk. (Historisch-Kritische Edition).'' Graz 2007 (Graz, Universität, Dissertation, 2007). * ''Teutsche Arien, Welche auf dem Kayserlich-privilegirten Wienerischen Theatro in unterschiedlich producirten Comoedien, deren Titul hier jedesmahl beygedrucket, gesungen worden. Cod. Ms. 12706–12709 der Wiener Nationalbibliothek'' (= ''Museion. Veröffentlichungen aus der Nationalbibliothek in Wien. Erstausgaben und Neudrucke.'' Bd. 2, * Otto Rommel (Hrsg.): ''Die Maschinenkomödie'' (= ''Deutsche Literatur. Sammlung literarischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Entwicklungsreihen.'' 13: ''Barock.'' D: ''Barocktradition im österreichisch-bayrischen Volkstheater.'' Bd. 1, * Joseph Anton Stranitzky: ''Hanswurstiaden. Ein Jahrhundert Wiener Komödie.'' Herausgegeben und mit einem Nachwort von Johann Sonnleitner (Germanist)|Johann Sonnleitner. Residenz-Verlag, Salzburg u. a. 1996, ISBN 3-7017-1028-7.
== Bibliography (in Germany) == * Ulf Birbaumer: ''Das Werk des Joseph Felix von Kurz-Bernardon und seine szenische Realisierung. Versuch einer Genealogie und Dramaturgie der Bernardoniade'' (= ''Dissertationen der Universität Wien.'' Bd. 47, 1–2, * Maria Laura Ferrari: ''Zwischen Jahrmarkt und Akademie. Kurz-Bernardon und die Reform des deutschen Theaters im 18. Jahrhundert.'' Übersetzt von Ingrid Eyer. In: ''Jahrbuch des Wiener Goethe-Vereins.'' Bd. 92/93, 1988/1989, * Hilde Haider-Pregler: ''Der wienerische Weg zur K.K.-Hof- und Nationalschaubühne.'' In: Roger Bauer, Jürgen Wertheimer (Hrsg.): ''Das Ende des Stegreifspiels – Die Geburt des Nationaltheaters. Ein Wendepunkt in der Geschichte des europäischen Dramas.'' Fink, München 1983, ISBN 3-7705-2008-4, S. 24–37. * Hilde Haider-Pregler: ''Des sittlichen Bürgers Abendschule. Bildungsanspruch und Bildungsauftrag des Berufstheaters im 18. Jahrhundert.'' Jugend u. Volk, Wien u. a. 1980, ISBN 3-7141-6552-5. * * Anna Hilda Matzner: ''Überprüfung der Materialien zur Biographie des Josef Felix v. Kurz.'' Wien 1937 (Wien, Universität, phil. Dissertation, 1937, (maschinschriftlich)). * * Beatrix Müller-Kampel: ''Hanswurst, Bernardon, Kasperl. Spaßtheater im 18. Jahrhundert.'' Schöningh, Paderborn u. a. 2003, ISBN 3-506-75812-8 ([https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00045095_00001.html Digitalisat]). * Beatrix Müller-Kampel: ''Verboten, vertrieben, vergessen. Das totale Theater des Joseph Felix von Kurz am Beispiel der Bernardoniade „Die fünf kleinen Luft-Geister“.'' In: Edward Białek, Manfred Durzak, Marek Zybura (Hrsg.): ''Literatur im Zeugenstand. Beiträge zur deutschsprachigen Literatur- und Kulturgeschichte. Festschrift für Hubert Orłowski'' (= ''Oppelner Beiträge zur Germanistik.'' Band 5). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2002, ISBN 3-631-39495-0, S. 453–496. * Ferdinand Raab: ''Johann Joseph Felix von Kurz genannt Bernardon. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Theaters im XVIII. Jahrhundert.'' Aus dem Nachlaß herausgegeben von Fritz Raab. Rütten & Loening, Frankfurt am Main 1899, ([https://archive.org/details/johannjosephfel00raabgoog Digitalisat]). * Josef Wolfgang Rademaker: "Johann Joseph Felix von Kurz, gen. Bernardon – Reisender der Hölle, Mainz 1999 (Mainz, Johannes Gutenberg-Universität, phil. Dissertation, 1999) * Otto Rommel: ''Die Alt-Wiener Volkskomödie. „Ihre Geschichte vom barocken Welt-Theater bis zum Tode Nestroys.“ Schroll, Wien 1952. * *
Kategorie: österreichische Schauspieler des 18. Jahrhunderts Kategorie:Österreichische männliche Schauspieler Kategorie:Österreichische männliche Dramatiker und Dramatiker Kategorie:Menschen aus Wien Kategorie:1717 Geburten Kategorie:1784 Todesfälle Kategorie:Österreicher deutscher Abstammung Österreichische Theatermanager und -produzenten [/h4]
Félix Bautista Corte Bórquez (4. August 1898 – 21. April 1982), auch bekannt als Giuseppe Corte, Felice Coste oder Felice Carte, war ein chilenischer Fußballspieler, der als Stürmer spielte....
'''Felix Joos''' ist ein deutscher Mathematiker, der auf den Gebieten der theoretische Informatik|theoretischen Informatik und diskrete Mathematik|diskreten Mathematik forscht.