„Moya ispoved“ (Russisch: „Моя исповедь“), englische Übersetzung: „Mein Geständnis“ ist eine Kurzgeschichte des russischen Schriftstellers Nikolai Karamzin (1766–1826). Es wurde erstmals 1802 in der Zeitschrift „Vestnik Yevropy (1802–1830)“ veröffentlicht name="брэ">
== Handlung ==
Die Geschichte ist in der ersten Person geschrieben. Der Protagonist ist ein „Graf N. N.“, der in „einem Brief an einen Herausgeber einer Zeitschrift“ offen über sein Leben berichtet. Er wird als Zyniker und Egoist dargestellt, der sich selbst für einen außergewöhnlichen Menschen hält; er schreibt sein Geständnis lediglich aus Gehorsam gegenüber Modetrends.
== Themen und Analyse ==
Literaturwissenschaftler interpretieren „My Confession“ als Satire und Polemik gegen Jean-Jacques Rousseau, den Autor der einflussreichen „Confessions (Rousseau)“ des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Karamzin stellt Rousseaus Bildungstheorien in Frage und hinterfragt die Vorstellung von der inhärenten Güte der Menschheit.
„Mein Geständnis“ beeinflusste die Entwicklung der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts mit ihrer anhaltenden Tendenz zum konfessionellen Schreiben maßgeblich. Es markiert den Beginn der Reflexion und Selbstanalyse, die später in Michail Lermontows „Ein Held unserer Zeit“ veranschaulicht wird Zweck“ („Moya ispoved“ von N. M. Karamzin) // „Zwei Jahrhunderte russischer Klassiker“, Bd. 2. 2020] (auf Russisch)
Laut der Slawistin Ulrike Brinkjost parodiert Karamzin im Povest das darin enthaltene sentimentale Genre (wie auch in seinem Rycar našego vremeni). Er entlarvt darin
die Konventionalität sentimentalistischer Themen, Figurenkonstellationen und Motive [...] und stellt durch eine alle Werte und Wertigkeiten des Sentimentalismus in ihrem Verfahren umgekehrt verkehrende Verfremdung Hypertrophien und automatisierte des Genres bloßUlrike Brinkjost: ''Geschichte und Geschichten: Ästhetischer und histographischer Diskurs bei N. M. Karamzin.'' (''Slavistische Beiträge|Slavistische Beiträge'', Band 390), Sagner 2000, S. 114
die Konventionalität sentimentalistischer Themen, Charakterkonstellationen und Motive und enthüllt – durch eine Entfremdung, die alle Werte und Hierarchien des Sentimentalismus umkehrt – die Hypertrophien und automatisierten Abläufe des Genres.
== Siehe auch ==
* Вестник Европы (1802–1830)|Vestnik Yevropy (1802–1830) (Russisch)
== Bibliographie ==
* „Mein Geständnis; ein Brief an den Herausgeber einer Zeitschrift“, in: „Ausgewählte Prosa von N. M. Karamzin“. Evanston: Northwestern University Press, 1969
* Ulrike Brinkjost: ''Geschichte und Geschichten: Ästhetischer und histographischer Diskurs bei N. M. Karamzin.'' (''Slavistische Beiträge|Slavistische Beiträge'', Band 390), Sagner 2000
„Moya ispoved“ (Russisch: „Моя исповедь“), englische Übersetzung: „Mein Geständnis“ ist eine Kurzgeschichte des russischen Schriftstellers Nikolai Karamzin (1766–1826). Es wurde erstmals 1802 in der Zeitschrift „Vestnik Yevropy (1802–1830)“ veröffentlicht name="брэ"> == Handlung == Die Geschichte ist in der ersten Person geschrieben. Der Protagonist ist ein „Graf N. N.“, der in „einem Brief an einen Herausgeber einer Zeitschrift“ offen über sein Leben berichtet. Er wird als Zyniker und Egoist dargestellt, der sich selbst für einen außergewöhnlichen Menschen hält; er schreibt sein Geständnis lediglich aus Gehorsam gegenüber Modetrends.
== Themen und Analyse == Literaturwissenschaftler interpretieren „My Confession“ als Satire und Polemik gegen Jean-Jacques Rousseau, den Autor der einflussreichen „Confessions (Rousseau)“ des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Karamzin stellt Rousseaus Bildungstheorien in Frage und hinterfragt die Vorstellung von der inhärenten Güte der Menschheit. „Mein Geständnis“ beeinflusste die Entwicklung der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts mit ihrer anhaltenden Tendenz zum konfessionellen Schreiben maßgeblich. Es markiert den Beginn der Reflexion und Selbstanalyse, die später in Michail Lermontows „Ein Held unserer Zeit“ veranschaulicht wird Zweck“ („Moya ispoved“ von N. M. Karamzin) // „Zwei Jahrhunderte russischer Klassiker“, Bd. 2. 2020] (auf Russisch)
Laut der Slawistin Ulrike Brinkjost parodiert Karamzin im Povest das darin enthaltene sentimentale Genre (wie auch in seinem Rycar našego vremeni). Er entlarvt darin
die Konventionalität sentimentalistischer Themen, Figurenkonstellationen und Motive [...] und stellt durch eine alle Werte und Wertigkeiten des Sentimentalismus in ihrem Verfahren [url=viewtopic.php?t=10525]umgekehrt[/url] verkehrende Verfremdung Hypertrophien und automatisierte des Genres bloßUlrike Brinkjost: ''Geschichte und Geschichten: Ästhetischer und histographischer Diskurs bei N. M. Karamzin.'' ('':de:Slavistische Beiträge|Slavistische Beiträge'', Band 390), Sagner 2000, S. 114
die Konventionalität sentimentalistischer Themen, Charakterkonstellationen und Motive und enthüllt – durch eine Entfremdung, die alle Werte und Hierarchien des Sentimentalismus umkehrt – die Hypertrophien und automatisierten Abläufe des Genres.
== Siehe auch == * :ru:Вестник Европы (1802–1830)|Vestnik Yevropy (1802–1830) (Russisch)
== Bibliographie == * „Mein Geständnis; ein Brief an den Herausgeber einer Zeitschrift“, in: „Ausgewählte Prosa von N. M. Karamzin“. Evanston: Northwestern University Press, 1969 * Ulrike Brinkjost: ''Geschichte und Geschichten: Ästhetischer und histographischer Diskurs bei N. M. Karamzin.'' ('':de:Slavistische Beiträge|Slavistische Beiträge'', Band 390), Sagner 2000
* :Wikisource:ru:Моя_исповедь_(Карамзин) |Моя исповедь (Карамзин) – Russische Wikisource * [https://rusklassika.ru/en/issues/59-2020-volume-2-no-2/576-my-confessions-have-no-moral-zweck-my-confession-by-nikolay-karamzin „Meine Geständnisse haben keinen moralischen Zweck“ („Mein Geständnis“ von Nikolay Karamzin)] - L. F. Lutsevich (englische Zusammenfassung) * [https://qr.urfu.ru/ojs/index.php/qr/article/view/qr.1005 Kulturelle Strategien des Trickstertums im Zeitalter der Aufklärung: N. Karamzins „Mein Geständnis“] – Elena Prikazchikova (Zusammenfassung) * [https://karamzin.lit-info.ru/karamzin/publicistika/moya-ispoved.htm Моя исповедь] (Russisch)
„My Way Of Life“ ist ein von Bert Kaempfert, Herbert Rehbein und Carl Sigman geschriebenes Lied, das auf Kaempferts gleichnamigem Album von 1968 erscheint. Das Instrumental erreichte Platz 17 der...
* Saetta Domenico Gambino: Tommy
* Truus van Aalten: Dorrit
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