[phpBB Debug] PHP Warning: in file [ROOT]/ext/kinerity/bestanswer/event/main_listener.php on line 514: Undefined array key "poster_answers" Napoleon Bonaparte (Detektiv) - Deutsches Wikipedia-Forum
'''Napoleon Bonaparte''' (''Bony'') ist eine in den späten 1920er Jahren von dem Australien|australischen Schriftsteller Arthur W. Upfield|Arthur William Upfield geschaffene Kunstfigur, die in 29 seiner Kriminalromane als Kriminalinspektor ermittelt.
== Vorbild ==
Reales Vorbild für die fiktive Figur „Bony“ war der Aborigines Tracker|Tracker Leon Wood, der auch von je einem weißen und einem Aborigines|Aboriginie-Elternteil abstammte und neben einer umfassenden europäischen Bildung die volle Initiation eines Aboriginies durchlaufen hatte.Browne, S. 31. Arthur W. Upfield lernte Leon Wood im Norden von Queensland kennen, wo Upfield auf einer Rinder-Station arbeitete, deren Eigentümer vermutlich der Vater von Leon Wood war. Bei ihrem zweiten Treffen schrieb Upfield gerade am zweiten Entwurf seines Romans ''Bony und der Bumerang|The Barrakee Mystery''. Noch in diesem zweiten Entwurf von ''The Barrakee Mystery'' ließ Upfield einen weißen Detektiv ermitteln. Upfield lieh an Wood mehrere Bücher aus, darunter auch ''The Life of Napoleon Bonaparte'' von John Stevens Cabot Abbott.John S. C. Abbott: ''The life of Napoleon Bonaparte''. Beeton, London 1860. Diese Begegnung mit Leon Wood, während er an ''The Barrakee Mystery'' arbeitete, führte zur dazu, dass Upfield „Bony“ und dessen Namen erfand und den Krimi entsprechend umschrieb. Dabei übernahm er die Biografie von Leon Wood weitgehend, der ebenfalls als Spurensucher für die Polizei von Queensland arbeitete.Browne, S. 32.
== Fiktive Biografie ==
Bony, Sohn eines weißen Vaters und einer Aborigines|Aboriginie-Mutter, wurde im Norden von Queensland geboren.Browne, S. 23. Das Baby lag neben seiner erschlagenen Mutter, die durch den Geschlechtsverkehr mit einem Weißen eine Stammesregel gebrochen hatte. Bony wurde von einer weißen Adoptivmutter aufgezogen. Diese fand das Baby eines Tages damit beschäftigt, wie es an den Seiten einer Ausgabe von Abbots ''The Life of Napoleon Bonaparte'' herumkaute. So erhielt Bony seinen Namen.Browne, S. 33; Upfield: ''The lure'', S. 67.
Als Detektiv ist er etwa 45 Jahre alt – und bleibt das, auch wenn der Autor die Romane, in denen Bony ermittelt, über eine Zeitspanne von fast 40 Jahren verfasste. Bony ist 1,78 cm groß, mager, sehr fit und allen Herausforderungen die Natur und des Klimas im Innern Australiens gewachsen. Seine Hautfarbe wird im Laufe der Romane zunehmend heller.Browne, S. 23.
Bony ist ein ausgezeichneter Spurenleser und Kriminalist. Die Figur beruht auf der ihr zugeschriebenen Fähigkeit, die Natur perfekt zu „lesen“, ihrer Geduld und Intuition sowie ihrem kombinatorischen Scharfsinn. Oft verbringt Bony Monate an einem Ort, um einen Fall zu lösen. Zeit spielt keine Rolle. Es gibt keinen Fall, mit dem er befasst war und den er nicht gelöst hat.Upfield: ''The lure'', S. 75.
Bony ist mit Marie verheiratet.In seinem ersten Bony-Krimi, ''The Barrakee Mystery'' / ''The Lure of the Bush'' (''Bony und der Bumerang''), trägt sie den Namen „Laura“. Sie ist ebenfalls Kind aus der Verbindung von einem europastämmigen und einem Aboriginie-Elternteil – Arthur W. Upfield wird dazu nie präziser. Bony und Marie haben drei Söhne. Die Familie lebt in der Nähe von Brisbane. Dieser familiäre Hintergrund bleibt immer blass – Bony ermittelt in vielen Teilen Australiens, aber nie zu Hause.Browne, S. 166.
== Charakter ==
Bony ist sich seiner Fähigkeiten sehr bewusst, vertritt das auch, bis hin zur ArroganzBrowne, S. 15., und ist humorlos („I never joke. Life is too serious to joke.“)Browne, S. 18. Andererseits hat er wegen seines gewinnenden Charakters viele Freunde.Upfield: ''The lure'', S. 94. Diese Darstellung seiner Person wirkt inkoherent. Auch die Bewunderung für seinen Namensgeber bleibt blass. Upfield betont zwar immer, dass Bony seinen Namensgeber, Napoleon Bonaparte, verehre, was er an ihm aber konkret schätzt, bleibt merkwürdig blass.Upfield: ''The lure'', S. 133. Obwohl Upfield immer wieder betont, dass Bony die Kultur der Aborigines besser kennt, als jeder europäischstämmige Australier, ist seine Vorstellung von (Sexual)moral und dem, was zwischen beiden Ethnien möglich ist, stark viktorianisch geprägt.Upfield: ''The lure'', S. 133.
Andererseits ist es Bony – neben seiner Hauptaufgabe, ein Verbrechen aufzuklären – aber auch immer wichtig, Menschen, die er dabei kennenlernt, bei ihren Problemen zu helfen.Browne, S. 6. Das ergibt zahlreiche Nebenhandlungen in den Kriminalromanen.
== Darsteller ==
In der australischen Fernsehserie „Boney (Fernsehserie)|Boney“ [!], die 1972/73 entstand, spielte die Titelrolle der Neuseeland|neuseeländische Schauspieler James Laurenson.
== Literatur ==
* Ray B. Browne: ''The spirit of Australia. The crime fiction of Arthur W. Upfield''. University Press, Bowling Green 1988, ISBN 0-87972-402-1
* Arthur W. Upfield: ''The lure of the bush'' (= ''The Barrakee Mystery''). The American Reprint Company, Mattituck, N.Y., 1978.
[h4] '''Napoleon Bonaparte''' (''Bony'') ist eine in den späten 1920er Jahren von dem Australien|australischen Schriftsteller Arthur W. Upfield|Arthur William Upfield geschaffene Kunstfigur, die in 29 seiner Kriminalromane als Kriminalinspektor ermittelt.
== Vorbild == Reales Vorbild für die fiktive Figur „Bony“ war der Aborigines Tracker|Tracker Leon Wood, der auch von je einem weißen und einem Aborigines|Aboriginie-Elternteil abstammte und neben einer umfassenden europäischen Bildung die volle Initiation eines Aboriginies durchlaufen hatte.Browne, S. 31. Arthur W. Upfield lernte Leon Wood im Norden von Queensland kennen, wo Upfield auf einer Rinder-Station arbeitete, deren Eigentümer vermutlich der Vater von Leon Wood war. Bei ihrem zweiten Treffen schrieb Upfield gerade am zweiten Entwurf seines Romans ''Bony und der Bumerang|The Barrakee Mystery''. Noch in diesem zweiten Entwurf von ''The Barrakee Mystery'' ließ Upfield einen weißen Detektiv ermitteln. Upfield lieh an Wood mehrere Bücher aus, darunter auch ''The Life of Napoleon Bonaparte'' von John Stevens Cabot Abbott.John S. C. Abbott: ''The life of Napoleon Bonaparte''. Beeton, London 1860. Diese Begegnung mit Leon Wood, während er an ''The Barrakee Mystery'' arbeitete, führte zur dazu, dass Upfield „Bony“ und dessen Namen erfand und den Krimi entsprechend umschrieb. Dabei übernahm er die Biografie von Leon Wood weitgehend, der ebenfalls als Spurensucher für die Polizei von Queensland arbeitete.Browne, S. 32.
== Fiktive Biografie == Bony, Sohn eines weißen Vaters und einer Aborigines|Aboriginie-Mutter, wurde im Norden von Queensland geboren.Browne, S. 23. Das Baby lag neben seiner erschlagenen Mutter, die durch den Geschlechtsverkehr mit einem Weißen eine Stammesregel gebrochen hatte. Bony wurde von einer weißen Adoptivmutter aufgezogen. Diese fand das Baby eines Tages damit beschäftigt, wie es an den Seiten einer Ausgabe von Abbots ''The Life of Napoleon Bonaparte'' herumkaute. So erhielt Bony seinen Namen.Browne, S. 33; Upfield: ''The lure'', S. 67.
Als Detektiv ist er etwa 45 Jahre alt – und bleibt das, auch wenn der Autor die Romane, in denen Bony ermittelt, über eine Zeitspanne von fast 40 Jahren verfasste. Bony ist 1,78 cm groß, mager, sehr fit und allen Herausforderungen die Natur und des Klimas im Innern Australiens gewachsen. Seine Hautfarbe wird im Laufe der Romane zunehmend heller.Browne, S. 23.
Bony ist ein ausgezeichneter Spurenleser und Kriminalist. Die Figur beruht auf der ihr zugeschriebenen Fähigkeit, die Natur perfekt zu „lesen“, ihrer Geduld und Intuition sowie ihrem kombinatorischen Scharfsinn. Oft verbringt Bony [url=viewtopic.php?t=2859]Monate[/url] an einem Ort, um einen Fall zu lösen. Zeit spielt keine Rolle. Es gibt keinen Fall, mit dem er befasst war und den er nicht gelöst hat.Upfield: ''The lure'', S. 75.
Bony ist mit Marie verheiratet.In seinem ersten Bony-Krimi, ''The Barrakee Mystery'' / ''The Lure of the Bush'' (''Bony und der Bumerang''), trägt sie den Namen „Laura“. Sie ist ebenfalls Kind aus der Verbindung von einem europastämmigen und einem Aboriginie-Elternteil – Arthur W. Upfield wird dazu nie präziser. Bony und Marie haben drei Söhne. Die Familie lebt in der Nähe von Brisbane. Dieser familiäre Hintergrund bleibt immer blass – Bony ermittelt in vielen Teilen Australiens, aber nie zu Hause.Browne, S. 166.
== Charakter == Bony ist sich seiner Fähigkeiten sehr bewusst, vertritt das auch, bis hin zur ArroganzBrowne, S. 15., und ist humorlos („I never joke. Life is too serious to joke.“)Browne, S. 18. Andererseits hat er wegen seines gewinnenden Charakters viele Freunde.Upfield: ''The lure'', S. 94. Diese Darstellung seiner Person wirkt inkoherent. Auch die Bewunderung für seinen Namensgeber bleibt blass. Upfield betont zwar immer, dass Bony seinen Namensgeber, Napoleon Bonaparte, verehre, was er an ihm aber konkret schätzt, bleibt merkwürdig blass.Upfield: ''The lure'', S. 133. Obwohl Upfield immer wieder betont, dass Bony die Kultur der Aborigines besser kennt, als jeder europäischstämmige Australier, ist seine Vorstellung von (Sexual)moral und dem, was zwischen beiden Ethnien möglich ist, stark viktorianisch geprägt.Upfield: ''The lure'', S. 133.
Andererseits ist es Bony – neben seiner Hauptaufgabe, ein Verbrechen aufzuklären – aber auch immer wichtig, Menschen, die er dabei kennenlernt, bei ihren Problemen zu helfen.Browne, S. 6. Das ergibt zahlreiche Nebenhandlungen in den Kriminalromanen.
== Darsteller == In der australischen Fernsehserie „Boney (Fernsehserie)|Boney“ [!], die 1972/73 entstand, spielte die Titelrolle der Neuseeland|neuseeländische Schauspieler James Laurenson.
== Literatur == * Ray B. Browne: ''The spirit of Australia. The crime fiction of Arthur W. Upfield''. University Press, Bowling Green 1988, ISBN 0-87972-402-1 * Arthur W. Upfield: ''The lure of the bush'' (= ''The Barrakee Mystery''). The American Reprint Company, Mattituck, N.Y., 1978.
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